Aufrufe
vor 2 Jahren

All IP

  • Text
  • Umstellung
  • Unternehmen
  • Swisscom
  • Voip
  • Telefonie
  • Gigaset
  • Kommunikation
  • Wechsel
  • Schweizer
  • Isdn

Podium «Wir sind viel

Podium «Wir sind viel flexibler als zuvor» Peter Minder, VR Präsident und Delegierter, Bootswerft Heinrich zentral. Von der IP-basierten Telefonie-Infrastruktur erhofften wir uns schnellere, aber auch einfachere Prozesse. Unsere Mitarbeitenden müssen etwa auch dann erreichbar sein, wenn sie mit dem Boot auf dem Wasser unterwegs sind. Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Peter Minder: Wir haben kürzlich unsere Telefonanlage durch ein IP-System ersetzt. Unsere alte Anlage hatte von einem Tag auf den anderen ihren Geist aufgegeben. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung war es Zeit für eine zukunftsorientierte Alternative. Der Entscheid fiel zugunsten einer virtuellen Anlage, da hier keine Investitionen in die Hardware anfallen. Heute zahlen wir pro Monat einen fixen Betrag. Swisscom kümmert sich um den Betrieb der Anlage und allfällige Updates. Das alles ist für uns nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessant, sondern trägt auch zur Kostentransparenz bei. Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP? Ausser dem fachlichen Know-how und dem handwerklichen Können ist für uns der persönliche Kontakt mit den Kunden und Lieferanten Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? Bis dato haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wir sind mit der neuen Anlage viel flexibler als zuvor. Anrufe leiten wir entweder automatisch oder manuell direkt auf das Handy weiter. Unterwegs, sprich auf dem Wasser, kann ich ein­ und ausgehende Anrufe tätigen, als ob ich im Büro wäre. Das erlaubt uns, komplett standortunabhängig zu kommunizieren. Positiv überraschte uns übrigens die Möglichkeit, Fax-Nachrichten virtuell empfangen zu können und diese ohne Umwege über Papier weiterzuleiten. Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der Umstellung stehen? Der Schritt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sparen Kosten und konnten Prozesse vereinfachen. Ausser auf eine moderne Telefonielösung setzen wir aber auch sonst auf digitale Werkzeuge, etwa die Kundenansprache via Facebook und Flickr. Die neue Generation unserer Kunden ist mit digitalen Medien aufgewachsen. Wer sich schon heute mit den Möglichkeiten von IP respektive der Digitalisierung auseinandersetzt, kann dementsprechend nur profitieren. «In fünf Minuten waren wir ein All-IP-Büro» Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Wir waren mit der bestehenden Telefonanlage eigentlich zufrieden. Leider kam diese immer mehr in die Jahre. Unsere aktuelle Anbieterin Swisscom wies uns darauf hin, dass gerade ein Wandel stattfindet: weg von der herkömmlichen, hin zur IP-Telefonie. Im Beratungsgespräch stellte sich heraus, dass es für uns betriebswirtschaftlich die einfachste und beste Lösung ist, den Betrieb der neuen IP-basierten Telefonanlage Swisscom zu übergeben. Ausserdem empfahl man uns, auf einen schnelleren Internetanschluss sowie eine Telefonieflatrate zu wechseln. Dass wir mit diesem Wechsel auch noch Kosten sparen, hat uns den Entscheid erleichtert. Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP? Sonja Schwendeler: Unsere Ansprüche waren recht bescheiden. Wir wollten einfach weiterhin telefonieren können. Doch schon bald merkten wir, dass die IP-Telefonie viel mehr als das bietet. Wir sind heute überall erreichbar, sogar mit der Festnetznummer. Auch der Einsatz von Headsets statt Telefonhörern erleichtert uns den Alltag. Heute sind wir viel flexibler und auch professioneller unterwegs. Swisscom kümmert sich um den Betrieb und die Wartung der Anlage. Wir kümmern uns um unsere Kunden. Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? Die Umstellung erfolgte überraschend unspektakulär. Der Techniker Sonja Schwendeler Geschäftsinhaberin, Swisspersonal steckte alles ausserhalb der Bürozeiten um, da die Telefonleitung kurz unterbrochen werden musste. Schon fünf Minuten später waren wir ein All-IP-Büro. Wir sind froh, dass sich Swisscom um die neue Telefonanlage kümmert. Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der Umstellung stehen? Es lohnt sich, sich frühzeitig mit der Umstellung auf eine moderne Kommunikationsanlage auseinanderzusetzen. Bei uns bildet sie das Herzstück des Betriebs. Steht sie still, geht nichts mehr. Wir haben uns daher entschieden, die Initiative zu ergreifen, bevor es so weit kommt. Im Nachhinein hatten wir Glück, dass die alte Anlage so lange durchgehalten hatte. 16 All IP

«Qualität steht und fällt mit der Internetverbindung» Sven Leutenegger Leiter IT und Logistik, Weber Bekleidung Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP? Aufgrund der vollautomatischen Konfiguration der Endgeräte sowie der webbasierten Administration sämtlicher Standorte verliert die Voice-Thematik stark an Komplexität und gewinnt an Flexibilität. Die Konsolidierung der Telefonie mit dem Internetservice steigert den Kosten-Nutzen-Faktor deutlich. Podium Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Sven Leutenegger: Weber Bekleidung möchte die Kostenstruktur, den administrativen Aufwand sowie den Funktionsumfang der Kommunikation vom Hauptsitz in St. Gallen mit den 16 Filialen optimieren. Es soll dabei auf eine Vereinheitlichung der Telefoniesysteme inklusive deren Administration und Verwaltung von etwa 70 bis 80 Endgeräten geachtet werden. Auf folgenden Eckpunkten liegt der Schwerpunkt des Projekts: Senkung der Fixkosten, reibungsloser Ablauf bei einer möglichen Umstellung, zukunftsorientierte Kommunikationslösung (ausbaufähig), Vereinfachung der Administration und des technischen Supports. Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? Der Service läuft so weit einwandfrei. Hinsichtlich der Lifttalarmsysteme sowie der Frankiermaschinen muss aber noch bis Ende 2017 eine Lösung gefunden werden. Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der Umstellung stehen? Die Verfügbarkeit sowie die Qualität der VoIP-Dienste steht und fällt mit der Internetverbindung. Daher empfehlen wir aus unserer Erfahrung, die Voice­ und Internetdienstleistungen von demselben Provider zu beziehen. Mit einer Ansprechperson können Probleme schnell, effizient und einfach gelöst werden. «Die Kompatibilität ist nicht gegeben» Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Reto Aus der Au: Die Stadtverwaltung Zürich hat über 3400 herkömmliche Analog- und ISDN-Anschlüsse an über 600 Standorten. Diese werden im Rahmen der All-IP-Initiative der Swisscom schrittweise auf IP-Anschlüsse gewechselt. Wir gehen davon aus, dass wir die Mehrheit aller Anschlüsse bis Ende 2017 auf IP migriert oder etwa durch eine mobile Kommunikationslösung ersetzt haben werden. Reto Aus der Au Abteilungsleiter, Stadt Zürich, Organisation und Informatik Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP? Mit All-IP erhoffen wir uns in erster Linie Flexibilität und Kosteneinsparungen, da wir mit der neuen Technologie viele heutige Anschlüsse konsolidieren können und sich der Einsatzort flexibel gestalten lässt. Durch Umkonfiguration des einzelnen IP-Anschlusses kann dieser sekundenschnell neu verwendet werden. Dies unterstützt in idealem Masse unsere seit 2009 etablierte VoIP-4-Zuerich-Kommunikationsplattform, mit der die IP-Telefonie in der Stadtverwaltung flächendeckend eingesetzt wird. Mit der kompletten Umstellung auf die IP-Telefonie erreichen wir auch eine stärkere Providerunabhängigkeit. Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen? Die alte, analoge Technologie besteht, seit Alexander Graham Bell 1876 das erste Telefon in Betrieb nahm. Natürlich sind unsere Systeme nicht mehr aus dieser Epoche. Aber die heute noch eingesetzten Faxprotokolle, analoge Modem-Verbindungen von Haustechniksystemen, einzelne Lifttelefone, Alarmleitungen und weitere Lösungen sind für analoge Anschlüsse providergespeist und können deshalb mit der IP-Technologie nicht mehr in der gleichen Art betrieben werden. Die Kompatibilität mit der IP-Technologie ist nicht ohne Weiteres gegeben. Dies gilt es zu prüfen und neue Lösungen zu finden. Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der Umstellung stehen? Das Thema nicht dem Zufall zu überlassen. Ein strukturiertes und methodisches Herangehen an diese Thematik ist unerlässlich. Der Faktor Zeit darf auch nicht vernachlässigt werden. Die Schwierigkeit wird nicht sein, moderne Kommunikationslösungen mit IP-Anschlüssen auszurüsten, sondern die Herausforderung liegt bei den oben genannten Systemen, die noch alte Technologien verwenden. Möglicherweise müssen diese Lösungen zuerst ersetzt werden, bevor All-IP realisiert werden kann. All IP 17

Archiv