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Netzwoche 01/2020

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34 Technology Aktuell

34 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Bundesamt für Gesundheit zertifiziert TrustID sma. Das Bundesamt für Gesundheit hat das elektronische Identitätsprodukt TrustID lizenziert. Ab April 2020 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Verwaltung des elektronischen Patientendossiers über eine sichere digitale Identifikation verfügen muss. TrustID basiert auf einer Open- Source-Architektur und soll so die nötige Transparenz bei der Datenverarbeitung gewährleisten. Die Plattform der schweizerischen Elca-Gruppe ist eine einheitliche Lösung für Patienten und medizinisches Personal, heisst es in einer Mitteilung. Lengnauer Kirche wird Sendeturm sma. Der Telko Salt plant, in Lengnau, AG, eine 5G-Antenne in den Kirchturm zu errichten. Nun erteilte die Gemeinde die Bewilligung, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. Gegen die Errichtung gab es zahlreiche Einsprachen. Zudem forderte der Gemeindeschreiber Anselm Rohner vom Bund klare Regeln für neue Technologien. Der letzte Bericht sei zu technisch und kompliziert. Aus serdem fehle ein klares Fazit, ob 5G-Strahlung gesundheitsschädlich sei. Emotet attackiert Zürcher Spital ael. Emotet gilt nach übereinstimmender Einschätzung von Sicherheits experten als eine der derzeit gefährlichsten Cyberbedrohungen für Unternehmen weltweit. Kürzlich traf es ein Spital im Kanton Zürich. Es seien aber «keine grösseren Ausfälle der zentralen Systeme» entstanden, versichern die Verantwortlichen des Spitals in Wetzikon. Patienten seien nie in Gefahr gewesen. Gemäss der zuständigen IT-Firma wurde sehr wahrscheinlich der Windows- Trojaner Emotet über eine E- Mail-Nachricht mit gefälschtem Absender eingeschleust. Der Bund und die Breitbanderschliessung rja. Schweizer Regionen sind unterschiedlich gut mit schnellem Internet versorgt. Dies besagt eine Studie von Hanser Consulting und der Fachhochschule Nordwestschweiz, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Auftrag gegeben wurde. Betriebe, welche die Chancen der Digitalisierung nutzen möchten, benötigen laut Studie oft einen schnellen Internetanschluss sowie «die Fähigkeit, die Chancen und Herausforderungen der digitalen Technologien für ihren Betrieb zu erkennen und die Erfolg versprechenden Optionen in die Praxis umzusetzen». Mit der Studie wurde geprüft, wie weit diese Voraussetzungen in den Betrieben verschiedener Regionen erfüllt sind. Die Studie stützt sich auf Daten von Netzbetreibern und dem Bundesamt für Statistik, wie das Seco schreibt. Betriebe in den grossstädtischen und städtischen Gemeinden sind wesentlich häufiger mit der leistungsstärksten Technologie – namentlich FTTH oder FTTB – ans Internet angebunden als jene in alpinen Tourismuszentren, den periurbanen ländlichen Gemeinden und den peripheren ländlichen Gemeinden. Es existierten jedoch durchaus auch einzelne Randregionen mit guter Breitbanderschliessung, so die Studie. Dies sei in der Regel auf «Spezialprojekte von Netzbetreibern oder von regionalen Akteuren» zurückzuführen. Die gemessenen Erschliessungslücken unterscheiden sich aber nicht nur zwischen Regionen, sondern auch «zwischen und innerhalb der verschiedenen Branchen wie auch zwischen den Betrieben». Dies könne für einzelne Akteure einen Wettbewerbsnachteil bedeuten. Allerdings benötigten auch Betriebe mit hoher Digitalisierung nicht zwingend immer einen Breitbandanschluss, so das Seco weiter. Seco: Empfehlungen ja, Mitfinanzierung nein Die Studie gibt schliesslich konkrete Empfehlungen, wie der Bund und Regionalpolitik die Breitbanderschliessung fördern können. So wird vorgeschlagen, Impulse zu geben und bei der Glasfasererschliessung auf bestehende Leitungsnetze als «Leerrohre» zu setzen. Die «Neue Regionalpolitik» sollte zudem prüfen, sich finanziell an der Erschliessung zu beteiligen. Für Letzteres ist man beim Seco wenig optimistisch: Das Staatssekretariat werde sich mit den Empfehlungen der Studie genau auseinandersetzen, heisst es in der Mitteilung. Aber: «Für eine direkte Mitfinanzierung von Erschliessungsinfrastrukturen im Rahmen der neuen Regionalpolitik bestehen jedoch weder die gesetzlichen Grundlagen noch die notwendigen substanziellen finanziellen Mittel.» Smarthomes werden noch smarter Quelle: DrAfter123 / iStock.com Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch ael. Die Tech-Giganten Amazon, Apple und Google haben das Projekt «Connected Home over IP», kurz CHIP gegründet. Auch die Unternehmen der Zigbee Alliance wie Ikea, Legrand, NXP Semiconductors, Resideo, Samsung Smartthings, Schneider Electric und Silicon Labs sind Teil der Arbeitsgruppe, wie Watson berichtet. Die Arbeitsgruppe will einen offenen Standard für Smarthome-Geräte entwickeln, wie Apple mitteilt. Dieser soll die Entwicklung nach einem Standard für die Gerätehersteller einfacher machen und die Kompatibilität für den Konsumenten vereinfachen. Momentan seien Geräte von verschiedenen Herstellern nur bedingt miteinander kompatibel. Das geplante Standardprotokoll soll gemäss Mitteilung die vorhandenen Technologien ergänzen und ohne Lizenzgebühren für alle verfügbar sein. Bis Ende 2020 sollen die Spezifikationen und eine erste Referenzumsetzung bereit zur Präsentation sein, wie Watson weiter schreibt. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 01 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 35 KMUs stocken ihre Workplace-Budgets kräftig auf Rund 40 Prozent der im Rahmen unserer letzten Studienarbeiten befragten KMUs rechnen für 2020 mit höheren Informatikausgaben im Vergleich zu 2019. Obwohl sich die Konjunktur in Europa und in Asien derzeit eher abschwächt und die Schweizer Konjunktur wieder etwas an Rückenwind verliert, wird weiter kräftig in neue Technologien investiert. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Modernisierung und Mobilisierung der Arbeitsplätze Die Top-Antworten auf die Frage: Wie beurteilen Sie für Ihr Unternehmen den Trend der zunehmenden Unabhängigkeit von einem festen Arbeitsplatz? Als grosse Chance zur Steigerung der Attraktivität unserer Arbeitsplätze Top-2-Kriterien Als grosse Chance zur Steigerung der Flexibilität, Reaktionszeit und Innovation An erster Stelle der Themen, die sich die kleineren und mittleren Unternehmen (bis 200 Mitarbeiter) derzeit auf ihre Fahne geschrieben haben, steht das alle Teilbereiche der ICT umspannende Thema ICT-Security. Bereits an zweiter Stelle liegt bei den KMUs Mobile Computing als Topthema, gefolgt von einer ganzen Bandbreite an Projekten, welche die Infrastruktur und Ausstattung der Arbeitsplätze betreffen. Insgesamt gehen wir im neuen Jahr für den Arbeitsplatz von einer weiteren deutlichen Steigerung der Ausgaben von knapp 10 Prozent aus. Darin inbegriffen sind Ausgaben für mobile Geräte (Notebooks, Tablets, Smartphones), Lösungen, Apps, Security, Device und Application Management, Schulung, Betriebsservices, Integrationsdienstleistungen sowie Support und Maintenance. Da drängt sich natürlich die Frage auf, weshalb auf der Agenda der KMUs der Arbeitsplatz und die Mobilität der Mitarbeiter eine so bedeutende Rolle einnehmen. Erfolgsfaktoren: Erreichbarkeit und Schnelligkeit Unsere kürzliche Studienarbeit zum Thema hat gezeigt, dass aus Sicht und Einschätzung der befragten KMUs eine erhöhte Flexibilität und Agilität von mobilen Mitarbeitenden die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend fördert und so wertvolle Benefits und Vorteile (schneller, schlanker, besser) geschaffen werden. Denn das geräte- und ortsunabhängige Arbeiten sorgt für kurze Reaktionszeiten, wie etwa im Vertrieb, Support, in der Wartung oder auch der Logistik. Gerade für ein Schweizer KMU ist die Reaktionszeit ein entscheidender Vorteil im lokalen und auch globalen Wettbewerb. Der Kampf um Kunden und Märkte wird nicht nur über erstklassige Produkte, exzellenten Customerservice und Kundennähe entschieden. Eine vierte Dimension ist hinzugekommen, die grosses Gewicht hat: die Zeit. Unternehmen und ihre Teams sind auf kurze Entscheidungswege und -grundlagen angewiesen. Die Erreichbarkeit und Fähigkeit, schnell zu reagieren, sind heute die Prädikate eines erfolgreichen kleineren und mittleren Unternehmens. Voraussetzung: attraktive Arbeitsplätze KMUs sehen den mobilen Arbeitsplatz aber auch als Chance zur Steigerung der Attraktivität als aktuelle und künftige Arbeitgeber. Moderne und flexibel ausgestattete Arbeitsplätze, ausgerüstet mit Geräten und Tools zur nahtlosen, zeit- und ortunabhängigen Zusammenarbeit, bilden eine wesentliche Basis, um den Anforderungen einer neuen Mitarbeitergeneration gerecht zu werden. Denn der Arbeitsplatz ist heute zusehends überall, die Arbeit folgt über die Netze. Mitarbeitende sind heute oft an verschiedenen Orten unterwegs und treffen sich in virtuellen oder realen Meetingräumen, zeitliche und räumliche Einschränkungen und Grenzen spielen keine Rolle mehr. Und so sind es am Ende zwei Faktoren, welche die überdurchschnittlich steigenden Ausgaben in die Arbeitsplätze wesentlich beeinflussen und erklären. Die Attraktivität der Arbeitsplätze sowie die Agilität und Flexibilität mobilen Schaffens. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2020

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