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Cybersecurity 2020

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aber weniger Kontrolle

aber weniger Kontrolle über das Produkt und auch weniger Vertrauen von unseren Kunden.» Rogenmoser ist schon zum vierten Mal an der IT-SA – und zum dritten Mal als Aussteller mit dabei. «Die Messe ist in der Zeit immer grösser geworden und bietet stets mehr Ausstellern Platz», sagte er. «Besser ist sie dadurch aber nicht unbedingt geworden.» Die Messe wurde zwar grösser, mehr Business habe dies jedoch nicht generiert für Securosys. Dennoch sei die Messe gut, um zu sehen, was es derzeit auf dem Markt gibt. «IT-Security ist mannigfaltig. Es gibt nicht nur ein Pflaster für alles, sondern zahlreiche Facetten: von Virus-Detection über Firewalls bis zu Identity-Management oder SOCs.» Ergon gewinnt einen Award Dass die IT-SA stetig wächst, sieht man auch daran, dass 2019 eine zusätzliche Halle dazugekommen ist. «Die Anzahl Besucher hat aber ungefähr die Waage gehalten im Vergleich zu den vergangenen Jahren», sagte Gernot Bekk-Huber, Senior Product Marketing Manager bei Ergon. Am Stand begrüsste Bekk-Huber auch den einen oder anderen Schweizer Besucher. Zahlreich waren sie jedoch nicht. «Dabei lohnt es sich durchaus für Schweizer Fachbesucher, an die IT-SA zu kommen», sagte er. «Es gibt keine Messe in Europa, wo man sich so umfassend über die verschiedensten Themen und Produkte rund um Cybersecurity informieren kann.» Auch der Kongress, der diverse Themen noch in die Tiefe erklärt, sei sehr empfehlenswert. Das Unternehmen selbst zeigte an der IT-SA den Airlock Secure Access Hub. Die Lösung schützt gemäss dem Anbieter vollumfänglich Applikationen und APIs und vereint dabei Web-Application-Firewall, Identity and Access Management sowie API-Security-Gateway. IC zeigt Schweizer Entwicklung IC Information Company präsentierte das Produkt Curix an der IT-SA. Die Lösung nutzt Daten aus Security- und Monitoring- Tools zur Systemüberwachung und Fehleranalyse. Dies bietet die Grundlage für eine automatisierte Fehlerbehebung. «Curix ist ein Schweizer Produkt», erklärte Uli Siebold, Head of Product Development bei IC Information Company, am Stand des Unternehmens. «Auch die Forschung und Entwicklung findet in der Schweiz statt.» Das Unternehmen mit Standorten in der Schweiz und Deutschland nutzte die IT-SA, um Partner und Kunden anzusprechen und die Produktentwicklung mit neuen Kundenanforderungen abzugleichen. Die nächste Ausgabe der Fachmesse findet vom 6. bis zum 8. Oktober 2020 statt. Michele di Pippo, Senior Sales Director International, Totemo. Carola Hug, COO, Exeon Analytics. IT-SA Threema will Kunden gewinnen Roman Flepp, Head of Marketing & Sales bei Threema, war ebenfalls der Meinung, dass sich die IT-SA auch für Schweizer Fachbesucher lohnt, und zwar nicht nur wegen der gezeigten Themenvielfalt, sondern auch wegen der Destination Nürnberg an sich: «Nürnberg ist eine hübsche und spannende Stadt», sagte Flepp. «Beim Besuch sollte man sich die weltbekannten Nürnberger Lebkuchen nicht entgehen lassen.» Die IT-SA findet nämlich jeweils in der Lebkuchen-Saison statt. Dann duftet die ganze Stadt nach Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander und Zimt. Threema war primär zur Kundengewinnung an die IT-SA gereist. Im Messegepäck hatte das Unternehmen mit Sitz in Pfäffikon SZ seine Geschäftskundenlösung Threema Work. «Threema Work bietet im Vergleich mit der Consumer-Version diverse Zusatzfunktionen und zahlreiche Tools für eine effiziente Administration und Nutzerverwaltung. Die Lösung verfügt zudem über einige Zusatzfunktionen in den Bereichen Top-Down-Kommunikation und Automatisierung.» Der Schweizer Anbieter war 2019 zum zweiten Mal als Aussteller dabei. «Die IT-SA ist eine der grössten und wichtigsten Messen im Bereich IT-Security», sagte Flepp. «Das sieht man auch daran, dass die Messe noch immer gut besucht wird.» Palo Stacho, Mitgründer, Lucy Security. 33

Das Who’s who der Malware THREATS Die Namen von Schadprogrammen decken ein breites Spektrum ab: von einschüchternd (wie etwa Olympic Destroyer) über kryptisch (Necurs) bis hin zu nerdy (Kirk). Das Who’s who der Malware gibt einen schnellen Überblick darüber, was hinter den Namen steckt. Autor: Coen Kaat Das Botnetz Andromeda gehörte zu den grössten seiner Art. Es war vor allem in Europa, Nordamerika und Asien aktiv; in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) jedoch kaum. Anfang Dezember 2017 zerschlugen Ermittler aus neun Ländern in Zusammenarbeit mit dem FBI das Botnetz. Retefe gehört zum alten Eisen im Cybercrime und ist seit November 2013 in der Schweiz aktiv. Der E-Banking-Trojaner ist einer der aggressivsten Schadprogramme hierzulande – aber auch fast nur hier. Ausser in der Schweiz ist er lediglich noch in Österreich, Schweden und Japan aktiv. Der Computerwurm Conficker tauchte erstmals Oktober 2008 auf. Er dringt über eine Sicherheitslücke im Serverdienst in Windows- Systeme ein. Noch in demselben Monat wurde die Lücke von Microsoft geschlossen. Trotzdem taucht der Wurm auch über 10 Jahre später noch auf und infiziert jährlich Millionen von Systemen. Die Ransomware Gandcrab gehört zu den aggressiveren Exemplaren ihrer Art. Bekannt wurde sie jedoch vor allem wegen des Streits, den der Entwickler mit dem südkoreanischen Sicherheitsanbieter Ahnlab anzettelte. Ahnlab hatte zuvor ein Tool veröffentlicht, das Gandcrab- Infektionen verhindert. Was lange nur ein theoretisches Schreckgespenst war, wurde Ende 2018 bedrohlich real. Die Malware Lojax hockt nicht auf der Festplatte oder im Betriebssystem, sondern im UEFI-Modul direkt auf dem Mainboard eines Rechners. Mit vollem Namen heisst diese Ransomware Barack Obama’s Everlasting Blue Blackmail Virus und sie hat einen Heisshunger auf .exe-Dateien im Windows-Systemordner. Für gewöhnlich meiden Ransomware-Programme diesen Ordner, um keine ungewollten Systemabstürze zu verursachen. Die Malware HeroRAT infiziert seit Juni 2018 Smartphones. Der mobile Trojaner ist in App-Stores von Drittanbietern zu finden. Die Malware verschafft dem Angreifer kompletten Zugriff auf das Handy. Um unbemerkt zu kommunizieren, nutzt HeroRAT das Protokoll der Messenger-App Telegram. Das Internet – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Dies sind die Abenteuer der Ransomware Kirk, die unterwegs ist, um neue Rechner zu infizieren, neue Opfer zu erpressen und sehr viel Lösegeld zu fordern ... Bild: Gwengoat / iStock.com 34

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