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IT for Health 2/2018

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FOKUS: BLOCKCHAIN Die

FOKUS: BLOCKCHAIN Die Blockchain verändert das Gesundheitssystem In einer Blockchain werden Daten dezentral abgelegt. Die Einträge können dann nicht mehr verändert werden. Diese Eigenschaften machen die Technologie auch für den Einsatz im Gesundheitswesen interessant, etwa um den illegalen Organhandel zu verhindern. Jede Krankheit hat ihre Geschichte, und eine medizinische Behandlung ist oft das Resultat einer Kette von Ereignissen. Ge- Die Autoren Hamed Celaymanian, nauso hat auch jedes Medikament, jede Apparatur und jeder Senior Consultant, Indema Operationssaal eine eigene Geschichte. Wenn Ärzte und Spitäler möglichst lückenlos auf diese Geschichten zugreifen können, lassen sich der Behandlungserfolg und die Leistungserbringung Gaudenz Kessler, Consultant, Indema wesentlich verbessern. Bekannt geworden ist die Blockchain-Technologie durch Kryptowährungen wie Bitcoin. Eine Blockchain ist eine dezentrale Ablage von Einträgen, die später nicht mehr verändert werden können. Das macht diese Technologie auch für das Gesundheitswesen interessant. Die Blockchain-Technologie stellt sicher, dass die Teilnehmenden immer über eine aktuelle und gültige Kopie der Datenbank verfügen. Bevor ein neuer Block hinzugefügt Bitcoin der Fall ist. Für das Gesundheitswesen müssten Protokolle entwickelt werden, die diese Probleme beheben. Eine Möglichkeit sind Off-Chain-Transaktionen, die auf einem Nebenarm der Blockchain zwischen einer Gruppe von Teilnehmenden getätigt werden. Nur ein Teil der Daten wird in die ursprüngliche Blockchain eingefügt. wird, müssen alle Mitglieder den Inhalt prüfen und seine Richtigkeit bestätigen. Dieser Konsensus-Mechanismus wird durch das Blockchain-Protokoll vorgegeben. Wird ein Block nachträglich verändert, werden alle nachfolgenden Blöcke ungültig gemacht. Manipulationen sind so gut wie ausgeschlossen. Impfungen oder Transplantationen als Einsatz gebiete Ein mögliches Szenario für den Einsatz der Technologie im Gesundheitswesen ist ein Blockchain-Impfpass, den jeder Säugling bei der Geburt erhält. Eine Impfung wird in die Blockchain Smart Contracts stellen Vertrauen her Mit Ethereum, einer Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie, wurden sogenannte Smart Contracts eingeführt. Sie formulieren einen Vertrag als Code. Ist eine bestimmte Bedingung erfüllt, tritt automatisch die entsprechende Vertragsklausel in Kraft. Das ist entscheidend, um Vertrauen zwischen Vertragspartnern zu gewährleisten und die Rolle von Institutionen als Vermittler entfällt. geschrieben und ist unveränderbar festgehalten. Durch einen «Recovery Phrase»-Mechanismus lässt sich der Pass bei einem Verlust einfach wiederherstellen. So kann man alle Informationen über seine Impfungen dem Arzt zur Verfügung stellen. Ein anderes Szenario ist die Kontrolle von Organ-Transplantationen. Hier kann Blockchain dazu beitragen, den illegalen Handel zu unterbinden. Einerseits lässt sich die Warteliste der Patienten pseudonymisiert Bei Kryptowährungen wie Bitcoin sind die Daten in der Blockchain öffentlich, denn jede Transaktion muss für alle Teilnehmenden nachvollziehbar sein. Im Gesundheitswesen jedoch muss man die Transaktionen verbergen können (ähnlich wie bei Monero oder ZCASH). Zusätzlich Blockchain kann die Finanz welt verändern – das ist auch im Gesundheitswesen möglich. in eine Blockchain schreiben, um eine Manipulation der Reihenfolge der Empfänger auszuschliessen. Andererseits wird der komplette Prozess von der Entnahme über die diversen Transportschritte bis zur Transplanta tion für jedes Organ in einer Blockchain dokumentiert. können nur berechtige Personen zur Teilnahme an der Blockchain zugelassen werden («permis sioned network»). So kann Somit kann die Herkunft des Spenderorgans zweifels- frei festgestellt werden. man etwa festlegen, dass Ärzte eines Spitals nur bestimmte Daten einsehen oder hinzufügen können. Eine Herausforderung stellt derzeit die Tatsache dar, dass eine Blockchain mit zunehmender Grösse immer mehr Speicherplatz und Rechenleistung benötigt. Das langsamste Mitglied definiert die Netzwerk-Geschwindigkeit und mit jedem neuen Teilnehmer wird der Algorithmus langsamer, wie es etwa bei Blockchain hat das Potenzial, die Finanzwelt zu verändern. In weniger als zehn Jahren sind bereits über 1800 verschiedene Kryptowährungen entstanden. Das ist auch im Gesundheitswesen möglich. Um jedoch wirkungsvolle Anwendungsfelder zu finden, müssen medizinische Fachexperten und Blockchain- Spezialisten intensiv zusammenarbeiten. Wenn wir heute damit beginnen, wo könnten wir in zehn Jahren stehen? 46

Digitalisierung im Spitalzentrum Biel mithilfe von Conextrade Vom «Papier-Tiger» zum digitalen Dokument: Um die Materialbewirtschaftung effizienter und papierfrei zu gestalten, suchte das Spitalzentrum Biel eine moderne Lösung. Wichtigstes Kriterium: die Integration der Finanzsysteme, um eine Automatisierung der Bestell- und Rechnungsprozesse zu ermöglichen. ADVERTORIAL Das Spitalzentrum Biel (SZB) sichert die medizinische Grundversorgung für die Region Biel / Seeland / Berner Jura. Als Akutspital bietet es die gesamte Palette der erweiterten Grundversorgung sowie ein umfassendes Angebot in den wichtigsten spezialisierten Leistungsbereichen der modernen Medizin. Spitalzentrum Biel. « Durch Conextrade konnte für das SZB der Weg in eine erfolg reiche, digitale Zukunft geebnet werden. » Digitalisierung der Prozesse Um die Materialbewirtschaftung effizienter und papierfrei zu gestalten, suchte das SZB eine moderne Lösung. Das alte Materialbewirtschaftungssystem vermochte nur noch Grundbedürfnisse abzudecken und konnte den wachsenden Anforderungen nicht mehr standhalten. Wichtigstes Kriterium für das neue System: Unterstützung der Integration in die Finanzsysteme, um eine Automatisierung der Bestell- und Rechnungsprozesse zu ermöglichen. Zudem sollen die Fehlerquote und die Betriebskosten erheblich gesenkt werden. «Conextrade verfügt im Hinblick auf zukünftige Logistikprozesse über das überzeugendste Leistungsprofil.» Bernhard Roder, Leiter Materialwirtschaft des SZB «Die Mängel des herkömmlichen Systems wie fehlende Integration in die Finanzsysteme, stetige Redundanzen, eine notwendige manuelle Rechnungserfassung und -prüfung sowie die grosse Personenabhängigkeit wollten wir mit der neuen Lösung beheben», fasst Bernhard Roder, Leiter Materialwirtschaft des SZB, die ambitionierte Ausgangslage zusammen. Geprüft wurden drei Anbieter. «Unsere Wahl fiel schliesslich aus folgenden zwei Hauptgründen auf Swisscom: Uns wurde ein im Spitalumfeld äusserst erfahrener und erfolgreicher Projektleiter für die Einführung der SAP-Module MM und APM zur Verfügung gestellt, zudem stellt die Swisscom- Plattform Conextrade die Weiterentwicklung zu digitalen Beschaffungs- und Rechnungsprozessen sicher», so Roder. Projektstart mit E-Procurement Ende 2016 startete das Projekt für den digitalen Beschaffungsprozess (E-Procurement). Erster Schritt der Versand von Bestellungen an Medical und Non-Medical Lieferanten. Mittlerweile sind für das SZB bereits mehr als 450 Lieferanten aufgeschaltet! Sämtliche Prozesse wurden vorbereitet und justiert. Im Jahr 2017 erfolgten weitere Anpassungen und Optimierungen. Im Februar 2018 wurden die Conextrade Services vom SZB vollständig in Betrieb genommen. Conextrade wurde voll und durchgängig in die SAP-Prozesse integriert. Das alte System konnte erfolgreich abgelöst werden. Bernhard Roder resümiert zufrieden: «Das Projekt ist sehr gut gelaufen und es gab nur wenige Details, an denen etwas länger gearbeitet werden musste. Dank des schrittweisen, präzisen Vorgehens gab es nie Probleme, sodass auch nach der Implementierung von Beginn an keine Lieferengpässe und Terminverzögerungen resultierten.» Effizienzsteigerung Dank Conextrade können im SZB jetzt die zentralen Anforderungen an ein Materialbewirtschaftungssystem erfüllt werden. Ein zentraler Nutzen ist, dass der Prozess automatisiert, prozesssicher, verlässlich und nicht mehr mit Papier bestritten werden muss. Einkäufer können komplett auf Fax- und E-Mail-Bestellungen verzichten. Vertraulichkeit und Sicherheit sind weitere wichtige Elemente. Es ist nun einfacher für alle, insbesondere auch für die Lieferanten. Die Einkäufer haben mehr Zeit für Wichtigeres. «Auch unser IT-Betreuer ist mit dem Betrieb sehr zufrieden. Wir haben unser Ziel erreicht.» Zukünftige Projekte Im Fokus steht die Einführung von elektronischen Bestellbestätigungen, Lieferscheinen und E-Invoicing. «Wenn alles funktionstüchtig ist, verfügen wir über ein sehr gutes System und Konzept», sagt Bernhard Roder zuversichtlich. Swisscom (Schweiz) AG Enterprise Customers Conextrade Eros Merlini, Head of Conextrade CH-8005 Zürich Tel. 0848 860 200 www.conextrade.com

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