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Netzwoche 02/2017

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22 Technology Aktuell

22 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Innovationspark Zentralschweiz startet fpo. Der Verein Innovationspark Zentralschweiz hat ein Provisorium angekündigt, das ab April in der Suurstoffi 41 in Rotkreuz zur Verfügung stehen soll. Wie der Verein mitteilt, dient der Ort mit einer Fläche von 400 Quadratmetern als Inkubator für Aktivitäten eines künftigen Innovationsparks in der Region. Zudem mietet sich der Innovationspark Zentralschweiz im Forschungsgebäude Nest der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungs anstalt in Dübendorf ein. ▸ Webcode DPF8_22673 Mit Crowdli gemeinsam Immobilien kaufen msu. Das Ostschweizer Unternehmen Crowdli hat ein Crowdfunding-Portal gestartet. Es heisst Crowdli.ch. Die Plattform soll Immobilienverkäufer und Interessenten zusammenbringen. Die Nutzer können dort direkt in Immobilien investieren, wie das Unternehmen mitteilt. Wer über Crowdli investiert, werde Miteigentümer an Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeliegenschaften. Die Liegenschaften seien von Immobilienexperten geprüft, schreibt das Unternehmen. ▸ Webcode DPF8_21516 Tsinghua Unigroup baut Mega-Chipfabrik jor. In der Nähe von Nanjing, der Hautpstadt der südchinesischen Provinz Jiangsu, soll eine Chipfabrik der Superlative entstehen. Die grösstenteils staatliche Investitionsgesellschaft Tsinghua Unigroup will dort rund 30 Milliarden US-Dollar investieren. In der Fabrik sollen 3D-NAND-, Flach- und DRAM-Speicher gefertigt werden, wie Tsinghua mitteilt. Mit der Fabrik soll China unabhängiger von Chip- Importen werden, gab Tsinghua als eines der Hauptziele an. ▸ Webcode DPF8_22030 Schweizer Forscher melden Durchbruch bei Fintech-Lösung Procivis zeigt Plattform für E-Gov auf Blockchain-Basis cgr. Mithilfe der Blockchain will das Start-up Procivis im Bereich E-Government neue Impulse setzen. Hinter dem Jungunternehmen steht Daniel Gasteiger. Er ist auch Mitgründer der Blockchain-Plattform Nexussquared. Procivis entwickelt gemäss einer Mitteilung eine «E-Governmentas-a-Service-Plattform». Am «Microsoft Praxistag für die öffentliche Hand» Ende Januar präsentierte Procivis einen ersten Machbarkeitsbeweis seiner Technologie. Dazu entwickelte das Unternehmen zusammen mit estnischen E-Government- Experten eine auf dem Mobiltelefon basierende E-Voting- Lösung. Laut Procivis ermöglicht sie die «manipulationssichere Stimmabgabe» für Bürger. Über einen von den Behörden verwalteten App-Store könne die Plattform von Procivis auch noch weitere Dienste ermöglichen. Etwa Steuererklärungen oder Grundbuch- Bild: Fotolia jor. Seit September 2016 arbeitet ein Schweizer Industriekonsortium unter der Führung der Hochschule Luzern an einer auf Blockchain basierenden Plattform für ausserbörslich gehandelte Aktien. Das Konsortium will die Abwicklung des ausserbörslichen Handelsgeschäfts von Schweizer Aktien, auch Over-the-Counter- respektive OTC-Trading genannt, vereinfachen. Das Forschungsteam verkündete einen wichtigen Etappensieg. Es entwickelte ein Verschlüsselungsmodul, das die Privatsphäre der Händler schützen soll, wie das Konsortium mitteilt. Das Modul erweiterte die Ethereum Blockchain, die das Konsortium als Basis für seine Lösung wählte. Ethereum ist eine dezentrale Plattform, die sogenannte Smart Contracts bietet. Smart Contracts sind Computerprotokolle, die etwa Verträge abbilden oder überprüfen, wie das Konsortium mitteilt. Die Idee dahinter ist, sichere Transaktionen ohne vertrauenswürdige Dritte zu ermöglichen. Fintech soll das Bankgeheimnis hüten Keine Bank lege der Konkurrenz gerne offen, welche Transaktionen sie gerade abwickle. Gleichzeitig müsse bei Finanztransaktionen das Bankgeheimnis gewahrt werden, schreibt das Forschungsteam. Deshalb sollen die Handelsteilnehmer über sogenannte Crypto-Adressen eindeutig identifiziert werden können. Dafür gebe es jedoch noch Hürden zu meistern, heisst es weiter. Für den langfristigen Erfolg des Projekts fehlen allerdings noch rechtlichen Grundlagen, die laut Mitteilung in den kommenden Monaten erarbeitet werden sollen. Das Konsortium besteht aus dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern und den Schweizer Unternehmen Incore Bank, Inventx, Six, Swisscom, TI&M sowie der ZKB. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_22813 und Handelsregistereinträge nennt das Unternehmen in der Mitteilung als Anwendungsszenarien. Bei der Entwicklung stützte sich Procivis nach eigenen Angaben auf drei Pfeiler: ·· Estlands Erfahrungen als weltweit führende digitale Gesellschaft ·· der Blockchain-Technologie ·· den traditionellen Schweizer Grundwerten Für Gasteiger ist Estland das klare Vorbild in Sachen E- Government. «Gemeinsam mit führenden estländischen E-Government-Experten und basierend auf unseren Erfahrungen im Blockchain-Bereich wollen wir eine Plattform bauen, die künftig als digitales Rückgrat von Demokratien auf der ganzen Welt dienen kann», fasst Gasteiger in der Mitteilung seine Vision zusammen. 02 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 23 EPFL-Forscher lehren Autos Vorfahrtsregeln jor. Die EPFL beteiligt sich am Projekt «Autonet 2030». Für das Projekt erforschen Wissenschaftler den Datenaustausch und die Kooperation zwischen Autos. Durch den Austausch von Daten können sich die Fahrzeuge für ein gemeinsames Vorgehen entscheiden, wie die EPFL mitteilt. Es gebe keine zentrale Steuerung. EPFL entwickelte Algorithmus zur Koordination Die EPFL entwickelte einen Algorithmus zur Koordination der Fahrzeuge. Ein Forschungsteam der Hochschule arbeitet daran seit etwa zehn Jahren. Die Grundidee besteht darin, verschiedene Roboter mit geringer Rechenkapazität miteinander kooperieren zu lassen, wie der Leiter der Forschungsgruppe, Alcherio Martinoli, erklärt. Durch die Zusammenarbeit können die Roboter komplexe Verhaltensmuster entwickeln, womit eine einzelne Maschine überfordert wäre. Dieselbe Technologie lässt sich auch für Autos anwenden. Vernetzte Fahrzeuge könnten alle mit derselben Geschwindigkeit fahren und auch in Kurven eine Formation auf der Strasse halten. Eine Kolonne von Autos könnte dadurch auch problemlos neue Autos hinzufügen und gemeinsam auf Probleme wie etwa Unfälle reagieren. Technologie könnte Übergang zum autonomen Fahren erleichtern Auch Fahrzeuglenker könnten von der Technik profitieren, schreibt die EPFL. Ziel des Projekts sei es auch, dass autonome Fahrzeuge auf personengelenkte Autos reagieren. Zudem könne das System den Lenker anweisen, wie er sich in die Kolonne einfügen könne. Die Technik kann daher laut EPFL den Übergang vom manuellen zum autonomen Fahren auf der Strasse erleichtern. Ende Oktober gab es in Schweden einen Test mit drei Fahrzeugen. Eine Person lenkte eines der Fahrzeuge, die anderen fuhren autonom. Dieser Test bestätigte laut der EPFL die Ergebnisse aus den Computersimulationen. Live-Hacks, Tests und Networking gsa. Manche Firmen veranstalten Empfänge, andere laden Kunden zum Essen ein. Infoguard läutet das Jahr mit Live- Hacks und simulierten Cyberattacken ein. Das kommt an. Bereits zum fünften Mal lud das Team des IT-Security- Anbieters IT-Entscheider und Technologiepartner ein. Rund 300 Gäste hatten sich im Vorfeld angemeldet. Die Gäste konnten sich auf 30 Referate und Demos freuen. Nach einem Begrüssungskaffee ging es auch schon los. In 20-minütigen Vorträgen erklärten Experten von Infoguard und dessen Technologiepartnern, womit sich ITund Sicherheitsverantwortliche 2017 auseinandersetzen sollten. Das Themenspektrum reichte vom Passwortschutz über die Absicherung virtueller Maschinen bis hin zu den Folgen der europäischen Datenschutzgrundverordnung. Das Infoguard-Team begleitete die Gäste durch die Veranstaltung. Passwortdiskussionen und simulierte Angriffe Besonders beliebt war der Live-Hack. Bei diesem zeigten Infoguards Spezialisten Luca Cappiello und Maurice Popp die Wichtigkeit von Passwörtern auf. Auch 2017 sind unsichere Passwörter ein grosses Problem. Das zeigte auch der Andrang. Rund 80 Personen sassen, standen und streckten sich, um auch noch vom Gang aus dem Vortrag von Cappiello und Popp zu lauschen. Auf die zahlreichen Fragen wussten die Experten stets eine Antwort oder konnten die richtigen Hinweise geben. Denn auf manche Fragen wird man wohl nie eine abschliessende Antwort finden. Soll man lieber ein kompliziertes Passwort mit neun Buchstaben oder ein Passwort mit 25 Buchstaben wählen, das man sich noch merken kann, wollte ein Besucher wissen. Längere Passwörter seien besser, empfahlen die Experten. Sie wiesen aber auch darauf hin, dass sich Mitarbeiter lange Passwörter oft aufschreiben und den Zettel in der Nähe des PCs aufbewahren würden. Eine Frage für Philosophen, so scheint es. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_22827 WWW.NETZWOCHE.CH Wisekey schliesst zwei neue Partnerschaften cgr. Wisekey hat im Rahmen des World Economic Forums in Davos zwei neue Partnerschaften geschlossen. Am «Davos Internet of Value Blockchain Roundtable» einigte sich Wisekey mit dem Zuger Unternehmen Lykke auf eine Kooperation. Lykke bietet eine Plattform zum Tauschen von digitalen Währungen und Wertgegenständen an, wie Wisekey in einer Mitteilung schreibt. Zudem schloss Wisekey eine Partnerschaft mit Stratumn. Die Firma aus Paris bietet unter anderem eine Buchungskontrolle an, die mit der Blockchain- Technologie abgesichert ist. ▸ Webcode DPF8_21915 Microsofts 1000 Start-ups gsa. Microsoft Schweiz fördert Jungunternehmen. Hierfür startete Microsoft vor neun Jahren das Programm «Biz Spark». Mit Nosy Peak ist nun das 1000. Schweizer Start-up Teil dieses Förderprogramms, wie Microsoft mitteilt. Das Westschweizer Unternehmen Nosy Peak ist auf die Video-Transkodierung in sehr hoher Qualität spezialisiert. Content-Anbieter oder Telekombetreiber können den Service laut Start-up in der Cloud oder in einem lokalen Rechenzentrum betreiben. ▸ Webcode DPF8_23622 U-Blox kauft Simcom cgr. Der Thalwiler Chiphersteller U-Blox hat zugekauft. Die Firma übernimmt Simcom, einen in Shanghai beheimateten Anbieter von Lösungen für Machine-to-Machine-Kommunikation. Der Deal hat ein Volumen von 52,5 Millionen US-Dollar, wie U-Blox mitteilt. Es ist die bisher grösste Übernahme für den Schweizer Hersteller. An U-Blox gehen Simcoms Modemproduktion, das Forschungsteam mit rund 120 Mitarbeitern, die Patente und die Kundenbasis. ▸ Webcode DPF8_22230 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2017

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