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IT for Health 2/2018

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E-HEALTH KONKRET

E-HEALTH KONKRET Medizinische Proben lernen das Fliegen mer. In Zusammenarbeit mit dem Drohnenhersteller Matternet hat die Schweizerische Post im Auftrag des Zentrallabors Zürich (ZLZ) eine Flugroute übers Zürcher Seebecken geprüft. Drohnen sollen hier für medizinische Einsätze Proben vom ZLZ-Notfalllabor in der Hirslanden-Klinik im Park zum Hauptlabor ZLZ transportieren. Ein entsprechendes Programm existiert bereits in Lugano und Bern. Seit dem 20. Juni ist die Drohne nun auch in Zürich im Einsatz. Der 4,5 Kilometer weite Flug über das Seebecken dauere rund 7 Minuten, die bisherige Transportzeit mit dem Express- Boten sei rund fünfmal länger gewesen. Damit ist es laut ZLZ möglich, selbst während einer Operation Laborwerte zu bestimmen. Zentral seien das Wohlergehen des Patienten und die Unabhängigkeit von der Zürcher Verkehrslage, sagt Marco Fischer, Geschäftsführer des ZLZ. Die Testphase soll den effektiven Mehrwert des Drohnentransports evaluieren. Health Innovation Hub gegründet mur. Das Kantonsspital Baden hat den Health Innovation Hub gegründet, wie es in einer Mitteilung heisst. Er werde Entwicklungen in Technologie, Diagnostik, Therapie und Support analysieren. Der Hub soll sich zudem mit Start-ups vernetzen und innovative Geschäftsideen im Gesundheits- und Spitalwesen unterstützen. «Wir erhalten oft Anfragen von jungen Firmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen zur Marktreife führen möchten», sagt Adrian Schmitter, CEO des Kantonsspitals Baden. Laut Mitteilung will dieser auch seine Kooperationen mit dem Paul-Scherrer-Institut, dem Universitätsspital Zürich und der ETH Zürich intensivieren. «Technologische Neuerungen, oft mit dem Schlagwort Digitalisierung umschrieben, verändern auch die Gesundheitsbranche rasch und nachhaltig», kommentiert Daniel Heller, Verwaltungsratspräsident des Spitals. «Wir stehen dabei wohl eher am Anfang als am Ende einer rasanten Entwicklung.» Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_98278 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ DPF8_99446 Anzeige Liebe Gesundheits-Dienstleister: Leisten Sie schon den perfekten Dienst? Wir verhelfen Ihren Health-Apps zu einem stressfreien Nutzererlebnis. 4 www.ergonomen.ch

Connectivity hat Top-Priorität – ohne Vernetzung läuft es nicht Die Digitalisierung hält Einzug im Gesundheitswesen. Wie unsere Studie zum Thema «E-Health und ICT im Schweizer Gesundheitswesen» aufzeigt, erfasst die digitale Transformation zunehmend sowohl die Leistungserbringer als auch die Patienten. Ein wichtiger Generator für neue Projekte ist dabei sicherlich die gesetzlich vorangetriebene Planung und Einführung des elektronischen Patientendossiers. E-HEALTH KONKRET Es wäre falsch und zu kurz gegriffen, das Thema der Digitalisierung im Gesundheitswesen nur auf das elektronische Patientendossier EPD zu reduzieren. Aus den Fachbereichen ebenso gefördert werden derzeit unter anderem auch das Klinikinformationssystem (KIS), die Vernetzung, Mobilität und Geschäftsprozessanwendungen. Bei der Umsetzung entsprechender Lösungen spielt die Informatik eine zentrale Rolle. Mit Blick auf die formulierten Zielsetzungen, die mit einer E- Health-Strategie und der Digitalisierung verfolgt werden sollen, stehen zwei Kernthemen im Mittelpunkt: 1. Die Optimierung der Prozesse durch ∙∙ Verschlankung des Verwaltungsaufwandes ∙∙ verbesserte Kommunikation und ∙∙ höhere Transparenz hinsichtlich der Abläufe sowie Geschäfts- und Patientendaten 2. Die Betreuung des Patienten mit dem Ziel ∙∙ rascher und gezielter zu reagieren ∙∙ die Reaktionszeiten zu verkürzen ∙∙ insgesamt den Individualisierungsgrad der Betreuung zu erhöhen Die Voraussetzung dafür bildet eine durchgängig digitalisierte Prozesswelt, welche die Konvergenz der Daten von allen beteiligten Stellen und Partnern im Ökosystem des Gesundheitswesens Der Autor Philipp A. Ziegler, Geschäfts führer, MSM Research erfordert: angefangen beim Hausarzt, über die Klinik, die Apotheke bis zum Physiotherapeuten. Hier besteht aber noch viel Handlungsbedarf, so sind etwa erst knapp die Hälfte der Spitäler mit Ärzten oder auch nur ein Viertel mit der Spitex vernetzt. In vielen der befragten Spitäler und Kliniken stehen deshalb Vernetzungsprojekte zusammen mit dem Thema Sicherheit an oberster Stelle der aktuell geplanten Vorhaben. Nur mit einer durchgängigen Erreichbarkeit aller Beteiligten sowie dem medienbruchfreien Austausch und der Zusammenführung aller Patientendaten können die Effizienz, Agilität und Reaktionszeit gesteigert respektive weiter verbessert werden. Die Vision einer personalisierten Gesundheit und individualisierten Patientenbetreuung wird nicht ohne eine Optimierung der Vernetzung und Abläufe zu realisieren sein. Connectivity hat Top- Priorität. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_98623 SPITÄLER UND KLINIKEN – DIE TOP-PROJEKTE AUS DER ICT Welche Projektthemen generieren in Ihrem Unternehmen bis 2019 am meisten Bedarf im ICT-Bereich? Mehrfachantworten möglich, n=44 ICT-Security, Datenschutz 64% Vernetzung mit externen Stellen und Leistungserbringern Infrastrukturthemen: Integration & Konsolidierung (Datacenter, Server, Clients, Netzwerke) Virtualisierung (Management virtueller Rechen- und Storage-Ressourcen) Vernetzung intern (Intranet) Business Continuity & Recovery Services (Katastrophenvorsorge) Nutzung von Cloud-Services (Public und Private) Auslagerungsthemen: Managed Services 32% 23% 23% 14% 9% 45% 59% Quelle: MSM Research AG 5

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