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Cloud & Managed Services 2020

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Swiss Software Industry

Swiss Software Industry Survey 2019: Das sind die Ergebnisse XAAS Mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Mitarbeiter: Schweizer Softwareunternehmer blicken zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr. Die Erlöse mit standardisierten Cloud-Angeboten sollen steigen – zulasten des Geschäfts mit Individualsoftware. Autoren: Joël Orizet und Oliver Schneider Schweizer Softwareunternehmer blicken optimistisch in die Zukunft. Sie rechnen mit mehr Umsatz, steigendem Gewinn und wachsender Belegschaft, wie aus der Swiss Software Industry Survey (SSIS) hervorgeht. Für 2019 rechnen die Befragten mit einer Umsatzsteigerung von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2020 soll das Wachstum um weitere knapp 2 Prozentpunkte zulegen. Die Profitabilität habe sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, heisst es in der Mitteilung: Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit sei 2018 um 1,5 Prozentpunkte gestiegen. Im Vorjahresvergleich lag der Ebit-Zuwachs bei 8,2 Prozent. Der Aufwärtstrend soll sich auch beim Personal bemerkbar machen: 2019 soll die Zahl der Mitarbeiter gemäss den Befragten um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Im kommenden Jahr soll die Belegschaft sogar um fast 15 Prozent wachsen. Die Befragten gehen davon aus, dass sie anteilsmässig mehr und mehr Umsatz mit der Cloud machen. Cloud-Angebote machen derzeit 7,5 Prozent des Branchenumsatzes aus. Bis 2021 soll der Anteil auf 11,5 Prozent ansteigen. Dieser Trend hin zu skalierbaren Standardprodukten und -dienstleistungen gehe zulasten des bisher umsatzstärksten Zweigs: dem Vertrieb von Individualsoftware: Bis 2021 soll der aktuelle Anteil von 39,2 Prozent am Branchenumsatz rund 5 Prozentpunkte sinken. Wie die Softwarebranche zu mehr Produktivität kommt Der Dachverband ICT-Switzerland und die Universität Bern stellten die neue Ausgabe des SSIS am 19. CNO Panel in Bern vor. Andreas Kälin, Geschäftsführer von ICT-Switzerland, war zufrieden mit der Umfrage. Zum einen wegen des Wachstums der Branche, zum anderen wegen der Beteiligung. Noch nie hätten so viele Firmen mitgemacht wie in diesem Jahr, sagte er. 2019 legte der SSIS einen Schwerpunkt auf die Produktivität. Das Thema gab in der Diskussion nach der Vorstellung der Studie zu reden. Gastgeber Pascal Sieber forderte die Gäste auf, in Gruppen zu vier Thesen Stellung zu nehmen: ∙∙ Die Nachfrage nach Software steigt von Jahr zu Jahr, und wir haben einen Fachkräftemangel. Dies veranlasst die Softwarefirmen, ihre Produktivität zu steigen. Standardsoftware wird deshalb in den nächsten Jahren einen immer grösseren Marktanteil ge winnen. Andreas Kälin, Geschäftsführer von ICT-Switzerland, stellte die SSIS 2019 vor. ∙∙ Wandel hin zu Cloud-Dienstleistungen – weiterhin stark individualisiert oder doch standardisiert? Individualsoftware wird es in zehn Jahren nicht mehr geben. ∙ ∙ «Doing things better» anstatt «doing new things»: Softwarefirmen haben keine radikalen Ansätze, um die Produktivität zu steigern. Es gibt nur «Pflästerlipolitik». ∙∙ WTO-Ausschreibungen des Bundes sind nicht viel mehr als verdeckte Subventionen für Beratungsfirmen und den Espace Mittelland? Die Teilnehmer der Diskussion waren sich einig, dass die Schweizer Softwarebranche produktiver werden müsse. Es zeichnen sich dazu zwei Wege ab. Auf der einen Seite die Nutzung von standardisierten Bausteinen und Schnittstellen, der Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie die Einbindung der Mitarbeitenden. Der zweite Weg war radikaler. Die Ideen lauteten: Dienstleistungen nicht mehr auf Stundenbasis zu verkaufen, Hierarchien abzuschaffen, Start-up-Mentalität einzuführen, Personal nur noch für einzelne Projekte einzustellen und Prozesse konsequent zu automatisieren. Vor allem kleinere, jüngere Firmen täten dies bereits erfolgreich. Allerdings seien diese in der SSIS nicht präsent, gab ein Teilnehmer zu bedenken. «Wir haben die Ambition, gen Artikel fin­ Den vollständi­ dass sie nächstes Jahr mit dabei sind», sagte den Sie online www.netzwoche.ch Sieber. 42

HPE zeigt seine KI-getriebene Speicherlösung Hewlett Packard Enterprise hat in Zürich seine KI-gestützte Speicherlösung «Primera» vorgestellt. Mit den neuen Storage-Arrays verspricht der Hersteller eine 100-prozentige Datenverfügbarkeit. Am Launch-Event gab das Unternehmen einen Einblick in seine Strategie. Autor: Joël Orizet XAAS Mit einem grossen Knall hat Hewlett Packard Enterprise (HPE) den Schweizer Launch seiner neuen Speicherlösung gefeiert. 230 Gäste kamen in der Zürcher Eventlocation Aura zusammen, um mehr über «Primera» zu erfahren. HPEs Schweiz-Chef Carlo Giorgi bezeichnete das neue Produkt als die «weltweit intelligenteste Speicherlösung». Mit der neuen Serie an Storage Arrays will HPE eine Datenverfügbarkeit von 100 Prozent garantieren. «Primera» sei zudem leicht zu installieren: einsatzbereit in weniger als 20 Minuten. Doch was ist hier wie und warum intelligent? Die Lösung soll potenzielle Fehlerquellen selbstständig aufspüren können – auch über dem Storage Layer, also auf der Virtualisierungs-, Netzwerk- oder Server ebene. Ferner kümmere sich das System ums Datenmanagement, es könne also Leistung und Workload-Platzierungen in Echtzeit optimieren. «Primera hält sich selbst am Laufen», sagte Giorgi. KI soll dem Hardwaregeschäft neuen Schwung verleihen Möglich machen soll dies «Infosight», HPEs Predictive-Analytics-Lösung, die der Hersteller vor zwei Jahren durch Machine-Learning-Algorithmen aufgerüstet hat. Carlo Giorgi, Managing Director, Hewlett Packard Enterprise Switzerland Das Ziel ist klar: Mit künstlicher Intelligenz (KI) will HPE das Hardwaregeschäft ankurbeln. «KI wird den CIO nicht ersetzen», sagte Giorgi und ergänzte: «Aber ein CIO mit KI kann einen CIO ohne KI ersetzen.» Ayman Abouelwafa, Technologiechef der Primera-Produktlinie, setzte noch einen obendrauf: «Diese Plattform markiert den Beginn einer neuen Ära.» Sie sei der Schlüssel für ein effizientes Management von IT-Infrastrukturen. « Primera hält sich selbst am Laufen. » Carlo Giorgi, Managing Director, Hewlett Packard Enterprise Switzerland Der Plan: ein KI-getriebenes Speicher-Ökosystem Infosight biete den Nutzern ein einfaches Interface mit Visualisierungen und Dashboards, sagte Abouelwafa. Und das sei nur die Spitze des Eisbergs. Basis von alldem bildeten die Möglichkeiten für Machine-Learning-Anwendungen, Analytics und Automatisierung. «Diese Plattform ist das Schweizer Armeemesser für Rechenzentren», sagte Abouelwafa. HPE will Infosight nach und nach in die ganze Produktpalette integrieren. Kürzlich hat HPE seiner HCI-Lösung «Simplivity» ein entsprechendes Upgrade verpasst. Künftig soll Infosight auch in HPEs Serverpalette zum Einsatz kommen. Alles als Service Die Primera-Serie ist eine Weiterentwicklung von HPEs Produktlinie «3Par», wie «blocksandfiles.com» berichtet. Drei verschiedene Array-Konfigurationen stünden derzeit zur Auswahl: 630, 650 und 760. Mit dem Angebot will HPE insbesondere Grossunternehmen adressieren, wohingegen HPEs «Nimble Storage» eher KMUs ansprechen soll. HPE vermarktet die Primera-Arrays im As-a-Service-Modell. Das heisst: «Der Kunde bezahlt pro Gigabyte Speicher und Backup», sagte Carlo Giorgi. Dies entspricht HPEs Strategie, seine Produkte mehr und mehr als Service anzubieten. «Jeder erkennt, dass Kunden ihre Technologie als Dienstleistung beziehen wollen», sagte HPE-CEO Antonio Neri im Juni an der Hausmesse Discover. Bis 2022 will der Hersteller gen Artikel fin­ Den vollständi­ seine gesamte Produktpalette den Sie online www.netzwoche.ch im Abo-Modell anbieten. 43

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