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Netzwoche 03/2017 inkl. Digital Signage

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Funders.ch gewinnt weitere Partner gsa. Die Crowdfunding-Plattform der Luzerner Kantonalbank (LUKB), funders.ch, wird grösser. Die LUKB konnte mit den Kantonalbanken von Nidwalden und Obwalden zwei weitere Partner für das Projekt gewinnen, wie die LUKB mitteilt. Die Partnerbanken bieten mit eigenen Websites Projektinitianten, Starter genannt, eine Plattform. Starter sind etwa Erfinder, Start-up- Firmen, KMUs oder Vereine. Seit dem Start der Plattform im Juni 2016 hätten 1300 Unterstützer 23 Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales und Sport finanziert. ▸ Webcode DPF8_26043 UPC kauft Glasfasernetz der Gemeinde Onex dkl. UPC hat ein weiteres Kabelnetz gekauft. Das Glasfasernetz der Genfer Gemeinde Onex ging per 1. Januar 2017 in den Besitz von UPC über, wie der Provider mitteilt. Das Netz in Onex gehörte schon seit 1999 zu 49 Prozent UPC, wie Mediensprecher Bernhard Strapp auf Anfrage mitteilt. Téléonex werde nun in den nächsten Wochen in UPC integriert. Für die Kunden ändere sich nichts. ▸ Webcode DPF8_25375 Fiscal-IT wird um ein Drittel teurer Bild: Fotolia cgr. Das Projekt Fiscal-IT der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) wird deutlich teurer. Wie die Behörde mitteilt, hat der Bundesrat den Antrag für einen Nachtragskredit in Höhe von 26 Millionen Franken genehmigt. Davon entfallen 18 Millionen auf den Projektzeitraum 2017 und 8 Millionen auf das Jahr 2018. Damit liegen die nun erwarteten Mehrkosten etwas unter einer ersten Schätzung von Anfang dieses Jahres. Damals waren noch 30 Millionen Franken im Gespräch. Ursprünglich sollte Fiscal-IT rund 85 Millionen Franken kosten. Mit dem Nachtragskredit wird das Projekt rund ein Drittel teurer. In der Sommersession soll das Parlament über den Nachtragskredit entscheiden. Dacadoo expandiert Das Projekt Fiscal-IT soll die elektronischen Systeme der ESTV erneuern. Es ist das Nachfolgeprojekt des Skandal- Projekts Insieme. Dieses kostete den Bund rund 100 Millionen Franken, bevor der Bundesrat die Notbremse zog. Gründe für die Mehrkosten Für die Mehrkosten gibt der Bund in der Mitteilung mehrere Gründe an. Kurz zusammengefasst würde sich die neue Technik «aufgrund von Ressourcenproblemen interner und externer Lieferanten bei der Entwicklung neuer Applikationen und deren Integration in die bestehende Systemlandschaft» verzögern. Konkret sei bei der Kostenschätzung aus dem Jahr 2012 noch unklar gewesen, mit welchen Technologien Fiscal-IT umgesetzt werden würde. «Die Umsetzung weicht, auch aufgrund technischer Fortschritte, in wesentlichen Punkten von den damaligen Annahmen ab», heisst es weiter. Zudem sei Fiscal-IT keine etablierte Technologie. Die Steuerverwaltung müsste daher die «Kosten für den Aufbau der Infrastruktur, der Technik und des Know-hows» aufbringen. Diese sogenannten «Innovationskosten» seien nicht vorhersehbar gewesen. Auch sei der Aufwand bei der Implementierung der Applikationen deutlich höher als erwartet ausgefallen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_26757 Temenos verdoppelt Servicegeschäft cgr. Der Genfer Bankensoftwarespezialist Temenos hat in seinem Geschäftsjahr 2016 rund 634 Millionen US-Dollar umgesetzt. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilt. Der Umsatz mit Software-as-a- Service verdoppelte sich annähernd auf rund 50 Millionen Dollar. Das Geschäft mit Softwarelizenzen lief ebenfalls gut. Der Umsatz stieg hier um 19 Prozent im Jahresvergleich. Weniger dynamisch entwickelte sich das Wartungsgeschäft mit plus 7 Prozent. ▸ Webcode DPF8_26571 jor/cgr. Das Zürcher Unternehmen Dacadoo, das die gleichnamige Gesundheits-App entwickelt hat, expandiert nach Polen und Rumänien. Dacadoo ging dafür eine Kooperation mit dem polnischen Unternehmen Trocasa und der Media Production Group (MPG) aus Rumänien ein, wie Dacadoo mitteilt. Kontakte knüpfen Dacadoo vertreibt seine Plattform hauptsächlich über Kranken- und Lebensversicherer. Diese vermarkten das Angebot unter ihrem Namen, wie es weiter heisst. «Polen ist einer der grössten Länder Europas mit einem hohen Wachstumspotenzial für digitale, mobile Gesundheitslösungen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Trocasa, das einen guten Zugang zu Kranken- und Lebensversicherer in Polen hat, um gemeinsam diesen wichtigen Markt aufzubauen», lässt sich Peter Ohnemus, Gründer und CEO von Dacadoo, in der Mitteilung zitieren. «Obwohl der Markt für digitale betriebliche Gesundheitsprävention in Rumänien noch klein ist, hat das Land wegen der Präsenz vieler ausländischer Firmen auch dank der hohen Smartphone-Marktdurchdringung in grossen Städten ein grosses Wachstumspotenzial», begründet Ohnemus den Schritt nach Rumänien. MPG biete als grösster unabhängiger Organisator Sportevents und -programme im Land an. Nach eigenen Angaben hat die Firma eine Community von 80 000 Amateurathleten. Dacadoo bietet ein Fitnessportal inklusive App an. Mit dem Angebot sollen Anwender ihre Gesundheit messen und verbessern können. Dacadoo will die Nutzer dazu bringen, einen aktiveren Lebensstil zu verfolgen. Um sie dazu zu motivieren, verwendet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge Anreizsysteme aus Onlinespielen und sozialen Netzwerken. Ein eigens entwickelter Index soll die Gesundheit der Nutzer messen und wiedergeben. 03 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Freud und Leid bei Suissedigital gsa. Die Mitglieder des Kabelnetzverbundes Suissedigital haben im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Endspurt hingelegt und die Zahl ihrer Abonnements gesteigert. Im Jahresvergleich zählte der Verband 5400 zusätzliche Abos, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Wachstum im Mobile-Geschäft Im Festnetzgeschäft lief es rund. Suissedigital zählte Ende des letzten Jahres 18 000 (+2,5 Prozent) Festnetz-Abos mehr als ein Jahr zuvor. Zudem kletterte die Menge an Abos für Breitbandinternet um 0,8 Prozent auf 1,224 Millionen Abonnements. Im Segment Mobile verbuchte Suissedigital einen Wachstumssprung um 133 Prozent auf 102 000 Abos. Das starke Wachstum ist auf die Nachfrage nach Mobilfunkangeboten bei UPC, Quickline und weiteren Anbietern zurückzuführen, wie Suissedigital auf Anfrage mitteilte. Mit gut 100 000 Abos stünden die Anbieter von Suissedigital aber noch am Anfang, hiess es vonseiten des Verbands weiter. Kerngeschäft TV bleibt Sorgenkind Sorgenkind bleibt das TV-Geschäft. Die Menge der Abos ging im Jahresvergleich um 3,2 Prozent zurück. 2,432 Millionen Abonnements zählte Suissedigital per Jahresfrist. Mit Angeboten wie dem Sender My Sports will der Verband im laufenden Jahr gegensteuern und neue Kunden gewinnen. EU-Kommission geht gegen Absprachen im Onlinehandel vor cgr. Mit der «Strategie für einen digitalen Binnenmarkt» will die Europäische Kommission einen barrierefreien Austausch von Waren und Dienstleistungen in der EU fördern. Gewisse Praktiken in den Bereichen «Unterhaltungselektronik, Videospiele und Hotelübernachtungen» würden diesem Ansinnen widersprechen, schreibt die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in einer Mitteilung. Grenzen im Onlinehandel gezogen Nach Ansicht der Wettbewerbskommissarin versuchen Onlinehändler, «den EU-Binnenmarkt entlang nationaler Grenzen aufzuteilen» und somit den Wettbewerb zu verhindern. In diesem Zusammenhang ist der Kommissarin vor allem das Geoblocking ein Dorn im Auge. Gemäss Mitteilung ist dieses im Onlinehandel in der EU weit verbreitet. Diese Praxis könnte unter bestimmten Bedingungen jedoch das grenzüberschreitende Einkaufen im Onlinehandel erschweren, heisst es weiter. Verbraucher würden geschädigt, da ihnen eine «grössere Auswahl und niedrigere Preise im elektronischen Handel» verwehrt würden. Die Kommission überprüft momentan mehrere Unternehmen, ob diese gegen die EU-Vorschriften verstossen. Unter anderem Hersteller von Unterhaltungselektronik wie Asus, Denon & Marantz, Philips oder Pioneer. Diskriminierung bei Hotelübernachtungen Zudem prüft die Kommission Diskriminierung bei Hotelpreisen. Es geht konkret um eine Vereinbarung zwischen den Reiseanbietern Kuoni, Rewe, Thomas Cook und Tui mit den Meliá-Hotels. Die spanische Gruppe betreibt nach eigenen Angaben mehr als 300 Hotels in 29 Ländern. Die Wettbewerbshüter vermuten, dass Kunden aufgrund ihres Standorts bei den Preisen diskriminiert würden. Kunden würden «nicht alle verfügbaren Hotelzimmer angezeigt, und sie könnten die Zimmer nicht zu den günstigsten Preisen buchen», schreibt die Kommission. Die Einleitung des formellen Verfahrens ist noch kein Schuldspruch, wie die Kommission betont. Die Zuständigkeit der nationalen Wettbewerbsbehörden geht an die EU- Wettbewerbshüter über. Es gibt keine Frist bis zum Abschluss des Verfahrens. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_24515 EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. WWW.NETZWOCHE.CH AWS beschert Amazon Gewinnsprung cgr. Amazon hat 2016 seinen Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz von 107 auf 136 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum vervierfachte sich der Nettogewinn, von rund 600 Millionen auf 2,4 Milliarden Dollar. Das stärkste Wachstum zeigte der Geschäftsbereich Amazon Web Services (AWS). Der Umsatz stieg um 55 Prozent, von 7,9 Milliarden auf 12,2 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 3,1 Milliarden Dollar. ▸ Webcode DPF8_24496 Wisekey übernimmt Quovadis cgr. Wisekey hat zugekauft. Wie das Unternehmen mitteilt, übernahm es einen Anteil von 85 Prozent am Sicherheitsspezialisten Quovadis. Die Firma ist gemeinsam mit der Schweizerischen Post Provider der SwissID. Gleichzeitig mit der Übernahme verkündete Wisekey seine vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2016. Der Umsatz stieg dank Zukäufen von 2,3 Millionen auf 11 Millionen Dollar. Unter dem Strich steht im Geschäftsjahr 2016 jedoch ein deutliches Minus. Rund 43 Millionen Dollar verlor Wisekey. Im Vorjahr waren es 6,5 Millionen Dollar. ▸ Webcode DPF8_25005 Nvidia dank KI im Glück cgr. Nvidia hat 2016 ein Rekordergebnis verbucht. Wie der Produzent von Grafikprozessoren mitteilt, stieg der Umsatz um 38 Prozent von rund 5 auf 7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn verdreifachte sich annähernd. Unter dem Strich stand ein Plus von rund 1,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen profitierte vom Trend im Bereich künstlicher Intelligenz, wie Nvidia mitteilt. ▸ Webcode DPF8_25749 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2017

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