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Netzwoche 01/2018

22 People Live viel mehr

22 People Live viel mehr Releases gibt. Es sind viele kleine Schritte, die es « « Unternehmen müssen digital transformieren und wollen von der Innovationsgeschwindigkeit des Open- Source-Modells profitieren. » Jim Whitehurst, CEO, Red Hat in der Summe ermöglichen, dass wir so schnell entwickeln und Innovationen ausrollen können. Was halten Sie davon, dass sich auch Microsoft seit einiger Zeit für Open Source interessiert? Ich finde das grossartig. Denn grundsätzlich sind wir der Meinung, je mehr Leute mit Open Source zu tun haben, desto besser. Microsoft hat verstanden, dass viele neue Entwicklungen und Innovationen auf Open-Source-Basis geschehen und sie deshalb bei Open-Source-Plattformen mitmachen müssen, wenn sie relevant bleiben wollen. Hätten Sie es vor ein paar Jahren, etwa zu Zeiten von Steve Ballmer, für möglich gehalten, dass Microsoft einen derartigen Paradigmenwechsel und eine Öffnung zu Open Source vollführen könnte? Nein, niemals. Ich habe eine gute Beziehung zu Microsofts CEO Satya Nadella und wir sprechen oft miteinander. Wir haben auch eine gute Pace bei den Dingen, die wir miteinander machen. Hätten Sie mir das vor fünf Jahren prophezeit, ich hätte gesagt: Das ist verrückt, no way. Ich glaube, Satya hat viel dazu beigetragen, dass es möglich wurde. Microsoft ist heute viel offener und besonnener als früher. Und wenn man einmal von Linux und Windows absieht, sehen wir in unserer Zusammenarbeit viel mehr gute Geschäftsmöglichkeiten als den gegenseitigen Wettbewerb. Sie sind nun seit zehn Jahren im Unternehmen. Werden es noch weitere zehn Jahre werden? Ich hoffe es. Ich bin auch noch nie aufgewacht und hatte den Eindruck, dass meine Arbeit getan wäre. Es ist ja auch eine so unglaublich spannende Zeit, und wir haben noch viel vor. Wir wollen weiter wachsen und die 5 Milliarden Dollar Umsatz erreichen. Dafür wird auch unsere Workforce von heute rund 11 000 Mitarbeitern auf rund 20 000 wachsen müssen. Wir machen einen wichtigen Wandel mit dem Unternehmen durch. Einmal abgesehen von der schon angesprochenen Kommodisierung und der Kostenreduktion durch Open- Source-Alternativen geht es ja eben auch um das Ermöglichen von Innovation bei unseren Kunden. Dafür müssen wir aber noch viel besser als bisher verstehen, wie die Geschäftsmodelle unserer Kunden funktionieren. Und natürlich müssen wir die Technologien unserer Mitbewerber genau verstehen. Das bedeutet auch, dass wir unsere Verkaufsprozesse anpassen müssen. Wir verkaufen heute an ein Business-Publikum, das mit Technologie Businessprobleme und nicht Technologieprobleme lösen will. Für Red Hat geht es nun darum, unsere Expertise in den verschiedenen vertikalen Märkten, in denen wir tätig sind, weiter zu verbessern, also im Retail, im Finanzsektor, bei Healthcare, in der industriellen Fertigung, in Telekommunikation etc. Das ist eine spannende und interessante Reise, die wir zurzeit machen. Gerade bei den Telkos erwarte ich in den kommenden Jahren riesige Geschäftschancen für Red Hat. Warum? Telkos müssen ihre Infrastruktur für 5G aufrüsten und dafür werden sie ihre IT-Architekturen ziemlich radikal verändern müssen. Früher hätten sie dafür spezialisiertes Equipment der entsprechenden Netzwerkausrüster wie etwa von Ericsson eingekauft. Wenn sie nun aber die erwartete Nachfrage und das damit verbundene Wachstumspotenzial anschauen, merken die Telkos, dass sie dafür Infrastrukturen bauen müssen, die mit der rasanten Entwicklung von 5G und den zahllosen mobilen IoT-Anwendungen Schritt halten können. Praktisch alle Telkos sind heutzutage dabei, ihre Infrastrukturen auf Commodity-x86-Hardware zu bauen, auf denen Open Stack läuft. Und die virtuellen Netzwerkfunktionen laufen ebenfalls auf Open Stack. Und wir sind einer der grössten Open- Stack-Upstream-Beitragenden, zudem bei Weitem der grösste Open-Stack-Anbieter. Für uns ist es eine Multimilliardendollarmöglichkeit, mit den Telkos zusammen 5G auf einer Open-Source-Plattform auszurollen. Wie wichtig ist der Schweizer Markt für Red Hat? Jedes grössere Unternehmen hierzulande ist ein wichtiger Anwender unserer Lösungen. Wir haben in der Schweiz an unserem juristischen Hauptsitz in Neuchâtel auch einen Entwicklungsstandort. Insgesamt arbeiten rund 80 Mitarbeiter für Red Hat in der Schweiz. Die Mehrheit davon in unserer Zürcher Niederlassung. Das ist ziemlich gross für ein Unternehmen wie das unsere mit weltweit nur 11 000 Mitarbeitenden. Zudem ist die Schweiz natürlich wichtig für den Kontakt zu vielen multinational tätigen Unternehmen, die hier einen Standort haben. 01 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 23 Schaffhauser lieben Amazon cmu. Die Ökonomen der Credit Suisse (CS) haben die Perspektiven und die Lage des Schweizer Detailhandels analysiert. Im «Retail Outlook 2018» schreibt die Grossbank, dass sich nach zwei schlechten Jahren der Detailhandel wieder erholt. Den Aufschwung schreiben die Ökonomen unter anderem der Verbesserung des Arbeitsmarktes und der Konsumentenstimmung zu. Der Euro habe sich einerseits gegenüber dem Franken aufgewertet, was den Einkaufstourismus verringert habe. Die verbesserte Konjunktur in Europa habe andererseits auch dazu geführt, dass Einwanderer wieder vermehrt in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt seien, schreibt die CS im «Retail Outlook 2018». Das hatte zur Folge, dass sich im vergangenen Jahr das Wachstum der Anzahl Konsumenten verlangsamte, wie es weiter heisst. Der Detailhandel ist in zwei Segmente aufgeteilt: Food und Non-Food. Laut Schätzung der CS konnten die Detailhändler im Food-Segment ein Plus von 0,3 Prozent erzielen, während sie im Non-Food-Bereich 0,1 Prozent des Umsatzes einbüssten. Digitec Galaxus und Zalando an der Spitze Das Umsatzwachstum von Onlinehändlern übertraf das des Detailhandels bei Weitem, wie die Experten bei der CS konstatieren. Digitec Galaxus und Zalando führen die Liste der grössten Onlinehändler an. Gemäss Schätzungen verdreifachte Zalando von 2012 bis 2017 seinen Umsatz in der Schweiz auf 624 Millionen Franken. Der Umsatzanteil der Schweiz in der DACH-Region entsprach 2016 einem Viertel des Gesamtumsatzes von Zalando. Da die Schweiz aber nur 8 Prozent der DACH- Bevölkerung ausmacht, haben Schweizer überdurchschnittlich viel bei Zalando eingekauft. Amazon ist ein grosser Konkurrent für den Detailhandel. Besonders in den Grenzkantonen wird sehr häufig nach Amazon gesucht. Das Interesse an Amazon ist im Kanton Schaffhausen mit Abstand am grössten. Danach folgen Basel, Tessin und Thurgau. Bis Ende 2019 sollen alle Schweizer online umziehen können cgr. Der Onlineumzug namens «eUmzugCH» ist aktuell in den Kantonen Zürich, Aargau, Zug, Uri und der Stadt St. Gallen verfügbar. «eUmzugCH» basiert auf einer Lösung, die der Kanton Zürich mit einigen Partnern zusammen entwickelte. Bis Ende 2019 sollen alle Einwohner der Schweiz den Onlineumzug nutzen können, wie «eOperations Schweiz» mitteilt. Erreichbar ist das Portal über die URL eumzug.swiss. Eine Verlinkung gibt es auch auf ch.ch. Am 1. Januar übernahm «eOperations Schweiz» die Betriebsverantwortung für die Softwarelösung, wie es in einer Mitteilung heisst. «eOperations Schweiz» ist ein Bereich der Schweizerischen Informatikkonferenz. Dienst wird viel nachgefragt Seit August 2017 hätten mehr als 10 000 Personen den Onlineumzug genutzt, heisst es in der Mitteilungen weiter. «‹eUmzugCH› ist eine kundenfreundliche Dienstleistung für unsere Einwohnerinnen und Einwohner. Sie können ihren Umzug bequem von zuhause aus und unabhängig von den Öffnungszeiten erledigen und müssen nicht extra Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_74733 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_75157 zur Gemeinde», wirbt Carmela Schürmann, Präsidentin des Verbands Schweizerischer Einwohnerdienste (VSED), für die Lösung. Als nächste Kantone wollen Appenzell Ausserrhoden, Solothurn und Schwyz den E-Umzug einführen, heisst es in der Mitteilung weiter. Finanziert werden «eUmzugCH» und «eOperations Schweiz» jeweils zur Hälfe vom Bund und den Kantonen. Zudem ist der E-Umzug ein Teil des Schwerpunktplans E-Government Schweiz. Bild: freepik.com Ab 2020 soll «eUmzugCH» in der ganzen Schweiz verfügbar sein. WWW.NETZWOCHE.CH Airbnbs Gästezahlen explodieren an Silvester sma. An Silvester 2017 sind nicht nur Raketen, sondern auch die Vermittlungszahlen von Airbnb explodiert. Über 3 Millionen Gäste vermittelte der Onlinedienst zum Jahreswechsel. Das ist Rekord, wie Airbnb-CEO Brian Chesky tweetete. Die Entwicklung zeigt einen starken Aufwärtstrend. An Silvester 2016 hatte Airbnb 2 Millionen Gäste, 2015 waren es 1,1 Millionen. In der Neujahrsnacht 2009 hatte Airbnb nur 1400 Gäste verzeichnet. ▸ Webcode DPF8_74232 Amazontube soll mit Youtube konkurrieren cmu. Amazon hat am 5. Dezember ein Patent für eine neue Videoplattform eingereicht, wie TV Answer Man berichtet. Der Video-Streaming-Dienst soll Amazontube heissen. Die Patentanmeldung wurde am gleichen Tag eingereicht, als Google bekannt gab, Youtube auf Amazon Echo und Fire-TV-Geräten zu sperren. Ob Amazon die Plattform tatsächlich veröffentlicht, ist noch nicht bekannt. Youtube ist seit dem 1. Januar 2018 auf Amazon- Geräten blockiert. ▸ Webcode DPF8_74225 App-Store generiert Rekordumsatz cmu. Der 1. Januar 2018 ist für Apple der bisher umsatzstärkste Tag im App-Store, teilt das Unternehmen mit. Am Neujahrstag machte der US-amerikanische Konzern rund 300 Millionen US-Dollar Umsatz. Auch über die Weihnachtstage wurde im App- Store fleissig eingekauft. In der Woche gaben Kunden über 890 Millionen Dollar für Apps aus. Dank der neuen Augmented-Reality-Funktionen führte Pokémon Go am dem 21. Dezember die Charts der am häufigsten heruntergeladenen Apps wieder an. ▸ Webcode DPF8_74388 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2018

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