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Netzwoche 03/2017 inkl. Digital Signage

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Technology Event 25 Ein Hackathon ohne Sieger Am Hackathon «Make Zurich» haben 17 Teams die Potenziale von offenen Daten und dem Internet der Dinge ausgetestet. Ziel der Veranstaltung war es, öffentliche Dienstleistungen in der Stadt Zürich zu verbessern. Namhafte Sponsoren und Partner unterstützten den Event. Autor: Christoph Grau Vom 3. bis 4. Februar, von Freitagmorgen bis Samstagmittag, ist der erste «Make Zurich»-Hackathon über die Bühne gegangen. In den Räumlichkeiten des Impact Hubs Viadukt diskutierten, programmierten und löteten rund 70 Teilnehmer in 17 Teams um die Wette, wie die Veranstalter mitteilen. Den Event unterstützten etwa das EWZ, Netcetera, M-Way, Microsoft Schweiz, BSI, U-Blox, Zühlke Engineering und SAP Schweiz. Hinter dem Event stehen der Zürcher Ableger des «The Thinks Network» und die Stadt Zürich. «The Thinks Network» ist eine internationale Vereinigung, die sich den Aufbau von IoT-Infrastrukturen auf die Fahnen geschrieben hat. Sie zählt nach eigenen Angaben 350 lokale Gemeinschaften mit 8000 Mitgliedern, wovon Zürich die grösste Gemeinschaft ist. Wettbewerb ohne Sieger Anders als bei den meisten Hackathons gab es am Schluss der Veranstaltung keinen Sieger, wie Mitorganisator Gonzalo Casas im Gespräch sagte. Ganz nach dem olympischen Motto «dabei sein ist alles» seien alle Teilnehmer Sieger. Denn die Veranstaltung sei ein kollaborativer Event. Das Lernen und Teilen sollte im Fokus stehen, sagte Casas. Dies deckt sich auch mit der Philosophie offener Daten, wonach diese allen zur Verfügung stehen sollten. Die Teilnehmer mussten ihre Ergebnisse daher auf einer offenen Plattform publizieren und eine offene Software nutzen, um die Allgemeinheit daran teilhaben zu lassen. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte sind auf der Web site: now. makezurich.ch dokumentiert. Potenzial offener Daten unterschätzt Laut Casas wird das Potenzial von offenen Daten noch immer unterschätzt. Er zog einen Vergleich zu Open-Source- Software. Diese sei vor 20 Jahren auch belächelt und als Randerscheinung abgetan worden. Inzwischen sei Open Source fest etabliert. Die Mehrzahl aller Smartphones laufe mit Android, einem Open-Source- Betriebs system, sagte er. Ähnliche Entwicklungen erwartet Casas auch bei den offenen Daten. Zudem kehrten diese die Machtverteilung von Bürgern und Regierungen um, sagte Casas weiter. Denn nicht mehr die Regierungen entschieden, was mit den Daten gemacht werden soll. Wenn die Informationen und Daten frei verfügbar seien, könnten Bürger neue Dienstleistungen ihren Bedürfnissen entsprechend selbst entwickeln. Weit gestreute Einsatzgebiete Die Veranstaltung sollte daher auch die Möglichkeiten von offenen Daten aufzeigen. Konkret sollte mit IoT-Services ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt Zürich geleistet werden. Die Daten dafür kamen aus unterschiedlichen Quellen. Etwa vom EWZ, dem Zürcher Polizeidepartement, dem Tiefbauamt Zürich, Open Data Zürich, dem Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich oder Grün Stadt Zürich. Ausser den Daten sollten die Teilnehmer auch die Potenziale des Lora-WAN-Netzes austesten. Das EWZ installierte für die Veranstaltung eine entsprechende Pilotanlage. Die Resultate des Events unterstreichen, wie breit die Möglichkeiten gestreut sind. Beispielsweise entwickelte eine Gruppe einen Atmosphären-Sensor, der auf Trams montiert die Luftbeschaffenheit der Stadt misst. Andere Gruppen zeigten einen Vitaparcous-Meter, der über Nutzung und Zustand von Laufwegen informiert. Wieder andere entwickelten einen Diebstahlschutz für Leihvelos, der beim Verlassen einer bestimmten Region Alarm schlägt. Etwas skurriler war eine Voodoo-Puppe, die nicht den Lärm misst, sondern den Ärger über Lärm. «Das Ziel von ‹Make Zurich›, nämlich unkonventionelle und innovative Ansätze als Denkanstösse für die Stadtverwaltung zu entwickeln, wurde erreicht», resümierten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. 70 Teilnehmer in 17 Teams tüftelten am «Make Zurich»-Hackathon an neuen Ideen für offene Daten. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_24763 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2017

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