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Netzwoche 01/2016

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12 | DIGITAL signage |

12 | DIGITAL signage | PODIUM Markus Eisenmann Manager Sales DACH Visual Solutions, Sharp Europe Hersteller Gordon Müller Press Officer, Samsung Switzerland Hersteller Klaus Brockhage CEO, AV Distribution Distributor «INTErakTIvITÄT mit dem ENDkuNDEN ist das groSSE ThEMA» Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage (DS)? 2016 ist weiterhin eine positive wirtschaft liche Entwicklung im Schweizer DS-Markt zu erwarten. Nach einigen Jahren mit eher verhaltenem Marktwachstum in diesem Bereich beflügeln nun Themen wie das Retail DOOH den DS-Markt in der Schweiz. Nach den grossen Ketten starten jetzt immer mehr Retailer mit digitalen Konzepten – in Zürich etwa wurde erstmals mit iBeacons experimentiert. Was gilt es bei einem Digital-Signage- Projekt zu beachten? Ein Digital-Signage-Projekt bedarf, wie jedes andere Geschäftsprojekt auch, einer gewissenhaften Vorplanung, Konzeption, Testphase und Umsetzung. Die Wahl der Hard- und Software, Zuspielung, Content, Datenübertragung und das Servicekonzept spielen eine zentrale Rolle. Professionelle Komponenten bieten im Vergleich zu vermeintlich günstigeren Lösungen mit TV-Geräten erhebliche Vorteile in Bezug auf Laufzeit, Helligkeit sowie Bild- und Farbqualität. Ein entsprechender Vor-Ort-Service ist bei professionellen Komponenten ausserdem Bestandteil des Angebots und sollte bei DS-Projekten miteinkalkuliert werden. Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage? Digital Signage entwickelt sich stetig weiter. In der Anfangsphase umfasste Digital Signage ein Display pro Standort zur Produktvermarktung oder Informationsübermittlung. Heute werden im Retail unter anderem Videowalls, Mirror-Displays, interaktive Touch-Displays, Semi-Outdoor- Displays, 4k-Displays oder LED-Walls in den verschiedensten Formen und Grössen installiert und eingesetzt. Interaktivität mit dem Endkunden ist das grosse Thema der letzten anderthalb Jahre – hier werden wir sicherlich auch auf der kommenden ISE 2016 in Amsterdam weitere Trends sehen und erleben. «Der KuNDE muSS wISSEN, wAS er auf den ScrEENS zeigen wILL» Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage (DS)? Der Schweizer Markt für DS steht noch am Anfang. Wir stellen fest, dass DS heute bei zahlreichen Unternehmen thematisiert wird, jedoch noch selten im Einsatz ist. Ein starkes Wachstum werden wir im Retail erleben. Aber auch der Unterhaltungsmarkt (Kinos etc.) und DOOH sind wachsende Märkte. Wir sehen aber insbesondere, dass auch KMUs immer mehr auf DS umsteigen. Was gilt es bei einem Digital-Signage- Projekt zu beachten? Der Fokus liegt auf dem Content. Der Kunde muss wissen, was er auf den Screens zeigen will. Eine klare Strategie ist unabdingbar. Weniger ist manchmal mehr. Ein Screen ist nur dann sinnvoll, wenn auch der Content adäquat ist. Zu beachten ist ebenfalls der Einsatz von professionellen Displays. Consumer-Geräte sind in der Beschaffung etwas günstiger, jedoch ist deren Einsatzbereich ein anderer. Auch ist der richtige Partner für Content, Installation und Soft- und Hardware bedeutend. Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage? Den wichtigsten Trend, den wir sehen, ist der Drift von externen Playerboxen zu direkt in den Screen integrierten Lösungen. Dies bietet viele Vorteile. Kostenersparnisse (Player), kein zweiter Stromanschluss, Fehlerquelle mit dem Videokabel von der Box auf das Display etc. Auch bietet eine solch integrierte Lösung mehr Möglichkeiten. Die Steuerung des Displays erfolgt aus der gleichen Software. Wird ein Content geschickt, ist auch klar ersichtlich, dass er dargestellt wird und nicht nur auf der Box angekommen ist. So lässt sich etwa auch die Spieldauer von Werbung auswerten. Ein weiterer starker Vorteil ist, dass Samsung dabei der einzige Ansprechpartner ist. Weiter erwarten wir mehr UHD/4k-Digital-Signage und auch das Thema Touch wird immer relevanter. Ein anderer grosser Trend ist die Interaktion mit dem Screen. Hier bietet Samsung ein grosses Know-how dank der starken Positionierung im Mobile-Bereich. Ferner werden traditionelle Plakate vermehrt durch Outdoor-Displays oder LED-Walls ersetzt. «In Zukunft sehEN wir Digital SIGNAGE noch mehr IN VerkaufSGESchäfTEN» Welche betriebswirtschaftliche Bedeutung hat Digital Signage (DS) für Ihr Unternehmen? Digital Signage wird in naher Zukunft eine gewichtige Rolle einnehmen. Daher haben wir mit verschiedenen Lieferpartnern Ideen und Möglichkeiten entwickelt, Digital Signage in der Verkaufsplattform weiter und voranzubringen. Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage? Vermehrt wird in Einkaufshäusern, Verkaufsgeschäften bis hin zu Poststellen digitale Werbung ausgestrahlt. Dies wird bereits heute mittels Digital Signage umgesetzt. In Zukunft werden wir genau solche Lösungen noch häufiger in Verkaufsgeschäften sehen. Blickt man zurück auf die vergangenen Jahre, waren solche Lösungen noch nicht so stark vertreten wie dies bereits in diesem Jahr der Fall ist. Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage? Der Bereich Digital Signage wird im Schweizer Markt noch weiter wachsen. Sei es für Werbung, Informationen oder Raumbuchungen. Der Boom von bewegten Bildern hält an und wird auch klar der Trend in der Zukunft sein. Es werden immer wieder neue Weiterentwicklungen vorgenommen, um die Möglichkeiten zu vergrössern oder zu verbessern. Vermehrt werden bewegte Bilder und Videos mit Emotionen an die Kunden weitergegeben, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. by © netzmedien ag

PODIUM | DIGITAL signage | 13 Daniel Baumeler CEO, Mobilepro Distributor Tim Deutschmann Sales Manager Solutions & Reseller, Littlebit Technology Distributor Pierre Farin CEO, Screenfoodnet Dienstleister «Im öffENTLIchen Raum wird DAS PAPIErPLAkAT durch Digital SIGNAGE erSETzt» Welche betriebswirtschaftliche Bedeutung hat Digital Signage (DS) für Ihr Unternehmen? Sehr relevante, in zweierlei Hinsicht. Erstens informieren wir in unseren Räumen, im ganzen Geschäftshaus und im angegliederten Restaurant eigene Partner und die Kunden der anderen im Geschäftshaus ansässigen Firmen. Das Restaurant informiert über elektronische Menüboards über Menü und Events. Besucher des Geschäftshauses finden die jeweilige Firma schneller, und die Firmen können über Wegleitungen ihre erwarteten Kunden leiten und begrüssen. Ausserdem begrüssen, informieren und unterhalten wir unsere Partner in den Wartezonen. Zweitens bieten wir unseren Partnern komplette Lösungen wie Digital-Signage-Hard- und -Software, Screens, Halterungen, Stelen, Klima-, Schutzgehäuse, Schulungen, Support und Projektbegleitung an. Somit hat Digital Signage für uns eine riesige Bedeutung. Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage? Weiterhin starkes Wachstum. Sei es im Retail, dass Shops für Informationen und Verkaufsförderung auf Digital Signage setzen. Im öffentlichen Bereich in Form von Werbung, wo das Papierplakat teilweise schon durch Digital Signage ersetzt wird. In Firmen, Schulen und bei Behörden für Informationen und die Besucherwegleitung. In Produktions- und Logistikbetrieben zur Darstellung der aktuellen Performance, um Fehler zu reduzieren und um die Effizienz zu steigern. In Gastrobetrieben als Menükarte, für Informationen über Events und Dienstleistungen etc. Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage? Weiterhin stärkere Integration der Computer in die Screens, wie bei Samsung mit SOC, bei NEC mit OPS, bei LG mit WebOS, sowie unabhängige Hersteller, die alle Plattformen im selben Netz betreiben können, wie dies aktuell Onelan konsequent umsetzt. «AnwENDEr frAGEN nach INTErakTIvITÄT uND Social Media» Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage (DS)? Der DS-Markt in der Schweiz entwickelt sich positiv, hinkt aber in der Verbreitung und «Offenheit» gegenüber Installationen im europäischen Vergleich hinterher. Es besteht eine gewisse Unsicherheit der Endkunden beim Aufwand und erzielbaren ROI. Reseller und Integratoren sind gefordert, Kunden nicht nur mit technischem Know-how, sondern oft auch mit komplett ausgearbeiteten, schlüssigen Konzepten bis hin zu TCO-Kalkulationen zu unterstützen. Parallel sind etablierte DS-Nutzer bei «Version 2.0» der Thematik angelangt. Sie fragen nach Lösungen mit erweiterten Features wie Interaktivität, Mobile- und Social-Media-Integration oder Analyse-Tools. 2016 sehe ich positiv, was das Potenzial angeht, und herausfordernd, denn die Anbieter müssen den Spagat zwischen der Cutting- Edge-Technologie und dem beratungsintensiven Marktaufbau an der Basis schaffen. Was gilt es aus Anbietersicht bei einem Digital- Signage-Projekt zu beachten? Bei DS-Projekten müssen die mittelfristige Zukunft und Trends des IT-/ UE-Marktes im Auge behalten werden. Das Konsumentenverhalten ändert sich durch neue Technologien rasant. Dies hat einen massiven Einfluss auf die Art, wie DS eingesetzt werden soll und wie effektiv die Installationen sind. Was heute noch am Puls der Zeit scheint, ist unter Umständen in zwei Jahren bereits überholt. Daher sollten angebotene Lösungen innovative Funktionen unterstützen, skalierbar sein und Performance-Reserven für die nächsten Jahre bieten. Welche neuartigen Digital-Signage-Lösungen haben Sie für 2016 geplant? Für 2016 haben wir unsere Zusammenarbeit mit YCD Multimedia zu einem Kompetenz-Set-up für den gesamten DACH-Raum intensiviert. Die YCD-C-nario-Multimedia-Suite hebt sich von klassischen CMS ab, da es sich um eine offene Plattform handelt. Unsere Lösungen unterstützen klassische Multimedia Content Playouts, aber auch Sensorik, Licht- und Ambiente-Steuerung sowie volle ERP- und CRM-Anbindung. Dies ermöglicht unseren Kunden, innovative Projekte zu realisieren. «DIE DIGITALISIEruNG wird bEI Digital-SIGNAGE-ProjekTEN zu spürEN sein» Welche wirtschaftliche Entwicklung erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage (DS)? Die Anlehnung an den Omni-Channel wird 2016 bei den Schweizer Retailern ein grosses Thema sein. Im Rahmen der Omni-Channel-Strategie spielt die Digitalisierung auf der Fläche eine wichtige Rolle und wird als Treiber für Digital Signage zu spüren sein. Zudem entstehen dieses Jahr neue Möglichkeiten im Bereich Digital Signage. Treiber sind die Entwicklung der Technik – und die damit verbundene Kostenreduktion – sowie deren Integrationsmöglichkeiten durch die allgemeine Vernetzung und der Einfluss des «Internet of Things». Was gilt es aus Anbietersicht bei einem Digital-Signage-Projekt zu beachten? Im Fokus steht die kundenorientierte Beratung, die dazu dient herauszufinden, wo der Schuh drückt, um eine adäquate Businesslösung für den Endkunden zu definieren und entsprechend zu erarbeiten. Dies als Gegenbewegung dazu, dass technische Lösungen aus reiner Orientierung an den neuesten Trends realisiert werden. Haben Sie für 2016 eine neuartige Digital- Signage-Lösung geplant? Um was handelt es sich hierbei konkret? Selbstverständlich arbeiten wir auch für dieses Jahr an innovativen Produkten und Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden als Projekte realisieren können. Immer mit dem Gesamtblick auf den Endkunden und dessen Nutzenbedürfnis. © netzmedien ag by

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