Aufrufe
vor 2 Jahren

IT for Health 02/2016

  • Text
  • Gesundheitswesen
  • Patienten
  • Schweiz
  • Zudem
  • Sicherheit
  • Schweizer
  • Benutzer
  • Anforderungen
  • Prozesse
  • Webcode

GESELLSCHAFT &

GESELLSCHAFT & POLITIK Mangelhafter Datenschutz im Kanton Zürich cgr. Der Datenschutzbeauftragte (DSB) des Kantons Zürich, nicht nach den Vorgaben der Gesetze eingestellt, und eine Risikoanalyse inklusive Gegenmassnahmen fehlte. «Andererseits Bruno Baeriswyl, hat seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 vorgelegt. Der grundlegende Tenor des Berichts ist eher pessimistisch. Die Informationssicherheit in Spitälern findet im Besetzungen und Verantwortlichkeiten im geprüften Spital vorbild- war der organisatorische Überbau mit den entsprechenden Zielricht besondere Erwähnung, da diese Einrichtungen sehr sensible Daten handhaben, wie es in dem Bericht heisst. Kantons Zürich wird künftig weitere KIS überprüfen. lich festgelegt», hob der Bericht positiv hervor. Der DSB des Die Ergebnisse der Kontrollen waren alarmierend. Vor allem die «Diskrepanz zwischen den erforderlichen und den umgesetzten Schutzmassnahmen», hebt der Bericht negativ hervor. In Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 000-008-799 den geprüften Spitälern waren viele der erforderlichen Sicherheitsmassnahmen «inexistent», heisst es. Organisatorische Die geprüften Spitäler im Kanton Zürich Massnahmen wie Informationssicherheits- oder Datenschutzmanagementsysteme fehlten erhalten eine schlechte Note. Bild: Pixabay zumeist. Zahlreiche Schwachstellen aufgedeckt Die Zuständigkeiten sind offenbar vielerorts unklar. Technische Massnahmen wie der Einsatz von sicheren Passwörtern, Verschlüsselung und Gerätemanagement würden nur ungenügend umgesetzt, bemängelt der Bericht weiter. Bei einer Kontrolle eines Klinikinformationssystems (KIS) von einem grossen Spital zeigten sich zahlreiche Schwachstellen. Der Zugriff auf Daten wurde nicht ausreichend eingeschränkt, Aufbewahrungsfristen Suisse-ID zeigt Praxisbeispiele für E-Health cgr. Am 29. September findet das vierte Suisse-ID Forum statt. Veranstaltungsort ist der Unionssaal im Hotel Bern in der Bundesstadt. Gemäss einer Mitteilung trägt der Event den Titel: «Neue Gesetze und SuisseID: Boost für E-Government und E- Health?» Mit dem neuen Gesetz ist die Totalrevision des Bundesgesetzes über die elektronische Signatur gemeint. Anfang des Jahres wurde dieses verabschiedet und Anfang 2017 wird es in Kraft treten. Laut den Veranstaltern bietet es für die Bereiche E-Health und E-Government erhebliche Potenziale. Anhand zahlreicher Anwendungsbeispiele sollen sich die Anwesenden über die Auswirkungen des Gesetzes auf die Geschäftsprozesse informieren können. Denis Morel, Head of Products and Projecs E-Health bei der Schweizerischen Post, wird etwa zum Thema «Praxiserfahrungen in E-Health» sprechen. Die Spitäler mit den meisten Followern cgr. Das Health-Portal Medinside hat untersucht, welche Schweizer Spitäler besonders aktiv auf Social Media sind – und zwar auf den Portalen Twitter, Facebook, Xing, Linkedin und Youtube. Vor allem grosse Einrichtungen finden sich auf den vorderen Positionen. Das Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) belegt in fast allen Kategorien den ersten Platz, und dies sogar mit deutlichem Abstand vor den grossen Deutschschweizer Spitälern. Von den Privatkliniken schaffte es einzig Hirslanden ganz nach vorne. Führende Spitäler zum Stichtag 26. Juli 2016: ∙∙ Twitter: HUG: 6240 Follower bei 4450 Tweets ∙∙ Facebook: HUG: 21 080 Likes ∙∙ Youtube: HUG: 11 904 Abonnenten / 819 Videos ∙∙ Linkedin: Centre Hospitalier Universitaire Vaudois: 11811 Follower / 3797 Mitarbeitende ∙∙ Xing: Hirslanden: 1219 Follower / 541 Mitarbeitende Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode IH021601 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode IH021605 12

Wie die digitale Technologie die Gesundheitsindustrie verändert Digitale Technologien tragen dazu bei, die Effektivität und Effizienz der Institutionen zu verbessern. Dadurch werden die Gesundheitsdienstleister befähigt, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, die für den Patienten einen echten Mehrwert darstellen. GESELLSCHAFT & POLITIK Ein Bericht ist mir kürzlich besonders aufgefallen: Bioquark Inc., ein Biotechunternehmen in den USA, hat die Zulassung erhalten, die Gehirne von Patienten, die für tot erklärt worden sind und nur noch künstlich am Leben erhalten wurden, wieder zu beleben. Dies zeigt, wie stark digitale Technologien auch die Gesundheitsindustrie verändern. Dies mag ein extremes Beispiel sein, aber folgt die Akzeptanz digitaler Technologien im Gesundheitssystem denselben disruptiven Mustern wie in anderen Industrien? Die Wellen der technologischen Adoption im Gesundheitswesen Eine Untersuchung von McKinsey zeigt, dass das Gesundheitswesen mehrere Wellen der technologischen Adoption erlebte. Als in den 50er-Jahren Institutionen anfingen, standardisierte und repetitive Aufgaben (Buchhaltung und Lohnwesen) mittels neuer Technologien zu automatisieren, begannen sie damit, grosse Datenmengen zu verarbeiten. Die zweite Technologiewelle schlug 20 Jahre später mit der Integration von Kernprozessen ein, etwa zentralisierte Gesundheitsinformationen und Beschaffungswesen. Heute treffen viele Institutionen des Gesundheitswesens bereits auf die dritte Welle – vollumfängliche Digitalisierung der Unternehmen, einschliesslich digitaler Produkte, Kanäle, Prozesse und Informationen, was vollständig neue Betriebs-/Geschäftsmodelle ermöglicht. Digitale Technologien tragen dazu bei, die Effektivität und Effizienz der Institutionen zu verbessern. Dadurch werden die eigentlichen Gesundheitsdienstleister befähigt, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, die für den Patienten einen echten Mehrwert darstellen. Obwohl die Gesundheitsindustrie relativ erfolgreich die erste und zweite Welle meisterte, kämpft sie heute mit dem Aufbau eines vollumfänglich integrierten Gesundheitssystems. Der Grund liegt darin, dass sich die dritte Welle mehr auf die eigentlichen Patientenbedürfnisse konzentriert. Heute sind es Patienten in allen Lebensfeldern gewohnt, eine Kundenerfahrung zu machen, die auf sozialen Netzwerken und mobilen Technologien basiert. Technologie ist nur Mittel zum Zweck. Technologie erlaubt etwa, dass Ärzte gewisse Parameter der Patienten permanent überprüfen oder mit ihnen ständig im Kontakt sein können und nicht nur während der Zeit im Untersuchungszimmer. Dadurch entsteht Die Autorin Kamales Lardi,Managing Partner von Lardi & Partner Consulting www.lardipartner.com auch eine neue Erwartungshaltung der Patienten und Stakeholder mit einem zunehmenden Bedarf für Customer Centric Designs. Die digitale Transformation ist ein laufender Prozess, der den Konsumenten ins Zentrum aller Unternehmensbestrebungen stellt. Digitale Transformation und Innovation erfordern mehr, als nur Technologie zu implementieren. Kundenbindung im Umfeld der digitalen Transformation Die digitale Transformation ist ein laufender Prozess, der den Konsumenten ins Zentrum aller Unternehmensbestrebungen stellt. Digitale Transformation und Innovation erfordern mehr, als nur Technologie zu implementieren. Digitale Transformation kann im Gesundheitswesen helfen, mit dem Einsatz von Technologien einige der zentralen Herausforderungen zu meistern, darunter den Zugang zu Fachleuten zu erleichtern, die Transparenz und den nahtlosen Zugriff auf Patientendaten zu gewährleisten, aber auch den Austausch mit dem Kunden/ Patienten während seines ganzen Lebenszyklus zu sichern. Ein Beispiel ist der verbesserte Zugang der Patienten zu Ärzten mittels mobiler Apps oder sozialen Netzwerken. Digitale Transformation bedingt ein Überdenken der heutigen Geschäftsprozesse. Um erfolgreich zu sein, müssen im Gesundheitswesen das gesamte Business-Ökosystem betrachtet und damit Möglichkeiten erkannt werden, um Mehrwert für den Kunden zu generieren. Durch die Fokussierung auf diese Aspekte des Unternehmens können Führungskräfte im Gesundheitswesen Mehrwert für Patienten liefern und nachhaltige Erträge aus ihren digitalen Transformationsbemühungen erzielen. 13

Archiv