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Netzwoche 02/2016

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26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Weitere Schweizer Banken setzen auf Paymit mur. Die Kantonalbanken Obwalden, St. Gallen und Zug werden künftig Paymit anbieten. Sie startete ihre Paymit- Lösung Ende Januar. Im Februar sollen Raiffeisen und Banque Cantonale Vaudoise folgen. Die Bezahl-App für die Betriebssysteme Android und iOS verzeichnete bisher rund 170 000 Downloads. Paymit hat zudem einen neuen Markenauftritt, den die Zürcher Kreativagentur Notch Interactive mitentwickelte. ▸ Webcode 6239 Twint gewinnt Hypothekarbank Lenzburg fpo. Twint hat einen weiteren Partner gefunden. Wie die Hypothekarbank Lenzburg mitteilt, arbeitet sie neu mit der Postfinance-Tochter Twint zusammen. Kunden der Bank können seither ihr Bankkonto bei Twint anbinden und ihr digitales Portemonnaie per Lastschriftverfahren auffüllen. Mit der Bluetooth-Bezahllösung Twint lassen sich Einkäufe über das Smartphone an der Ladenkasse, am Automaten oder online bezahlen. Auch Personen können sich mit Twint Beträge zusenden. ▸ Webcode 6349 Microsoft versenkt Rechenzentrum cgr. Mit dem Project Natick erprobt Microsoft Rechenzentren im Meer. Wie der Konzern mitteilt, wurde gerade die erste Versuchsphase abgeschlossen. In dieser erforschte Microsoft die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des RZ- Betriebs im Meer. Von August bis November 2015 wurde dazu ein Probe-Rechenzentrum namens Leona Philpot einen Kilometer vor der US- Pazifikküste versenkt. Microsofts Vision ist es, ein aus verschiedenen Modulen bestehendes Rechenzentrum zu entwickeln, das auf dem Grund des Meeres steht. ▸ Webcode 6378 Samsung geht den Oculus-Weg fpo. Samsung hat am Sundance Film Festival in Park City, Utah, Virtual Reality (VR) zum grossen Thema gemacht. Der Hersteller kündigte die Gründung eines eigenen Filmstudios an, das Inhalte für seine Virtual- Reality- Brille Gear VR produzieren soll. Näheres ist noch nicht bekannt. Weder über das Studio noch darüber, welche Filme zu erwarten sind. Doch Fans der Brille dürften sich über die Ankündigung freuen, schliesslich ist noch wenig Content für die Brille vorhanden. Laut Cnet.com sagte Marc Mathieu, Chief Marketing Officer von Samsung USA, das Studio würde in einem bestehenden New Yorker Büro von Samsung von einem Marketing-Team besetzt. Dass Samsung über seine VR-Pläne am Sundance Film Festival sprach, dürfte als Angriff auf VR-Pionier Oculus VR zu verstehen sein. Dieser zeigte schon vor einem Jahr am selben Festival einen Kurzfilm, der im Oculus-eigenen Filmstudio gedreht worden war. Das für Independent-Filme bekannte Festival mausert sich zusehends zum Virtual-Reality-Event. Wohl deshalb Innovation World Cup: Schweizer Start-ups im Finale Mit seinem K-1 GSM Tracker steht das Schweizer Start-up Kizy Tracking im Finale. So könnte die Samsung Galaxy Gear VR einst aussehen. gab Samsung am Festival eine Partnerschaft mit den Veranstaltern des Events bekannt. Die Zusammenarbeit mit dem Sundance Institute soll «das Filmemachen und kreative Talente fördern». Am Sundance Film Festival waren auch die Macher der Comedy-Plattform funnyordie.com präsent und zeigten einen für Virtual-Reality-Brillen optimierten Clip. An einer anschliessenden Panel-Diskussion beschrieb Comedian Rob Huebel Virtual Reality als «witzigste Möglichkeit, um die Leute von den Sitzen zu reissen». Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6237 mur. Swisscom ist auch 2016 wieder Hauptsponsor des IOT/ M2M Innovation World Cups. Das Finale des Wettbewerbs, der sich um das Internet der Dinge dreht, findet in Katalo nien statt. Im Centre de Cultura Contemporània de Barcelona, einem Hotspot der spanischen Kunst- und Kulturszene. Mit dabei sind auch Schweizer Start-ups: Kizy Tracking aus Neuenburg und Swissprime Technology aus Wädenswil haben es ins Finale geschafft. In diesem treten 25 Unternehmen gegeneinander an. Die Schweizer Projekte lagen unter den fast 400 Einreichungen aus 58 Ländern ganz vorn. Der Wettbewerb, der vor drei Jahren noch M2M Challenge hiess, findet dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Das Unternehmen Kizy Tracking, das im Januar 2014 gegründet wurde und heute 6 Mitarbeiter beschäftigt, machte bereits letztes Jahr auf sich aufmerksam. Es gewann damals den Swiss Logistics Award. Der von GS1 Schweiz vergebene Preis krönt besondere Leistungen in Logistik und Organisation. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6153 02 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 27 Was ein Dienstleister bieten muss DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Schweizer Unternehmen geben durchschnittlich 24 Prozent ihres ICT-Budgets für den ICT-Betrieb (Datacenter- Infrastruktur und Dienstleistungen) aus. Um Kosten im Betrieb zu senken, sehen die IT-Verantwortlichen vor allem in der Automatisierung, Standardisierung, Reduzierung der Komplexität und im Bezug von Cloud-Lösungen vielversprechendes Einsparungspotenzial. Die Wahl eines Cloud-Professional-Service-Partners spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Resultate unserer neuen Studie zum «ICT-Operations-Markt in der Schweiz bis 2017» zeigen, dass derzeit bereits rund 50 Prozent der Unternehmen interne und externe Private-Cloud-Lösungen nutzen, jedes vierte Unternehmen setzt auch auf die Public Cloud. Das hohe Wachstum des Wolkenmarktes wird 2016 immer noch von der weiteren Verbreitung und der steigenden Anzahl Anwender bestimmt, weniger durch das organische «Cloud-Nutzungs-Wachstum» in den Unternehmen. Und der Trend hält auch 2016 weiter an, die Wolkenfront hat sich nicht verflüchtigt. Allerdings zeichnet sich mit Blick auf die prozentualen Zuwachsraten ein Richtungswechsel ab. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich diese 2016 aufgrund des verstärkten Wettbewerbs und der daraus folgenden Preiserosion zurückbilden werden. Hohe Anforderungen an die Dienstleister Ist der Entscheid zur Nutzung einer Cloud-Lösung einmal gefallen, so steht die Wahl eines Cloud-Dienstleistungs- Partners an. Eine bedeutende Wahl, so hat der Cloud-Professional-Service-Anbieter die Aufgabe der Integration, Implementierung, des Supports und Unterstützungsservices für das neue Betriebsmodell. Dabei wandeln sich bestehende ICT-Umgebungen zunehmend zu Hybridoder Multi-Cloud-geprägten Infrastrukturen, hohe Anforderungen für den Cloud-Professional-Services-Partner! Wenn eine erste Vorauswahl an möglichen Dienstleistern für das anstehende Cloud-Projekt gefallen ist, entscheiden in der zweiten Runde folgende Top-Drei-Leistungs- und -Vertragskriterien: ·· dedizierte Ansprechpersonen während der Projektund Betriebsphase; ·· business- und risikoorientierte SLAs (festgelegte Interventionszeiten bei Störungen, Service-Downtime, abgestuft nach Business Impact); ·· ein Full-Service-Angebot: Beratung, Integration und Implementation, individuelle Anpassungen, Support, Schulung. Der Bauch redet mit In den meisten Fällen entscheiden aber nicht nur messbare, auf einer rationalen Grundlage erstellte Kriterien über die finale Auswahl und Auftragsvergabe, sondern auch (wie in vielen anderen Bereichen) die emotional gefärbte Sicht der Dinge: Der «Bauch» redet mit. Hier zählen dann persönliche Beziehungen und Erfahrungen aus bisherigen Partnerschaften und Projekten ebenfalls zu den Schlüsselkriterien bei der Entscheidungsfindung. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6409 i CLOUD PROFESSIONAL SERVICES – AUSWAHLKRITERIEN FÜR EINEN DIENSTLEISTER Was sind die wichtigsten Argumente, Services oder Kennzahlen, die Ihren Entscheid bei der finalen Auswahl eines Servicepartners am meisten beeinflussen? (Mehrfachantworten möglich) n = 70 Unternehmen mit total 726 Millionen Franken ICT-Spendings Dedizierte Ansprechpersonen während der Implementation und des Betriebs der Lösung 58,6% Wir erwarten vom Dienstleister ein komplettes Angebot an Professional Services (Cloud- Beratung, Integration & Implementation, Custom Software / individuelle Anpassungen) Businessorientierte und risikoorientierte SLA (festgelegte Interventionszeiten bei Störungen, Service-Downtime (= SDT), abgestuft nach Businesskritikalität) Einsatz von Monitoring- und Frühwarnsystemen, transparentes Reporting Transparentes Reporting der erbrachten Dienstleistungen 51,4% 48,6% 44,3% 41,4% Komplettes Business Continuity Management inklusive Beratung 22,9% Referenzwerte der durchschnittlich erreichten SLA-Werte (Verfügbarkeit, SDT, durchschnittliche Reaktionszeiten etc.) 11,4% MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2016

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