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Finance nEws Tawipay gewinnt Swiss Fintech Pitch cgr. Das Schweizer Jungunternehmen Tawipay ist Sieger des ersten Swiss Fintech Pitch. Der Pitch-Wettbewerb fand am 27. August in den Räumlichkeiten der Börse in Zürich statt. Insgesamt wetteiferten zehn Unternehmen um die Auszeichnung als bestes Fintech- Start-up der Schweiz, wie die Veranstalter mitteilen. Das Unternehmen biete eine Website an, mit der Migranten die Anbieter von Geldüberweisungen besser vergleichen könnten, schreibt Startupticker. Die Kosten für Geldtransfers in die Heimatländer sollen sich damit erheblich senken lassen. Als Siegerprämie erhielt Tawipay 10 000 Franken und kann an der New York Fintech Mission von Switzerland Global Enterprise teilnehmen. Den zweiten Platz belegte Crowdhouse.ch. Das Unternehmen erhielt als Preis eine Prämie von 5000 Franken. Crowdhouse.ch ist eine Crowdfunding-Plattform Der erste Swiss Fintech Pitch fand in der Börse Zürich statt. Bild: Six für den Erwerb von Immobilien. Im September soll die Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 4118 Plattform gestartet werden, wie Startupticker schreibt. Bewerbungsstart für Swiss Fintech Award Fintech-Inkubator fördert Start-ups cgr. Seit dem 1. Oktober läuft die Anmeldefrist für die Swiss Fintech Awards. Noch bis zum 30. November könnten sich Jungunternehmen über eine Onlineplattform bewerben, teilen die Veranstalter mit. Teilnehmen dürfen «Fintech-Lösungen mit Schweiz-Bezug». Im Dezember soll dann eine Jury aus 16 Branchenvertretern die besten zehn Finanzunternehmen auswählen. Anfang Februar 2016 ist auch ein Speed-Dating-Event mit den Jury-Mitgliedern und Sponsoren des Awards geplant. Dies ist dann gleichzeitig die zweite Auswahlrunde. Am 31. März, im Rahmen des Finanz- und Wirtschaftsforums «Fintech 2016», werden die drei verbliebenen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle in Pitches vorstellen und das Siegerunternehmen wird gekürt. cgr . Mehr als 100 Start-ups aus fast 40 Ländern haben sich für das Förderprogramm des Westschweizer Fintech-Inkubators «Fusion» beworben. Aus dieser grossen Bewerberzahl wählten die Verantwortlichen zehn Jungunternehmen aus, die «Fusion» für ein Jahr fördern will, wie der Inkubator mitteilt. Drei Schweizer Unternehmen konnten sich durchsetzen: Biowatch aus Genf will die Authentifizierung über Wearables einfacher und sicherer machen. Das Start-up Edge Laboratories aus Pfäffikon und Lausanne entwickelt eine Software, mit der institutionelle Anleger Risiken von Investitionen besser einschätzen können sollen. Ebenfalls aus Genf kommt Wecanfund. Das Unternehmen arbeitet an einer Lösung für Peer-to-Peer-Kredite zwischen KMUs. Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 4565 Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 4257 4 IT for Finance

Das digitale Portemonnaie auf dem Weg aus der Nische Um das Bezahlen per Handy gibt es seit Jahren einen Hype, doch Kunden greifen meist noch zu Bargeld und Karten. Nun bringen sich neue globale und nationale Player in Stellung, um dem digitalen Portemonnaie zum Durchbruch zu verhelfen. Finance Online Ohne Portemonnaie und Smartphone geht der moderne Mensch heute nicht aus dem Haus. Künftig soll das Handy reichen, sind die Anbieter von mobilen Payment-Lösungen überzeugt. Technisch hat das Smartphone das Zeug dazu, den Geldbeutel zu ersetzen, doch die angekündigte Revolution an der Kasse lässt auf sich warten. In der Schweiz ist der Erfolg des mobilen Bezahlens noch bescheiden. Die Studie «Total Retail Switzerland 2015» von Price Waterhouse Coopers (PWC) zeigt, dass zwar gut 95 Prozent aller Erwachsenen ein Smartphone oder Tablet besitzen, dieses aber vor allem für Kaufvorbereitungen nutzen und nicht zum Zahlen. Als Gründe nennt PWC unbefriedigende Apps und Bedenken bezüglich der Privatsphäre. Player aus vielen Branchen Viele der bisherigen Lösungen waren an einen Handy- Typ, eine Bank, einen Netzprovider oder eine Händlerkette gebunden. Ausser den Finanzdienstleistern versuchen auch Telkos, Handyhersteller, Detailhändler und Internetriesen wie Facebook oder Paypal an der digitalen Wertschöpfungskette mitzuverdienen. Nachdem einige Projekte gescheitert sind, streben nun mehrere Anbieter in einer zweiten Welle mit neuen Payment-Lösungen den Durchbruch an. Unter ihnen sind die IT-Schwergewichte Apple und Google, die globale Ambitionen haben. Apple Pay, das 2014 in den USA an den Start ging und auch in Grossbritannien lanciert ist, räumen Experten gute Erfolgschancen ein, ebenso wie dem kürzlich von Google lancierten Android Pay. Ebenfalls auf Android setzt das neu lancierte Payment-System Samsung Pay des grössten Handyherstellers. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die IT-Riesen ihre Zahlungslösungen in weiteren Ländern einführen. Nun versuchen einheimische Player das Terrain vorher zu besetzen. Das Szenario dürfte ihnen nicht gefallen, künftig von globalen Playern abhängig zu sein. Was dies bedeuten kann, hat Swisscom erfahren. Sie stellt die 2014 lancierte Zahlungslösung Tapit mangels Erfolg ein. Als Der Autor Claude Settele, Freischaffender Journalist und Webdesigner. folgenreiches Handycap erwies sich Apples Entscheid, die NFC-Funktion der neuen iPhones für Apps von Dritten zu sperren. In der Schweiz bringen sich neue Promotoren der mobilen Geldbörse in Stellung, darunter zwei mit potenten Partnern. Die Lösung Paymit wurde Ende April vom Finanzdienstleister Six, der UBS und der Zürcher Kantonalbank gestartet, inzwischen unterstützen weitere Banken und Swisscom das Projekt. Zurzeit eignet sich die App aber nur für Geldüberweisungen unter Bekannten (P2P), die Initianten sollen aber das Bezahlen an der Ladenkasse anvisieren. Bezahlen mit Mehrwert Das zweite Projekt stammt von Twint, einer Tochter von Postfinance. Die M-Payment-Lösung ist im Rahmen einer Pre-Launch-Phase bei ersten Shops in Betrieb und wird Ende Oktober landesweit starten, unter anderem mit Coop, den SBB und Banken als Partnern. Twint setzt auf Bluetooth statt NFC und richtet sich damit auch an iPhone-Benutzer. Die digitale Geldbörse ist als offenes System konzipiert und bietet auch erweiterte Funktionen wie das Hinterlegen von Kundenkarten an. Solche Marketing- und Kundenbindungsfunktionen werden auch von den Grossverteilern Migros und Coop in hauseigenen Bezahl-Apps eingesetzt. Auch Schweizer Start-ups versuchen ihr Glück mit Payment-Apps: mit der QR-Codes auswertende Lösung Muume und mit dem Payment-System Mobino. Experten gehen davon aus, dass sich mehrere Player durchsetzen werden. Im Rennen bleiben werden jene Lösungen, denen die Verbindung von Komfort, Mehrwert, Sicherheit und Präsenz an der Kasse am besten gelingt. IT for Finance 5

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