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Netzwoche 03/2017 inkl. Digital Signage

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10 Business Hintergrund

10 Business Hintergrund Swisscom verbucht mehr Gewinn Der grösste Schweizer Telko, Swisscom, hat im zurückliegenden Jahr mehr verdient. Der Umsatz stagnierte jedoch auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Businesskunden war leicht rückläufig. Die italienische Tochter Fastweb legte hingegen deutlich zu. Autor: Christoph Grau « Für 2017 rechne ich mit einem anhaltend hohen Preisdruck. » Urs Schaeppi, CEO, Swisscom Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_25292 Swisscom hat die Zahlen für sein Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Darin weist der Telko einen deutlichen Gewinnanstieg aus. Gemäss einer Mitteilung stieg der Reingewinn im Jahresvergleich von rund 1,4 Milliarden auf 1,6 Milliarden Franken. Dies ist ein Plus von rund 18 Prozent. Laut Swisscom kam der Anstieg durch nicht näher genannte Sondereffekte zustande. Damit liegt der Gewinn aber noch unter dem Wert von 2014, als Swisscom 1,7 Milliarden Franken verdiente. Der Umsatz stagnierte auf dem Niveau der Vorjahre. 11,6 Milliarden Franken setzte Swisscom 2016 um. Dies ist etwa so viel wie in den Jahren 2015 und 2014, wobei der Trend leicht nach unten zeigt. 9,7 Milliarden Franken erwirtschaftete Swisscom ohne die italienische Tochtergesellschaft Fastweb. Deren Umsatz stieg um 84 Millionen auf 1,95 Milliarden Franken. In der Schweiz sank der Umsatz um 1,1 Prozent. Als Gründe gibt Swisscom einen rückläufigen Umsatz mit Telekommunikationsdienstleistungen und sinkende Roaming-Einnahmen an. Swisscom-CEO Urs Schaeppi zeigte sich in der Mitteilung dennoch zufrieden mit dem Ergebnis: «Wir haben unser Versprechen eingelöst und die Prognose für 2016 erreicht. Es war ein hartes Rennen, der Preisdruck und sinkende Roaming-Preise haben uns sehr gefordert.» Bündelangebote gefragt Im Telkomarkt registrierte Swisscom einen Trend hin zu mehr TV- und Breitbandanschlüssen. Hingegen sinkt das Interesse der Kunden an der Festnetztelefonie. Die Zahl der Anschlüsse verringerte sich um 262 000 auf 2,4 Millionen. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stagnierte bei rund 6,6 Millionen, wie es weiter heisst. 2016 stieg das mobil genutzte Datenvolumen erneut deutlich an. 78 Prozent mehr Datenverkehr registrierte der Telko im Vergleich zum Vorjahr. Der Datenverkehr im Ausland stieg um das 2,2-Fache. Bei den TV-Anschlüssen konnte Swisscom seinen Spitzenplatz nach eigenen Angaben ausbauen. Der Telko hält rund ein Drittel Marktanteil. Die Zahl der Nutzer von Swisscom TV stieg um 11 Prozent auf rund 1,5 Millionen. Laut Swisscom liegt der Zuwachs auch am gestiegenen Interesse der Kunden an Bündelangeboten. Dies sind Verträge, die TV, Internet, Festnetztelefonie oder Mobilfunk beinhalten. Die Zahl der Bündelverträge von Swisscom stieg um rund 18 Prozent auf 1,67 Millionen. Urs Schaeppi, CEO von Swisscom. Leichte Verluste im Business-Segment Bei den Geschäftskunden setzte Swisscom 1,6 Prozent weniger um. Der Telko begründet dies mit dem starken Wettbewerb in diesem Segment. Am deutlichsten schrumpfte der Umsatz bei den Telekommunikationsdiensten mit minus 4,4 Prozent. Im Lösungsgeschäft stiegen die Umsätze hingegen um 2,2 Prozent. Insbesondere Managed Network Services und grössere IT-Outsourcing-Projekte sorgten gemäss Swisscom für Wachstum. Mit einem Plus von 17 Prozent stieg die Nachfrage nach Managed Security Solutions besonders deutlich. Anhaltend hohe Investitionen Swisscom will auch weiter stark in den Ausbau seiner Infrastruktur investieren. Das Volumen der Investitionen soll bei rund 2,4 Milliarden Franken stabil bleiben. Die Surfgeschwindigkeiten im Mobilfunk und auch das Breitbandinternet sollen weiter ausgebaut werden. Im laufenden Geschäftsjahr will Swisscom das Ergebnis von diesem Jahr halten. Sowohl Umsatz wie auch Gewinn sollen auf Vorjahresniveau verharren. «Für 2017 rechne ich mit einem anhaltend hohen Preisdruck. Trotzdem setzen wir unsere hohen Investitionen in unsere Infrastruktur fort», lässt sich Schaeppi weiter zitieren. 03 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Trend Micro zeigt neuen Standort Der Spezialist für IT-Security, Trend Micro, hat in Wallisellen seinen neuen Standort eröffnet. Managing Director Mirko Casarico führte durch die Büros und erläuterte die Strategie des Unternehmens. Autor: George Sarpong « Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist ohne IT-Sicherheit überhaupt nicht möglich. » Mirko Casarico, Managing Director, Trend Micro Mirko Casarico, Managing Director Trend Micro. Trend Micro hat in Wallisellen seine neuen Räume präsentiert. Das erste Büro in Wallisellen eröffnete der japanische Security-Anbieter 2008 im Glattzentrum. Dieses Jahr zügelte das Team in ein neues Gebäude nur wenige hundert Meter vom Glattzentrum entfernt. Der neue Standort wird von Glas dominiert. Dadurch wirken die Büros hell und die Meeting-Räume einladend. Ausserdem biete der neue Standort an der Husacherstrasse 3 in Wallisellen mehr Fläche. Platz, um Partner und Kunden einzuladen, etwa für Schulungen, erklärte Mirko Casarico, Country Manager Alps bei Trend Micro. Schweizweit will der Hersteller bis Mitte des Jahres 16 Mitarbeiter beschäftigen, verteilt auf seine Standorte in Lausanne und Zürich, wie Casarico sagte. Security als Treiber der Digitalisierung Bei einem Rundgang sprach Casarico auch über aktuelle Entwicklungen im Bereich IT-Security. «Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist ohne IT-Sicherheit überhaupt nicht möglich», sagte er. Angriffe würden zudem komplexer. Daher sei es sinnvoll, die Produktpalette, die sich in mancher IT-Abteilung finde, zu konsolidieren. Anstatt auf ein Dutzend verschiedene Sicherheitsanbieter sollten Unternehmen besser auf zwei bis drei Hersteller setzen. Das erleichtere die Arbeit in der IT-Abteilung und beanspruche weniger personelle Ressourcen. Casarico rät Firmen zum Umbau ihrer IT-Abteilungen, um für künftige Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit gewappnet zu sein. Die IT-Security sei heute Teil der IT-Abteilung. Ein Sicherheitsverantwortlicher müsse künftig aber in der Geschäftsleitung sitzen, betonte er. Ein Grund sei die europäische Datenschutzgrundverordnung, die Unternehmen vor neue Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit stelle. So müsse eine Firma etwa nach einem Angriff innerhalb von 72 Stunden eine Meldung erstatten und aufzeigen, welche Sicherheitsmassnahmen getroffen worden seien, sagte Casarico weiter. Und die Angriffe würden immer raffinierter. Ein Beispiel sei das Business E-Mail Compromise. Bei dieser Art des Angriffs fälschen Kriminelle Rechnungen oder geschäftliche E-Mails und verlangen im Namen des Geschäftsführers Geld von einem Kunden, wie Casarico erklärte. «Die Zeiten, in denen Software für Endpoint Security und eine Firewall die Unternehmens-IT geschützt haben, sind vorbei. Man braucht diese Lösungen, aber sie helfen nicht allen Fällen», sagte er weiter. Cyberkriminelle hätten sich weiterentwickelt. Anstatt willkürlich IT- Systeme anzugreifen, würden sie heute mit hohem Aufwand Angriffsstrategien wie etwa das Social Engineering verfolgen. «IT-Security ist ein Verdrängungsmarkt» Casarico wechselte 2015 vom Provider Colt zu Trend Micro. Beim Security-Anbieter soll er die Präsenz der Marke ausweiten und die Strategie umsetzen. Kein leichtes Vorhaben. Denn das Geschäft mit IT-Security sei in der Schweiz ein Verdrängungsmarkt, erklärte Casarico. Doch es gebe noch weisse Flecken. Zwar habe jedes Unternehmen heute eine Firewall, aber nur einige eine Application-Control-Lösung. 2016 steigerte der Hersteller laut Casarico in der Schweiz seinen Umsatz um knapp 20 Prozent. Im Neukundengeschäft kletterte der Umsatz um 34 Prozent. Diesen Trend will der Managing Director fortsetzen. Der Anteil der installierten Security-Software von Trend Micro im Schweizer Gesamtmarkt liegt bei 20 Prozent, wie der IT-Markt-Report des Schweizer Channel-Magazins «IT- Markt» und des Beratungshauses Profondia aufzeigt. Der Studie zufolge ist Trend Micro Marktführer in diesem Geschäftssegment in der Schweiz. Künftig will man sich bei Trend Micro aber stärker auf Kunden im Enterprise-Segment konzentrieren. Als Enterprise-Kunden gelten für Trend Micro Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_25621 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2017

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