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IT for Health 02/2016

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E-HEALTH KONKRET

E-HEALTH KONKRET Zürcher Wettkampf für Athleten mit Prothesen cgr. In der Swiss Arena Kloten findet am 8. Oktober der erste Cybathlon der Welt statt. Dabei handelt es sich um einen Wettkampf zwischen Menschen, die eine körperliche Behinderung haben und mit den neuesten technischen Assistenzsystemen ausgestattet sind. Um verschiedene technische Hilfsmittel vergleichen zu können, haben die Veranstalter spezielle Parcours erarbeitet. Beispielsweise gilt es, mit Armprothesen Flaschen zu öffnen und Gegenstände zu bewegen. Rollstühle müssen verschiedene Unebenheiten, schräge Rampen und sogar Treppen überwinden. Auch muss ein Parcours allein mit der Kraft der Gedanken durchlaufen werden. Geschicklichkeitsparcours mit angetriebenen Armprothesen. Bild: ETH Zürich / Alessandro Della Bella WETTKAMPF MIT SECHS DISZIPLINEN: • Virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung • Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation • Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen • Hindernisparcours mit Beinprothesen • Parcours mit robotischen Exoskeletten • Parcours mit motorisierten Rollstühlen Je nach Schwierigkeitsgrad der Aufgabe können die Teams unterschiedlich viele Punkte sammeln. Auch die Zeit spielt eine Rolle. Am Ende werden die Siegerteams ausgezeichnet. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 000-008-959 Swisscom bringt Patientendossier ins Ländle cgr. Die Bürger des Fürstentums Liechtenstein bekommen bald ein elektronisches Patientendossier. Der Zuschlag dafür ging an Swisscom, wie es in einer Mitteilung heisst. Umgesetzt wird das Patientendossier auf Basis von «Swisscom Health Connect». Die Lösung wird entsprechend den Wünschen von Liechtenstein angepasst. Bereits im kommenden Jahr soll sie flächendeckend eingeführt werden. Finanziert wird das Projekt vom Land Liechtenstein, dem Verein E-Health Liechtenstein, der Liechtensteinischen Ärztekammer und einer Gruppe von Ärzten. Die Träger des Vereins E-Health Liechtenstein sind das Liechtensteinische Landesspital und das Labormedizinische Zentrum Dr. Risch. Mit an Bord ist zudem das Amt für Gesundheit des Fürstentums. Gesundheitswesen treibt IT-Ausgaben cgr. Die Marktforscher von IDC haben ihre Prognose für den Umsatz von IT-Produkten vorgelegt. Einer Mitteilung zufolge soll der Umsatz von 2,4 Billionen auf 2,7 Billionen US-Dollar steigen. Für die Jahre 2015 bis 2020 entspricht dies einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,3 Prozent. Für die Prognose untersuchte IDC die IT-Ausgaben in mehr als 100 Technologiekategorien in 53 Ländern. Die grössten Zuwächse wird laut IDC der Gesundheitsbereich vorweisen können. Die Forscher gehen von einem jährlichen Plus von 5,7 Prozent aus. Dies ist deutlich mehr als bei den anderen Wachstumsmotoren Banken, Medien und professionelle Dienstleistungen. Diese sollen zusammen um knapp 5 Prozent auf insgesamt 475 Milliarden Dollar wachsen. Die Sektoren mit den höchsten IT-Ausgaben werden Banken, Produktion und Telekommunikation sein. Fast ein Drittel aller Ausgaben sollen auf diese Bereiche entfallen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 000-007-674 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode IH021602 4

«Niemand geht auf die Bedürfnisse von Ärzten und Therapeuten ein» 2017 soll das elektronische Patientendossier eingeführt werden. HIN hat dafür gemeinsam mit AD Swiss eine Plattform für den elektronischen Austausch von Patientendaten lanciert. Die Redaktion fragte bei CEO Christian Greuter nach, was es damit auf sich hat. Interview: George Sarpong E-HEALTH KONKRET Weshalb benötigt der Schweizer E-Health-Markt eine weitere technische Plattform für ein elektronisches Patientendossier? Christian Greuter: Ganz so neu sind wir nicht in diesem Business. Wir haben zusammen mit dem Gesundheitsdepartement St. Gallen im Jahr 2012 das Projekt «Ponte Vecchio» erfolgreich gestartet, um einen technischen Brückenschlag von Ärzten zu Spitälern zu realisieren. Das war für uns die Grundsteinlegung für das elektronische Patientendossier. Uns scheint, dass niemand auf die spezifischen Bedürfnisse von Ärzten, Pflegenden und Therapeuten eingeht, etwa beim Thema IT-Infrastruktur. Ohne diese lässt sich die E-Health-Strategie Schweiz nur schwer umsetzen. Wie wollen Sie gegen die Riesen Post und Swisscom mit ihrer Marktmacht bestehen? Post und Swisscom haben sich auf den Verkauf von E-Health- Basisinfrastrukturen spezialisiert. Diese verkaufen sie an Spitäler und Kantone. Da es nicht unser Auftrag ist, solche Plattformen zu verkaufen, stehen wir nicht in Konkurrenz. Im Gegenteil, aufgrund unserer Verankerung im Markt werden wir eine Vielzahl von Gesundheitsfachpersonen ans elektronische Patientendossier anbinden. Wir sehen uns deshalb als Ergänzung zu den Angeboten von Post und Swisscom. Zumal die Vernetzung der verschiedenen Basisinfrastrukturen gesetzlich geregelt ist. « Wir sehen uns als Ergänzung zu den Angeboten von Post und Swisscom. » Christian Greuter, CEO, HIN Christian Greuter, CEO von HIN. Label «Überregional» ausgezeichnet. Bint erwies sich als fähiger Pionier im Aufbau solcher Plattformen. Intersystems ist ein globaler, etablierter Anbieter von IHE-Systemen. Wie lange dauerte die Realisierung des Projekts? Die Umsetzung des Projekts dauerte rund ein Jahr. Anschliessend startete die sogenannte Einführungsphase im Betrieb. Was waren dabei die grössten Hürden? Eine Hürde war der Brückenschlag von unserer Seite auf die andere Seite, ohne dass die Gegenseite in unser Projekt involviert war. Ebenfalls mussten die künftigen Standards von E- Health Suisse berücksichtigt werden. Die grösste Hürde bestand darin, die Architekturanforderungen für das elektronische Patientendossier so umzusetzen, dass unsere Plattform für den ganz normalen Praxisalltag Unterstützung bieten kann. Weshalb haben Sie sich für die Technologiepartner Bint und Intersystems entschieden? Mit Bint und Intersystems arbeiten wir seit 2012 zusammen. Bint war der dritte Partner beim bereits erwähnten Projekt «Ponte Vecchio». Wir setzten den Brückenschlag gemeinsam um, im Übrigen bisher als noch immer einzige überregionale Lösung. Ganz im Sinne der Strategie, sodass künftig verschiedene Gemeinschaften standardisiert Dokumente austauschen können. Der Brückenschlag wurde vom Koordinationsorgan, E-Health Suisse mit dem Wie haben Sie diese überwunden? Solche Hürden können nur im Team überwunden werden. Offenheit, Vertrauen und Wille dürfen nicht als Schlagworte verkommen, sondern bilden als gelebte Werte die Leitplanken. Kommunikation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe waren entscheidend. Wirklich wichtig war und ist, dass alle an einem Strang ziehen. Dass wir unsere Kunden aktiv involvieren, ist ebenso ein Erfolgskriterium. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode IH021614 5

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