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Netzwoche 01/2017

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28 « Gerade beim

28 « Gerade beim Internet der Dinge dürfen wir die IT-Sicherheit nicht vergessen. » Herbert Brecheis, CIO, Ruag Ruag bekommt auch ein neues IT-Operating-Modell. Was hat es damit genau auf sich? Das neue IT-Operating-Modell von Ruag hat die Schwerpunkte Internationalisierung, Businessorientierung sowie Stärkung von Sicherheit und Qualität. Wir nutzen es seit dem 1. Januar 2017. Unsere IT wird nun als eine gemeinsame Funktion in einem föderalen Modell koordiniert. Was heisst das konkret? Das Demand-Management beginnt mit den IT-Repräsentanten in den Divisionen und in den Konzernfunktionen, um einen direkten Bezug zu den Businessanforderungen zu erlangen. Es wird seitens Corporate IT mit den oben erklärten Business-Domains vervollständigt. Die Technologiebereiche (Anwendungen, Arbeitsplatz und Infrastruktur) sind für die effiziente Bereitstellung von Lösungen und Dienstleistungen verantwortlich. Sie müssen dabei die Zielarchitektur und ihre Skalierungs-, Sicherheits- und Kostenziele beachten. Eine weitere Folge des neuen Modells ist, dass Themen wie IT-Governance, IT-Architektur und IT-Sicherheit eine noch grössere Bedeutung haben. Wie reagierten die Mitarbeiter auf diese Veränderungen? Sehr positiv. Ein Grund dafür ist, dass Ruag die neuen Modelle gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelte. Sie konnten sich unter anderem in Umfragen äussern. Die Neuaufstellung hat auch keinen Ressourcenabbau zur Folge. Wir schichten lediglich Kompetenzen und Fähigkeiten um und ändern Jobprofile. Im Rahmen der Veränderungen haben wir sogar 20 neue Stellen ausgeschrieben. Ganz allgemein: Wie spürt Ruag die Digitalisierung? Ruag ist nahe an der Digitalisierung dran. Aktuell beobachten wir das Internet der Dinge und die Entwicklungen rund um Big Data und Industrie 4.0. Diese Trends sind für Ruag vielversprechend. Wir experimentieren mit den Technologien und führen auch schon erste Pilotprojekte durch, etwa in den Bereichen Predictive Maintenance und Virtual Reality. Um diese Projekte auch ausrollen zu können, braucht es aber immer konkrete Anwendungsfälle. Es geht dabei nicht nur um das Image. Die Technologien müssen auch kommerziell interessant sein. Welche Pilotprojekte wir am Ende auch umsetzen, ist noch unklar. Machen auch die Kunden Druck auf Ruag, all die neuen Technologien einzusetzen? Bis jetzt kaum. Gerade unsere IT muss aber auf zukünftige Anforderungen vorbereitet sein. Es ist gut, dem Markt eine Nasenlänge voraus zu sein. Es wäre allerdings falsch, hastig zu agieren. Gerade beim Internet der Dinge dürfen wir die IT-Sicherheit nicht vergessen. Auch den Umgang mit unseren Daten müssen wir genau beobachten. Wie sieht die IT der Ruag in fünf Jahren aus? Die Digitalisierung wird in fünf Jahren noch stärker vorangeschritten sein. Und das Portfolio an IT-Fähigkeiten wird sich entsprechend verändern. Was gleich bleiben wird, ist unser Fokus auf Cyber Security. Die Ruag-IT wird ihre Funktion als globaler und innovativer Business Enabler noch weiter ausgebaut haben. 01 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 29 Bundesrat will .swiss stärker nutzen cgr. Für staatliche Dienste soll die Top-Level-Domain .swiss stärker genutzt werden. Dies bekundete der Bundesrat in einer Mitteilung. Dem Communiqué zufolge soll .swiss zu «einem Markenzeichen der Schweizer E-Government-Anwendungen werden». In der Mitteilung heisst es weiter: «Der Bundesrat will die Vorteile von .swiss für die Förderung der digitalen Schweiz und die Unterstützung der Onlinekommunikation mit den Menschen im In- und Ausland ebenfalls nutzen.» Daher soll .swiss die Domain admin.ch ergänzen. Admin.ch soll aber die Stamm-Domain der Bundesverwaltung bleiben. Ein kompletter Transfer wäre zu teuer, begründet der Bundesrat die Entscheidung. Auch würde dies den Nutzern keinen Mehrwert bieten. E-Government-Dienstleistungen anbieten Der Mitteilung zufolge sollen in der Domain «moderne, dienstleistungsorientierte E-Government-Services angesiedelt werden». Diese würden im Rahmen von E-Government Schweiz entwickelt. «Diese Websites stellen nicht eine Behörde und ihre Produkte ins Zentrum. Sondern sie orientieren sich an den Bedürfnissen von Menschen und Unternehmen nach einem raschen und unkomplizierten Bezug von Informationen, Daten, Registerauszügen und Bewilligungen», betont der Bundesrat. Als ein erstes Beispiel nannte er das Open-Government-Data-Portal, das seit einem Jahr unter der Adresse www.opendata.swiss zu finden ist. Durch die .swiss-Domains sollen Nutzer Websites sofort als staatliche Dienstleistungen erkennen können. Um dies zu gewährleisten, soll die Bundeskanzlei zusammen mit den Departementen und E-Government Schweiz entsprechende Markenelemente festlegen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_20502 Swiss Digital Transformation Award: Wer folgt auf Post und Medela? gsa. Zum dritten Mal werden am Swiss Digital Transformation Award Unternehmen und Organisationen gesucht, die mit dem Einsatz von digitalen Technologien ihre Strategie, das Geschäftsmodell, die Organisation und die Unternehmenskultur am konsequentesten verändert und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit am erfolgreichsten gesteigert haben. Standortbestimmung für Schweizer Unternehmen «Wo stehen wir strategisch im digitalen Wettbewerb?» ist eine Kernfrage jedes Unternehmens. Basis für die Beurteilung bildet unter anderem das von der Universität St. Gallen (IWI-HSG) gemeinsam mit einem Expertenpanel entwickelte «Digital Maturity Model». Dieses untersucht die digitale Reife von Unternehmen anhand eines Kriterienkatalogs, der alle relevanten Bereiche beleuchtet. Ausser einer individuellen Standortbestimmung in Form eines Analyseberichts und eines Feedbacks durch die hochkarätige Award-Fachjury erhalten Firmen einen Vergleich mit der eigenen Branche sowie mit dem Gesamtergebnis aller teilnehmenden Unternehmen. Auszeichnung am Best of Swiss Web Award Das Unternehmen, das die digitale Transformation im Jahr 2016 am überzeugendsten umgesetzt hat, erhält anlässlich des Best of Swiss Web Award am 6. April 2017 im Kongresshaus Zürich vor fast 900 Gästen die Swiss-Digital- Transformation-Trophäe überreicht. Die Einreichungsfrist läuft noch bis zum 6. Februar. Die Anmeldung sowie die Infos zum Swiss Digital Transformation Award finden Sie auf: https://digitaltransformationaward.ch Swiss Digital Transformation Award 2017 Der Swiss Digital Transformation Award zeichnet Vorreiter der digitalen Transformation aus. WWW.NETZWOCHE.CH Die teuersten Domains 2016 bei Sedo cgr. Die Domainhandelsbörse Sedo hat ein Ranking der teuersten Domains des vergangenen Jahres vorgelegt. Laut einer Mitteilung erzielte broker.com mit 375 000 US- Dollar den höchsten Preis. Mikihouse.com und ada.com folgen mit rund 200 000 US- Dollar auf den Plätzen. In der Schweiz waren die begehrtesten Domains deutlich günstiger. Preis24.ch erzielte mit 17 768 Euro den höchsten Betrag. Je 10 000 Euro kosteten cars.ch und egroup.ch auf Platz zwei und drei. ▸ Webcode DPF8_20018 Apache adelt Projekte mur. Die Apache Software Foundation hat zwei Initiativen geadelt: Apache Eagle und Apache Beam sind nun Top-Level-Projekte. Die ehrenamtlich arbeitende Organisation und Google verkünden das in ihren Blogs. Eagle ist eine Software für die Analyse von grossen Datenmengen, Beam der Nachfolger von Googles Programmiermodell Mapreduce. ▸ Webcode DPF8_20474 Rechtskommission lehnt Netzsperren ab dkl. Die Rechtskommission des Nationalrats hat sich am 13. Januar gegen die vom Bundesrat vorgeschlagenen Netzsperren ausgesprochen. Damit stellt sich der Rat gegen einen Entschluss des Ständerats. Die Verbände Swico, Asut und ICT-Switzerland sprachen sich gegen Netzsperren aus. Swico- Geschäftsführer Jean-Marc Hensch demonstrierte etwa in einem Open Hearing der Parlamentarischen Gruppe für digitale Nachhaltigkeit, wie einfach eine Netzsperre zu umgehen ist. ▸ Webcode DPF8_21015 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2017

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