Aufrufe
vor 1 Woche

Netzwoche 02/2021

  • Text
  • Mitteilung
  • Microsoft
  • Zudem
  • Datenschutz
  • Digital
  • Huawei
  • Netzmedien
  • Schweiz
  • Schweizer
  • Unternehmen

38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH ETH und HSG starten gemeinsamen Executive MBA rko. Die ETH Zürich und die Universität St. Gallen lancieren ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm. In einem neuen Executive MBA kombinieren die Institutionen ihr Wissen zu Unternehmensführung, Nachhaltigkeit und Technologiemanagement. Die ETH Zürich und die Universität St. Gallen (HSG) wollen unter dem Namen «EMBA X» ihre jeweiligen Stärken bündeln, wie es in einer Mitteilung heisst. In 18 Monaten vermittle der Nachdiplom-Studiengang Führungskräften die Grundlagen von Unternehmensführung und Technologiemanagement. FHNW startet Master-Lehrgang für digitales Bauen jor. Die Fachhochschule Nordwestschweiz lanciert einen Master-Studiengang in Virtual Design and Construction. Das Studium soll Kompetenzen für die Digitalisierung im Bauwesen vermitteln. Das Angebot richtet sich an Fachpersonen aus der Planungs-, Bau- und Immobilienbranche und umfasst technische sowie psychologische Lerninhalte. Der Lehrgang vermittelt Kompetenzen für die zunehmende Digitalisierung im Bauwesen, wie die FHNW mitteilt. Google-Gewerkschaft nun auch für die Schweiz rja/lha. Kurze Zeit nachdem sich Mitarbeitende von Google und Alphabet aus den USA und Kanada zu einer Gewerkschaft zusammengeschlossen haben, kommen andere Länder dazu. Die international agierende Gewerkschaft «Alpha Global» vertritt auch Schweizer Google-Mitarbeitende. «Alpha Global» setzt sich gegen Sexismus, Rassismus und Missbrauch von Machtpositionen innerhalb der beiden Konzerne ein, wie «futurezone.at» berichtet. Digitale Ethik? Ja, aber nicht im Marketing Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch kfi. Digitale Ethik ist auf der Führungsetage angekommen. Das zeigt gemäss der HWZ die Auswertung des Stimmungsbarometers «Digitale Ethik». Die Studie soll die digitale Verantwortung von Schweizer Unternehmen messen. Rund die Hälfte der befragten Firmen gab an, dass die Geschäftsleitung zu den wichtigsten Fürsprechern digitaler Ethik innerhalb des eigenen Unternehmens gehört. Ethik-Themen betreffen vor allem Daten Die meisten Unternehmen haben den Ergebnissen zufolge bereits Erfahrungen mit ethisch umstrittenen Projekten gemacht. Das betrifft mit 84 Prozent der Nennungen vor allem den Umgang mit Daten. Es geht etwa darum, welche Datenauswertungen gemacht und wofür Kundendaten genutzt werden. Weitere Erfahrungen mit umstrittenen Projekten beinhalten gemäss Mitteilung die «Datafizierung» am Arbeitsplatz (31 Prozent) und den Umgang mit neuen Technologien (27 Prozent). Unternehmen seien zunehmend sensibilisiert für den verantwortungsvollen Umgang mit Daten. Ethische Themen seien in mehreren Unternehmen gar bereits in interne Dokumente und Prozesse integriert: Jeder dritte Befragte gab an, dass das Datenmanagement (39 Prozent) sowie die Datenstrategie (34 Prozent) entsprechende Vorgaben enthält. Oft existiere eine Ethik-Richtlinie (36 Prozent) oder sie ist zumindest geplant (19 Prozent). Gemäss Studienleiterin Cornelia Diet helm zeigt sich: «Je grösser ein Unternehmen ist, desto mehr Vorgaben existieren. Ausserdem wird, unabhängig von der Grösse, in vielen Unternehmen an ethischen Vorgaben gearbeitet, was unsere Umfrage bestätigt hat.» Geschäftsleitung und Datenschützer top, Marketing-Abteilung Flop Die wichtigsten Promotoren digitaler Ethik seien Personen aus dem Datenschutz (64 Prozent), gefolgt von Mitgliedern der Geschäftsleitung (46 Prozent). Am anderen Ende des Spektrums befinden sich mit 31 Prozent der Nennungen Personen aus dem Marketing. Das zeige, dass innerhalb eines Unternehmens sich widersprechende Ziele verfolgt würden. «Die bewusste Auseinandersetzung mit digitaler Ethik kann helfen, interne Zielkonflikte systematisch zu lösen. Geschäftspraktiken müssen mit ethischen Richtlinien in Einklang gebracht werden», sagt Diethelm dazu. IT-Fachkräftemangel bedroht Rechenzentren Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch kfi. Im Jahr 2025 werden weltweit über 300 000 mehr Mitarbeitende in Rechenzentren (RZ) benötigt als heute. Zu diesem Schluss kommt das Uptime Institute in seinem «Global Data Center Staffing Forecast 2021 – 2025». Die starke Nachfrage nach RZ-Kapazitäten treibe die Anzahl benötigter Fachkräfte an. Laut Bericht hatte bereits im Jahr 2020 die Hälfte der RZ-Betreiber Mühe, qualifizierte Kandidaten für offene Stellen zu finden. Der globale Personalbedarf lag 2019 bei etwa 2 Millionen Vollzeitbeschäftigten und werde im Jahr 2025 auf fast 2,3 Millionen ansteigen. Die steigende Nachfrage werde besonders von Cloud- und Colocation-RZ ausgehen. Bild: Marek / Fotolia.com Der grösste Bedarf an Fachkräften werde im asiatisch-pazifischen Raum bestehen, gefolgt von Nordamerika und dem EMEA-Raum. In Letzterem werde das benötigte Personal 2025 um 81 500 Mitarbeitende höher sein als noch 2019. Die Autoren nennen verschiedene Massnahmen, die dem Engpass an Fachkräften im RZ-Bereich entgegenwirken können. Der Grossteil der Arbeitskräfte werde einen Universitäts- oder Hochschulabschluss oder gleichwertige Erfahrung benötigen. Deswegen seien Schulungen am Arbeitsplatz und eine branchenspezifische Ausbildung entscheidend. Weiter müsse das Management wie bei jedem anderen Aspekt der RZ-Betriebs den lokalen Markt verstehen, wettbewerbsfähige Vergütungspakete anbieten, flexibel bleiben, keine Hindernisse für Neueinstellungen aufbauen und Nachfolgepläne für jede Position entwickeln. 02 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Fachbeitrag 39 Führen aus der Ferne – so klappt es Wir haben unser Leben lang daran gearbeitet, die Kommunikation von Person zu Person zu verbessern. Doch heutzutage brauchen wir als Führungskräfte ganz neue Fähigkeiten. Moderne Führungskräfte können mit einigen pragmatischen Massnahmen Engagement, Energie und Produktivität ihrer Mitarbeitenden auch aus der Distanz hochhalten. Das Arbeiten im Homeoffice ist durch die fortdauernde Pandemie topaktuell und auf dem besten Weg, zur «neuen Normalität» für uns zu werden. Trotz der Lernkurve im Jahr 2020 stehen auch heute noch viele Führungskräfte vor signifikanten Herausforderungen, wenn es um die Zusammenarbeit mit ihren Remote-Teammitgliedern geht. Zu den Herausforderungen gehören die fehlende persönliche Interaktion bei der Abstimmung und Aufsicht der Arbeiten und der teilweise fehlende Zugang zu Informationen. Fordernd sind ferner soziale Isolation und Ablenkung bei der Arbeit im Homeoffice. Schliesslich besteht die Gefahr, dass sich organisatorische Silos verstärken oder zementieren. Moderne Führungskräfte können mit einigen pragmatischen Massnahmen Engagement, Energie und Produktivität ihrer Mitarbeitenden auch aus der Distanz hochhalten. Wir befinden uns immer noch in einer Lernkurve, weil wir in massivem Umfang Neues ausprobieren – und werden ohne Zweifel mitunter frustrierende Momente durchleben. Doch mit einer positiven Grundeinstellung und den folgenden acht Tipps klappt es von Sitzung zu Sitzung immer besser. Meine persönliche Erwartung ist, dass wir Führungskräfte die Krise zum Erproben und Lernen neuer Fähigkeiten nutzen werden. Das Gelernte wird uns gewiss eine erheblich grössere zeitliche und örtliche Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Gestaltung unserer täglichen Arbeit erlauben. 1. Neue Spielregeln: Definieren Sie klar, wann und wie oft das gesamte Team zusammenkommt und zeigen Sie auf, wie Sie sicherstellen werden, dass alle wichtigen Informationen fliessen und sich niemand isoliert fühlen muss. 2. Morgen-Sprint: Beginnen Sie den Arbeitstag mit einem 15-minütigen Videocall. Dort können Sie Kontakt herstellen, einen positiven Startpunkt setzen, noch einmal an die Ziele erinnern und sich über anstehende Herausforderungen abstimmen. 3. «Persönlicher» Kontakt: Für Videocalls aktivieren grundsätzlich alle Teilnehmenden die Kamera. Dies erleichtert den Austausch, weil Emotionen, Körpersprache und Mimik besser erkennbar sind. 4. Virtuelle Kaffee-Ecke: Beginnen Sie die Meetings mit einem kurzen Ritual aus Fragen und informellen Neuigkeiten – so wie Sie es auch bei einem persönlichen Meeting machen würden. Feiern Sie auch Geburtstage, Dienst-Jubiläen und andere Ereignisse. 5. Bewegung: Motivieren Sie die Teilnehmenden, auch mal aufzustehen, sich zu bewegen oder zu strecken und während des Meetings herumzulaufen. Wie bei einem physischen Meeting wirken kurze Pausen mindestens ein Mal pro Stunde wahre Wunder. 6. Direkter Austausch: Führen Sie Eins-zu-eins-Videocalls mit den Teammitgliedern. Seien Sie sehr zurückhaltend, diese Meetings abzusagen – sie sind ein Gradmesser für Respekt, Aufmerksamkeit und Fürsorge der Führungskraft. 7. Schalter-Öffnungszeiten: Blockieren Sie sich bewusst gewisse Zeiten, zu denen Sie für Fragen und kurze Gespräche erreichbar sind. 8. Echte Empathie und Energie-Level: Achten Sie besonders genau auf die Signale der Teammitglieder. Oft hilft schon etwas Humor, wie ein lustiges Bild oder Video zu teilen. Wenn Sie Muster oder Regelmässigkeiten bei einer Person feststellen, gehen Sie der Ursache in einem Einzelgespräch auf den Grund. DER AUTOR Bernhard Böttinger Selbständiger Berater im Bereich Leadership Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Bild: Tima Miroshnichenko / Pexels www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2021

Archiv