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Cloud & Managed Services 2019

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Cloud macht Schule im Kanton Freiburg Was haben die Achtklässlerin Sophie und der Informatikingenieur Philippe Devaud gemeinsam? Beide erleben täglich die Vorteile der Digitalisierung. Der Kanton Freiburg macht erfolgreich vorwärts. XAAS Sophie und Louisa sitzen konzentriert am Pult in einem Klassenzimmer der École de Bourg in Freiburg. Sie arbeiten an Computern, um die Schwierigkeiten zu kompensieren, die mit ihrer Lese- und Rechtschreibeschwäche verbunden sind. Auf den Notebooks öffnen sie die Storebox-Ordner mit den Arbeitsblättern. Ein Klick – und der französische Text ist heruntergeladen. Sie ergänzen die fehlenden Wörter, laden den Text wieder in den Cloud-Speicher hoch. Ihre heilpädagogische Lehrerin wird ihn später korrigieren. Zuhause in der Cloud Seit August 2017 ist das Teilen und Austauschen von Daten in den Freiburger Schulen kinderleicht. Möglich macht dies die cloudbasierte Plattform Storebox von Swisscom. Im Kanton Freiburg heisst sie allerdings «fribox», wie Philippe Devaud betont. Als Leiter ad interim der Fachstelle Fritic ist er für die Integration der ICT an den Freiburger Schulen verantwortlich. «Indem wir der Storebox ein eigenständiges Design und einen eigenen Namen verliehen haben, schaffen wir Identität», erklärt er. «Unsere Nutzer fühlen sich in der Cloud zuhause.» Rund 5000 Mitarbeitende der Freiburger Erziehungsdirektion haben bisher ein eigenes «fribox»-Konto mit 50 GB Cloud-Speicher erhalten. Devaud empfindet die Flexibilität von Storebox als hilfreich: «Sie ermöglicht eine neue und sehr dynamische Art zu arbeiten. Statt zentral und hierarchisch ist ‹fribox› offen strukturiert. Ein Beispiel: Zehn Der Autor Anton Neuenschwander, freier Autor Lehrpersonen aus allen Ecken des Kantons entwickeln ein neues Lehrmittel. Sie erstellen innerhalb von Sekunden einen gemeinsamen ‹fribox›-Projektordner, in dem sie ihre Beiträge teilen. Jede Veränderung an den Dateien ist völlig transparent, alles immer auf dem aktuellen Stand, und alle Beteiligten können mit jedem Endgerät von überall darauf zugreifen.» Schluss mit unsicheren Apps wie Dropbox & Co.! Zum ersten Mal überhaupt hat der Kanton Freiburg eine Cloud- Lösung realisiert und die Verantwortung für deren Betrieb an einen externen Partner übertragen. Dazu Christian Rieder, Leiter der Sektion Technik beim Amt für Informatik und Telekommunikation (ITA): «Der Kanton Freiburg will in Sachen Digitalisierung eine führende Rolle einnehmen, um Unternehmen wie auch Privaten optimale Rahmenbedingungen zu verschaffen. Das bedeutet viel Arbeit für unser Amt, die Bedürfnisse vervielfachen sich, das Konzentrieren auf unser Kerngeschäft ist essenziell. Eine selbst gebaute Lösung für den einfachen Datenaustausch hätte zu viele Ressourcen gebunden. Swisscom erfüllt mit Storebox alle unsere Vorgaben – insbesondere auch die sichere Datenhaltung in der Schweiz.» Nicht alle Akteure seien davon begeistert gewesen, erzählt Rieder: «Beim Kanton war ‹Cloud› lange ein verbotenes Wort. Dass wir über diesen Schatten gesprungen sind erweist sich heute als richtig. ‹Fribox› funktioniert hochstabil und wird rege genutzt.» Dazu komme, dass endlich sämtliche User nur noch auf einer einzigen – und sicheren – Plattform zusammenarbeiteten. Zuvor seien USB-Sticks, Dropbox, Onedrive, Google Drive und Co. verwendet worden: ein ideales Biotop für Sicherheitslücken und Inkompatibilität. Die Cloud macht Schule im Kanton Freiburg. Back to school Auf die Frage, was sie von ‹fribox› halte, antwortet Sophie: «Am Anfang war es etwas schwierig. Jetzt habe ich mich daran gewöhnt, das Bedienen ist keine grosse Sache mehr. Das Lernen ist für mich einfacher geworden. Ich kann mir zuhause vom PC Texte vorlesen lassen, oder wenn ich etwas falsch schreibe, korrigiert es von selbst. Das erleichtert mir das Leben. Weil mir dank des Computers das Lernen leichter fällt, haben meine Eltern mir ein Notebook für Zuhause gekauft.» 52 Cloud & Managed Services

Channel und Cloud: Tatsachen, Fehleinschätzungen und Geschäftschancen Unternehmen müssen sich schnell weiterentwickeln, um in einer modernen Welt auch technologisch auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb zu bleiben. Das erzeugt Druck in den IT-Abteilungen und kann zu einem chaotischen Lösungsmischmasch führen, der teuer, schwer zu verwalten und risikoreich ist. XAAS Wie können Unternehmen agil, kosteneffizient und vor allem sicher auf diese Herausforderungen reagieren? Hybride Cloud- Lösungen liefern Antworten und liegen voll im Trend. Jedoch fehlt es oft an ausgesprochenen Cloud-Security-Spezialisten, sodass dem Channel eine zentrale Beraterfunktion für die Unternehmenskunden zukommt, wenn es um sichere Cloud- Lösungen geht. Dies geht aus einer Studie hervor, für die Barracuda Ende 2017 weltweit über 1100 IT-Verantwortliche befragte. Wie steht es also um die Unterstützung der Unternehmen auf ihrem Weg in die Cloud durch Systemhäuser und MSSPs? Vergleicht man die Aussagen aus einer Befragung des Channels, die Barracuda Ende 2017 unter 164 europäischen Channelpartnern durchgeführt hat, mit entsprechenden Umfragen unter Endnutzern, scheint der Channel nicht immer mit seinen Kunden synchron zu sein. Die Kernaussagen, die aus der Befragung resultieren, sind folgende: Es ist zu befürchten, dass der Channel so manche lukrative Möglichkeit verpasst. ∙∙ Backup und Recovery: Channel und Endnutzer stellen beide fest, dass Unternehmen die Cloud vorrangig als Back-up-Lösung nutzen. 56 Prozent der Endnutzer gaben an, dass sie die Cloud in erster Linie zur Datenwiederherstellung nutzen. ∙∙ Die Zukunft der Cloud ist vielversprechend: 86 Prozent der Channelpartner sagten, dass das Vertrauen ihrer Kunden in die Cloud in den letzten fünf Jahren gestiegen sei. Das bestätigen frühere Umfragen, wonach die Mehrheit der IT-Entscheider innerhalb der EMEA-Region meinte, dass ihr Vertrauen in die Public Cloud gestiegen sei. ∙∙ Meinungsverschiedenheiten: Channelpartner gaben an, dass durchschnittlich 10 bis 20 Prozent der Kunden ihre IT- Infrastruktur in der Public Cloud betrieben. Dagegen stehen aber zirka 35 Prozent der Unternehmensvertreter, die angaben, ihre IT in der Public Cloud zu betreiben. ∙∙ Fehleinschätzung: Die Channelpartner überschätzten das Bewusstsein der Unternehmen für das geteilte Sicherheitsmodell in der Cloud. 58 Prozent sagten, dass ihre Kunden das Modell nicht verstünden. Doch 64 Prozent der Endkun- Der Autor Michael Ulrich, Country Manager Switzerland, Barracuda Networks den gaben an, dass sie das Modell der «Shared Security» nicht gänzlich erfassen. Gibt es einen Cyber-Security-Plan – oder doch nicht? Überraschende Unterschiede gab es zwischen Endkunden und Channelvertretern bei der Frage, ob die Unternehmen im Notfall auf einen Cyber-Security-Plan zurückgreifen können. 64 Prozent der Endkunden sagten, dass sie einen Plan hätten, doch nur 27 Prozent der Channelvertreter meinten, dass dies tatsächlich der Fall sei. Sind die Cyber-Security-Pläne etwa so veraltet, dass der Channel dies gleichbedeutend mit «keinen Plan haben» einstuft? Für den Channel bietet sich jedenfalls eine gute Gelegenheit, sich die 64 Prozent näher anzuschauen, um zu verstehen, wo genau es Nachholbedarf gibt. Viele MSSPs könnten sich den Unternehmen gegenüber als kompetente, vertrauenswürdige Berater positionieren, indem sie einen neuen, hochmodernen, cloudbasierten Cyber-Security-Plan ausarbeiten und implementieren. Eine Win-win-Situation für alle. Generell scheint der Channel zu unterschätzen, wie viele Unternehmen doch bereits die Cloud nutzen. Dagegen überschätzt man, wie gut informiert die Unternehmen im Bereich Sicherheit tatsächlich sind. Es ist zu befürchten, dass der Channel so manche lukrative Möglichkeit verpasst. Das mag wohl daran liegen, dass Channelpartner zwar fragen, die Unternehmen aber keine Auskunft zu ihren Sicherheitskenntnissen geben. Es lohnt sich für den Channelpartner demnach, beim nächsten Mal über den Cloud-Sicherheitsansatz zu sprechen und sicherzustellen, wirklich das ganze Bild zu sehen. Cybersecurity ist eine der grössten technologischen Herausforderungen, der Unternehmen heute gegenüberstehen. Die einzige Chance, Kriminellen Paroli zu bieten, besteht darin, dass der Channel und die Endkunden Hand in Hand mit erfahrenen Anbietern zusammenarbeiten. Denn nur so ist die bestmögliche IT-Sicherheit zu gewährleisten. Cloud & Managed Services 53

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