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Netzwoche 01/2020

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10 Business Fachbeitrag

10 Business Fachbeitrag Eine Cyber-Feuerwehr für den Wirtschaftsschutz Durch Wirtschaftskriminalität, Industriespionage und Cybercrime werden der Schweizer Wirtschaft jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Die Existenz ganzer Unternehmen ist durch Straftaten, Fehlverhalten oder mangelnde Awareness bedroht, ganze Betriebe können in tiefe Krisen gestürzt werden. Um Gefahren zu erkennen und Gegenmassnahmen zu implementieren, braucht es präventiv wie auch in der Ereignisbewältigung einen effektiven Wirtschaftsschutz. DER AUTOR Reto Fanger Rechtsanwalt und Partner, Swiss Business Protection Sicherheit beginnt immer beim Risikofaktor Mensch. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Alle Unternehmen – unabhängig davon, in welcher Branche sie tätig sind – haben etwas gemeinsam: Ihr Kapital liegt in der Ideenvielfalt, im Know-how, im Leistungswillen, in der Qualität, in den Produkten und der Innovation. Diese Faktoren bilden die Kronjuwelen des Unternehmens. Ein bestechendes Geschäftsmodell, besterprobte Prozesse, in Planung befindliche Patente, werterhaltende Informationen oder nachhaltige Technologien – all dies zieht immer Neugier auf sich. Nicht nur potenzielle Kunden sind interessiert, sondern eben auch Wirtschaftsdelinquenten, Hacker, Cyberkriminelle sowie Konkurrenten im In- und Ausland. Innovative Unternehmen jeder Branche sind nicht gefeit vor Wirtschaftskriminalität, Sabotage und Spionageangriffen. Sie finden statt durch Social Engineering, Cyberattacken und selbst durch unternehmensinterne Beschäftigte, vorsätzlich oder unbewusst. Gefährdet sind Produktionsstätten, Know-how, Informationen und Mitarbeitende – ob im Betrieb, zuhause oder auf Geschäftsreise. Das Kellerfenster hat bei Angreifern längst ausgedient Die gefährlichsten Angreifer für ein Unternehmen steigen heute nicht mehr über das eingeschlagene Kellerfenster ein. Viel Erfolg versprechender, weniger aufwändig und letztlich effektiver sind konventionelle und digitale Angriffe unter Einsatz günstig verfügbarer Elek tronik. Angriffsziele sind kaum geschützte Informationen und ungenügend abgesicherte IT-Infrastrukturen. Sicherheit beginnt allerdings immer beim Risikofaktor Mensch. Integrale Sicherheit als Teil der Geschäftsstrategie Fortwährendes Ziel jeder Unternehmensführung sollte es sein, die eigenen Mitarbeitenden zu schützen, eine reibungslose Produktion zu gewährleisten und die Verfügbarkeit von Information und Innovation zu sichern. Nur so kann die Prosperität des Unternehmens auch in Zukunft gewährleistet werden. Der Schutz der zentralen Unternehmenswerte – der unternehmerischen Kronjuwelen – steht im Zentrum. Die Einbettung einer integralen Sicherheit in die Geschäftsstrategie ist entscheidend. Drei Säulen der Prävention: Infrastruktur, Mensch und Organisation sowie Information Der beste Schutz des Unternehmens ist gewährleistet, wenn die negativen Einwirkungen oder Angriffe verhindert werden können. Idealerweise werden mit wiederkehrenden präventiven Massnahmen Risikobeurteilungen durchgeführt, Sicherheitsstrategien entwickelt und Sensibilisierungskampagnen implementiert. Mit regelmässigen Audits werden diese überprüft und aufgrund der aktuellen Erkenntnisse angepasst. Der Notfall erfordert rasches Handeln unterschiedlicher Spezialisten, deren Vorgehen bestmöglich zu koordinieren ist. Basierend auf den drei Säulen Infrastruktur, Mensch und Organisation sowie Information gilt es, Überlegungen zu folgenden Aspekten anzustellen und gezielte Abwehr- und Gegenmassnahmen umzusetzen: ·· Standortsicherheit ·· Risikofaktor Mensch ·· Rekrutierung ·· Mobilitätssicherheit ·· Notfall- und Krisenmanagement ·· Forensik ·· Know-how-Schutz sowie ·· Cybersecurity und genereller Informations- und Datenschutz Ereignisbewältigung im Notfall Tritt trotz Prävention ein Schadenereignis ein, steht die rasche und zielgerichtete Ereignisbewältigung im Vordergrund. Der Notfall erfordert rasches Handeln unterschiedlicher Spezialisten, deren Vorgehen bestmöglich zu koordinieren ist. Damit wird das angegriffene Unternehmen intern wie extern optimal unterstützt. Idealerweise steht eine Anlaufstelle zur Verfügung, die schweizweit mit breiter operativer Erfahrung sowie interdisziplinären Kompetenzen schnell eingreifen und unterstützen kann. 01 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business 20 Jahre Netzwoche 11 2000: Das Jahr vor dem Crash Am 19. April 2000 hat die «Netzwoche» das Licht der Welt erblickt. Was prägte die Schweizer IT im neuen Millennium? Ein Rückblick. Autor: Sven Martens In der ersten «Netzwoche»-Ausgabe im April 2000 ist über die immer wichtiger werdende «Web-Strategie» der Unternehmen zu lesen. Über 200 Webagenturen sind damals in der Schweiz aktiv. Themen wie die «Jobmaschine Internet» und der Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft beschäftigen die Redaktion. Passend zum Technikwettlauf stellt das Fraunhofer Institut im Mai den MP3-Nachfolger AAC vor. Die Sorgen um den Kopierschutz und das Ende von MP3 sind letztlich unbegründet. Die Demokratisierung der Musik lebt heute in den Musikstreamingdiensten weiter. In jeder «Netzwoche»-Ausgabe des Jahres 2000 ist vom internationalen Konkurrenzdruck und den Chancen die Rede. «Die Schweiz könnte ein zweites Silicon Valley werden», stellt Riet Cadonau (damals IBM) in einem Interview in Aussicht. Im Gegensatz dazu warnt der «Netzwoche»- Korrespondent aus London in Ausgabe 22 vor dem Platzen der Dotcom-Blase. «Das Kürzel .com steht nicht mehr automatisch für exorbitante Kursgewinne» schreibt Mark van Huisseling in seinem Artikel. Der Nokia 9110 Communicator bietet dank GSM-Technik eine Datenrate von 14,4 kBit/s. Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_Communicator#/media/ Datei:Nokia-9110-2.jpg (CC BY-SA 3.0) Die Schweiz als Europameister Ende Mai wird die Schweiz dann zum Europameister gekürt – zwar nicht im Fussball, dafür aber beim Onlineshopping. 473 Euro (742 Franken) an Ausgaben pro Person über 15 Jahren sollen es laut einer Studie von Pro Active International sein. Dreimal so viel wie der europäische Durchschnitt. Passend zum Beginn der Fussball-EM startet die Uefa eine eigene Website. Im Interview mit dem Internet Super Carrier PSINet geht es um die Herausforderungen des Hostings bei 40 Millionen Hits in der Stunde. Allerdings ist das Videostreaming von Sportevents damals noch ein Zukunftstraum. Nur vereinzelt gibt es «Realvideofeatures» auf der Website. «Menschen schaden dem PC» lautet die Titelstory in Ausgabe 25. Der «I love you»-Wurm hat eine regelrechte Virenpanik ausgelöst. Gemäss einer Studie des Paul Scherrer Instituts werden 48 Prozent der Computerschäden durch menschliches Versagen verursacht. Ebenfalls ein Problem für die Industrie: illegale Kopien. Jedes dritte Programm in der Schweiz sei eine Raubkopie, beklagt Adobe im Juni 2000 und rechnet mit einem Schaden von 160 Millionen Franken. Auch das Thema E-Commerce ist beinahe in jeder Ausgabe des Jahres präsent. Medienriesen wie Bertelsmann bündeln ihre Kräfte, und der CEO von Amazon Deutschland sagt im Interview voraus, dass nur die grossen E-Commerce-Firmen überleben werden. Im Herbst entbrennt ein Kampf in der Online-Reisebranche. SSR, Kuoni und Ebookers sind die führenden Player auf dem Markt im Wettbewerb um die «reisefreudigen Schweizer Internauten». Auch Reisebüros würden künftig Online-Buchungsmöglichkeiten anbieten, lautet der optimistische Ausblick. Wie Bill Gates das Tablet erfand Microsoft-Pate Bill Gates eröffnet Mitte November die «COMDEX»-Messe in Las Vegas. Mit der Vorführung eines «Tablett-PCs» will Gates dem PC eine neue Zukunft geben. Das Gadget kombiniert «die Simplizität von Papier mit der Mächtigkeit eines Windows-PCs». Ausserdem läst sich der berührungsempfindliche Bildschirm mit einem Stift bedienen. Gadgets spielen auch in der letzten Ausgabe eine Rolle. Unter dem Motto «Oh du fröhliches E-Shoppen» endet das erste Jahr der Netzwoche. Nur 29 Prozent der Schweizer wollen auf das Onlineshopping zum Fest verzichten oder sind sich noch nicht sicher. Auf vier Seiten werden die idealen Geschenke für die «Generation @» vorgestellt. Darunter ein Smartphone, eine 3-D-Brille und eine digitale Sofortbildkamera. Produkte, die man auch 20 Jahre später unter dem Weihnachtsbaum findet. i RÜCKBLICK An dieser Stelle blickt die Redaktion auf 20 Jahre Netzwoche zurück. In jeder Ausgabe des Jahres finden Sie die Highlights, Kuriositäten und führenden Köpfe aus zwei Jahrzehnten Schweizer IT- Geschichte. Das Jubiläumsdossier finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2020

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