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IT for Health 2/2018

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Ärzte werden durch künstliche Intelligenz ersetzt Künstliche Intelligenz erlebt zurzeit einen Boom – in allen Branchen. Selbstfahrende Fahrzeuge, autonome Produktionshallen, in denen die Roboterarme von «denkenden» Robotern gesteuert werden, und Verkehrssteuerungssysteme, bei denen Ampeln zwecks Optimierung des Verkehrsflusses von Maschinen intelligent gesteuert werden. FORSCHUNG & LEHRE Was nach Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Täglich kommen neue Einsatzbereiche und Lösungen auf den Markt, die mittels «künstlicher Intelligenz» ganze Branchen auf den Kopf stellen. Weltweit haben Politiker Mühe damit, diese Entwicklung zu regulieren. Während im Bundeshaus über Cyberkriminalität und Datensicherheit diskutiert wird, wird der Mensch als treibende Kraft in der Wirtschaft abgelöst. Wie ist so etwas möglich? Auf den medizinalbereich reduziert, lässt sich dies einfach erklären. Ein Arzt verfügt über Informationen und trifft, basierend auf diesen Informationen, Entscheidungen. Diese Informationen stammen aus dem Wissen, das während des Studiums vermittelt wird, sowie der Praxiserfahrung. Bei Bedarf kann weiteres Wissen angeeignet werden. Bis zu einem gewissen Grad entscheidet auch die Intuition des Arztes mit. Die Entscheidung, wie der Patient behandelt wird, hängt somit von einer Person ab, die über ein eingeschränktes Wissen verfügt. Bei schwerwiegenden Fällen entscheiden mehrere Personen mit unterschiedlicher Ausbildung. Dadurch wird erreicht, dass mehr Informationen vorhanden sind und die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass eine «richtige» Entscheidung getroffen wird. Menschen sind limitiert Die Anzahl Informationen, die wir Menschen speichern können, ist limitiert. Nicht nur durch unsere Speicherkapazität, sondern auch durch die Zeit, die uns für das Aneignen von neuem Wissen zur Verfügung steht. Gelerntes und Erkenntnisse stehen einer Person zur Verfügung. Damit dieses Wissen Dritten zur Verfügung steht, muss es erneut kommuniziert werden. Eine «künstliche Intelligenz» hat diese Limitierung nicht. Eine solche Maschine kann innert Sekunden sämtliche Informationen, die zum Thema Medizin verfügbar Der Autor Josip Sunic, Inhaber/Geschäftsführer, Prime Computer sind, «lernen». Sie kennt jedes Medikament, alle Symptome und Krankheiten, alle Behandlungsmöglichkeiten und die dazugehörigen Erfolgsquoten. Folglich kann sie eine Entscheidung treffen und selbst Rezepte ausstellen oder eine Operation durchführen. Die Maschine lernt ständig dazu, da sie global parallel Milliarden von Menschen behandeln kann und nach der Behandlung über noch mehr Informationen verfügt, welche die Behandlungsqualität weiter erhöht. Demgegenüber stehen Krankenhäuser und Arztpraxen, die Patientendaten noch in Papierform verwalten. Patientenakten werden bei einer Übergabe per Post verschickt. Künstliche Intelligenz sinnvoll integrieren Man könnte meinen, dass sich ein solches Szenario, in dem der Mensch von einer Maschine behandelt wird, nie durchsetzen wird, da der Mensch von einem Menschen behandelt werden will. Weil die Behandlung mit der Maschine aber effizienter ist und dazu nur einen Bruchteil von dem kostet, was heute verrechnet wird, wird sich dies durchsetzen. Es gibt auch Mischlösungen, die aber per sofort umgesetzt werden müssen, damit Ärzte wie wir sie heute kennen, in einigen Jahren nicht eine Sache der Vergangenheit sind. Die Investitionen in die IT-Infrastruktur von Spitälern und Arztpraxen müssen massiv erhöht werden, die Digitalisierung muss im Eiltempo vorangetrieben werden. Nur so kann künstliche Intelligenz in die bestehende Infrastruktur integriert werden und wird diese ergänzen, anstatt sie zu ersetzen. Grafik: stilletto82 / iStock.com 53

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