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Cybersecurity 2020

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ereitwillig die Tür.

ereitwillig die Tür. Ein Problem bleibt aber auch in diesem Jahr die grosse Heterogenität der Android-Versionen. Dies wird sich kaum ändern. Aber auch Apple wird 2020 stärker ins Visier der Cyberkriminellen geraten. Die 2019 gefundenen iOS-Schwachstellen geben Anlass zur Sorge. Stop Stalkerware! Ein bedenklicher Trend ist bei Apps zu beobachten: Der Einsatz von Stalkerware. Stalkerware bietet die Möglichkeit, mittels kommerziell erhältlicher Schadsoftware in das Privatleben einer Person einzudringen, und wird als Werkzeug für Missbrauch in Fällen von häuslicher Gewalt und Stalking eingesetzt. Durch die Installation dieser schädlichen Applikationen erhalten Täter Zugang zu Nachrichten, Fotos, Social-Media-Apps, Geolokalisierung, Audio- oder Kameraaufnahmen ihrer Opfer – in einigen Fällen kann dies sogar in Echtzeit erfolgen. Solche Programme laufen versteckt im Hintergrund ohne das Wissen oder die Zustimmung eines Opfers. Gemeinnützige Organisationen erleben eine wachsende Zahl von Opfern, die Hilfe bei diesem Problem suchen. Laut Kaspersky stieg die Zahl der Nutzer, die mit Stalkerware zu kämpfen haben, um 35 Prozent – von rund 27800 im Jahr 2018 auf mehr als 37500 im Jahr 2019. Auch die Bedrohungslandschaft für Stalkerware hat sich verändert. So analysierte Kaspersky 2019 380 Varianten von Stalkerware – 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. IT-Sicherheitsdienstleister und Opferschutzorganisationen arbeiten seit 2019 gemeinsam daran, den Schutz zu verbessern – und werden im Jahr 2020 weitere Initiativen starten. Die «Coalition against Stalkerware» setzt sich dafür ein, Nutzer besser über potenzielle Risiken aufzuklären. Gemeinsam arbeitet die Coalition daran, potenziellen Opfern von Stalkerware zu helfen, den Wissenstransfer zwischen den Mitgliedern zu erleichtern, Best Practices für die Entwicklung ethischer Software zu entwickeln und die Öffentlichkeit über die Gefahren von Stalkerware aufzuklären. Menschen verhindern Cyberattacken Der digitale Wandel nimmt jetzt auch bei immer mehr Unternehmen Fahrt auf. Aber zahlreiche Mitarbeiter fühlen sich von der Digitalisierung überfordert, weil es schlicht und einfach an digitalen Fachkenntnissen fehlt. Das führt auch dazu, dass es vielen Mitarbeitern in dieser neuen Arbeitswelt an einem IT-Sicherheitsbewusstsein mangelt. Dabei ist dieses Sicherheitsbewusstsein elementar, um das eigene Netzwerk wirkungsvoll zu schützen. Denn noch immer ist IT-Sicherheit ein menschliches Problem, beziehungsweise erfolgreiche Attacken werden häufig durch menschliches Versagen begünstigt. Daher werden Firmen verstärkt in Schulungsmassnahmen investieren. Aber einfache Tools mit einer Phishing-Simulation bieten keinen Mehrwert. Im Gegenteil: Manche gut gemeinten Tools, etwa zum Thema Phishing, verunsichern die Mitarbeiter mehr, als dass sie helfen. Hier besteht die Gefahr der Schulungsmüdigkeit. Ohne IT-Sicherheit geht es nicht Die Zukunft ist bereits jetzt schon digital. IT-Sicherheit wird zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor. Unternehmen müssen lernen, das zu verstehen, und dürfen dabei nicht den Menschen vergessen, der sich Gefahren bewusst sein muss. IT-Sicherheit beginnt nicht beim Endpoint, sondern bei den Menschen, egal ob Geschäftsführer oder Mitarbeiter. 17

XXXXXX Chuzpe und Cybersecurity – was Israels Start-ups so erfolgreich macht Vom 23 bis zum 27. Juni hat in Tel Aviv die «Cyber Week» stattgefunden. In einer Rede verriet Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, was Israels Cybersecurity-Start-ups so erfolgreich macht: staatliche Investitionen, die Armee als Inkubator und auch ein wenig Chuzpe. Autor: Coen Kaat Ende Juni 2019: Europa stand kurz vor der heftigsten Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Belgien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich kletterten die Temperaturen auf Allzeit-Rekordwerte. In Tel Aviv in Israel zeigte das Thermometer bereits deutlich über 30 Grad an, als dort vom 23. bis zum 27. Juni die «Cyber Week» stattfand. Die 9. Ausgabe der Konferenz brachte über 900 Teilnehmer aus mehr als 80 Ländern zusammen. Von Start-ups über Grosskonzerne bis zu Regierungsvertretern. Security auch vor der Konferenz Die ersten drei Tage der «Cyber Week» hatten einiges zu bieten: brandneue Start-ups mit frischen Ideen, erfahrene Referenten mit spannenden Inputs und dazwischen reichlich Gelegenheiten für Networking. Das Highlight kam jedoch am vierten Konferenztag: Statt an QR-Code-Scannern endeten die Warteschlangen beim Eingang vor bewaffneten Agenten und Metalldetektoren. Der Grund für die strengen Kontrollen war Benjamin Netanjahu. Der amtierende Ministerpräsident Israels sprach an diesem Tag an der Konferenz. Nie mehr als zwei Meter von seinen Bodyguards entfernt. In seiner Rede streifte er mehrere wesentliche Faktoren für Israels Erfolg in der Cybersecurity-Industrie. Ein Erfolg, der keineswegs selbstverständlich ist. Denn das Land, in dem gemäss Bibel Milch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.it-markt.ch und Honig fliessen, besitzt eigentlich keine natürlichen Ressourcen und nur einen relativ kleinen Heimmarkt. «Wir sind derzeit mitten in einer Revolution», sagte der Ministerpräsident und meinte damit die Digitalisierung. «Und es ist unsere Aufgabe, aus dieser Herausforderung eine Chance zu machen.» Denn die digitale Transformation bringe neue Industrien hervor. Sie bringe aber auch bestehende Branchen in die Reichweite Israels. Dank der Digitalisierung habe Israel seit 50 Jahren erstmals wieder eine Autoindustrie. Zuvor hatte etwa die Firma Autocars versucht, mit Fiberglas-Autos den Markt zu prägen. «Wir konnten jedoch nicht skalieren und infolgedessen auch nicht im Wettbewerb mithalten. Im digitalen Zeitalter werden Autos jedoch immer mehr zu Computern auf Rädern», sagte Netanjahu. «Schon bald besteht ein Fahrzeug zu 85 Prozent aus Software. Darum sind wir wieder konkurrenzfähig! Denn das Herz dieser Revolution ist Cybersecurity. Und wir investieren schon seit Jahren massiv in IT-Security.» Kein OECD-Staat investiert mehr Dies widerspiegelt sich auch in der Tatsache, dass Israel rund 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Entwicklung (F& E) steckt. Mehr als jedes andere OECD-Land, sagte auch Sagi Dagan abseits der Hauptbühne. Dagan ist Vice President Growth Division bei der Israel Innovation Authority. Die Innovationsbehörde hat den Auftrag, die industrielle F & E im Staat Israel zu fördern. Zum Vergleich: Die Schweiz gibt gemäss dem Bundesamt für Statistik rund 3,4 Prozent des BIP für F & E aus. Die USA kommen auf knapp 2,8 Prozent; in der EU liegt der Schnitt bei fast 2 Prozent. Israels Staat und Privatwirtschaft ko-investieren dabei in Erfolg versprechende Projekte. Die Verzahnung geht aber noch weiter. Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad gründete 2017 Libertad Ventures. Die Risikokapitalgesellschaft 18

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