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Netzwoche 03/2017 inkl. Digital Signage

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12 Business Event

12 Business Event Insurtech-Start-ups stehen vor grossen Hürden Die Digitalisierung schafft für die Versicherungsbranche neue Chancen und Herausforderungen. Für Start-ups mit einem digitalen Geschäftsmodell gibt es immer noch viele Hürden. So lautet der Tenor hochrangiger Vertreter, die am «Insurtech Executive Round Table» in Zürich teilnahmen. Autor: Marcel Urech (V. l.) Alex Stöckl, Creathor; Christian Kessler, Kessler & Co.; Dennis Just, Knip; Nils Labusch, Barmenia Versicherungen. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_24525 Die Digitalisierung krempelt die Wertschöpfungskette von Versicherungen um. Das hat Creathor Venture dazu bewogen, Vertreter der Branche nach Zürich einzuladen. «Wir investieren in alle IT-Themen ausser Gaming und E- Commerce», sagte Cédric Köhler, Partner des Investmentfonds. Creathor Venture ist in der Schweiz, Deutschland und Schweden aktiv. Der Fonds ist auf Seed-Investitionen und Start-ups spezialisiert. In der Schweiz war Creathor Venture etwa bei Doodle und Ricardo mit im Boot. Personalisierung schafft Nähe Das Treffen fand in den Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei Wenger & Vieli statt. Es waren hochrangige Vertreter von Axa Winterthur, Die Mobiliar, Zurich Insurance, Swiss Life und Helvetia anwesend. Und mit Knip und Humanoo auch Start-ups. Die Schweizer Versicherungsbranche sei gesund, sagte Köhler. Zwei Treiber würden den Markt aber gerade stark verändern: neue Technologien und ineffiziente Wertschöpfungsketten. Die Digitalisierung sei Herausforderung und Chance zugleich. Dennis Just zeigte mit einem Impulsvortrag auf, was das in der Praxis bedeuten kann. «Wir hatten anfangs Probleme mit der Akzeptanz unseres digitalen Marktmodells», sagte der Gründer von Knip. «Die Kunden wollten einen physischen Kontakt.» Mittlerweile sei es dem Versicherungsbroker aber gelungen, Nähe zu seinen Kunden aufzubauen. Mit einer Personalisierung seiner Dienstleistungen und einem Ausbau des Angebots. Warum aber kommt die Digitalisierung in der Versicherungsbranche nicht richtig voran? «Es herrscht ein Silo-Denken, oft fehlt es an Schnittstellen, und viele Firmen akzeptieren noch immer keine digitalen Unterschriften», sagte Just. Kein Erfolg ohne Mehrwert Auch ein Round Table zeigte, dass die Branche noch viele Herausforderungen meistern muss. «Robo-Advisor müssen einen Mehrwert bringen – sowohl für den Kunden als auch für den Anbieter», sagte Christian Kessler. Er ist in der Geschäftsleitung von Kessler & Co. und trägt dort die Verantwortung für Innovationen. Die Digital-Broker-Szene sei heute grösstenteils im B2C-Markt tätig. Kessler & Co. bearbeite hingegen den B2B-Markt und spüre die neue Konkurrenz darum kaum. «Digitalisierungsprojekte dürfen nicht in einer einzelnen Abteilung angesiedelt sein», sagte Nils Labusch, Leiter «Digitalisierung Markt» bei den Barmenia Versicherungen. «Sie betreffen das ganze Unternehmen.» Labusch habe vor zwei Jahren noch gedacht, dass reine Onlinemodelle die Zukunft seien. Nun denke er anders. «Es wird immer Kunden geben, die lieber mit einem Versicherungsmakler sprechen wollen.» Neue digitale Produkte seien aber eine ideale Ergänzung der alten Absatzkanäle, fügte Labusch ergänzend an. 03 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 13 Fujitsu zeigt Neues aus der Storage-Welt Fujitsu hat im Stade de Suisse in Bern sein Angebot an Speicherlösungen vorgestellt. Am diesjährigen Storage Day diskutierten die Teilnehmer über All-Flash- und Hybrid-Systeme sowie Software-defined Storage. Als Ehrengast sprach Ex-Fussballnationalspieler Stéphane Chapuisat über den Nutzen von Daten im Profisport. Autor: Joël Orizet Zum siebten Mal hat Fujitsu in Deutschland, Österreich und der Schweiz seine «Storage Days»-Roadshow veranstaltet. Der japanische Technologiekonzern präsentierte an der Event-Reihe sein Portfolio an Storage-Lösungen und bot Kunden und Partnern Einblick in aktuelle Trends rund um das Thema Storage. Das Team von Fujitsu machte auch im Stade de Suisse in Bern halt. Vor rund 70 Besuchern sprachen die Referenten über Themen wie Hybrid- und All- Flash-Arrays sowie Software-defined Storage (SDS). Softwaredefinierter Storage für mehr Skalierbarkeit Die Steuerung von wachsenden Datenströmen ist für die Storage-Branche eine Herausforderung, sagte Stefan Roth, zuständig für Fujitsus Storage-Geschäft in Zentraleuropa. Eine ideale Lösung sollte den Speicherplatz möglichst effizient und automatisch mit Applikationen wie virtuellen Maschinen verbinden. Mit SDS will Fujitsu einen Lösungsansatz für dieses Problem bieten. Kunden könnten mit SDS ihre Speicherkapazität bei unerwartetem Zuwachs an unstrukturierten Daten schnell vergrössern. Die Festplatte ist tot, lang lebe die Festplatte! Michael Marticke, Principal Business Developer Storage bei Fujitsu, sprach über die künftige Entwicklung von Speichersystemen. Laut Marticke ist die rotierende Festplatte tot. An die Stelle der Hard Disk Drives (HDDs) träten Solid State Drives (SSDs) respektive Flash-Speicher. Mit der zweiten Generation von Flash sei das Speichermedium kein Nischenprodukt mehr, betonte Martickes Kollege Roth. Er zeigte sich überzeugt, dass die Preise für NAND SSD weiter fallen werden und Flash deshalb zum neuen Standard auf dem Markt werde. benötigte Datenvolumen, würden jedoch die Performance beeinträchtigen, vor allem beim Lesen von Daten. Aus diesem Grund will Fujitsu mehr Flexibilität für die Verfahren zur Datenreduktion anbieten, wie Namuth erklärte. Big Data hält Einzug im professionellen Fussball Den Tag beschloss der ehemalige Fussballnationalspieler Stéphane Chapuisat, heute Chef-Scout und Stürmertrainer beim BSC Young Boys. Er zeigte auf, wie er seine Spieler und deren Leistung mit Tracking-Systemen analysiert. Seine Schützlinge tragen unter ihren Trikots Sensoren, die sie scherzhaft «GPS-BHs» nennen. Diese erfassen Daten wie Laufgeschwindigkeiten, -distanzen und Herzfrequenzen. Die Daten werden anschliessend grafisch und tabellarisch aufbereitet. Die Ergebnisse solcher Auswertungen könnten etwa für Konditionstrainer interessant sein. Wichtig sind sie vor allem bei Niederlagen, wie Chapuisat anmerkte. Dann könnten die Datenanalysen Schwachstellen offenbaren. Daten sind aber nicht alles bei den Young Boys. Denn wenn das eigene Team gewinne, seien die Daten eher Nebensache, merkte der Chef-Scout an. Er selbst sei froh, dass er solche Sensoren während seiner Zeit als Profifussballer nicht habe tragen müssen. Denn er sei nicht immer der engagierteste Läufer gewesen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_25999 « Die Steuerung von wachsenden Datenströmen ist für die Storage-Branche eine Herausforderung. » Stefan Roth, Head of Infrastructure Solutions and Systems SC Storage Fujitsu Central Europe Am Storage Day in Bern präsentierte Fujitsu sein Portfolio an Storage-Lösungen und bot Kunden und Partnern Einblick in aktuelle Trends rund um das Thema Storage. Neue Features für Eternus DX und AF Neu bieten die Speicherreihen DX und AF eine sogenannte transparente Failover-Funktion für iSCSI-Umgebungen. Bisher sei ein transparentes Failover, also der reibungslose Wechsel zwischen Netzwerkdiensten innerhalb der Unternehmens-IT im Falle eines einseitigen Ausfalls, nur bei Glasfasernetzwerken möglich gewesen, so Marticke. Ausserdem könnten Kunden nun pro Applikation entscheiden, ob sie Daten deduplizieren und komprimieren wollen oder nicht, sagte Manuel Namuth, Technical Partner Manager bei Fujutsu. Die Funktionen reduzieren zwar das www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2017

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