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Netzwoche 03/2017 inkl. Digital Signage

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22 Technology Aktuell

22 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Apple tritt Wireless Power Consortium bei asc. Apple ist dem Wireless Power Consortium beigetreten, wie die Website 9to5mac entdeckte. Das Konsortium unterstützt und zertifiziert Geräte für den kabellosen Ladestandard Qi. Andere Mitglieder der Gruppe sind Hersteller wie Samsung, LG, HTC und Qualcomm. Die Ladetechnik ist bereits für eine Reihe von Smartphones verfügbar, wie etwa die der Samsung- Galaxy-S-Reihe. Die Apple Watch kann bisher als einziges Produkt der Firma kabellos geladen werden. ▸ Webcode DPF8_25300 Allianz für mehr Sicherheit im IoT gegründet cgr. Eine Allianz von mehreren Techfirmen hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das Internet of Things zu einem sicheren Ort zu machen. Zu den Gründungsmitgliedern der «IoT Cybersecurity Alliance» zählen AT&T, IBM, Nokia, Palo Alto Networks, Symantec und Trustonic, wie AT&T mitteilt. Die Firmen wollen ihre Expertise zusammenlegen. ▸ Webcode DPF8_25477 Sonys neue Handy-Kamera filmt 1000 Bilder pro Sekunde gsa. Das Smartphone ersetzt heute bei immer mehr Anwendern die Foto- und Videokamera. Ein Feature wird dabei immer wichtiger: die Zeitlupenfunktion. Je mehr Bilder pro Sekunde die Kamera aufnimmt, desto spektakulärer die Videos. Ein aufwendiger Prozess, für den Handyanbieter Kompromisse eingehen. Viele Geräte filmen Zeitlupenaufnahmen mit einer geringen Auflösung. Ein wichtiger Kamerachiphersteller im Smartphone- Geschäft ist Sony. Apple nutzt etwa Sonys Kameramodule für seine iPhones. Sony stellte nun ein neues Kameramodul für Smartphones vor. Der neue Chip kann laut einer Mitteilung Fotos mit einer Auflösung von 19,3 Millionen Pixeln bei einer Belichtungszeit von 1/120 Sekunde auslesen. Dies sei viermal schneller als bei bisher am Markt erhältlichen Kameramodulen, schreibt Sony. Die kurze Belichtungszeit hilft, Verformungen von sich schnell bewegenden Objekten auf Fotos zu vermeiden. 1000 Bilder pro Sekunde Mit dem neuen Modul könnten Smartphone-Regisseure Action-Sequenzen in Super-Zeitlupe aufnehmen. Sony verspricht Videos mit 1000 Bildern pro Sekunde und das in Full-HD. Zum Vergleich: Apples iPhone 7 und Samsungs Galaxy S7 filmen Zeitlupenvideos mit maximal 240 Bildern pro Sekunde. Sonys Ingenieure schoben hierfür einen schnellen DRAM-Speicher zwischen die lichtempfindliche CMOS- Der neue Kamerachip soll die Aufnahme von Bewegtbildern mit Smartphones verbessern. Bild: Fotolia Sensorschicht und die dahinterliegende Schicht mit Schaltkreisen für die Datenverarbeitung. Der DRAM speichert Bilddaten vorübergehend, er dient quasi als Datenpuffer. Sony präsentierte den neuen Chip am 5. Februar an der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) in San Francisco. Wann der Chip in Kameras verbaut wird, ist noch nicht bekannt. MÜLLERS KLEINES ABC I wie Informationshierarchie Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Informationshierarchie meint im Kontext der Ergonomie: Die Darreichung von Inhalten in einer für die Nutzer sinnvollen, logischen, konsistenten Art und Weise. Das erleichtert ihnen die Orientierung und die Bedienung. Realität: Leider wird dieses Konzept gerade im Web immer wieder – zwar wohlmeinend, aber mit fatalen Folgen – ausser Kraft gesetzt. Da muss wohl irgendwer mit viel Einfluss mal in die Welt posaunt haben, dass es die Nutzer glücklich macht, wenn ihnen möglichst viele verschiedene Zugänge zu den Inhalten angeboten werden. Also werden Home- und Landingpages ausser mit einem mächtigen Headerbild und der (hoffentlich) stimmigen Hauptnavigation auch noch mit situationsbezogenen Einstiegen, umfangreichen Suchfunktionen, bunten Teasern und Assistenten ausgestattet. Jeder soll sich ja nach seinen eigenen Vorlieben auf der Site bewegen können ... Das ist nun aber weder nützlich noch nötig. Zu grosse, zu auffallende Header überstrahlen die Navigation. Die Vielfalt an Zugängen überfordert die Nutzer, weil die sich laufend entscheiden müssen, welchen sie wählen sollen. Im schlechtesten Fall werden sie zwischen Verschiedenen hin- und herlavieren. Das strapaziert ihre Geduld und macht sie mürbe. Der Eigentümer der Website wird früher oder später bemerken, dass seine Hauptbotschaften im Navigationsdschungel untergehen, dass die Absprungraten steigen oder der Kundendienst aus dem letzten Loch pfeift. So wird das Navigationsangebot zur Hürde statt zum Hilfsmittel, und zwar auf beiden Seiten. Dabei wollen die Nutzer oft nur eines: beherzt, aber freundlich bei der Hand genommen und zum Ziel geführt werden. Ihre Zeit ist einfach zu knapp, ihre Aufmerksamkeitsspanne zu kurz. Sie wollen nicht lange suchen und beim Navigieren auch noch Entscheidungen fällen müssen. Fazit: Weniger, dafür Relevantes, ist meist mehr. Vorbedingung ist der Mut, seine Message etwas leiser, dafür selbstbewusster zu verkünden. Es braucht die Geduld und das Durchsetzungsvermögen, so lange an der Informationshierarchie zu feilen, bis sie schlüssig ist. Dann erst zieht sie den Nutzer hinein und führt ihn zum Ziel. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_26174 03 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 23 Julius Bär installiert Robo-Advisor cgr. Die Zürcher Privatbank Julius Bär unterstützt ihre Kundenberater nun mit einem Robo-Advisor. Wie Finews.ch schreibt, soll er Mitarbeitern «Handlungsempfehlungen für das Rebalancing der Kundenportfolios» aufzeigen. Bei Veränderungen im Markt könnten die Kunden somit schneller angegangen werden, schreibt die Bank als Begründung. Zudem will die Bank mit dem Robo-Advisor die Produktivität der Berater steigern und die Margen durch mehr Transaktionen erhöhen. Aktuell steht der Advisor den Schweizer Kundenberatern zur Verfügung. Mit der Einführung der Wealth-Management-Beratungsplattform «Your Wealth» sollen auch Berater im europäischen Raum auf den Dienst zugreifen können, schreibt Finews.ch weiter. Bis Ende 2018 soll die Einführung abgeschlossen sein. Mittelfristig könnte Julius Bär den Robo-Advisor auch den Kunden direkt anbieten. Damit setzt die Bank auf ein hybrides Beratungsmodell aus Maschine und Mensch. Einen konkreten Zeitrahmen für die Umsetzung nannte Julius-Bär-CEO Boris Collardi gegenüber Finews.ch nicht. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_24362 SBB wollen Zürich HB zum digitalsten Bahnhof Europas machen msu. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben am 13. Februar zu einer Medienkonferenz geladen. CEO Andreas Meyer begrüsste die rund 50 Journalisten in der Time Bar & Lounge im Hauptbahnhof Zürich. Es ging um die Strategie 2020 der SBB. Mit dem Einsatz neuer Technologien wie dem Internet der Dinge wollen die SBB im Markt und in der Öffentlichkeit transparent bleiben. «Wir haben tausende Ideen», sagte Meyer. «Heute zeigen wir aber, was wir machen. Denn es zählt nur das, was bei den Kunden ankommt», eröffnete der SBB-Chef die Konferenz. Die Mobilität in der Schweiz befinde sich in einem Wandel. «Den Menschen geht es in Zukunft nicht mehr bloss darum, Eisenbahn oder Auto zu fahren», sagte Meyer. «Es geht ihnen um die Mobilität generell.» Meyer schlussfolgerte: «Eine verkehrsträgerübergreifende Diskussion ist notwendig.» Andreas Meyer, CEO der SBB, begrüsste die anwesenden Journalisten. Die Diskussionen begannen vor zwei Jahren Der Bund prognostizierte in seiner Verkehrsperspektive 2040 ein Wachstum des öffentlichen Personenverkehrs von 51 Prozent. «Diese 51 Prozent könnten auch durch andere Mobilitätsträger im öffentlichen Verkehr abgedeckt werden, zumindest teilweise», sagte Meyer dazu. «Zum Beispiel durch selbstfahrende Fahrzeuge.» Bereits vor zwei Jahren begannen die SBB Gespräche mit Partnern und Kunden. Die Kundenbedürfnisse stiegen und der intermodale Wettbewerb, also der Wettbewerb mit anderen Mobilitätsträgern, verstärkte sich. Die Fernbusse seien da nur Vorboten. «Die Kunden wollen kombinierten Verkehr», sagte Meyer weiter. «Die SBB sind die treibende Kraft des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Und das wollen wir auch bleiben.» Live-Vorschau der Apps Zwei Mitarbeiter des Digital-Teams der SBB präsentierten die Preview-Version des SBB-Reiseplaners sowie den integrierten Reisebegleiter in der standardmässigen SBB-App. Sie zeigten live auf dem Bildschirm die verschiedenen Funktionen. «Die Weiterentwicklung dieser Apps erfolgt in Zusammenarbeit mit den Kunden», sagte Christof Lehmann. Er ist Leiter Unternehmensentwicklung bei SBB Personenverkehr. Die SBB verfügten über eine Preview-Plattform. Sie bestehe aus 250 000 Nutzern. Diese könnten die neuen Projekte ausprobieren und direkt Feedback senden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_26216 KOLUMNE «Wir haben eine Firewall und sind doch sicher! Oder?» Kürzlich hat mich ein besorgter Freund angerufen. Er habe ein Anwaltsschreiben erhalten, über dessen Echtheit er sich nicht sicher sei. Und er bat mich um Rat. Es ging dabei um ein Abmahnschreiben wegen Urheberrechtsverletzung aufgrund unrechtmässiger Vervielfältigung geschützter Inhalte. Diese seien «anscheinend» mithilfe von File-Sharing-Programmen über den Anschluss der Firma verbreitet worden. Ich bot ihm an, den Fall zu untersuchen. Ich bat um Stillschweigen und darum, dass er einen Anwalt kontaktiere, der die Echtheit des Schreibens bestätigen sollte. Danach traf ich mich mit ihm zu später Stunde in seiner Firma und führte eine einfache forensische Untersuchung durch. In der Tat wurde ich fündig. In den Logs fand ich Indizien und auf einem PC ein paar Fragmente, die den Sachverhalt bestätigten. Später sollte ich erfahren, dass ein Admin während seiner Monitoring-Tätigkeiten seine Langeweile dabei gerne mal mit dem einen Film oder der anderen gerippten Musik- CD vertrieb. Da helfen nur Awareness, Regeln und Kontrollen, denn die beste Firewall oder Security-Lösung allein nützt in solchen Fällen nichts. Ein Premium-Abo bei einem Online-Pay-TV-Anbieter wäre für alle günstiger ausgefallen. Orkan Yoksulabakan ist Managing Consultant IT- Security bei ITSENSE Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_26137 Orkan Yoksulabakan www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2017

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