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IT for Health 01/2016

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Bild: iStock XXXXXXXXXXXX Digitalisierung am «Point of Care» gsa. Die Digitalisierung greift auch im Spitalwesen um sich. Neuerungen, wie die Einführung des elektronischen Patientendossiers, beschleunigen die Entwicklung. Arbeitsabläufe müssen elektronisch erfasst und angepasst werden. Schliesslich ergibt es nur wenig Sinn, einen analogen Prozess eins zu eins digital abbilden zu wollen. Nur durch eine durchdachte Anpassung der Arbeitsprozesse können Leistungserbringer im Gesundheitswesen durch die digitale Transformation den Arbeitsaufwand senken, Kosten einsparen und die Sicherheit erhöhen. Hinzu kommt eine Steigerung des Komforts für Patienten. Schliesslich ist ein Spitalaufenthalt selten ein erfreuliches Ereignis. Dank neuer digitaler Technik können Spitäler ihren Patienten Leistungen standardmässig anbieten, die vor kurzem noch als Luxus galten. Dies scheint auch zeitgemäss. Denn Patienten erwarten im Zeitalter von Mobile Devices und allgegenwärtigem Internet Unterhaltung auf Knopfdruck. Gefragt sind einheitliche Lösungen mit offenen Standards, die sich zentral verwalten und administrieren lassen. Der Trend geht zu einem Endgerät für alle Dienste, sei es Telefon, Radio, TV, Internet, spitalinterne Informationen bis hin zur Anbindungen an die Haustechnik etwa zur Steuerung der Leselampe. Das Triemli-Spital hat den Neubau seines Bettenhauses genutzt und sich Projekte zur Digitalisierung überlegt. Heraus kam der sogenannte Point of Care. Ein Patiententerminal, das Gästen den Zugang zu Unterhaltungs- und Kommunikationskanälen bietet. Doch auch das Pflegepersonal profitiert vom neuen System, etwa von einer fortschrittlichen Arbeitsumgebung. Das Terminal bietet gleichzeitig auch für Ärzte und Pflegende sicheren Zugriff auf Spitalprozesse und Daten wie die Patientenakte. Unterm Strich half die Digitalisierung dem Triemli, auf längere Sicht die Total Cost of Ownership zu senken. Ein Gewinn für alle. 22

Stadtspital Triemli – Innovation am Point of Care Der weltweite Trend zur Digitalisierung macht auch vor Spitaltüren nicht Halt. Diese in vielen Spitälern getriebene Umstellung ermöglicht durchgängige Prozesse bis zum Spitalbett und komplett neuen Arbeitsformen für Ärzte und Pflegende. Und für Patienten einen markanten Mehrwert beim Infotainment. Dossier Point of Care Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt Spitäler zur Prozessoptimierung. Im Zentrum stehen durchgängige Prozesse ohne Medienbrüche. Dies ermöglicht eine effizientere Zusammenarbeit in der Patientenbehandlung und somit zu einer Reduktion von Kosten und Risiken. Im Mittelpunkt sollte dabei stets der Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen stehen, sei es, um ihm den Alltag im Spital zu erleichtern oder die Qualität der Gesundheitsversorgung zu erhöhen. Neue Arbeitsformen für Ärzte und Pflegende Mobiles Arbeiten und wechselnde Arbeitsplätze sind im Spitalumfeld schon lange eine Realität. Informationen sollen immer und überall verfügbar sein. Diese sind essenziell, um auf zeitund oftmals lebenskritische Ereignisse reagieren zu können. Neu ermöglicht die Digitalisierung eine weitaus intensivere Zusammenarbeit verteilter Teams – auch über die Spitalgrenzen hinaus mit anderen Akteuren der Gesundheitsversorgung. Neue Erwartungen ans Patienten-Infotainment Im Zeitalter von Smartphone, Tablets und Co. haben Patienten ganz andere Erwartungen an die unterhaltungstechnische Ausstattung am Spitalbett als noch vor einigen Jahren. So würden heute gemeinsam genutzte TVs als unzumutbar betrachtet. Die Hygiene-Anforderungen im Spitalumfeld erschweren aber die Nutzung eigener Geräte. Ebenso dürfen Bedürfnisse älterer Patienten nicht vernachlässigt werden. Das heisst, die Bedienung der Geräte muss einfach und intuitiv sein, auch damit sich der Aufwand fürs Erklären in Grenzen hält. Der Trend geht in Richtung Endgerät für alle Dienste. Daraus resultieren neue Anforderungen an eine geeignete Infrastruktur und an Geräte. Gefragt sind einheitliche Lösungen mit offenen Standards, die sich zentral verwalten und administrieren lassen. Der Trend geht hin zu einem Endgerät für alle Dienste, sei es Telefon, Radio, TV, Internet, spitalinterne Informationen bis hin zu Anbindungen an die Haustechnik, etwa zur Steuerung der Leselampe. Dieses «Patienten-Cockpit» bietet gleichzeitig auch für Ärzte und Pflegende sicheren Zugriff auf Die Autorin Doris Ammann, Marketing Manager, Unify Spitalprozesse und Daten wie die Patientenakte. Der Arzt kann damit etwa direkt am Spitalbett Laborwerte oder Röntgenbilder mit dem Patienten besprechen. Moderne Lösung für das Stadtspital Triemli Auch die städtischen Krankenhäuser in Zürich sehen sich mit hohen Anforderungen an Kosteneffizienz und Innovation konfrontiert. Mit dem Bau des modernsten Bettenhauses der Schweiz wurden im Stadtspital Triemli neue Massstäbe für das Wohl der Patienten gesetzt, fortschrittliche Arbeitsumgebungen für Mitarbeiter geschaffen und der Grundstein für einen effizienteren Spitalbetrieb mit führender Technik gelegt. Bezüglich Kommunikation ist das Stadtspital Triemli bereits bestens für die Zukunft gerüstet. Im November 2015 wurde die analoge Anlage auf die digitale VoIP-Technologie migriert – das Spital nutzt die städtischen Telefoniedienste, die auf Basis einer hochskalierbaren Lösung von Unify zentral aus den Rechenzentren der Organisation und Informatik der Stadt Zürich (OIZ) betrieben werden. Bei der kommunikations- und unterhaltungstechnischen Ausstattung am Spitalbett erstellte das Triemli zunächst einen Anforderungskatalog: Wünsche, Machbarkeit und Realisierung wurden mit allen involvierten Benutzergruppen diskutiert. Auf dieser Basis wurde die Lösung konzipiert, die bereits im Frauenspital als Pilotinstallation in Betrieb ist und demnächst im neuen Bettenhaus umgesetzt wird. Damit wurde nicht nur der Grundstein für ein innovatives Infotainment-Konzept am Spitalbett gelegt. Gleichzeitig bildet die durchgängige Gesamtlösung eine ideale Grundlage zur Digitalisierung diverser Abläufe und damit einen Beitrag zur Senkung der Total Cost of Ownership. Durchgängige Lösung aus einer Hand Das Stadtspital Triemli setzt dabei auf eine durchgängige Lösung aus einer Hand. Mit dem «HiMed»-Kommunikationssystem 23

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