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Netzwoche 02/2017

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20 Web App-Projects Ihr

20 Web App-Projects Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autor: Joël Orizet NEUE APPS Wire Wire Swiss mit Hauptsitz in Zug hat einen Instant Messenger lanciert. Mit der App können Nutzer telefonieren sowie Nachrichten, Bilder, Musik und Videos verschicken. Laut den Entwicklern ist Wire anders als andere Messenger. Wire Swiss will alle Kommunikationskanäle, auch Video- und Gruppenanrufe, per End-zu-End-Verschlüsselung absichern. Die App und das Verschlüsselungsprotokoll sind zudem quelloffen. Ausserdem versprechen die Entwickler der App, keine Nutzungsdaten ihrer Kunden an die Werbewirtschaft zu verkaufen. Wire soll ohne Werbung, Banner oder Pop-ups funktionieren. 4-Check Das Baselbieter Start-up 4-Check hat eine gleichnamige App entwickelt, mit der die Nutzer Checklisten digitalisieren können. Die Entwickler wollen mit der Applikation eine mobile Lösung für Qualitätsprüfungen bieten. Anwender können mit 4-Check Prüflisten selbst erstellen oder auf bestehende Vorlagen zurückgreifen, die gesetzliche Richtlinien und ISO-Normen erfüllen sollen. Die Benutzer könnten Checklisten digital unterschreiben und per Mail versenden. 4-Check speichert die Daten in einer Cloud und wertet sie statistisch aus. Die App ermögliche es, Ergebnisse grafisch zu visualisieren und zu exportieren. Sheek Das Kleinanzeigenportal Tutti.ch hat mit «Sheek» eine App lanciert, die den Onlinehandel mit Gebrauchtwaren erleichtern soll. Die Anbieter wollen mit der App Zahlungen abwickeln und die Verfolgung von Sendungen ermöglichen. Käufer können mit der Applikation Geld auf einem Konto hinterlegen. Wenn sie einen Artikel erwerben, blockiert Sheek den entsprechenden Kaufbetrag. Die Zahlung verbucht die App erst dann, wenn der Käufer die Ware erhält. Dem Verkäufer garantiert Sheek im Gegenzug die Abwicklung der Zahlung. Sheek soll nicht nur mit Tutti.ch, sondern mit verschiedenen Kleinanzeigenportalen funktionieren. Auftraggeber: Wire Swiss Auftragnehmer: Wire Swiss Technologien: Swift (iOS), Objective-C (iOS), Java (Android), Scala (Android) Online seit: Dezember 2014 Auftraggeber: 4-Check Auftragnehmer: 4-Check Technologien: Java, C/C++, Swift Online seit: September 2015 Auftraggeber: Tutti.ch / Sheek Auftragnehmer: Tutti.ch / Sheek Technologie: Node.js (Serverside Javascript) Online seit: Dezember 2016 02 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Event 21 Johann Schneider-Ammann ehrt Tim Berners-Lee 2000 Besucher haben das diesjährige Worldwebforum besucht. Highlight war die Auszeichnung von Tim Berners-Lee durch Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Der WWW-Erfinder Berners-Lee erhielt in Zürich-Oerlikon den «Worldwebforum Lifetime Achievement Award». Der Preisträger forderte dazu auf, gemeinsam gegen Hassreden im Web vorzugehen. Autor: Marcel Urech Über 26 Jahre ist es her, als das Cern die erste Website aufgeschaltet hat: info.cern.ch ging am 13. November 1990 online. Erfinder des WWW ist Tim Berners-Lee. Der britische Physiker entwickelte am Forschungszentrum die Hypertext Markup Language (HTML) und gilt damit als Begründer des World Wide Web. Für diese Leistung wurde Berners-Lee am diesjährigen Worldwebforum Ende Januar in Zürich-Oerlikon geehrt. Berners-Lee erhielt den «Worldweb forum Lifetime Achievement Award» für sein Lebenswerk. Bundesrat Johann Schneider-Ammann zeichnete Berners-Lee vor den rund 2000 Gästen aus. Bundesrat Johann Schneider- Ammann hat den WWW-Erfinder Tim Berners-Lee mit dem «Worldwebforum Lifetime Achievement Award» ausgezeichnet. Das Netz wird immer unfreier «Dass das Internet in der Schweiz erfunden wurde, sollte uns Leuchtturm und Challenge zugleich sein für die kommenden Jahre», sagte Schneider-Ammann in Zürich. Diese Aussage ist falsch. Denn Berners-Lee erfand nicht das Internet, sondern das WWW. Der Volksmund setzt WWW zwar mit dem Internet gleich. Doch das WWW ist nur eines von vielen Internetprotokollen, wenn auch das wichtigste. Weitere sind etwa SMTP, POP und IMAP für den E-Mail- Verkehr oder IPv4 und IPv6 für die Vernetzung von Computern. «Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für uns – wir haben die beste Ausgangslage», referierte der Bundesrat weiter. Berners-Lee ist Verfechter der Netzneutralität und offener Webstandards. Mit dem heutigen Zustand des WWW ist er nicht glücklich. Das Web werde immer unfreier, sagte er in Zürich. Nutzer müssten das Recht haben, sich im WWW ohne Angst vor Repressalien zu äussern. Gleichzeitig warnte er aber auch vor Gefahren durch Social Media. Die Verbreitung von Fake-News und Hassreden über soziale Netzwerke sei ein Problem, das alle Nutzer des Internets gemeinsam anpacken müssten. Auf den Schultern von Giganten Die Arbeit von Berners-Lee lag auf Schultern von Giganten. Das US-Verteidigungsministerium vernetzte mit Arpanet bereits 1969 vier Universitäten. Der Philosoph Ted Nelson prägte 1965 die Begriffe Hypertext und Hypermedia – bevor es überhaupt PCs gab. Stanford-Professor Vint Cerf entwickelte 1973 das Transmission Control (TCP) und Internet Protocol (IP). Und der Informatiker Paul Mockapetris designte 1983 das Domain Name System (DNS). Hyperlinks, TCP/IP und DNS. Er habe die Technologien bloss kombiniert, sagt Berners-Lee – so sei das WWW entstanden. Und das sei nur möglich gewesen, weil Universitäten begannen, eigene Websites zu betreiben. Berners-Lee erfand mit dem WWW allerdings nicht nur HTTP, HTML und URL, sondern auch die erste Serversoftware. «CERN HTTPd» lief auf einem PC des Kernforschungszentrums. Das Cern kaufte ihn bei der Firma Next, gegründet von Steve Jobs, als er 1985 Apple verliess. Der «Next Computer» hostete von Meyrin aus die erste Website der Welt. Damit die Schweiz bei der digitalen Transformation mit dabei bleibt, hatten Ende des vergangenen Jahres 50 selbsternannte «digitale Vordenker» gemeinsam mit der Standortinitiative Digitalswitzerland ein Digitales Manifest ausgearbeitet. Dieses übergaben der designierte ICT- Switzerland-Präsident Marcel Dobler und Ringier-CEO Marc Walder Schneider-Ammann symbolisch. « Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für uns – wir haben die beste Ausgangslage. » Johann Schneider-Ammann, Bundesrat www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2017

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