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Netzwoche 01/2016

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34 Management & Career

34 Management & Career Studie WWW.NETZWOCHE.CH Oracle sucht neue Mitarbeiter cgr. Oracle will sein Cloud- Geschäft im Raum EMEA deutlich ausbauen. Das Unternehmen kündigte daher an, 1400 neue Stellen in diesem Bereich schaffen zu wollen. Für die Bewerber richtete Oracle eine eigene Website ein. Gesucht werden Mitarbeiter für die Niederlassungen in Amsterdam, Kairo, Dubai, Dublin, Malaga und Prag. Zudem suche das Unternehmen nach Vertriebsexperten mit mehr als zwei Jahren Erfahrung. Weiterhin wird Oracle zwei neue Cloud-Vertriebszentren in Amsterdam und Kairo aufbauen. In Dublin, Dubai und Prag werden neue Büros eröffnet, wie es weiter heisst. ▸ Webcode 6078 Digitalisierung erfordert Kulturwandel in Unternehmen cgr. Der Personaldienstleister Hays hat zusammen mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) aus Ludwigshafen zum fünften Mal einen HR-Report vorgelegt. Darin befragten die Forscher 532 Führungskräfte aus dem DACH-Raum zu den wichtigsten HR-Herausforderungen. Wandel in der Unternehmenskultur In der Erhebung nannten 41 Prozent der Befragten die «Weiterentwicklung der Unternehmenskultur» als wichtigste Aufgabe. Diese sei durch die technologische Transformation, insbesondere die Digitalisierung, notwendig. Die Umsetzung dieses Kulturwandels verlaufe aber nur schleppend, heisst es weiter. Grosse Herausforderungen gebe es bei der Umstellung der Kommunikation. Das Ansprechen von kritischen Themen (81 Prozent), wertschätzende Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern (72 Prozent) wie Anzeige auch die Etablierung einer Feedback-Kultur (69 Prozent) seien notwendig. Jedoch sahen weit weniger als die Hälfte der Befragten diese Anforderungen in ihrem Unternehmen bereits als vollumfänglich umgesetzt an. Weiter nannten 25 Prozent Führung und auch Flexibilität/Veränderungsbereitschaft als zentrale Herausforderungen beim Kulturwandel. Weniger Beachtung fanden hingegen die Themen Transparenz (10 Prozent), Partizipation (4 Prozent) und Vielfalt (2 Prozent). Graben zwischen Anspruch und Realität Laut den Studienautoren gibt es eine grosse Lücke zwischen den genannten Herausforderungen und der tatsächlichen Umsetzung. Dies wirke sich «negativ auf die Leistung von Unternehmen aus», lässt sich Marc Lutz, Managing Director Hays Schweiz, zitieren. Die Studienautoren kommen daher zu dem Schluss, dass die digitale Transformation in vielen Unternehmen noch nicht kulturell verankert ist. Allein mit Technologien seien die Herausforderungen nicht zu meistern. Daher müssten Unternehmen dem Kulturwandel mehr Aufmerksamkeit schenken. Wie gut sind die Unternehmen in den einzelnen Bereichen der Unternehmenskultur aufgestellt? sehr gut/gut befriedigend mangelhaft/ungenügend k. A. Basis: n = 532 Befragte Vielfalt 55% 30% 11% Kommunikation 42% 39% 18% Führung 37% 46% 17% Flexibilität/Veränderungsbereitschaft 33% 42% 25% Transparenz 32% 42% 25% Teilhabe/Partizipation 32% 45% 19% Quelle: HR-Report 2015/2016. Schwerpunkt Unternehmenskultur. 0% 20% 40% 60% 80% 100% Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6013 01 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 35 «Anfangs hatten wir die Komplexität unterschätzt» Lernende haben für die Website IT-dreamjobs.ch ein neuartiges Navigationskonzept umgesetzt. An dem Projekt beteiligten sich rund 40 IT-Unternehmen. Die Site will Jugendliche für die Vielfalt der IT-Berufe begeistern. Im Gespräch berichten einige Beteiligte über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts. Autor: Christoph Grau Die Nachwuchsförderung ist eine zentrale Herauforderung für die IT-Industrie. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Kampagne IT-dreamjobs.ch mit der zugehörigen Website. Grosse und kleine Schweizer IT-Unternehmen fanden sich unter diesem Dach zusammen, um mehr Jugendliche für die Informatik zu begeistern, wie Ina Hedwiger, Partnerin bei Zeix, erklärt. Darunter sind Firmen wie UBS, Credit Suisse, Ergon Informatik, HP, die Schweizerische Post, Migros oder die Stadt Zürich. Ergon stellte die Projektleiterin, Annette Kielholz, die das Redesign eng begleitete. Netcetera und Zeix sponsorten die Manpower. Die ursprüngliche Website vereinte Informationen für Jugendliche, aber auch für die Sponsoren der Kampagne. Vor einem Jahr fand ein Umdenken statt: Was ist eigentlich ein IT-Dreamjob? Dies wurde zur zentralen Frage für den Umbau der Website. Die neue Site sollte zeigen, dass man als Informatiker überall arbeiten kann, unabhängig von Leidenschaften und Interessen. «Es sollte nicht nur ein Facelift sein», sagt Hedwiger. Vielmehr sollte ein Portal aufgebaut werden, auf dem sich Jugendliche über die Vielfalt der IT-Berufe informieren könnten. Innovatives Bedienkonzept Damit alle Berufsfelder auf einen Blick sichtbar werden, entwickelte das Projektteam ein neues Konzept für die Startseite und testete es mit der Zielgruppe. Ein grosser randloser Teppich mit emotionalen Bildern und Symbolen sollte die Vielfalt veranschaulichen. Jugendliche testeten die neue Startseite mehrmals während der Entwicklung und brachten Verbesserungsideen ein. Steile Lernkurve Die Programmierung dieser Startseite stellte die Lehrlinge Raphael Büchler, Corsin Conzett und Claudio Fava, alle drei Applikationsentwickler im dritten Lehrjahr bei Netcetera, vor einige Herausforderungen. «Anfangs hatten wir die Komplexität unterschätzt», sagt Conzett. Besonders das Herein- und Herauszoomen in den Bilderteppich der Startseite sei eine Herausforderung gewesen: «Ein bis zwei Wochen sind wir an diesem Problem hängengeblieben.» Für diese Funktion gab es keine einfache Standardlösung, und die Lehrlinge mussten erst lange recherchieren. Schliesslich haben sie doch noch eigenständig einen Weg gefunden. «Dieses Praxisprojekt beinhaltet viele spannende Aufgaben», sagt Fava. Conzett und Fava sind einhellig der Meinung, dass sie viel im Projekt gelernt hätten, das sie auch für den späteren Beruf brauchen könnten. Sie schätzen auch die gros se Eigenständigkeit, mit der sie arbeiten konnten. Auch wenn es zu Beginn langsam vorwärtgegangen sei, sei die Lernkurve immer steiler geworden. Die Branche spannt zusammen Laut Hedwiger war es eine grosse Aufgabe, die neuen Inhalte zu recherchieren und zielgruppengerecht aufzuarbeiten. Die Interviews mit Fachpersonen der Firmen übersetzte die Redaktion in eine für Jugendliche verständliche und interessante Sprache. Grossartig sei gewesen, dass Firmen jeder Grösse, vom Start-up bis zum Konzernmulti, bereitwillig ihre Projekte und die damit verbundenen Berufe erklärten und mit am Content feilten. Die Umsetzung des gesamten Projekts, von der Idee über die Planung bis hin zur Aufschaltung, habe ungefähr ein Jahr gedauert, sagt Hedwiger. Die Lernenden zeigen sich mit dem Ergebnis ihrer Arbeit sehr zufrieden. Man merkt ihnen einen gewissen Stolz an, wenn sie über das Projekt sprechen. IT-dreamjobs.ch scheint für sie mehr gewesen zu sein als eine einfache Lehraufgabe: Sie konnten sich darin verwirklichen und gleichzeitig einen Beitrag zur Nachwuchsförderung in IT-Berufen leisten. Claudio Fava, Corsin Conzett, Ina Hedwiger und Simon Wirth (v. l.). Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 6129 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2016

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