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Netzwoche 01/2018

26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Windows 8 geht in den letzten Lebensabschnitt cgr. Microsoft hat die Weiterentwicklung von Windows 8.1 eingestellt. Der sogenannte Mainstream-Support endete wie schon zuvor angekündigt am 9. Januar dieses Jahres, wie der Support-Seite zu entnehmen ist. Für die nächsten fünf Jahre gilt daher nur noch der erweiterte Support. Dies bedeutet, dass lediglich Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Dieser Support wiederum soll planmässig am 19. Januar 2023 enden. ▸ Webcode DPF8_75193 Hypo Lenzburg startet virtuellen Geldautomaten mur. Die Hypothekarbank Lenzburg kooperiert mit Sonect, damit Kunden per Smartphone Bargeld beziehen können. Sonect bietet eine App an, die mit dem E-Banking der Hypothekarbank Lenzburg kombiniert werden kann. Der erste Partner im Gebiet der Hypothekarbank Lenzburg ist die Lindenapotheke, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt. Der Bargeldbezug soll ab dem zweiten Quartal 2018 möglich sein. ▸ Webcode DPF8_75597 CPUs von Intel, AMD und ARM kämpfen mit schwerwiegendem Fehler cka. Ein schwerwiegender Designfehler macht derzeit Intel zu schaffen. Aufgrund des Fehlers könnten gewöhnliche Software-Programme auf Kernel-Memory-Bereiche zugreifen, die eigentlich geschützt sein sollten. So könnten diese Programme etwa Zugangsdaten oder den Cache- Speicher auslesen, wie es in einem Bericht von «The Register» heisst. Betroffen seien sämtliche modernen Intel-Prozessoren, die im letzten Jahrzehnt produziert wurden. Intel bestätigte den Bericht unterdessen. Die Pressemitteilung kam jedoch bei «The Register» und auch beim Linux-Initiator Linus Torvalds nicht sonderlich gut an. Torvalds etwa schrieb in Reaktion darauf: «Jemand bei Intel sollte sich ihre CPUs mal wirklich lange ansehen und zugeben, dass sie Probleme haben, statt PR-Texte zu verfassen und zu behaupten, dass alles wie beabsichtigt funktioniere.» Grösser, als zunächst angenommen Das Ausmass der Sicherheitslücke ist bedeutend grösser, als zunächst angenommen: Nicht nur die Prozessoren von Intel, sondern auch die von AMD und ARM sind davon betroffen. Somit sind wohl die Mehrheit aller Smartphones, PC-Geräte und smarten Geräte davon betroffen. Googles IT-Sicherheitsabteilung Project Zero entdeckte die Schwachstelle bereits am 1. Juni 2017, wie sie in einem Blogeintrag schreibt. Daraufhin kontaktierte die Abteilung die drei Chip-Hersteller, um sie darauf hinzuweisen. Google unterscheidet drei Varianten der aktuellen Sicherheitslücke, die ersten beiden nennt das Unternehmen Spectre, die dritte Meltdown. ·· Spectre 1: Bounds Check Bypass: Durch die falsch spekulierte Ausführung von Instruktionen einer CPU innerhalb des gleichen Prozesses können eigentlich geschützte Daten ausgelesen werden, wie Golem zusammenfasst. ·· Spectre 2: Branch Target Injection: Bei normalen Userrechten und voreingestellter Konfiguration können, wie Golem schreibt, Lesezugriffe auf den virtuellen Speicher eines modernen Linux-Kernels vorgenommen werden. Voraussetzung ist ein Intel-Haswell-Xeon-CPU oder ein AMD-Pro-CPU, dessen Standardeinstellungen geändert wurden. ·· Meltdown: Rogue Data Cache Load: Dieser Fehler ermöglicht Prozessen mit herkömmlichen Nutzerrechten das Auslesen von Kernelspeicher unter bestimmten Bedingungen, wie Golem schreibt. ·· Apple veröffentlichte nach eigenen Angaben bereits Updates für iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2. In den kommenden Tagen wolle Apple auch ein Update für Safari veröffentlichen. Amazon, Google und Microsoft haben ebenfalls bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_74367 MÜLLERS KLEINES ABC W wie Wortlänge Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Die durchschnittliche Länge der Wörter entscheidet mit, ob ein Text leicht lesbar und damit verständlich ist. Konkret: Kurze Wörter werden besser verstanden als lange – lehrt uns die Forschung. Realität: Dummerweise kollidiert das mit einer grossen Errungenschaft unserer Sprache. Sie erlaubt es nämlich jedem und jeder, nach Belieben neue Wörter zu bauen, ganz einfach durch Aneinanderreihen von Begriffen. Verglichen mit dem Englischen oder dem Französischen ist das oft viel effizienter, weil wir beispielsweise bloss zum «Arzttermin» müssen statt zum «doctor's appointment» oder gar zum «rendez-vous chez le médecin». Die Nebenwirkung: Wer nicht aufpasst, schafft dabei rasch schwer verdauliche Wortmonster, so in der Art des Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetzes. Nicht lachen, das gab es in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 1999 bis 2013 tatsächlich! Lassen sich solche Wörter schon auf Papier kaum lesen, ohne zu stolpern, werden sie elektronisch dargereicht zu schier unüberwindbaren Hürden. Eye-Tracking-Tests zeigen, dass lange Wörter oft mehrfach gelesen werden müssen, um sie nur schon visuell zu erfassen. Das ist besonders im Web fatal, weil Menschen vor Bildschirmen bekanntlich rasch frustriert sind. Verstehen sie etwas im ersten Anlauf nicht, finden sie gleich die ganze Site lausig und ziehen ruckzuck weiter. Fazit: Wer also am Bildschirm verstanden werden will, tut gut daran, lange Wörter zu vermeiden. Dabei kann es helfen, die Texte interessierten Laien vorzulegen mit der Bitte, jedes Wort zu markieren, bei dem sie hängengeblieben sind. Zu lange Zeichenketten lassen sich bei Bedarf einfach wieder in ihre einzelnen Bestandteile zerschlagen. Dann wird aus der Lebenszeichenüberwachungstechnologie wieder eine Technik zum Überwachen von Lebenszeichen. Das braucht zwar insgesamt mehr Zeichen, ist aber verständlicher, weil gegliedert. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_74633 01 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 27 Bis 2020 will Samsung alle Geräte miteinander vernetzen sma. An der CES 2018 hat Samsung seine Pläne für ein zugänglicheres Internet der Dinge (IoT) vorgestellt. In einer Mitteilung verspricht das Unternehmen, alle seine Geräte bis 2020 mit dem IoT zu verbinden. Ausserdem will Samsung sein IoT-Ökosystem namens Smartthings für Drittanbieter öffnen. Die «offene und intelligente Plattform» soll die Vernetzung zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller vorantreiben. Die IoT-App fürs Auto Samsung arbeite unter anderem mit der Open Connectivity Foundation (OCF) zusammen, um vereinfachte Industriestandards für die IoT-Nutzung zu erwirken. «Mit unseren neuen Produkten und Services gestalten wir das IoT der Zukunft noch intuitiver und nahtloser», sagte Hyunsuk Kim, Präsident von Samsung Consumer Electronics and Samsung Research. Wichtiges Ziel sei, dass das Internet der Dinge den Kunden einen Nutzen bringe. Die App «Smartthings» soll im Frühjahr 2018 erscheinen und die verschiedenen IoT-Anwendungen wie Smarthome, Smart View und Samsung Connect an einem Ort bündeln. Mit der App könne man etwa Smartphones, Fernseher und Fahrzeuge steuern. Samsung will das Smarthome auch vom Auto aus bedienbar machen. Eine Verbindung von Smartthings mit Samsungs Automobil-Cloud Harman Ignite soll dies ermöglichen. Samsung bewirbt Smartthings als leistungsstarkes IoT-Netz, das vom grossen Portfolio des Herstellers profitiere. Dass Samsung in Sachen 5G-Konnektivität vorne mit dabei sei, führt das Unternehmen als weiteres Argument an. Samsung Schweiz konnte keine Auskunft darüber geben, wann Smartthings hierzulande Premiere feiern wird. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_75519 WWW.NETZWOCHE.CH Empa-Forscher entwickeln Wasser-Natrium-Batterie jsc. Ruben-Simon Kühnel und David Reber von der Eidgenössische Materialprüfungsund Forschungsanstalt (Empa) haben einen Batterietyp entwickelt, der statt Lösungsmittel Wasser als ionenleitende Flüssigkeit verwendet, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie benutzten für die Batterie eine extrem konzentrierte Lösung einer speziellen Natriumverbindung, nämlich Natriumbis(fluorosulfonyl)imid, kurz NaFSI. Die dickflüssige Lösung hält Spannungsdifferenzen von bis zu 2,6 Volt aus. Damit, so meinen die Forscher, lasse sich eine Batterie auf Wasserbasis bauen. ▸ Webcode DPF8_75263 Anzeige EU investiert in Supercomputer jsc. Die EU-Kommission will eine Milliarde Euro in High Performance Computing investieren, wie «Heise Online» berichtet. Rund 486 Millionen Euro bringe die EU auf, der Rest soll von den beteiligten Mitgliedstaaten kommen. Das Geld soll über einen Zeitraum von sieben Jahren zwischen 2019 und 2026 investiert werden. Die EU-Kommission sieht im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder China eine Unterfinanzierung des High Performance Computing in Europa von 500 bis 750 Millionen Euro pro Jahr. Angesichts dessen sei eine Milliarde über sieben Jahre wenig, heisst es weiter. Das Geld soll unter anderem in die Anschaffung von Supercomputern und die Entwicklung eines Exaflop-Systems fliessen. Im Programm der Europäischen Kommission nimmt High Performance Computing einen wichtigen Platz ein, denn «Hochleistungsrechner sind das Herz von Fortschritt und Innovation im digitalen Zeitalter», sagte Thomas Skordas, Leiter des Bereichs Digital Excellence und Forschungsinfrastrukturen der EU-Kommission, am CSEM Business Day. Zudem würden durch diese Investition die entsprechenden europäischen Firmen gestärkt. Entwicklungshilfe für Führungskräfte Zeit- und ortsunabhängig studieren an der Fernfachhochschule Schweiz flexibel. berufsbegleitend. digital. ffhs.ch MAS Industrie 4.0 MAS Web4Business MAS Business- & IT-Consulting CAS Digitale Unternehmenstransformation Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_75429 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2018 Zürich | Basel | Bern | Brig

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