Aufrufe
vor 2 Jahren

IT for Health 01/2016

  • Text
  • Patienten
  • Wearables
  • Gesundheitswesen
  • Epdg
  • Patientendossier
  • Schweiz
  • Swiss
  • Schweizer
  • Forum
  • Elektronische

Produkte & technik

Produkte & technik Design-Preis für Phonak cgr. Der Schweizer Hörgerätehersteller Phonak hat eine Design-Auszeichnung erhalten. Der «Phonak Roger Pen» erhielt einen IF Design Award in der Kategorie Medizin/Gesundheit. Beim Roger Pen handelt es sich um ein drahtloses Mikrofon, das Menschen mit Hörverlust in schwierigen Hörsituationen unterstützen soll. Dem Unternehmen sei es gelungen, Design und Funktionalität in einem Produkt zu kombinieren, wird das Jury-Urteil in einer Mitteilung zitiert. So reduziere eine Speziallackierung Reibungsgeräusche, und ein Gewicht sorge dafür, dass das Mikrofon auf dem Tisch immer oben liege. Ausgezeichnet: Roger Pen von Phonak soll Menschen mit Hörschäden helfen. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 6839 Cisco bietet Lösungen für die Digitalisierung cwi. Cisco hat ein neues Angebotspaket für Digitalisierungsprojekte lanciert, etwa «Cisco Digital Ceiling». Die Lösung ermögliche, verschiedene Gebäudesysteme wie Beleuchtung, Heizung oder Kühlung zu integrieren. Die Gebäude und deren Infrastruktur sind dadurch vernetzt, sicher und einfach zu verwalten, wie Cisco schreibt. Der Hersteller bietet zudem neue Servicelösungen an. Mit «Virtual Expertise» sollen Kunden etwa in Echtzeit mit Experten kommunizieren können, teilt Cisco mit. Die Lösung «Intelligent Branch» hingegen erlaube es, verschiedene Services schnell in Niederlassungen installieren zu können. Für Mitarbeiter lanciert Cisco «Workspace Productivity». Angestellte können damit virtuell zusammenarbeiten und Meetings abhalten, verspricht der IT- Anbieter. Die Angebote sind gemäss dem Communiqué im Rahmen des Digital-Solutions-Portfolios als einheitliche Lösung aus Hardware, Software und Services verfügbar. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6759 Anzeige Die Partnerin des Schweizer Gesundheitswesens Swisscom Health Connect Swisscom Medical Record Das elektronische Gesundheitsdossier Die sichere Vernetzungsplattform der Zukunft Die mobile Patientenakte Die moderne Praxissoftware für Einzel- und Gruppenpraxen Das Forderungsmanagement fürs Gesundheitswesen Der Master Patient Index und IHE Komponenten für die Schweiz swisscom.com/health 26

Viel Bewegung im Schweizer E-Health-Markt Wohin bewegt sich das Gesundheitswesen? Wo liegen die Wachstumsmärkte? Und welche Innovationen sind vielversprechend? Die Redaktion hat sich umgehört. Autor: Marcel Urech E-Health wird in der Schweiz immer wichtiger. Besonders seit der Bundesrat im Mai 2013 den Gesetzesentwurf über das elektronische Patientendossier (EPDG) verabschiedet hat. Nach einer parlamentarischen Debatte stimmten im Juni 2015 auch National- und Ständerat dem EPDG zu. Spitäler und Pflegeheime sind nun verpflichtet, am System teilzunehmen. Das hat zur Folge, dass der E-Health-Markt so lebendig ist wie noch nie. Bild: Fotolia Produkte & technik « Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die beiden Welten von E-Health-Anwendungen und das nationale Patientendossier gemäss EPDG zusammenwachsen.» Jürg Lindenmann, Berater der Health-it GmbH Kampf der Giganten In der Schweizer E-Health-Branche sorgten im vergangenen Jahr vor allem Post und Swisscom für Aufsehen. Post-Konzernchefin Susanne Ruoff wird nicht müde zu betonen, dass die Post schon lange vertrauliche Daten transportiere – und genau darum gehe es ja beim EPDG. Die Post bietet die modulare Plattform «Vivates E-Health» an. Sie soll die Gesundheitsakteure mit den Patienten vernetzen und einen sicheren Austausch von Patientendaten ermöglichen. Die Lösung geht laut der Post mit den Empfehlungen von E-Health Suisse konform. Als Kundenreferenzen nennt die Post die Kantone Aargau, Genf, Tessin und Waadt. Swisscom kontert das Angebot der Post mit einer eigenen Lösung für das elektronische Patientendossier. Der Telko ging eine Partnerschaft mit dem Zürcher Unternehmen The I-Engineers ein. Die Kooperation soll cloudbasierte Dienste für Spitäler hervorbringen, die auch Ärzten und Patienten zugutekommen. Kunden sollen von einer Integration bestehender Swisscom-Lösungen wie dem Gesundheitsdossier Evita und der Datenaustauschplattform Curax profitieren. Für die Einhaltung der Empfehlungen von E-Health Suisse kooperiert Swisscom unter anderem mit mit deutschen Softwarehaus Intercomponentware. Ausser Post und Swisscom gibt es eine ganze Reihe weiterer Anbieter, die im E-Health-Markt mitreden: Adesso, Ascom, Bosch, Elca, HP, IBM, Noser Engineering, Philips, SAP, Siemens, T-Systems – die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Wearables und Sensoren Ein wichtiger Trend im Schweizer Gesundheitswesen sind Wearables und Sensoren. Sie können Patienten analysieren und Daten etwa zu einem Arzt senden. Laut Andy Fischer, CEO von Medgate, könnten solche neue Technologien langfristig zu einer Reduktion der Gesundheitskosten führen. Derzeit schlagen sie mit rund 68 Milliarden Franken pro Jahr zu Buche. Soreon Research mit Sitz in Kreuzlingen untersuchte über 250 Produkte und Projekte rund um Wearables für den Gesundheitsmarkt. Das Joint Venture von Smartwatch und MPB Research schätzt den Gesamtmarkt auf ein Volumen von rund 2 Milliarden US-Dollar. Bis 2020 soll es auf 41 Milliarden Dollar anwachsen. Die Zahlen von Soreon Research beinhalten Geräte und Software sowie alle damit verbundene Dienstleistungen. Wachstumsmärkte werden sich laut Soreon Research im Zusammenhang mit Diabetes, Schlafstörungen, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen öffnen. Gründe dafür seien Fortschritte bei Sensoren, das allgegenwärtige mobile Internet und die Zunahme von chronischen Krankheiten. «Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die beiden Welten von konkreten E-Health-Anwendungen und das nationale Patientendossier gemäss EPDG zusammenwachsen», fasst Jürg Lindenmann, selbststän diger Berater der Health-it GmbH, den aktuellen Stand im Schweizer E-Health treffend zusammen. 27

Archiv