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IT for Health 2/2018

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GESELLSCHAFT &

GESELLSCHAFT & POLITIK theken verbinden wir die Beratungen in der Apotheke mit dem Angebot einer Telekonsultation mit einem Arzt. Der nächste Schritt ist, dass man Touchscreens und interaktive Beratungstools in der Apotheke einsetzt. Auch die Gamification des Einkaufs kommt aktuell auf. Wir müssen auch unsere Läden an die digitale Welt anpassen. Es genügt eben nicht, in jede Apotheke ein Display zu stellen. Mehr Einsatz braucht es im digitalen Kontakt mit unseren Kunden und Partnern. stösst der elektronische Impfausweis. Und dann gibt es noch den Wunsch nach mehr Austausch, sowohl zwischen Fachperson und Patient, wie auch zwischen den Fachpersonen untereinander. Verständlicherweise wollen viele Patienten heute nicht mehr die gleichen Informationen an verschiedene Leistungserbringer immer wieder angeben müssen. Inwiefern sind Technologien wie Virtual Reality, das Internet der Dinge oder Blockchain für die Apotheken ein Thema? Die sind ein grosses Thema. In meiner Apotheke zum Beispiel haben wir mit iHealthy eine Plattform, die von der Blutdruckmessung über die Waage bis hin zum Blutzuckergerät verschiedene Geräte per Bluetooth und App verbindet. Eine Möglichkeit wird in naher Zukunft auch die virtuelle Hausapotheke sein, die von der Apotheke gemanagt wird. Der Kunde wird dann nur noch wenige Medikamente zuhause haben. Wenn diese verbraucht sind, weiss der Apotheker, dass neue geliefert werden müssen. Der Kunde muss nicht mehr 100er-Packungen kaufen und sich um Verfallsdaten oder Haltbarkeit kümmern. Solche Medikamenten-Management-Systeme sehe ich in naher Zukunft kommen. Apotheken sind oftmals der erste Kontaktpunkt der Menschen mit der Medizin. Welche Wünsche gibt es an der Front? Der grösste Wunsch ist die Interaktivität mit dem Kunden. Beispielsweise bei der Bestellung und Abholung von Medikamenten. Hier können wir uns hinsichtlich Vertraulichkeit, Sicherheit und Verbindlichkeit verbessern. Der zweite Punkt ist das Management der Medikation. Sobald jemand mehr als drei Medikamente nehmen muss, ist es für den Patienten sinnvoll, zusammen mit dem elektronischen Rezept den ganzen Prozess effizienter und einfacher online zu gestalten. Von der Erinnerung der Einnahme der Medikamente bis zur automatischen Nachbestellung. Ebenfalls auf viel Anklang ZUR PERSON Fabian Vaucher ist seit 2015 Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands Pharmasuisse. Davor präsidierte er sechs Jahre lang den Apothekerverband des Kantons Aargau. Nach Absolvierung des Pharmazie studiums in Basel bildete sich Vaucher zum Offizinapotheker weiter. Er ist Mitinhaber von drei Toppharm-Apotheken in der Region Aarau und leitet seit 2001 einen Qualitätszirkel Ärzte-Apotheker in dieser Region. Seit Beginn des Jahres steht Vaucher auch dem Verwaltungsrat der neuen Austrittsapotheke im Kantonsspital Aarau vor, die von 31 Apotheken im Grossraum Aarau betrieben wird. Quelle: Pharmasuisse Artikel online: netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_104801 « Wir spüren, dass eine Disruption in die Branche einbricht. » Fabian Vaucher, Geschäftsführer, Schweizerischer Apothekerverband Pharmasuisse Digitalisierung und digitale Transformation werden oft in einen Topf geworfen. Aber bei Letzterem werden ganze Geschäftsmodelle umgekrempelt. Wo stehen die Apotheken in dieser Hinsicht? Das ist wie überall eine sehr ambivalente Sache. Einerseits bedroht die digitale Transformation bestehende Prozesse, Gewohnheiten und Einkommen. Wir spüren, dass eine Disruption in die Branche einbricht. Neben Ohnmachtsgefühlen schenkt uns die Digitalisierung auch grosse Chancen. In diesem Spektrum oszillieren unsere Mitglieder. Sie sehen, dass sie ihre Geschäftsmodelle ändern müssen. Apotheker bringen im Vergleich zu anderen Akteuren des Gesundheitswesens einen stärkeren Kundenfokus mit. Wir sagen immer: Der Arzt macht den Patient. Bei uns ist er immer noch Kunde. Diese kompromisslose Ausrichtung auf den Kundennutzen ist eine gute Einstellung, um Mehrwerte der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen. Das motiviert, sich auf die Transformation einzulassen. Wie sieht die digitale Apotheke der Zukunft aus? Wir hatten zum 175-jährigen Jubiläum von Pharmasuisse einen Ladengestaltungswettbewerb zu diesem Thema veranstaltet. Neben digitalisierten, dezentralisierten Vorschlägen war ein deutlicher Trend hin zu Personalisierung und Konzentration erkennbar. Das ging so weit, dass die Apotheke als sakraler Ort vorgestellt wurde, der in einem hochurbanen Umfeld der einzige Ort wäre, wo ich mich mit dem allerwichtigsten Gut – meiner Gesundheit – auseinandersetzen kann. Dieser Student inszenierte die Apotheke als Kloster, wo der Apotheker es einem Mönch gleich tut, völlig fokussiert handelt und daher nur geflüstert werden darf. Einfach, um das Moment der Interaktion zu überhöhen. Es hat mich völlig erstaunt, wie in der digitalisierten Welt die Bedeutung der persönlichen Beziehung und des Sicherheitsaspekts wieder zuzunehmen scheint. Für uns heisst das: Die Apotheken müssen das, was sie bisher konnten, noch besser machen. Demgegenüber wirkt die ganze Logistik weniger wichtig – sie ist blosse Voraussetzung. 28

Noser Health ist eine Service-Marke der Noser Engineering AG «Wir digitalisieren das Gesundheitswesen – we know health.» Die Digitalisierung wird das Gesundheitswesen in den nächsten Jahren weiterhin deutlich verändern. Dies betrifft Kostenträger und Leistungserbringer, aber vor allem auch die Versicherten und Patienten. Noser Health unterstützt Institutionen im Gesundheitswesen dabei, die Chancen der digitalen Transformation zu nutzen. Unsere Consultants und Ingenieure verfügen über langjährige Erfahrungen, kennen die Markttrends und wissen, welche Strategien Ihnen Erfolg bringen. NOSER HEALTH In dieser Ausgabe finden Sie ein aktuelles Beispiel von der ersten Schweizer Symptom-Check-App BENECURA von SWICA, welche wir gemeinsam erfolgreich entwickelt haben. WINTERTHUR I LUZERN I BERN I MÜNCHEN Starten Sie in das digitale Zeitalter. Wir unterstützen Sie gern dabei! noserhealth.com

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