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Netzwoche 02/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell KOLUMNE Kamales Lardi Digitale Trans formation Die digitale Transformation wird 2016 die Geschäftswelt dominieren. Der Begriff klingt nach Technik, doch das Konzept umfasst weit mehr: Digitale Transformation steht für die weitreichenden Veränderungen in allen Bereichen unseres Lebens, die durch den Einsatz digitaler Technologien hervorgerufen werden. Diese Transformation zieht sich auch durch sämtliche Geschäftsbereiche; vom engagierten Dialog mit Kunden und Mitarbeitern über die Entwicklung kollaborativer und innovativer Teams, das Optimieren von Prozessen und Geschäftsmodellen bis hin zu Inspirationen für neuartige Infrastrukturen. Die rasanten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte brachte intui tive Technologien hervor, die einfach zu bedienen und preiswert sind. Die Konsumenten integrierten diese neuen Technologien sehr zügig in fast alle Bereiche ihres Lebens und erwarten nun von Unternehmen eine ähnlich schnelle Anpassung. Zudem werden immer mehr digitale Firmen wie Uber, Airbnb und Netflix gegründet, die sich ganz auf die Bedürfnisse der digitalen Kunden konzentrieren. Traditionelle Strategien, wie die Entwicklung einer App oder der Einsatz von Social Media, um mit Kunden zu kommunizieren, kratzen lediglich an der Oberfläche der Transformation. Firmen müssen im Kern ansetzen, die veränderten Bedürfnisse ihrer Kunden analysieren und mithilfe digitaler Technologien ihre Geschäftspraktiken optimieren und ihr Angebot verbessern. Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.ch Schweizer Mittelstand verschläft Digitalisierung cgr. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY (vormals Ernst & Young) hat sich in einer Studie die Bedeutung der Digitalisierung im Schweizer Mittelstand angesehen. Dazu befragten die Studienautoren 700 Schweizer Bild: Fotolia Schwerpunktplan E-Government steht Unternehmen mit 30 bis 2000 Angestellten. Die Umfrage wurde im Dezember 2015 durchgeführt. Digitalisierung hat oft keine Priorität Ein zentrales Ergebnis lautet, dass bei mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen digitale Technologien in den Geschäftsprozessen keine oder nur eine geringe Bedeutung haben. Einzig 17 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Bedeutung sehr gross sei, und 28 attestierten dem Thema eine mittelgrosse Bedeutung. Laut den Studienautoren messen Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences (62 Prozent) und Dienstleistungen (54 Prozent) digitalen Technologien die grösste Bedeutung bei. Mit deutlichem Abstand folgen Handel (42 Prozent), Industrie (41 Prozent) und Bau (37 Prozent). Betrachtet man den Umsatz, dann setzten grössere Unternehmen mit einem Umsatz über 30 Millionen Franken digitale Technologien schon heute viel häufiger ein als kleinere Firmen. Der Wert liegt bei ihnen deutlich über 50 Prozent. Laut EY-CEO Bruno Chiomento «hinkt der Schweizer Mittelstand den Grosskonzernen hinterher». Diese würden sich schon seit vielen Jahren mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Der Mittelstand habe daher noch viel aufzuholen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6392 cgr. Am 27. Januar hat der Steuerungsausschuss E-Government den ersten Schwerpunktplan zur E-Government- Strategie der Schweiz verabschiedet. Dieser läuft von 2016 bis 2019. Der Ausschuss tagte unter Leitung von Bundesrat Ueli Maurer. Im Plan sind Projekt und Ziele definiert, welche die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden im Bereich E-Government koordinieren sollen. Laut Plan sind die übergeordneten operativen Ziele: Dienstleistungsorientierung, Nutzen und Effizienz, Innovation und Standortförderung sowie Nachhaltigkeit. Der Plan nennt zudem acht konkrete strategische Projekte und drei dauernde Aufgaben. Als strategische Projekte sind diejenigen definiert, die «nationale Bedeutung haben und einen hohen Koordinationsbedarf aufweisen». Von der Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung viel nachgefragte Leistungen sollen entsprechende elektronische Behördenleistungen und E-Government-Infrastrukturen erhalten. Für die Umsetzung der Projekte und Leistungen stehen bis Ende 2019 insgesamt 20 Millionen Franken bereit, wovon knapp 5 Millionen noch nicht zugewiesen sind. 4 Millionen Franken entfallen für Personal- und Aufgaben der Geschäftsstelle E-Government Schweiz. Als gesonderter Posten ist der Bereich Innovation definiert. In jedem Jahr werden hier 200 000 Franken für Projekte reserviert, die Innovationen fördern sollen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6336 02 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Die Schweiz ist ein Software-Land Schweizer ICT-Markt mit hohem Software-Anteil Schweizer ICT-Markt nach Segmenten 2015: 25,1 Milliarden Euro (+ 1,7%) IT-Equipment Software IT-Services Telecom-Equipment Carrier-Services Quelle: Eito in Zusammenarbeit mit IDC 30,8% EU: 32,5% 9% EU: 12,0% 9,5% EU: 11,0% 18,5% EU: 12,4% 32,3% EU: 32,1% dkl. Die globalen ICT-Ausgaben sind 2015 um 3,8 Prozent gestiegen. Insgesamt gaben Länder weltweit 2,8 Billionen Euro für IT und Telekommunikation aus. Ganz vorne dabei: die USA und die EU. Zusammen kamen sie auf mehr als die Hälfte der Ausgaben, wie Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research, an der diesjährigen Swico-Medienkonferenz sagte. Die Schweiz taucht in der Statistik auch auf. Mit 1 Prozent des Gesamtmarktes. Das Wachstum fiel hierzulande allerdings etwas kleiner aus. Die Ausgaben kletterten um 1,7 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. Aufgeschlüsselt in die verschiedenen Bereiche des Marktes unterscheidet sich die Schweiz zum Teil deutlich von den Ländern der EU. Pols hob den hohen Softwareanteil hervor. Die Schweiz sei im Vergleich zur EU ein Software-Land, sagte er. Das sei nicht verwunderlich. «Die digitale Transformation, die wir im Moment erleben, wird durch Software angetrieben», sagte er. Ohne Software sei die Digitalisierung nicht möglich. «Der hohe Softwareanteil in der Schweiz zeigt, dass Unternehmen hier sehr weit und professionell im Einsatz von IT sind», sagte Pols. Der Schweizer IT-Markt ohne Telekommunikation legte im vergangenen Jahr knapp 3 Prozent zu. Die Ausgaben kletterten auf 15,1 Milliarden Franken. In diesem Jahr würden die Ausgaben um 3,2 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro steigen, erwartet das Eito. Doch längst nicht alle Bereiche des IT-Marktes entwickelten sich so erfreulich. Der PC-Absatz in der Schweiz ging 2015 um 11,3 Prozent auf 2,3 Millionen verkaufte Einheiten zurück. ICT-Index klettert wieder Laut Giancarlo Palmisani vom Swico-Verband sehen die Schweizer Firmen dem ersten Quartal 2016 positiv entgegen. Der ICT-Index nähere sich wieder der 111-Punkte- Marke. Die Auswirkungen des Frankenschocks waren für die Schweizer IT-Branche laut Palmisani weniger schlimm als befürchtet. Er zitierte drei Stimmen aus der Branche: Patrick Burkhalter, CEO von Ergon Informatik, Thomas Köberl, Geschäftsleitungsmitglied von Abacus, und Christoph Höinghaus, CEO von Trivadis. Für Ergon Informatik war der Frankenschock mehr Segen als Fluch. Der Umsatz aus Lizenzen und Wartung für das Produkt Airlock legte in der Schweiz um 33 Prozent zu und im Ausland um 14 Prozent (in Euro), wie Burkhalter dem Swico sagte. Bei Abacus lief es ähnlich. Laut Köberl stieg der Umsatz in Deutschland um 33 Prozent. Abacus biete seine Software in Euro an, dadurch hätte die Aufhebung des Mindestkurses keinen direkten Einfluss auf das Geschäft gehabt. Nur die Marge sei gesunken. Einzig für Trivadis sah es schlecht aus. Die Exportquote nach Deutschland sank von 20 auf unter 5 Prozent. Das habe zu massiven Engpässen geführt, zitierte Palmisani den Trivadis-CEO Höinghaus. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6329 WWW.NETZWOCHE.CH Währungsschwankungen machen Ascom zu schaffen csc. Ascom hat seine provisorischen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. Demnach sank der Umsatz um 6,1 Prozent auf 411 Millionen Franken. Bei konstanten Wechselkursen hätte jedoch ein Plus von 1,5 Prozent resultiert. Auch der Gewinn des Unternehmens aus Baar brach ein. Ascom erwartet für das Jahr 2015 einen Reingewinn von 24 Millionen Franken. ▸ Webcode 6328 Frankenstärke belastet Dätwyler cgr. Die Dätwyler-Gruppe weist für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 ein organisches Wachstum von 1,8 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz um fast 4 Prozent zurück. Grund dafür ist der Verkauf der Tochterfirma Maagtechnic, die nun nicht mehr in der Bilanz auftaucht. ▸ Webcode 6204 Starkes Jahr für Veeam cgr. Veeam hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2015 vorgelegt. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 474 Millionen US-Dollar, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Unternehmen macht traditionell keine Angaben zum Gewinn. ▸ Webcode 6299 Anzeige GDBANZ CH 01-2016 NW 235x83 V2 #53904 • 5611020216 Business goes Mobile. Secure it. www.gdata.ch/mobile-device-management Die Zahl der in Unternehmen eingesetzten Mobilgeräte steigt stetig. Die neuen G DATA Businesslösungen berücksich tigen diese Herausforderung und schützen zuverlässig auch alle mobilen iOS- und Android-Clients im Netzwerk. Seit 30 Jahren überzeugt G DATA als Antivirenpionier mit innovativen Lösungen für Netzwerke jeder Größe. Beratungsgespräch oder kostenfreie Testversion: cornelia.lehle@gdata.ch • Tel: 044 580 32 54 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2016

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