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Netzwoche 01/2017

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32 Technology Aktuell

32 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Microsoft kauft KI- Spezialisten mur. Softwarehersteller Microsoft investiert in künstliche Intelligenz (KI): Der Konzern hat das Deep-Learning-Start-up Maluuba gekauft. Laut einem Blogeintrag von Microsoft hat Maluubas KI menschliche Fähigkeiten. Sie sei neugierig, könne selbstständig denken und kommunizieren und besitze einen gesunden Menschenverstand. Microsoft will Maluubas Team in seine KI-Abteilung integrieren. ▸ Webcode DPF8_21085 Sketch-ID will Unterschriftenerkennung revolutionieren cgr. Intelligent Insights hat eine Lösung vorgestellt, die Unterschriften auf mobilen Geräten zweifelsfrei zuordnen können sollen. Die Lösung des in Köniz ansässigen Unternehmens trägt den Namen Sketch-ID, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie erkenne Unterschriften, die mit dem Finger oder Stylus auf mobilen Geräten eingegeben werden. ▸ Webcode DPF8_19942 Start-up eröffnet VR-Spielhalle in Zürich asc. Das Zürcher Start-up Red or Blue Labs hat am 11. Januar das Virtual Reality Lab eröffnet. Mitten in Zürich im Club Bellevue können Interessierte in die Virtual Reality (VR) eintauchen. Die Redaktion hat das Angebot einen Tag vor der Eröffnung ausprobiert. HTC Vive und Oculus Rift ausprobieren Der erste Eindruck: Der Club Bellevue scheint ein geeigneter Ort für eine VR-Spielhalle zu sein. Die Einrichtung des Clubs – unter Verwendung der Headsets – sorgt für eine futuristische Atmosphäre, die gut zum Thema VR passt. In dem Zürcher Club stehen den Besuchern die VR- Brillen HTC Vive und Oculus Rift zur Verfügung. Die Gäste können beide Headsets testen. Das Angebot an Spielen ist noch nicht gross, vor allem für die Oculus- Brille. Für die Vive gibt es aber bereits einige interessante Spiele, mit denen Besucher manche Stunden verbringen können. Die Touch-Controller der Oculus fehlten beim Besuch der Redaktion. Derzeit lässt sich die Oculus nur mit dem Xbox-Controller bedienen. Betreuer vor Ort zeigten, wie sich damit die Spiele steuern lassen. Zudem schlugen sie den Besuchern Spiele zum Ausprobieren vor. Noch auf Gruppen ausgelegt Interessierte müssen ihren Eintritt im VR-Lab im Voraus bezahlen. Ein 90-minüter Besuch für zwei bis vier Personen kostet 159 Franken. 45 Minuten für zwei Personen kosten 99 Franken. Das Angebot ist gemäss Auskunft der Betreiber auf ein Gruppenerlebnis ausgelegt. Die Macher hinter dem VR-Lab sehen Potenzial für grössere Gruppen wie etwa bei Geburtstagsanlässen. Sie bieten ausserdem Management Workshops für Unternehmen an. Diese sollen helfen, das Geschäftspotenzial von Virtual Reality für die jeweiligen Branchen zu ermitteln. Zu einem späteren Zeitpunkt will das Unternehmen noch weitere Varianten anbieten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_20406 Das Angebot des VR-Labs richtet sich aktuell an Gruppen. MÜLLERS KLEINES ABC D wie Datum Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: (25. Januar 2017) Das Datum auf einem Dokument gibt an, wann es fertig gestellt wurde, ab wann es gültig ist oder wann es herausgegeben wurde. Es hilft den Lesenden, die (zeitliche) Relevanz des Inhalts einzuschätzen. «Kein Dokument ohne Datum!», hiess es vor Jahren noch im Studium – wer erinnert sich? Realität: Man sollte eigentlich meinen, heute sei das kein Thema mehr, wo doch fast jede gebräuch liche Applikation eine automatische Datumsfunktion bietet. Doch in Wahrheit sind datierte Inhalte eine bedrohte Art. Besonders im Web scheinen sie schon länger aus der Mode gekommen zu sein. Wie anders lässt sich erklären, dass nicht einmal mehr Blogger meinen, uns mitteilen zu müssen, wann sie einen Post onlinegestellt haben. Dabei sollten es gerade sie am besten wissen. Da ist es schon nicht mehr verwunderlich, dass auch die News und Artikel auf den Websites vieler Medien mittlerweile ohne Zeitstempel daherkommen. Zu vielen Themen lassen sich im Web wohl gut geschriebene Fachartikel, informative Broschüren, ja ganze Lehrmittel finden – was fehlt, ist oft allein das Datum. So bleibt am Ende unklar, ob man jetzt den allerletzten Stand des Wissens aufgestöbert hat oder über eine zehn Jahre alte Klamotte gestolpert ist. Doch genau das wäre eigentlich relevant heutzutage, wo die Halbwertszeit von Informationen zerrinnt wie Butter in der Sonne. Und es führt dazu, dass an sich guter Inhalt links liegen gelassen wird, weil sein Alter unklar ist. Natürlich werden jetzt einige einwenden, dass das Datum gerade in der IT ja schon lange durch die allseits beliebte Versionierung à la v2.3.1 abgelöst wurde. Doch die ersetzt das Datum nicht, weil sie dem Lesenden ohne (oft nicht greifbare) «Release History» wenig hilft. Fazit: Wer meint, er habe etwas Relevantes zu berichten, gebe Bitteschön das Datum an. Es gehört prominent gleich an den Anfang jedes Dokuments. Das ist nicht nur eine Frage der Vollständigkeit, Glaub würdigkeit und Beachtung, sondern das ist schlicht und einfach höflich. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_21408 01 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 33 Digitalisierung erfasst Autobranche cgr. Digitalisierung, Elektrifizierung und autonomes Fahren werden die Autobranche in den nächsten Jahren massgeblich prägen, erwarten Entscheidungsträger der Branche. Das Beratungsunternehmen KPMG befragte in der «18. Global Automotive Executive Studie» rund 1000 Manager aus 42 Ländern zu ihren Erwartungen. Neue Geschäftsmodelle nötig Rund drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass klassische Verbrennungsmotoren noch lange wichtig sein werden. Die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Diesel- Technologie langfristig verschwinden werde. Der Studie zufolge wird der Anteil der Elektroautos bis 2023 auf über 30 Prozent steigen. Den grossen Wandel sehen die Befragten jedoch beim Geschäftsmodell. 83 Prozent rechnen mit «tiefgreifenden Veränderungen» in den nächsten fünf Jahren. So erwarten 59 Prozent, dass bis 2025 die Zahl der Autobesitzer um die Hälfte sinken werde. Sharing-Dienste und ein verändertes Nutzungsverhalten von Automobilen werden als Hauptgründe für die Entwicklung gesehen. Als Reaktion darauf erwarten 85 Prozent eine «intelligente Verknüpfung von fahrzeug- und kundenbezogenen Daten». Die Kunden wollten einen Mehrwert durch die von ihnen generierten Daten. «Doch Kunden werden sich des Mehrwerts ihrer Daten immer bewusster und werden diese zukünftig nicht mehr ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen. Hier muss die Automobilindustrie innovativ werden», lässt sich KPMG-Partner Yann-Georg Hansa in der Studie zitieren. Die Branche zeigt sich jedoch optimistisch, dass dies gelingen kann. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_19696 Jedes dritte ETH-Spin-off kommt aus der ICT cgr. 8 von 25 Spin-offs der ETH Zürich kommen aus dem Bereich Informatik und Kommunikationstechnologien. Dies ist fast jedes dritte Unternehmen. Wie schon im Jahr 2015 belegten Jungfirmen aus der ICT den Spitzenplatz. 6 Unternehmen kommen aus dem Segment Maschinenbau sowie Luft- und Raumfahrttechnik und 4 sind der Biotechnologie und Pharma zuzuordnen, wie die ETH Zürich mitteilt. Die Spin-offs sind gemäss ETH-Website: ·· Astrivis ·· Deepcode ·· Diramics ·· Exeon Analytics ·· Seervision ·· Spinningbytes ·· Teach-IT ·· Veezoo Die Zahl der Spin-offs stagnierte auf dem hohen Niveau des Vorjahrs, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Seit 2007 verliessen jährlich 20 oder mehr Jungunternehmen die ETH. 10 der 25 Spin-offs von 2016 erhielten Förderungen durch das Pioneer-Fellows-Programm. «Der grösste Erfolg für eine Hochschule ist es, wenn sie junge Menschen unterstützen kann, ihre Ideen umzusetzen. Wir haben Studierende, die bereits im Master- Studium als Pioneer Fellow 2016 erfolgreich eine Firma gegründet haben. Dies verlangt Überzeugung, Engagement und Mut, denn der Weg zum Erfolg kann lang sein», lässt sich Detlef Günther in der Mitteilung zitieren. Er ist Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen an der Hochschule. ETH-SPIN-OFFS 25 Spin-off-Gründungen an der ETH Zürich 2016 nach Gebieten Informatik und Kommunikationstechnologien Maschinenbau und Luft- und Raumfahrttechnik Biotechnologie und Pharma Neue Materialien Chemische Prozesse und Verbindungen 1 1 1 Elektrotechnik 2 Mikro- und Nanotechnologie 2 Beratung und Dienstleistungen Quelle: ETH Zürich 4 6 8 KOLUMNE Sperren Sie ihren Bildschirm, oder ich übernehme! Ich hatte kürzlich einen Termin wahrzunehmen. Angekommen im Gebäude nahm ich den Fahrstuhl zur Etage, in der sich die Büroräume befanden. Die Etagentür war nicht abgeschlossen, so konnte ich den Flur unkompliziert betreten. Mir kamen dort ein paar Herrschaften entgegen, die sich unterhielten und die ich vertraut grüsste. Schnell fand ich mich zurecht und es dauerte nicht lange, bis ich das richtige Büro fand, das zum Zeitpunkt meiner Ankunft unbesetzt war und offen stand. Ich trat sogleich ein. Auf dem Sitzungstisch stand ein Laptop. Ich zögerte keine Sekunde und setzte mich vor diesen Laptop, um zu sehen, ob es auch für mich zugänglich war. Wie zu erwarten: Nicht gesperrt, und in der Nähe der Eingangstüre war niemand zu sehen. Es verging etwa eine h albe Minute, bis die Person, mit der ich verabredet war, in den Raum trat und mich begrüsste. Genug Zeit, um einen Bad-USB-Stick aus der Jackentasche zu ziehen, der zur Infizierung ungesperrter Rechner speziell präpariert wurde. Er gibt sich als Tastatur aus, um diese über automatisierte Kommandos in einen «Bot» zu verwandeln ... Sperren Sie Ihren Bildschirm bei jedem Verlassen des Arbeitsplatzes, bevor ihr PC von einer fremden Person übernommen wird! Orkan Yoksulabakan ist Managing Consultant IT- Security bei ITSENSE Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_21288 Orkan Yoksulabakan www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2017

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