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Netzwoche 01/2018

16 Business

16 Business Titelgeschichte Grafik 5: Welche Faktoren befeuern die digitale Transformation von Unternehmen? (mindestens 1 Antwort, Werte in Prozent) Umfeld fordert höhere Agilität Neue Technologien Mitarbeiter fordern neue Wege für Kollaboration und Zusammenarbeit Ehrgeizige Wachstumsziele Wachsende Macht der Konsumenten Neue digitale Konkurrenten Streben nach höheren Gewinnmargen Sonstiges (bitte spezifizieren) Grafik 6: Was gehört zur digitalen Transformation eines Unternehmens? (mindestens 1 Antwort, Werte in Prozent) Einführung neuer digitaler Geschäftsmodelle Einsatz von SMAC-Technologien (Social, Mobile, Analytics, Cloud) Höhere Agilität und schnellere Reaktion auf Veränderungen des Umfelds Veränderung der Unternehmenskultur und Arbeitsweise Starke Nutzung von Kundendaten (intern und extern) Starker Fokus auf Kundenerlebnisse Management-Entscheidungen basieren immer öfters auf Daten und Algorithmen Das Marketing wird immer digitaler Nutzung der gleichen Tools wie Start-ups «Softwarization» von physischen Gütern (Shops, Objekte etc.) 60 48 40 40 36 32 20 12 72 60 60 60 56 48 40 40 20 20 den Endkunden am allerwichtigsten sei. Weitere 20 Prozent stuften sie als sehr wichtig ein. 10 IT-Entscheider bewerteten das Verhältnis zu den Aufsichtsbehörden als sehr wichtig. Wichtig sind die Beziehungen mit anderen CIOs (13) und Consultants (12). Für 9 der Befragten haben Lieferanten die höchste Priorität, für weitere 12 sind sie sehr wichtig. 9 CIOs finden ihre Beziehung zu den Shareholdern unwichtig, 7 das Verhältnis zu den Analysten. 13 der Befragten gaben an, dass ihre Beziehung zu den Endkunden wichtiger geworden sei. 8 IT-Entscheider sagen das Gleiche über die Aufsichtsbehörden. Je 4 der CIOs sind der Meinung, dass ihre Beziehung zu den Lieferanten, zu ihren Berufskollegen und zu den Shareholdern an Wichtigkeit gewonnen habe. Der Grossteil der Befragten gab allerdings an, dass sich ihr Verhältnis zu den Stakeholdern nicht verändert habe. 22 CIOs erkennen keine Veränderung in der Beziehung zu Analysten. Je 21 bezeichnen ihre Beziehung zu anderen CIOs und Consultants als stabil, je 20 sagen das Gleiche über die Lieferanten und Shareholder. Agilität ist zentral Welche Faktoren befeuern die digitale Transformation von Unternehmen? Auch diese Frage stellte die Redaktion den CIOs, wobei mehrere Antworten erlaubt waren (siehe Grafik 5). 15 der 25 Befragten (60 Prozent) gaben an, dass ihr Umfeld eine höhere Agilität erfordere. 12 sagten, dass neue Technologien die digitale Transformation vorantreiben würden. 10 IT-Entscheider stellten fest, dass ihre Mitarbeiter neue Wege für Kollaboration und Zusammenarbeit forderten. Weitere 10 CIOs konstatierten, dass sich ihr Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigen müsse, um ehrgeizige Wachstumsziele zu erreichen. Weniger wichtig ist das Streben nach höheren Gewinnmargen. Nur 12 Prozent aller Umfrageteilnehmer klickten auf diese Option. Neue Geschäftsmodelle stehen im Fokus Die Redaktion fragte die CIOs auch, was zur digitalen Transformation eines Unternehmens zählt und was nicht (siehe Grafik 6). 72 Prozent der Befragten nannten auf diese Frage die Einführung neuer digitaler Geschäftsmodelle. Je 15 der IT-Entscheider klickten auf folgende drei Optionen: Die Veränderung der Unternehmenskultur und Arbeitsweise, der Einsatz von SMAC-Technologien (Social, Mobile, Analytics, Cloud) und eine höhere Agilität und schnellere Reaktion auf Veränderungen des Umfelds. 14 CIOs gaben an, dass die digitale Transformation dazu führe, dass sie intensiver mit Kundendaten arbeiteten. Bei der Frage standen mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Einige Optionen wurden von weniger als der Hälfte der IT-Entscheider angeklickt. Für 12 der Befragten (48 Prozent) heisst digitale Transformation, einen starken Fokus 01 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Titelgeschichte 17 Grafik 7: Wie beeinflusst die digitale Transformation Ihr Unternehmen? (Werte in Prozent) Sie beschleunigt die Auslieferung neuer Funktionen (Devops, Agile, Automatisierung) Sie verstärkt die Nutzung von IT-as-a-Service (Cloud und Managed Services) Sie schafft innovativere Prozesse (Design Thinking, Incubation) Sie führt dazu, dass wir uns intensiver mit neuen Technologien beschäftigen Sie verlangt mehr externe Partner (Suppliers, Consultants), die neue Fähigkeiten und Skills ins Unternehmen bringen Sie bringt uns näher zusammen mit dem Marketing Sie intensiviert die Zusammenarbeit mit dem CEO Sie führt zur Bildung neuer und schneller agierenden Organisationen (Lab, Innovation Cluster, Incubator) Sie vertieft die Partnerschaften mit Start-ups und Forschungseinrichtungen Sie verändert die Art und Weise, wie wir Personal rekrutieren Sie motiviert die Schaffung neuer Budget-Prozesse Sonstiges (bitte spezifizieren) 48 48 48 40 40 36 36 28 28 24 20 8 auf Kundenerlebnisse zu legen. Je 40 Prozent sagten, dass Management-Entscheidungen immer öfters auf Daten und Algorithmen basierten. Ebenfalls 40 Prozent gaben an, dass das Marketing immer digitaler werde. Nur 5 CIOs sind der Meinung, dass die digitale Transformation dazu führe, dass ihr Unternehmen die gleichen Tools wie Start-ups nutze. Auch auf den Punkt «Softwarization von physischen Gütern» (Shops, Objekte etc.) klickten nur 5 der Befragten. Unternehmen müssen sich wandeln Die CIOs beantworteten zudem die Frage, wie die digitale Transformation ihr Unternehmen beeinflusst (siehe Grafik 7). Drei Optionen erhielten je 12 Antworten: Sie beschleunigt die Auslieferung neuer Funktionen (Devops, Agile, Automatisierung), sie verstärkt die Nutzung von IT-as-a- Service (Cloud und Managed Services), sie schafft innovativere Prozesse (Design Thinking, Incubation). 10 der Befragten gaben an, dass die Digitalisierung dazu führe, dass sie sich im Unternehmen intensiver mit neuen Technologien auseinandersetzten. Weitere 10 sagten, dass die digitale Transformation den Bedarf an externen Partnern (Suppliers, Consultants) erhöhe, die neue Fähigkeiten und Skills ins Unternehmen einbringen könnten. Nur 36 Prozent oder 9 der Befragten konstatierten, dass die IT und das Marketing näher zusammenwachsen würden. Ebenfalls 36 Prozent waren der Meinung, dass sie nun näher mit dem CEO zusammenarbeiteten. Je 7 der befragten Informatikentscheider klickten auf folgende zwei Optionen: Die digitale Transformation führt zu neuer und schneller agierenden Organisationen (Lab, Innovation Cluster, Incubator) und sie vertieft die Partnerschaften mit Start-ups und Forschungseinrichtungen. Erstaunlicherweise gaben nur 6 CIOs an, dass die digitale Transformation die Art und Weise verändere, wie ihr Unternehmen Personal rekrutiere. Nur auf eine Antwort option gab es noch weniger Klicks. Gerade mal 5 CIOs sind der Meinung, dass die Digitalisierung zur Schaffung neuer Budget-Prozesse motiviere. Angst vor Veränderung Am Schluss der Umfrage konnten sich die IT-Entscheider offen äussern, wobei es interessante Rückmeldungen gab. «Wir haben nicht genug Leute, um unser Geschäft zu transformieren», lautete eine Wortmeldung. «Es ist schwierig, dem Management verständlich zu machen, dass wir wohl Marktanteile verlieren werden, wenn wir uns nicht ändern», schrieb ein CIO. Eine weitere Wortmeldung war fast identisch: «Unser Management hat Angst vor Veränderung. Es ist eine Herausforderung, den Leuten beizubringen, dass unser Business von neuen Geschäftsmodellen überrannt wird, wenn sich die Menschen im Unternehmen nicht ändern.» Die IT-Entscheider kämpfen auch mit den neuen Technologien. «Sie sind oft extrem teuer. Es ist darum wichtig, gut zu verhandeln. Mit Start-ups zusammenzuarbeiten, ist eine gute Alternative», sagte ein CIO. Auch mit den Partnern ist es nicht immer einfach. «Wenn Unternehmen einfach verschwinden, wie damals die Veltigroup, verursacht das Probleme», lautete eine Wortmeldung. «Es ist schwierig, sicherzustellen, dass es den Partnern auch in Zukunft gutgeht», sagte ein anderer CIO. Die Umfrage zeigt, dass die digitale Transformation für viele Unternehmen und Informatikentscheider eine grosse Herausforderung ist. Das wird sich auch im neuen Jahr nicht so schnell ändern. « Es ist schwierig, sicherzustellen, dass es unseren Partnern auch in Zukunft gutgeht. » Teilnehmer der CIO-Umfrage www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2018

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