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Netzwoche 02/2017

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UPC kauft Euthaler Kabelnetz fpo. UPC hat das Euthaler Kabelnetz bei Einsiedeln im Kanton Schwyz übernommen. Wie der Telko mitteilt, betrieb das Netz bisher die Genossenschaft der Gemeinschafts-Antennenanlage Euthal (GGAE). Der Kauf gilt rückwirkend per 1. Januar 2017. Angaben zum Kaufpreis machte UPC keine. Die GGAE sei langjähriger UPC-Partner gewesen. Deshalb ändere sich für die rund 180 Kunden nichts. ▸ Webcode DPF8_23180 Cherwell Software drängt in den DACH-Raum dkl. Cherwell Software will den deutschsprachigen Raum erobern. Das US-Unternehmen hat Christian Frauen zum Regional Director DACH ernannt, wie Cherwell mitteilt. Die Firma bietet Software für IT-Service- und Asset-Management an. Cherwell hat nach eigenen Angaben 29 Kunden in der Schweiz und arbeitet mit dem IT-Dienstleister Plain-IT zusammen, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage sagte. ▸ Webcode DPF8_23160 So soll das Rechenzentrum Ostschweiz nach der Fertigstellung aussehen. Rechenzentrum Ostschweiz erhält Baubewilligung msu. Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) haben die Baubewilligung für das «Rechenzentrum Ostschweiz» erhalten. Die Bauarbeiter dürfen jetzt den Rohbau im appenzellischen Gais errichten, wie das Unternehmen mitteilt. Der Spatenstich für die Erschliessungsarbeiten erfolgte am 17. Oktober des vergangenen Jahres. Zu diesen Arbeiten zählte etwa die Verlegung einer Hochspannungsleitung im Untergrund. Diese verläuft quer über das Grundstück. Die Baubewilligung hatten die SAK zum Zeitpunkt des Spatenstichs noch nicht. Die Erschliessungsarbeiten seien mittlerweile weit fortgeschritten. Es sei also ein gewisses Risiko vorhanden gewesen, sagte Andreas Schwizer, Bereichsleiter SAK-Net, auf Anfrage. Stromerzeugung mit Sonnenenergie Gemäss Mitteilung soll der Rohbau im kommenden Juni fertig sein. Anschliessend können die Arbeiten am Innenausbau und an den Fassaden beginnen. Der Strom für das Rechenzentrum wird gemäss Projekt-Website durch Sonnenenergie erzeugt. Die gesamte Fassade soll dafür flächendeckend mit Photovoltaik-Panels verkleidet werden. Die SAK richteten eine Webcam ein, über die Interessierte die Bauarbeiten live mitverfolgen können. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Durch blosse Verbesserung der Kerze hätten wir den Sprung zum elektrischen Licht nie geschafft. Man kann zwar immer einzelne Systeme oder Prozesse optimieren, die Transformation zur digitalen Organisation werden wir dabei aber nicht wirklich erreichen. Trotzdem versuchen viele IT-Organisationen derzeit, genau dieses zu tun. Im klaren Wissen darum, dass etwas getan werden muss, wird eifrig in den jeweiligen Silos ein Aktionismus unter dem Label «Digitalisierung» losgetreten. Die Infrastruktur-Ingenieurs versuchen sich mit der Integration von Cloud-Diensten. Die Entwickler sind dabei, ihre Teams mit DevOps auf Trab zu halten. Der IT-Betrieb müht sich damit ab, die vielen neuen externen Provider zu koordinieren und irgendwie technisch zu integrieren. Und der CIO darf sich keine Untätigkeit vorwerfen lassen. Er nutzt alle Gelegenheiten, die sich ihm bieten, seine Sicht der angestrebten digitalen Zukunft zu projizieren, im Vertrauen darauf, dass die einzelnen Akteure das Bild dann schon noch schärfen. Die Digitalisierung zielt aber auf das Business – nicht auf die IT. In der irrigen Meinung, Bestehendes durch neue Technologien oder Methoden ersetzen zu können, wird nicht grundsätzlich etwas Neues geschaffen. Ohne die Sicht aufs Ganze und die klare Vision, wie das neue Business der Zukunft aussehen soll, wird die angestrebte Digitalisierung zur blos sen Spielerei für IT-Techies. Ein riskantes Unterfangen, wenn man bedenkt, wie schnell ein bewährtes Geschäftsmodell nach verpasster digitalen Transformation in Gefahr gerät. Als Thomas Edison durch das Streben nach beständigem Licht die Glühbirne erschuf, musste er sich im Vorfeld auch von Bewährtem lösen. Es ist eminent wichtig, die Innovation neuer Geschäftsmodelle mit dem Business zuerst zu entwerfen und die angestrebte Vision zu definieren. Jetzt reicht es nicht mehr, einzelne Bereiche zu optimieren – jetzt müssen die Silo-Puzzles aufgelöst und in eine wertschöpfende Kette umgestaltet werden. Wenn das gemeinsame Ziel von allen verstanden wird, lässt sich die dazu notwendige Kultur auch schaffen. Wie sagte doch schon Antoine de Saint-Exupéry: «Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. » Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_23535 Verbesserung allein führt nicht zu Digitalisierung Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 02 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Netcetera kauft österreichischen Payment-Anbieter cgr. Der Zürcher Softwareanbieter Netcetera hat zugekauft. Das Unternehmen übernahm den Anbieter von Mobile- Payment-Lösungen Nexperts. Die Firma ist im österreichischen Hagenberg ansässig. Zum Kaufpreis machten die Firmen keine Angaben. Netcetera will mit dem Zukauf seine Kompetenzen im Bereich Mobile Payment stärken. Vor allem die Expertise von Nexperts bei der NFC-Technologie habe eine entscheidende Rolle für den Zukauf gespielt. Sie ergänze die Wallet-Expertise von Netcetera. Als Ziel geben die Unternehmen an: «Integrierte digitale Bezahllösungen auf Basis aller Kredit- und Debitkartenstandards für Banken und Kartenherausgeber anzubieten.» Durch den Zukauf könne Netcetera zudem seine Präsenz im deutschsprachigen Raum ausbauen. Den neuen Geschäftsbereich «Digital Payment» wird Nexperts- Geschäftsführer und -Gründer Kurt Schmid leiten. «Gemeinsam können wir den NFC-basierten Mobile- Payment-Markt umwälzen. Denn dank des Zusammenschlusses unserer Kompetenzen bieten wir eine integrierte, unabhängige Lösung für das Digital Payment mit allen Kartenstandards, die neben Mobile Payment auch In-App- Payment und Online-Payment umfasst», lässt sich Andrej Vckovski, CEO von Netcetera, in der Mitteilung zitieren. Netcetera und Nexperts kennen sich gemäss Communiqué schon länger. Bereits seit drei Jahren arbeiten beide Unternehmen an einer Lösung für Token-basiertes mobiles Bezahlen. 3 von 4 Schweizer CIOs haben zu wenig Zeit für Innovation mur. Marktforscher Deloitte hat im Oktober 2016 seine vierte CIO-Umfrage in der Schweiz durchgeführt. Er befragte 53 Schweizer Informatikentscheider zum Thema Innovation. Die Studie zeigt, dass es in Schweizer Unternehmen immer noch viele Innovationsbremsen gibt. Gefahr durch innovative Wettbewerber 59 Prozent der Befragten gaben in der aktuellen Umfrage an, dass die Bedrohung durch innovative Wettbewerber zunehme. 37 Prozent der CIOs sagten, dass die Bedrohungslage gleich sei wie letztes Jahr. Nur 4 Prozent der IT- Entscheider spüren einen geringeren Druck durch innovative Wettbewerber. Rund ein Viertel der Umfrageteilnehmer sagte, dass sich für ihr Unternehmen trotz des Innovationshypes nichts verändert habe. Das bedeutet, dass rund drei Viertel der CIOs auf neue IT-Innovationen reagieren müssen. Gerade einmal 22 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es angemessen sei, mit neuen Technologien vorsichtig umzugehen. Wer eine Follower-Strategie fährt, ist in der Schweiz also in der Minderheit. In den befragten Firmen gibt es Barrieren, die Innovationen verhindern. 74 Prozent der CIOs sagten, dass ihnen für die Umsetzung von Innovationsprojekten die Zeit fehle. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen Innovationen dadurch gebremst, dass ihr Unternehmen ein Scheitern neuer Projekte kaum toleriere. Ebenfalls 45 Prozent gaben an, dass es schlicht an Talenten fehle, um neue Innovationen umzusetzen. 53 Prozent der IT-Entscheider finden es schwierig, schnell neue innovative Fähigkeiten zu entwickeln. Der Grund dafür sei, dass die Unternehmen in den letzten Jahren die Reduzierung von Kosten und Risiken forcierten. CIO-UMFRAGE Innovative Wettbewerber stellen eine reale und wachsende Gefahr dar 59 Prozent der Schweizer CIOs sehen eine wachsende Gefahr durch innovative Wettbewerber in den letzten zwei Jahren. Nur 4 Prozent sehen diese weniger als Gefahr an. 16 % Viel grössere Gefahr 43 % Grössere Gefahr Quelle: CIO-Umfrage von Deloitte. 37 % Keine Veränderung 4 % Geringere Gefahr 0 % Viel kleinere Gefahr Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_22265 WWW.NETZWOCHE.CH Alphabet steigert Umsatz dank Google jor. Googles Muttergesellschaft Alphabet hat ihre Jahreszahlen vorgelegt. Die Holding verzeichnete im Fiskalquartal 2016 einen Umsatz von rund 26 Milliarden US- Dollar, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von rund 4,9 auf 5,3 Milliarden Dollar, wie Alphabet mitteilt. Dabei erwirtschaftete Google die Umsatz- und Gewinnsteigerung des Konzerns. Der Suchmaschinenanbieter erzielte einen Umsatz von 25,8 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von rund 7,9 Milliarden Dollar. ▸ Webcode DPF8_23170 SAPs Cloud-Geschäft brummt cgr. Der deutsche ERP-Spezialist SAP hat seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2016 übertroffen. Der Gesamtumsatz stieg um 6 Prozent auf rund 22 Milliarden Euro. Nach Steuern bleibt ein Gewinn von 3,6 Milliarden Euro, dies ist ein Plus von 18 Prozent. Gemäss dem Jahresbericht übertraf SAP damit seine Prognose für 2016 leicht. Besonders stark wuchsen die «Cloud-Subskriptionsund -Supporterlöse». Das Plus betrug 31 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro. ▸ Webcode DPF8_22432 Brian Krzanich ist zufrieden dkl. Intel hat 2016 59,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das entspricht 59,5 Milliarden Franken und plus 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders gut lief es in der Geschäftseinheit «Internet of Things Group». Sie steuerte 2,6 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. 15 Prozent mehr als 2015. Intels CEO Brian Krzanich zeigte sich mit der Leistung im Jahr 2016 zufrieden und blickt zuversichtlich in die Zukunft, wie er sagt. ▸ Webcode DPF8_23174 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2017

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