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caSES «Niemand möchte

caSES «Niemand möchte mehr zurück zur alten Telefonanlage» Spätestens 2017 sollten die konventionellen Telefonanschlüsse auf die zukunftsweisende IP-Technologie umgerüstet sein. Zeit also, jetzt damit zu beginnen und grundlegend zu hinterfragen, wie die Kommunikationsbedürfnisse künftig abgebildet werden sollen. Wer heute von der Unternehmenskommunikation spricht, meint auch neue Formen in der Zusammenarbeit wie Bildschirmfreigaben, Chat-Nachrichten, Anwesenheitsinformationen und Outlook-Integration. Die Bedürfnisse haben sich längst geändert: Ein Festnetztelefon am fest zugeteilten Arbeitsplatz scheint in Zeiten des mobilen Arbeitens, des Arbeitsplatzteilens und der Mobiltelefone wie ein Relikt aus alten Zeiten. Swisscom empfiehlt ihren Kunden, sich möglichst rasch mit der Umstellung zu befassen. Natürlich machen die wenigsten Firmen einen Freudensprung, sich mit Themen wie der IP-Umstellung zu beschäftigen. Es Die Autoren Urs Zandegiacomo, Head of Solution Consultants IP, Swisscom Christoph Rossacher, Head of Sales East, Swisscom zeigt sich aber, dass die Mehrheit der Kunden den Zusatznutzen nach der Umstellung schätzt und sich die monatlichen Kosten zu ihren Gunsten entwickeln. Wie Firmen ihre Umstellung erlebt haben, lesen Sie nachfolgend. Beispiel: Aus elf wird eins – ESH Media Thierry Dufrenne Technischer Leiter Firma: ESH Media Branche: Verlagswesen Mitarbeitende: ca. 500 Das Verlagshaus ESH Media in der Romandie führt elf Standorte sowie drei Callcenter in der französischsprachigen Schweiz. Aus der Region heraus verlegt es regionale Zeitungen und Zeitschriften, inklusive Websites, verwaltet die Werbung und betreut rund 80 000 Abonnenten. Zu den Titeln der Gruppe gehören etwa «Le Nouvelliste», «L’Express», «L’Impartial», «La Côte», «L’Arc Hebdo», «Le Journal de Cossonay» oder «Realdeal». Thierry Dufrenne, Technischer Leiter, erklärt: «Vor der Umstellung auf All-IP nutzten wir für Telefonie und IT zwei separate Systeme. Jeder Standort war mit einer eigenen Telefonzentrale und den entsprechenden Anschlüssen ausgerüstet – es gab über zehn verschiedene Systeme zu verwalten.» Die komplizierte Infrastrukturlösung war für ESH Media ein wichtiger Grund für die Umstellung auf IP. Mit der alten Lösung konnte das Verlagshaus keine Statistiken erstellen – weder über Anrufe ins Callcenter noch über Kundenservice und -zufriedenheit (Anrufdauer, Wartezeit etc.). «Diese Auswertungen waren aus der Businessoptik dringend notwendig, darum mussten wir handeln», sagt Dufrenne. Heute kommuniziert ESH Media über ein einziges IP-Netz. Seit Juni 2015 ist die Infrastruktur zentralisiert. «Besonders die Zentralisierung der Telefonnummern hat viele Vorteile», sagt der Technische Leiter. «Ausserdem wird die Übernahme und Integration von Unternehmen deutlich vereinfacht, da wir die Infrastruktur am neuen Standort rasch in Betrieb nehmen können.» Gleiche Ressourcen, längere Öffnungszeiten Das Callcenter von ESH Media bietet seit der Umstellung auf IP mit den gleichen Ressourcen durchgehende Öffnungszeiten; vorher wurden zwischen 12 und 14 Uhr keine Anrufe entgegengenommen. «Ein genaues Tracking aller Anrufe und ein Callback sind nun möglich», sagt Dufrenne. «Dank der neuen Statistiken können wir unsere Kunden besser betreuen und sie etwa schon in der Warteschleife informieren, wenn es unerwartete Zwischenfälle wie kurzzeitige Serverprobleme gibt.» Vorteile für die Mitarbeitenden Seit dem Wechsel auf IP treffen sich die Mitarbeitenden von ESH Media per Telefonkonferenz zu Sitzungen und sparen so Reisezeit. «Wir sind mit der Umsetzung des Projekts durch das Swisscom-Team sehr zufrieden», sagt Dufrenne. «Mit Swisscom als Kontakt für die gesamte Infrastruktur wurde auch die Administration deutlich vereinfacht und virtualisiert.» Die neuen Möglichkeiten, die das Unternehmen heute nutzt, inspirieren für die Zukunft: ESH Media plant, ein Customer Relationship Management einzurichten und die Akquise von Neukunden auszubauen. 26 All IP

Beispiel KMU: Sidmar René Sidler Geschäftsleiter Firma: Sidmar Branche: IT-Dienstleistungen Mitarbeitende: 17 Wann haben Sie auf All-IP umgestellt und warum? Wir stellten vor etwa sieben Jahren auf All-IP um. Damals gab es erst ADSL, die Verzögerungen waren schrecklich und wir hatten zum Teil längere Ausfälle. Anbieter und Technologie legten aber in den letzten Jahren massiv an Qualität zu. Heute können wir zwischen herkömmlicher und IP-Telefonie in Sachen Qualität keinen Unterschied mehr feststellen. Wie lange hat die Umstellung gedauert? Wir wechselten zu Beginn dieses Jahres unterbrechungsfrei zu einem neuen Provider. Die Vorbereitung der Telefone und der Zentrale dauerte wenige Stunden. Was hat Sie diese Umstellung gekostet, und sind Ihre Kosten mit All-IP gesunken? Die Umstellung kostete uns nichts, da wir alles selbst machen konnten. Bei einem Kundensystem belaufen sich die einmaligen Umstellungskosten auf zirka 700 Franken – ohne neue Endgeräte. Die monatlichen Gebühren lassen sich um etwas mehr als ein Drittel reduzieren. Sind Sie mit All-IP zufrieden? Mit All-IP sind wir sehr zufrieden. Die Flexibilität ist enorm gestiegen und das Handling ist sehr einfach. CaSES Beispiel KMU: AWK Group Peter Gabriel, CCO und Partner Firma: AWK Group Branche: Beratung Mitarbeitende: 170 Wann haben Sie auf All-IP umgestellt und warum? Die Umstellung vollzogen wir 2013. Es gab mehrere Treiber. Der Ersatz der bisherigen alten Telefonieanlage war sicher der ausschlaggebendste. Dazu kam einerseits unser Wachstum über verschiedene Standorte, andererseits werden unsere Mitarbeitenden immer mobiler, das heisst, sie arbeiten von einem der Firmenstandorte aus, direkt beim Kunden, im Homeoffice oder unterwegs. Wie lange hat die Umstellung gedauert? Die Umstellung dauerte rund acht Monate. Da wir die ganze Infrastruktur in die Cloud von Swisscom verlegten, verbrachten wir den grössten Teil der Umstellung mit einer akribischen Planung vor und einem ausführlichen Testen nach der Umstellung. Was hat Sie diese Umstellung gekostet, und sind Ihre Kosten mit All-IP gesunken? Die Umstellung war nicht gratis – das ist klar. Der finanzielle Aufwand ist aber schnell wieder amortisiert. Dies weniger über die reinen Telekommunikationskosten, sondern primär über die dank All-IP realisierbaren Effizienzgewinne, wie etwa nur eine Nummer pro Mitarbeiter, Verfügbarkeitsanzeige, Konferenzschaltungen inklusive Videokonferenzen, virtuelle Projektsitzungen über mehrere Standorte und so weiter. Sind Sie mit All-IP zufrieden? Wir lancierten nach wenigen Monaten eine umfassende Mitarbeiterumfrage. Trotz kleiner Anlaufschwierigkeiten nach der Umstellung fiel das gesammelte Feedback durchs Band positiv aus. Niemand möchte heute mehr zurück zur alten Telefonieanlage. Beispiel KMU: Flachsmann Kaminfeger Marc Flachsmann, Geschäftsführer Firma: Flachsmann Kaminfeger Branche: Gebäudetechnik Mitarbeitende: 3 Was hat Sie diese Umstellung gekostet, und sind Ihre Kosten mit All-IP gesunken? Die Umstellung kostete etwa 900 Franken. Da ich erst vor kurzem umgestellt habe, kann ich noch keine Angaben über die laufenden Kosten machen. Wann haben Sie auf All-IP umgestellt und warum? Mitte August 2015 schaltete ich den Telefonbetrieb auf All-IP um. Den Ausschlag gab die Übernahme eines weiteren Standorts mit eigener Telefonnummer. Wie lange hat die Umstellung gedauert? Die ganze Umstellung dauerte zirka 30 Tage, und ich war mit dem Swisscom-Partner Vision Inside sehr gut beraten. Sind Sie mit All-IP zufrieden? Die Umstellung auf All-IP hat sich gelohnt – und das nach wenigen Tagen. Die Umleitung auf die Mitarbeitenden ist einfach und funktioniert einwandfrei. Die Mitarbeitenden können mittels Swisscom- IP-App vom Handy aus mit der Festnetznummer telefonieren und müssen somit ihre private Nummer nicht für das Geschäft verwenden, sie benötigen auch kein weiteres Gerät. Die KMU-Beispiele sind erstmals in der «Zürcher Wirtschaft» erschienen. All IP 27

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