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IT for Health 01/2016

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Forschung & Lehre

Forschung & Lehre Software verbessert Therapie bei Schlaganfällen Die Software «Faster« analysiert die geschädigten Hirnareale und gibt eine Prognose über den Behandlungserfolg. Bild: Universität Zürich cgr. Die Software «Faster» soll von Schlaganfällen geschädigte Hirnareale schnell und vollautomatisch erkennen können. Entwickelt wurde die Lösung von Forschern des Instituts Chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Zürich, wie in einer Mitteilung zu lesen ist. Innerhalb von sechs Minuten soll die Software nicht nur fehldurchblutetes Gewebe anhand von MRI-Bildern erkennen können. Sie liefere auch Aussagen darüber, welche «Hirnbereiche nach einer Behandlung voraussichtlich geschädigt bleiben werden», heisst es weiter. Diese Informationen sollen Ärzte bei der Behandlung unterstützten. Sie könnten gezielter Katheter in Areale setzen, die eine «Chance auf vollständige Erholung haben». Die Vorgängerversion von «Faster» namens «BraTumIA» gibt es seit 2014. Diese erkennt nach Angaben der Entwickler automatisch Hirntumore anhand der Gewebestruktur. Bisher zähle die Lösung über 200 Nutzer in rund 40 Ländern. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6798 Mit Big Data gegen Grippe Genetischer Schaltkreis gegen Schuppenflechten cgr. Immer mehr Influenzaviren sind gegen bestehende Grippemittel resistent. Um neue Medikamente zu entwickeln, schlossen sich Forscher der Universität Zürich mit Kollegen aus den USA und Deutschland zusammen. Gemeinsam werteten sie Datensätze von Wirtsmolekülen bei Influenza-A-Viren aus. Unter Verwendung von Big-Data-Technologien konnten sie aus den grossen Datenmengen 20 bisher unbekannte Wirtsmoleküle identifizieren, welche die Viren bei der Vermehrung in der Lunge unterstützten. Ein Beispiel ist das Protein «UBR4». Mit einem Medikament griffen die Forscher dieses direkt an. Versuche an Mäusen zeigten, dass die Vermehrung der Viren deutlich gehemmt werden konnte und die Krankheit dadurch milder verlief. Für die weitere Forschung entwickelten die Wissenschaftler ein Webportal zur Influenza-Wirt-Interaktion. Dieses ermögliche individuelle Anfragen und biete «Analysetools zum Auffinden von Wirts proteinen». Die so bereitgestellten Daten sollen zur Entwicklung von «Influenza-Medikamenten der nächsten Genera tion beitragen». cgr. Forscher des Departements Biosysteme der ETH Zürich in Basel haben eine sogenannte molekulare Prothese entwickelt. Sie soll Patienten bei der Therapie von Schuppenflechten wie auch komplexen chronischen Entzündungskrankheiten helfen, teilen die Forscher mit. Der von den ETH-Forschenden entwickelte Schaltkreis kann die entzündungsfördernden Moleküle TNF und IL-22 erkennen. Sind diese beiden Botenstoffe gleichzeitig vorhanden (und nur dann), produziert er die entzündungshemmenden Moleküle IL-4 und IL-10. «So hilft unsere molekulare Prothese dem Immunsystem, die Entzündungsreaktion zu unterdrücken», erklärt ETH-Professor Martin Fussenegger. «Wir haben mit Zellbauteilen ein sogenanntes logisches Und-Gatter entwickelt, wie wir es aus der Elektronik kennen und ohne dieses kein Computer funktionieren würde», sagte Fussenegger. Sie hätten sozusagen einen genetischen Schaltkreis erschaffen. In Tierversuchen mit Mäusen zeigte die Technik bereits Erfolge. Schübe von Schuppenflechten konnte damit unterdrückt werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6798 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6800 38

Überblick E-Health-Weiterbildungen cgr. Die Weiterbildungslandschaft im Bereich E-Health ist in der Die Projekt- und Abschlussarbeit kann ab dem Mai 2016 beziehungsweise Oktober 2016 angefertigt werden. Der gesamte Kurs Schweiz noch recht übersichtlich. Die Fachhochschule St. Gallen (FH St. Gallen) und das Institut für Kommunikation und kostet einschliesslich Unterlagen und Zertifikaten 7500 Franken. Führung in Luzern (IKF) etwa bieten eigenständige CAS (Certificate of Advanced Studies)-Weiterbildungen an. «CAS eHealth» in Luzern Am 4. März startet die nächste Runde des «CAS eHealth – Gesundheit digital». Der Kurs wird vom IKF in Luzern veranstaltet «CAS eHealth» in St. Gallen An der FH St. Gallen können Interessierte den Studiengang «CAS und adressiert laut Website: «Personen in Gesundheitsberufen, eHealth» belegen. Insgesamt besteht der Lehrgang aus rund Health Care Professionals, Projektmanager, Berater und Entscheidungsträger in Health-Care-Infrastruktur- und Dienstleis- 10 Präsenztagen und 5 Tagen Projektarbeit. Die Teilnehmenden können in 450 Arbeitsstunden 15 ECTS-Punkte erwerben. Laut tungssektoren». Diese sollen im Rahmen der Weiterbildung einen umfassenden Einblick in die «technischen, organisationalen der Kursbeschreibung ist der Einstieg bei jedem Kurs möglich. Zielgruppe des CAS sind Leistungserbringer im Gesundheitswesen, etwa Führungskräfte, leitende Mitarbeitende, IT-Veranttem» erhalten. und kommerziellen Möglichkeiten im künftigen Gesundheitssyswortliche, aber auch Projektleiter und Berater im Gesundheitswesen. «Das Programm vermittelt das Know-how, Chancen und 140 dozentenbetreute Onlinelektionen vermittelt. Der CAS kann Die Inhalte werden in 10 Präsenztagen vor Ort und durch Risiken von E-Health für eine Organisation zu erkennen und zu auch vollständig online in Englisch und Deutsch absolviert werden. Insgesamt können die Studierenden 20 ECTS-Punkte er- definieren», heisst es in der Kurzbeschreibung zum Lehrgang. Auf dem Stundenplan stehen etwa die Kurse: E-Health-Grundlagen, Geschäftsmodelle, Umsetzung von Geschäftsmodellen, werben. Die Weiterbildung kostet 7000 Franken. Klinische Informationssysteme und Konzepte der elektronischen Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6861 Vernetzung. Forschung & Lehre Anzeige synedra – Lösungskompetenz im Gesundheitswesen popup.at Entdecken Sie synedra AIM – Ihr medizinisches Universalarchiv. Mehr Infos auf www.synedra.com 39

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