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Cybersecurity 2019

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Jörg Wiessmann,

Jörg Wiessmann, Director Enterprises Business Germany, Fortinet. IT-SA Drei Tage in Nürnberg – in der Heimat der IT-Security Immer wenn das Jahr allmählich zu Ende geht, trifft sich das Who’s who der IT-Security- Branche an der IT-SA in Nürnberg – eine der grössten IT-Sicherheitsmessen weltweit. Die Redaktion war vor Ort, um mit Ausstellern über neue Produkte und mit Experten über aktuelle Bedrohungen zu reden. Autor: Coen Kaat cka. IT-Security ist immer erst dann ein Thema, wenn wieder eine spektakuläre Attacke auf grosse Firmen stattgefunden hat – so wie etwa jüngst bei Facebook. An der IT-SA in Nürnberg jedoch standen die drei Tage vom 9. bis 11. Oktober 2018 voll und ganz im Zeichen der IT-Sicherheit. «Das Thema IT-Sicherheit wird oft noch immer stiefmütterlich behandelt», sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsleitung Recht & Sicherheit von Bitkom, während der Eröffnungspressekonferenz der IT-SA. Veranstaltungen wie die IT-SA in Nürnberg sollen das Bewusstsein der Notwendigkeit von IT-Sicherheit in Unternehmen stärken. 2018 fand bereits die 10. Ausgabe der IT-Sicherheitsmesse statt – erneut deutlich grös ser als in den Jahren zuvor. Die Messe sei mittlerweile zum ausstellerstärksten Event in diesem Bereich geworden, sagte Frank Venjakob, Direktor IT-SA bei der Nürnbergmesse GmbH. 2018 stieg die Ausstellerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 66 auf insgesamt 696. Die Aussteller kamen aus 27 Ländern – im Vorjahr waren es noch 24. Die 14 290 Besucher reisten aus 50 Nationen an. Und auch die Ausstellungs fläche wuchs um 20 Prozent. Venjakob nannte die IT-SA folglich liebevoll auch «Home of IT Security». G Data warnt Firmen vor den eigenen Mitarbeitern Auf die Frage, wovor sich IT-Abteilungen derzeit am meisten fürchten müssten, antwortete Christian Lueg, damals noch Public Relations Manager bei G Data: «Vor den eigenen Mitarbeitern!» Selbst die tollste Sicherheitslösung nütze nichts, wenn die Mitarbeiter nicht wissen, was sie tun und was sie nicht tun sollten. Wie etwa unbedarft auf Dateien zu klicken, die per Mail- Anhang verschickt werden. 20 CYBERSECURITY

IT-SA «Die Schulung der eigenen Mitarbeiter ist das A und O», sagte Lueg. Aber auch Unternehmen gilt es zu schulen und zu beraten. «Dass ein Virenscanner wichtig ist, weiss jeder. Aber das ist nur ein einzelner Baustein unter vielen. Was ist etwa mit Patch Management?» Dem Channel eröffnen sich dadurch viele Möglichkeiten, mit Beratungen und Dienstleistungen, wie etwa Managed Endpoint Security, zu punkten. Am G-Data-Stand an der IT-SA gab das deutsche Unternehmen einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Version seiner Businesslösung. Diese komme im ersten Quartal 2019 auf den Markt und unterstütze etwa neu mehrere Mandanten. Fortinet fokussiert auf Produktionsumgebungen Der US-amerikanische Hersteller Fortinet war erstmals mit einem eigenen Stand an der IT-SA vertreten. Das Unternehmen fokussiert derzeit unter anderem auf den Bereich Operational Technology (OT). Also die Absicherung von Produktionsumgebungen und kritische Infrastrukturen, die mit vielen vernetzten Sensoren verbunden sind. «OT ist aus Security-Gesichtspunkten noch nahezu eine grüne Wiese», sagte Jörg Wiessmann, Director Enterprises Business Germany bei Fortinet. Derzeit liefen viele Digitalisierungsprojekte – die Security gehe dabei oft vergessen. «In dem Bereich können wir unseren Kunden gute Lösungen anbieten», sagte Wiessmann. Die Lösungen sollen dafür sorgen, dass die Produktionsabläufe nicht kompromittierbar sind. « Operational Technology ist aus Security-Gesichtspunkten noch nahezu eine grüne Wiese. » Jörg Wiessmann, Director Enterprises Business Germany, Fortinet Compass Security bot Live-Hacking An der IT-SA ebenfalls vertreten war Compass Security. Der IT- Security-Dienstleister hat seinen Hauptsitz in Jona, unterhält jedoch auch Niederlassungen in Bern und Zürich sowie eine weitere in Berlin. In Nürnberg zeigte das Unternehmen von CEO Ivan Bütler unter anderem seine Angebotsvielfalt. Dazu zählen etwa Penetration-Test-Dienstleistungen sowie Trainings, Incident Response und eine sichere Datenaustausch-Lösung namens «Filebox». Eine grosse Uhr am Stand wies die Besucher jeweils auf das nächste Live- Hacking hin, welches das Team vor Ort durchführte. Die Stimmung an der Messe war gemäss Account Manager Gian-Paul Civelli sehr gut – vor allem am zweiten Tag. Eine der grossen Themen an der Messe sei die Datenschutz-Grundverordnung der EU gewesen. Civelli will auch an der nächsten IT-SA wieder mit Compass Security an einem eigenen Stand präsent sein. Die nächste IT-SA findet vom 8. bis zum 10. Oktober 2019 statt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_112382 CYBERSECURITY 21

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