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Netzwoche 02/2016

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24 Web App-Projects Ihr

24 Web App-Projects Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App entwickelt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: Name der App, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Partner) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autor: Daniele Giampà NEUE APPS Tradono App Tamedia bringt den Mobile-Flohmarkt der Firma Tradono in die Schweiz. Die gleichnamige App der dänischen Firma verfolge eine Mobile-only-Strategie, schreibt Tamedia. Nutzer könnten direkt von ihrem Smartphone aus ihre Kleider, Möbel und andere Sachen verkaufen. Dafür müssen sie sich via Facebook einloggen. Die Verknüpfung mit den Social-Media-Plattformen soll die Reichweite der Inserate vergrössern. Zudem muss jeder Nutzer ein Profilbild hochladen, was das gegenseitige Vertrauen zwischen Käufer und Verkäufer stärken soll. Des Weiteren ermöglicht es eine Filterfunktion, den Standort des Käufers oder Verkäufers zu bestimmen. Die App steht ab sofort in Deutsch und Französisch zur Verfügung. Swissquote Apple TV App Die Onlinebank Swissquote hat eine kostenlose App für Finanzmarktinformationen für Apple TV lanciert. Diese erlaube es, die Entwicklungen an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt auf einen Blick zu verfolgen, schreibt Swissquote. Eine sich drehende Weltkugel zeigt alle wichtigen Börsenindizes und ihre tagesaktuellen Entwicklungen. Die Geschwindigkeit der Datenanzeige kann eingestellt werden. Zudem liefert die App Informationen zum SMI sowie zu den Devisen paaren. Gleichzeitig können Nutzer auf einem Informationsband kursrelevante News lesen. Diese Informationen sind identisch mit denen der Swissquote- Website. Der TV-Bildschirm ermöglicht es aber auch, auf die gewünschte Information zu zoomen. Monetas Android-App Das Zuger Fintech-Start-up Monetas hat seine «Wallet App» für Android lanciert. Die App soll schnelle und sichere Geldüberweisungen gewährleisten. Zudem ermögliche die App, verschiedene Accounts mit mehreren Währungen auf dem Smartphone zu bündeln, schreibt das Unternehmen. Monetas will die Wallet App mit seiner Transaktionsplattform verbinden. Diese realisiert Geldgeschäfte auf Basis der Bitcoin-Technologie. Die App ist noch in der Beta-Version. Viele Neuerungen sollen später hinzugefügt werden, erklärt Monetas. Die aktuelle Version ermöglicht es, verschiedene Währungen umzurechnen und Zahlungen auszuführen sowie zu erhalten. Zudem verfügt die App über eine Social-Networking-Funktion. Auftraggeber: Tradono, Kopenhagen Auftragnehmer: Tradono, Kopenhagen Technologien: Swift (für iOS), Java (für Android) Verfügbar seit: Januar 2016 Auftraggeber: Swissquote, Gland Auftragnehmer: Swissquote, Gland Technologie: Swift Verfügbar seit: Januar 2016 Auftraggeber: Monetas, Zug Auftragnehmer: Monetas, Zug Technologie: Off-chain (digital notary) Verfügbar seit: Januar 2016 02 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Nachgefragt 25 Bitcoin steht vor Spaltung Nach dem Hype im vergangenen Jahr ist es um Bitcoin in letzter Zeit wieder ruhiger geworden. Hinter den Kulissen brodelt es aber gewaltig. Es ist sogar von einer Spaltung die Rede. Luzius Meisser, Präsident der Bitcoin Association Schweiz, ordnet die Entwicklungen ein. Autor: Christoph Grau Das Medienecho um Bitcoin ist in den letzten Monaten verhallt. Hinter den Kulissen brodelte es aber gewaltig. Wie jetzt durch einen Brandbrief auf dem Blog von Bitcoin- Entwickler Mike Hearn bekannt wurde, gab es Grabenkämpfe in der Community. Der Konflikt entbrannte zwischen den wenigen Entwicklern, den sogenannten Minern (den Personen, die Bitcoins erschaffen), und den Mining- Pools (Zusammenschlüsse von Minern). «Das ist ein gesunder Test für die Governance von Bitcoin. Er wird letztlich gestärkt daraus hervorgehen.» Luzius Meisser, Präsident der Bitcoin Association Schweiz Entwickler der ersten Stunde geht Hearn ist einer der profiliertesten Entwickler von Bitcoin. Seit mehr als fünf Jahren schreibt er Software für das Projekt. Zu seinem grössten Verdienst zählt die Entwicklung der «BitcoinJ-Library», wie Luzius Meisser, Präsident der Bitcoin Association Schweiz, sagt. Damit habe er das Bitcoin-Wallet für Android-Handys ermöglicht. In einem Blogbeitrag kündigte Hearn nun seinen Rückzug aus dem Bitcoin-Projekt an. Er sei von den Entwicklungen in der Bitcoin-Community desillusioniert. Er spricht sogar von einem «gescheiterten Experiment». Grosse Vorwürfe macht er vor allem der Community, die versagt habe und dies gleich in mehrerer Hinsicht. Zunächst bemängelte er, dass sich die Macht beim Bitcoin-Projekt in immer weniger Händen konzentriere. Diese Konzentration der Mining-Power zerstöre die Demokratie im Projekt. Ein paar Personen könnten mit ihrer Stimme wichtige Entscheidungen blockieren. Hearn machte dieses Problem anhand eines Konflikts über die Grösse der Blöcke auf der Blockchain deutlich. Die Blockchain ist das Verzeichnis aller Transaktionen von Bitcoins, ähnlich einem riesigen Hauptbuch in der Buchhaltung. Neue Transaktionen werden in Blöcke zusammengefasst und der Kette angefügt. Bisher galt für die Blocks die maximale Grösse von 1 Megabyte. Projekt «BitcoinXT» stösst auf Ablehnung Aufgrund der zunehmenden Popularität von Bitcoin nahm die Anzahl Transaktionen nun aber so weit zu, dass die Blockgrösse von 1 Megabyte nicht mehr ausreicht, um alle Transaktionen zu verarbeiten. Um dies zu ändern, schlug Hearn zusammen mit einigen anderen Entwicklern vor, die Grösse der Blöcke zu erhöhen. Er entwickelte bereits den Code dazu und nannte das Projekt «BitcoinXT». Diesen Vorschlag unterbreitete er der Community und wollte ihn zur Abstimmung bringen. Die Administratoren der Bitcoin-Foren stellten sich laut Hearn aber gegen ihn Es könnte bald den Bitcoin Classic und Bitcoin Core geben. Bild: Fotolia und blockierten jede Diskussion. Aufgrund dieses Konflikts warf Hearn nun das Handtuch und stoppte sein Engagement. Die Krise um das Kernelement der Blockchain stelle das ganze Projekt infrage. Droht die Spaltung? Meisser ordnete diese Anschuldigungen etwas differenzierter ein. Zwar lobte er die Verdienste von Hearn, «aber durch den Streit um die Blockgrösse hat er es sich mit vielen verscherzt, und manche werfen ihm vor, eine Diva zu sein», sagt Meisser. Er verstehe die Position von Hearn: «Meiner Meinung nach hatte er in der Sache Recht, und ein Eklat war angesichts der verhärteten Positionen wohl unvermeidlich.» Laut Meisser steht der Bitcoin vor einem «Schisma». Die Spaltung könnte sich entlang des «Bitcoin Classic», eines alternativen Vorschlags zur Anpassung der Blockgrösse, und des ursprünglichen Bitcoins («Core») vollziehen. Die Existenz des Bitcoin steht für Meisser aber nicht auf dem Spiel. «Das ist ein gesunder Test für die Governance von Bitcoin. Er wird letztlich gestärkt daraus hervorgehen», zeigt er sich überzeugt. Auch die Existenz der vielen Blockchain-Start-ups stellt er nicht infrage. «Die meisten sind recht flexibel im Geschäftsmodell und können auch mit anderen Blockchains arbeiten. Das Ökosystem würde aber schon um ein bis zwei Jahre zurückgeworfen», fügt Meisser ergänzend an. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6254 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2016

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