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Netzwoche 01/2020

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40 Management & Career

40 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Crealogix gründet Unternehmen für E-Learning kfi. Das Schweizer Fintech- Unternehmen Crealogix hat ein Tochterunternehmen gegründet. Es heisst «Swiss Learning Hub». Die Firma will laut Mitteilung national und international Bildungsplattformen und Lernmedienproduktionen anbieten. In ihrem Portfolio befänden sich Angebote für die berufliche Grundbildung, die betriebliche Bildung und für den tertiären Bildungssektor. Mit der neuen Firma soll die Basis für nationales und internationales Wachstum im digitalen Bildungsbereich geschaffen werden. Dritter Schweizer ICT Campus eröffnet ael. In Zürich wird am 25. Januar der dritte ICT Campus der Schweiz eröffnet. Dafür ziehen der Wirtschaftsverband Swico und der Förderverein ICT Scouts & Campus an einem Strang. Ihr Ziel: einheimische ICT-Fachkräfte für die Zukunft ausbilden. Die Jugendlichen verbringen jeden zweiten Samstagmorgen im ICT Campus. Zur Seite steht ihnen ein gemischtes Team aus Pädagogen, Programmierern, Designern, Psychologen und anderen Fachspezialisten. Die anderen beiden Campus- Standorte befinden sich in Muttenz und Bern. Zug will Fachkräftemangel entgegenwirken rja. Der Kanton Zug soll eine höhere Fachschule für Informatik und Elektronik erhalten. Der Kantonsrat hat sich in einer ersten Lesung für die Pläne ausgesprochen, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Der Kanton will damit dem anhaltenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Pläne für die HF sind bereits fortgeschritten, doch ob die Schule im Jahr 2020 tatsächlich eröffnet wird, ist noch nicht sicher. Denn noch sind die Pläne nicht bewilligt. Die Schlussabstimmung soll in einigen Wochen stattfinden. Ein erfolgreiches Jahr für ETH-Spin-offs ael. Die ETH Zürich blickt auf ein sehr erfolgreiches Spin-​ off-Jahr zurück und kann die Anzahl der Gründungen vom Vorjahr erneut ausbauen. 30 neue Firmen wurden 2019 von ETH-​Forschenden gegründet, wie die ETH Zürich mitteilt. Die Firma Getyourguide etwa habe als erster ETH-​Spin-off noch vor dem Börsengang einen Marktwert von über einer Milliarde Franken. Auch 2019 stammen viele Neugründungen aus dem Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie. Besonders zugelegt habe der Bereich neue Materialien. Sechs der neuen Spin-​offs fokussieren auf nachhaltige und ökologische Materialien. FenX etwa verwandelt Industrieabfall in einen porösen Schaum, der sich zur Gebäudeisolation eignet. Das Unternehmen Neustark verwendet Altes, um Neues zu schaffen und hat sich zum Ziel gesetzt, Beton kostengünstig zu recyceln. So könnten die CO2-​Emissionen bei der Herstellung von Zement deutlich reduziert werden. Der Spin-​off Dimpora entwickelt eine umweltfreundliche Membran für Outdoor-​Jacken, die ohne Fluorverbindungen auskommt, aber gleich atmungsaktiv ist wie herkömmliche Membranen. Für die ETH sei es wichtig, dass aus guten Technologien und Ideen aus der Grundlagenforschung Firmen mit Wachstumspotenzial entstehen und somit neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Langfristig am Markt zu bestehen, sei dabei eine Herausforderung und berge ein grosses Risiko für die Firmengründerinnen und -​gründer, sagt Detlef Günther, Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen. Erfreulich habe sich 2019 auch das gesamte Investitionsvolumen in ETH-​Spin-offs entwickelt. Rund 630 Millionen Franken seien in ETH-​ Spin-offs investiert worden – so viel wie noch nie. Was Schweizer Angestellte zufrieden macht rja. Der Personalvermittler Robert Half hat seine aktuelle «Gehaltsübersicht» für die Schweiz veröffentlicht. Für die Kategorien «Finanz- und Rechnungswesen», «IT-Bereich» sowie «Kaufmännischer Bereich» werden darin die durchschnittlichen Gehälter verschiedener Berufe aufgelistet. Demnach verdient ein IT-Administrator mit wenig Berufserfahrung im Schnitt 73 000 Franken im Jahr, während einer mit viel Fachwissen bis zu 120 000 Franken erhält. Ein CIO kann mit einem Jahresgehalt zwischen 166 000 und 235 000 Franken rechnen. Die Studie zeigt auch die Entwicklung der Löhne in den untersuchten Branchen. Schon seit Jahren steigen die Gehälter in der IT-Branche, wie es im Bericht heisst – bedingt vor allem durch den Fachkräftemangel: «In der Praxis werden immer häufiger Konkurrenzangebote unterbreitet. Bessere Rahmenbedingungen, wie flexible Arbeitszeiten, sind der Hauptgrund dafür, warum Wunschkandidaten abspringen», heisst es im Bericht. Der Wettbewerb um gute Fachkräfte habe sich auch im kaufmännischen Bereich stark intensiviert. Die Suche nach Arbeitskräften dauere länger als früher, und Arbeitgeber offerierten oft Zusatzleistungen, um ihre Jobs attraktiver zu machen. Insbesondere Angebote für eine bessere Work-Life-Balance (weitreichend freie Zeiteinteilung, Homeoffice, aber auch gesundheitsfördernde Angebote) seien beliebt. Zwar sei ein angemessenes Gehalt wichtig, ein Arbeitgeber könne aber die Unzufriedenheit eines unterbezahlten Arbeitnehmers nicht durch andere Benefits ausgleichen. Allerdings steht der Lohn nicht an der Spitze der «Top- 5-Faktoren für Zufriedenheit im Job», sondern «interessante Aufgaben» (65 Prozent). Für 56 Prozent ist «gutes Teamwork» ausschlaggebend, und 50 Prozent stimmen «flexible Arbeitsbedingungen» zufrieden. Nur 39 Prozent berufen sich auf die «Bezahlung», und 35 Prozent legen Wert auf eine «sinnvolle Tätigkeit». Allerdings hätten 22 Prozent der Angestellten bereits ein Stellenangebot ausgeschlagen, weil sie mit dem angebotenen Lohn nicht einverstanden gewesen seien. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 01 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 41 Die Top-5-Prioritäten von Gartner für das HR 2020 Die digitale Transformation hat Qualifikationslücken geschaffen. Förderung von Skills, komplementäre Führungsmodelle und ein Open-Source-Änderungsansatz: Gartner stellt die Top-5-Prioritäten vor, mit denen sich HR-Verantwortliche 2020 auseinandersetzen sollten. Autor: Kevin Fischer Gartner hat die fünf wichtigsten Prioritäten definiert, die HR-Verantwortliche im Jahr 2020 beschäftigen. Wie die Marktforscher schreiben, sind nur 9 Prozent der HR-Verantwortlichen der Meinung, dass ihre Organisation für die Zukunft gerüstet ist. Die digitale Transformation habe Qualifikationslücken verursacht und es fehle generell am Know-how, um Unternehmen entsprechend den vorliegenden Herausforderungen zu restrukturieren. Das führt die Marktforscher zu folgenden fünf Prioritäten im Jahr 2020 für HR-Verantwortliche: 1. Die richten Skills für die Zukunft Laut einer Gartner-Studie geben 46 Prozent der HR-Leader an, dass ihre Angestellten nicht die notwendigen Skills besitzen, die zukünftig erforderlich sind. HR-Verantwortliche sollten mit den Führungskräften zusammenarbeiten, um das richtige Gleichgewicht zwischen neuen und bereits vorhandenen Fähigkeiten herzustellen. Mitarbeiter sollten bedarfsgerechte Fähigkeiten entwickeln können und befähigt werden, neue Kompetenzen über ihre bestehenden Rollen hinaus zu entwickeln, rät Gartner. 2. Führungskräfte brauchen Herausforderungen Die Verantwortlichkeiten und Erwartungen an die Führungskräfte nehmen rasch zu, aber die meisten sind schlecht auf ihre erweiterten Rollen vorbereitet. Gemäss Gartner tun sich 45 Prozent der HR-Verantwortlichen schwer mit der Ausbildung effizienter Führungskräfte auf mittlerer Stufe und mehr als ein Drittel mit der Ausbildung auf höherer Stufe. Für die Ausbildung starker Führungskräfte sollte die HR- Abteilung auf ein «komplementäres Führungsmodell» zurückgreifen. Damit sollen Führungskräfte zusammengeführt werden, die ihre Verantwortung auf der Grundlage komplementärer Fähigkeiten teilen. Diese Partnerschaften ermöglichen es jeder Führungskraft, sich auf ihre Kernkompetenzen zu spezialisieren und benötigte Fähigkeiten zu entwickeln. Die Gartner-Analyse ergab, dass Führungskräfte, die komplementäre Führung einsetzen, eine Leistungssteigerung von 60 Prozent verzeichneten. 3. Arbeitserleichterung durch Organisationsgestaltung 57 Prozent der Mitarbeiter stossen bei ihrer täglichen Arbeit auf grosse Hindernisse. Die Mitarbeiter erlebten 2019 im Durchschnitt zwölf organisatorische Veränderungen. Gartner empfiehlt daher einen «Open-Source-Änderungsansatz», bei dem Personalverantwortliche gezielt Mitarbeiter als aktive Teilnehmer in die Entscheidungsfindung und -gestaltung einbeziehen. Dieses Vorgehen reduziere das Erschöpfungsrisiko von Mitarbeitern im Vergleich zu einem traditionellen Top-Down-Ansatz um 50 Prozent. 4. Einheitliche Strategie für die digitale Transformation 43 Prozent der Personalverantwortlichen gaben an, dass ihr Unternehmen keine klare und einheitliche Strategie für die digitale Transformation hat. Für echte Fortschritte sollte die Personalabteilung Treiber und Berater für die digitale Transformation werden: In Zusammenarbeit mit Führungskräften soll sie digitale Ziele angehen und sicherstellen, dass diese mit der Strategie des Unternehmens übereinstimmen. Nur 9 Prozent der HR-Verantwortlichen sind der Meinung, dass ihre Organisation für die Zukunft gerüstet ist. Bild: Gorodenkoff / iStock 5. Höhere Renditen durch Investitionen in Mitarbeiter Obwohl Unternehmen erhebliche Ressourcen in die Mitarbeiterzufriedenheit investieren, sind laut einer Gartner- Umfrage 46 Prozent der Mitarbeiter weitgehend unzufrieden. Unternehmen sollten Einfluss auf die Einstellung der Mitarbeiter nehmen, sozusagen deren Gedächtnis verwalten, indem sie diese an positive Erfahrungen erinnern und ihre Erinnerungen an negative Erfahrungen neu gestalten. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2020

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