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IT for Health 01/2017

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E-HEALTH KONKRET Noser

E-HEALTH KONKRET Noser Engineering lanciert E-Health- Plattform gsa. Der IT-Dienstleister Noser Engineering hat Ende Dezember 2016 in Zürich ein neues System für die Erfassung und Verwaltung von Daten in Spitälern vorgestellt. Das Unternehmen bewirbt die Lösung als E-Health-Plattform. Diese ist modular aufgebaut und wird über ein Pay-per-use-Modell abgerechnet. Mit dem neuen System sollen Leistungserbringer wie Spitäler Arbeiten mit modernen Mitteln und über einfache Prozesse durchführen und dokumentieren können. Technisch setzt die Suite auf einer Cloud-Lösung auf. Noser betreibt hierfür aber kein eigenes Rechenzentrum. Die Lösung wird stattdessen über eine Cloud auf Basis von Azure angeboten. Die Cloud basiert auf einem Azure-Angebot des Schweizer IaaS-Anbieters Hiag Data, einer 100-prozentigen Tochter des gleichnamigen Immobilienunternehmens. Hiag Data bietet Cloud-Infrastrukturen über seinen Verbund an Rechenzentren mit eigenen Datenleitungen an. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_18107 Zwei Schweizer E-Health Start-ups unter den Top 100 cgr. Das Fachmagazin für mobile und digitale Gesundheitstechnologien «Journal of mHealth» hat sein Ranking der 100 wichtigsten E-Health-Firmen vorgelegt. Auch zwei Schweizer Unternehmen schafften es auf die «2016 Global Digital Health 100»-Liste. Dacadoo sowie die Zürcher Firma Digitalmedlab finden sich unter den Besten. Dacadoo bietet eine gleichnamige Gesundheits-App an. Über einen sogenannten Health-Score gibt die App Auskunft über den Gesundheitszustand einer Person. Digitalmedlab bietet mit der Lösung «+Wounddesk» eine Softwarelösung für die Behandlung von chronischen Wunden. Mit dieser liessen sich Pflegeprozesse optimieren. Dominiert wird das Ranking von Firmen aus den USA. Mehr als ein Drittel aller Unternehmen stammen von dort. Etwas mehr als ein Viertel der E-Health-Anbieter sind in Grossbritannien beheimatet. Kanada landet mit 11 Einträgen auf Platz 3. Mit Ausnahme von Grossbritannien sind die europäischen Länder nur schwach vertreten. Deutschland und Spanien schneiden mit je vier Firmen noch am besten ab. Anzeige Usability: sehr gut. Optimale Benutzungsqualität für sichere Bedienung. Rufen Sie uns an! 044 849 29 29 4 Wir machen Kompliziertes einfach! www.ergonomen.ch

Von der Magnettafel zur Videowall Das Thurgauer Kantonsspital in Münsterlingen setzt auf Digital Signage. Die Informationssysteme steigern die Effizienz im Spitalbetrieb und somit Ressourcen. Wie das Krankenhaus Digital-Signage-Systeme einsetzt, erklärt Tanja Abersfelder, Projektmanagerin beim Kantons spital Münsterlingen. Autor: George Sarpong E-HEALTH KONKRET Es hat mit einem Umbau begonnen. 2011 erweiterte das Thurgauer Kantonsspital in Münsterlingen seinen Eingangsbereich. Mehr Platz, mehr Licht, ein offeneres Ambiente für Patienten und Besucher. Zum Interieur zählen seither Digital-Signage- Displays. Damals waren es acht Displays im Eingangsbereich. Heute bespielt das Spital insgesamt 25 Bildschirme, verteilt auf verschiedene Stationen, wie Tanja Abersfelder, Projektmanagerin beim Kantonsspital Münsterlingen, erklärt. Die Digital-Signage-Displays sollen das moderne Image des Spitals stärken. Sie sollen zeigen, dass das Spital mit modernster Technik arbeitet, erklärt Abersfelder. Wichtig sei, dass sich die Bildschirme in die Umgebung einpassen. Deshalb sei es sinnvoll, Digital- Signage-Lösungen bereits bei der Planung von Baumassnahmen zu berücksichtigen. Vom Wegweiser bis zur Speisekarte – alles digital Um den Patienten die Wartezeiten kurzweiliger zu gestalten, nutzt das Spital in den verschiedenen Ambulatorien Digital- Signage-Bildschirme. Diese zeigen Nachrichten oder Infos zu den Abfahrtszeiten von Bus und Bahn. Die Bildschirme sind auch erste Kontaktpunkte und Wegweiser für Patienten. Auch für den internen Betrieb gewinnen die Digital-Signage- Lösungen an Bedeutung. Früher mussten die Mitarbeiter Plakatwände aufhängen, abnehmen und aktualisieren sowie erneut an die Wand hängen. Und dies im Wochentakt. Mit den Bildschirmen und der Verwaltungssoftware sei das deutlich einfacher geworden. Bildschirme informieren die Mitarbeiter im Restaurant über das Tagesmenü und auf den Stationen über Weiterbildungen. Arbeitslast und Kostendruck im Spital sind hoch. Hier könnten Digital-Signage-Lösungen Abhilfe schaffen, erklärt Sasha Gerritsen, Projektleiter beim Digital-Signage-Integrator Screenimage. Das Unternehmen plante mit dem Spital die Installationen und verband die Systeme des Krankenhauses mit seiner Verwaltungssoftware. Von Vorteil sei etwa die automatisierte Bespielung des Digital-Si gnage-Systems, erklärt Gerritsen. Im Spital in Münsterlingen wird das System zentral verwaltet, aber teilweise dezentral bespielt, wie Abersfelder erklärt. Die Nachrichten etwa werden von der «Thurgauer Zeitung» auto matisch via RSS-Feed auf die Displays über tragen. Ausserdem kann Abersfelder Dritten den Zugang zum System gewähren. So haben etwa der Hotelleriebereich des Spitals und die Apotheke eigene Log-ins. Über diese können sie ihre Angebote und Produkte bewerben. Obwohl Schweizer Spitäler Kosten sparen müssen, sieht man bei Screenimage einen steigenden Bedarf nach Digital-Signage- Lösungen. Im vergangenen Jahr rüstete Die Videowall im Eingangsbereich hilft Patienten und Besuchern bei der raschen Orientierung. Screenimage sieben Spitäler aus. Bei rund 280 Spitälern in der Schweiz sieht Gerritsen ein grosses wirtschaftliches Potenzial für sein Unternehmen. Ein Grund für die gestiegene Nachfrage sei die Modernisierung der Spitäler. Gerritsen rechnet vor: In den nächsten Jahren investieren Spitalbetreiber rund 10 Milliarden Franken in den Bau und Umbau. Einige dürften Digital- Signage- Lösungen einplanen. Gleiches gelte für Neubauten. Für Spitäler ergeben sich laut Gerritsen zahlreiche Möglichkeiten, um betriebliche Abläufe einfacher und effizienter zu gestalten. Platziert ein Spital die Displays geschickt, können diese als Orientierungssystem Patienten und Besucher leiten. Auf diese Weise müssten Patienten etwa nicht immer von Pflegern zu den Behandlungen oder in ihre Zimmer begleitet werden. Auch im Notfallbereich können Digital-Signage-Lösungen die Effizienz erhöhen. So kann elektronisch die Bettbelegung in Echtzeit angezeigt werden. Pfleger wissen dann gleich, wo ein Bett frei ist. Ärzte könnten die Betten in einer Planungssoftware sogar schon im Voraus buchen. Die digitale Magnettafel In den kommenden Monaten will das Kantonsspital Münsterlingen das System erweitern und auf den Fluren seiner Bettenstationen weitere Bildschirme montieren. Auf den Stationen werden derzeit Fotos von Mitarbeitern an Magnettafeln aufgehängt. Nicht immer sind die Bilder und Namen aktuell. Deshalb will das Krankenhaus die Tafeln nach und nach durch Displays ersetzen. Anstatt auf Papier präsentieren sich die Pflegenden und Ärzte den Patienten und Besuchern dazu auf Bildschirmen. Für Abersfelder ist klar: Digital Signage ist die Zukunft. «Wenn man umbaut, gehört die Integration einer Digital-Signage- Lösung ganz klar dazu.» 5

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