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Netzwoche 01/2017

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14 Fröhliches

14 Fröhliches ICT-Klassentreffen 2017 In Bern hat sich am 19. Januar die Schweizer ICT-Familie zum traditionellen Jahrestreffen eingefunden. Unter dem Motto Veränderung stimmte sich die Branche auf 2017 ein. Zu den Highlights zählte das Referat der Wissenschaftlerin Kathrin Altwegg. Autor: George Sarpong, Fotos: Markus Senn Rund 1400 Gäste haben sich im Berner Kursaal getroffen, um das ICT-Jahr 2017 einzuläuten. An der traditionellen ICT-Networking-Party 2017 im Januar feierte das Who’s who der Branche. Gastgeberin Vania Kohli begrüsste die Gäste aus Politik, öffentliche Verwaltung und Wirtschaft. Anschliessend richtete Noch-ICT-Switzerland-Präsident und Ständerat Ruedi Noser via Videobotschaft ein Grusswort an die Anwesenden. Noser bedankte sich bei den Vorständen der verschiedenen IT-Branchenverbände für die Zusammenarbeit innerhalb des Dachverbands ICT-Switzerland. Noser hob die Leistung der Schweizer Unternehmen bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen hervor. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Nachfrage nach Spezialisten aus dem Ausland. Nur wer selbst ausbilde, habe ein Anrecht auf ausländische Fachkräfte, sagte Noser. Diese Botschaft sei bei den Firmen angekommen. Im vergangenen Jahr seien 400 Lehrstellen in der ICT-Branche entstanden. Ein Highlight für die Branche sei die Cebit gewesen. An der Leitmesse der IT-Wirtschaft präsentierte sich die Schweiz als Gastland. Noser lud die Gäste ein, die Messe im März in Hannover zu besuchen. Er schloss seine Botschaft mit einem Lob für die beiden Nationalräte und IT-Unternehmer Marcel Dobler und Franz Grüter. Sie werden an der Delegiertenversammlung von ICT-Switzerland Mitte März das Präsidium des ICT-Dachverbands als Präsident beziehungsweise Vizepräsident übernehmen. Noser tritt als Präsident zurück. Grüter widerspricht Bundesrat Nach diesen Worten übergab Kohli die Bühne Nationalrat Grüter. Er hob in seiner Rede die Leistungen der Branche hervor und die Rolle der ICT in der Schweiz. Diese gewinne an Bedeutung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Grüter «Wir sollten die Chancen, nicht die Risiken ins Zentrum der Debatte stellen.» Franz Grüter, Nationalrat Nationalrat Franz Grüter hob die Leistungen der ICT-Branche für die Schweizer Wirtschaft hervor. Physiker und Kabarettist Vince Ebert sprach über die Unwägbarkeiten des Lebens. Thomas Binggeli, VR-Prä sident, Stromer, und Susanne Ruoff, Konzernleiterin, Schweizerische Post. Die Wissenschaftlerin Kathrin Altegg zog die Gäste mit ihrem Referat über die Weltraummission Rosetta in ihren Bann. 01 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 15 Gastgeberin Vania Kohli erhielt viel Lob für die Organisation des Events. Betty Zucker, Beraterin, mit Fritz Sutter, Gründer der ICT- Networking-Party. Erfinder und Kabarettist Stefan Heuss brachte das Publikum mit seinen skurrilen Geräten zum Lachen. «Veränderung bedeutet, Altes loslassen und Neues an die Hand nehmen.» Vania Kohli, Gastgeberin der ICT-Networking-Party Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_22049 sieht die Schweiz für die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gut gerüstet. Die Rahmenbedingungen würden stimmen. «Ich teile die bundesrätliche Meinung nicht, dass wir die erste Halbzeit der Digitalisierung verschlafen haben», sagte Grüter weiter. Wichtig sei es, Innovationen nicht mit Verboten zu begegnen. Verbote wie Uber in Deutschland würden falsche Signale aussenden. «Wir sollten die Chancen, nicht die Risiken ins Zentrum der Debatte stellen», forderte Grüter. Motto: Veränderung Seine Rede passte zum diesjährigen Motto der ICT-Networking-Party: Veränderung. «Das bedeutet Altes loslassen und Neues an die Hand nehmen», erläuterte Gastgeberin Kohli. Zum Thema referierte die Professorin Kathrin Altwegg. Die Wissenschaftlerin zeichnete, wie schon bei ihrem Auftritt vor drei Jahren, die Geschichte der Weltraummission Rosetta nach. Ein Projekt, an dem vier Forschergenerationen arbeiteten. Sie mussten zahlreiche Hindernisse überwinden. So explodierte vor dem geplanten Start eine Ariane- 5-Trägerrakete, die für die Mission vorgesehen war. Der Start der über Jahrzehnte geplanten Mission musste verschoben werden. Dadurch musste auch ein anderer Komet, Chury, als Ziel ausgewählt werden. Die Sonde setzte eine Landeeinheit aus. Doch diese stürzte in einen Graben des Kometen und erhielt kein Sonnenlicht für ihre Solarkollektoren zur Stromerzeugung. Die Sonde selbst verlor zwischenzeitlich die Orientierung, da das Navigationssystem den Kometenstaub Churys mit Sternen verwechselte. Ein Projekt voller Pleiten, Pech und Pannen könnte man meinen. Doch mitnichten, wie Altwegg betonte. Das Projektziel blieb das gleiche: Eine Sonde sollte einen Kometen vermessen, dessen Zusammensetzung analysieren und eine kleinere Sonde auf ihm landen. Die Wissenschaftler erhielten zahlreiche Daten und Erkenntnisse über die mögliche Entstehung von Leben auf Planeten wie der Erde. Altwegg gewann das Publikum nicht nur mit ihrem spannenden Vortrag für sich. Auch ihr trockener Humor und gewitzter Vortragsstil sorgte für Lacher, Staunen und viel Applaus. Diesen erhielt auch der Physiker und Kabarettist Vince Ebert. Er philosophierte pointiert über die Unwägbarkeiten des Lebens. Sein Fazit: Wenn sich alles berechnen liesse, wüssten wir bereits, wie die Zukunft aussehe. Das wäre doch langweilig. Für Kurzweil sorgte im späteren Verlauf des Abends auch der Kabarettist und Erfinder Stefan Heuss. Er demonstrierte verschiedene geradezu disruptive Erfindungen, wie etwa eine Vorrichtung, um Bratwürste im Lagerfeuer niederzugaren. Das hatte die Welt sicher noch nicht gesehen. Gut gelaunt durch Heuss’ Präsentation gingen die Gäste zum inoffiziellen Teil über und feierten an der traditionellen Atos-Bierbar das neue ICT-Jahr. Viel Lob für die Gastgeberin Egal, wen die Redaktion befragte: Alle Gäste waren voll des Lobes für Gastgeberin Vania Kohli. Nationalrat Grüter bedankte sich in seiner Rede bei Kohli für die grossartige Organisation des Events. Dem pflichteten die Besucher bei – Urs Hölzle von Google, Datenschutzbeauftragter Adrian Lobsiger, Simsa-Präsident Andrej Vckovski oder auch Adesso-Geschäftsführer Hans-Jörg Süess. Auch jene, die bereits seit Jahren die Party besuchen, langweilten sich nicht. Im Gegenteil. Sie schwärmten von der guten Stimmung und lobten auch die gelungene Auswahl an Gastrednern. Der Kursaal in Bern dürfte also auch nächstes Jahr wieder aus allen Nähten platzen. Die nächste ICT-Networking-Party steigt am 25. Januar 2018. i SCHWEIZER ICT-JAHRBUCH 2017 Das Schweizer ICT-Jahrbuch 2017 ist da. Hintergründe, Studien und Interviews zu den Topthemen des Schweizer ICT-Jahres wie digitale Transformation, Fintech, Internet of Things und E-Government. ▪▪ Interview mit Marcel Dobler, Nationalrat und designierter Präsident von ICT-Switzerland ▪▪ Die Highlights der ICT-Networking-Party 2017 ▪▪ Die Schweizer ICT-Wirtschaft in Zahlen ▪▪ Statements: Das erwarten Exponenten der ICT-Branche von 2017 ▪▪ Der grosse Jahresrückblick 2016 Jetzt bestellen unter: shop@netzmedien.ch, ISBN: 978-3-907096-42-0 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2017

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