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Netzwoche 04/2016

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14 People Köpfe NEUER

14 People Köpfe NEUER PRÄSIDENT FÜR DIE EPFL Martin Vetterli mur. Der Bundesrat hat Martin Vetterli auf Empfehlung des ETH- Rats zum neuen Präsidenten der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) gewählt. Sein Amt wird er 2017 antreten. Vetterli folgt auf Patrick Aebischer. Er leitete die EPFL 16 Jahre lang und wird seine Funktion noch bis Ende 2016 ausüben. Vetterli ist seit 1995 ordentlicher Professor für Kommunikationssysteme an der EPFL und seit 2013 Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds. Von 2004 bis 2011 war er Vizepräsident der EPFL. 2011 bis 2012 amtete Vetterli als Dekan der dortigen Fakultät für Computer- und Kommunikationswissenschaften. RISING STAR: THOMAS PHILIPONA cgr. Puzzle ITC hat Thomas Philipona zum neuen CTO ernannt. Zum 1. März trat er seine Stelle an. Er folgt auf Daniel Tschan, der sein CTO-Amt nach über zehn Jahren abgab, wie das Unternehmen mitteilt. Philipona arbeitet seit fünf Jahren beim Open-Source- Dienstleister mit Hauptsitz in Bern. Seit Mitte 2014 leitet er den Bereich Enterprise Middleware. Für seinen Vorgänger findet Philipona nur lobende Worte. Seiner Meinung nach prägte Tschan das Unternehmen als CTO wesentlich. Dieses Ziel setze er sich auch selbst. «Im Vergleich zu ihm sehe ich meine Stärken eher im breiten IT-Wissen als in der technischen Tiefe», hebt Philipona hervor. Diese Fähigkeiten habe er während seiner Zeit als Softwareentwickler, Projektleiter und Leiter der Middleware- Abteilung bei Puzzle ITC erwerben können. Ihm falle es daher leicht, die «Brücke zwischen Entwicklung und Operations sowie zwischen der IT und den Fachbereichen zu schlagen», sagt er weiter. Als erste grosse Aufgabe will Philipona den Automatisierungsgrad in den Projekten des Unternehmens erhöhen. Zudem will er Puzzle ITC stärker in die Cloud führen. Persönlich wünsche er sich eine Zukunft, in der «wir Software in Produktion releasen, ohne dabei ein mulmiges Gefühl haben zu müssen». Erreichen will er dies mit «Automatisierung im Management von Plattformen, Konfigurationsmanagement und Deployment». BEYOND ICT: Heinz Herren, CTO und CIO, Swisscom Heinz Herren ist CTO und CIO beim Provider und IT-Dienstleister Swisscom. Herren leitet den Bereich IT, Network and Infrastructure, ist Vater einer Tochter und eines Sohnes, passionierter Läufer und Golfer. Interview: George Sarpong Was war das bisher schönste Erlebnis Ihrer Karriere? Als ich bei Swisscom die Leitung von «Small Enterprises Customers» übernehmen durfte und dadurch viel Verantwortung erhielt. Was würde der zehnjährige Heinz Herren zu seinem jetzigen Ich sagen? Dass mich meine Grundeinstellung – positiv zu denken, offen und direkt zu sein – während der ganzen Zeit begleitet hat und ich meinen Werten treu geblieben bin. Warum kommen Sie morgens gerne ins Büro? Nach genügend Schlaf werde ich zuhause einfach zu ungeduldig. Spass beiseite: Ich habe einen der spannendsten Jobs in der Schweiz und bin morgens schon kurz nach 7 Uhr im Büro. Wenn Sie mit jemandem tauschen könnten, wer wäre das? Mit Dennis Kimetto, der aktuell den Weltrekord hält und den Marathon in nur 2:02 Stunden gelaufen ist. Jedoch würde ich nur während des Marathons selbst mit ihm tauschen wollen – die gesamte Vorbereitung und die Nachwehen könnte er dann doch selbst durchmachen. Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht oder sich geärgert? Über die nächste Frage. Ich versuche jeden Tag, über etwas zu lachen – wir machen das eher zu selten. Ärgern tue ich mich nicht oft, aber wenn, dann rege ich mich manchmal über unsere reservierte Einstellung in der Schweiz gegenüber neuen Businessthemen auf. Etwas mehr Offenheit würde uns nicht schaden. Wie würden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben? Da fragen Sie am besten meine Mitarbeiter. Ich hoffe, dass ich «walk he talk» lebe, offen für neue Ideen und Ansätze, direkt und leistungs- sowie zielgetrieben bin. Was kochen Sie gerne? Man behauptet von mir, dass ich ein Grillmeister sei, ich scheue mich aber auch nicht, einen 2- bis 5-Gänger vorzubereiten, wobei das meine Lebenspartnerin dann doch viel besser kann als ich und ich ihr da sehr gerne den Vortritt lasse. SAP DEFINIERT CSO- ROLLE NEU Justin Somaini gsa. Der Softwarekonzern SAP hat Justin Somaini rückwirkend zum 1. Januar zum Chief Security Officer berufen. Für seine Aufgabe bringt Somaini laut einer Mitteilung über 20 Jahre Erfahrung aus dem Bereich IT-Security mit. Der neue Sicherheitschef kommt vom Cloud- Anbieter Box. Somaini übernimmt aber nicht nur die Aufgaben seines Vorgängers und überwacht die Sicherheit der firmeninternen IT. Zusätzlich verantwortet Somaini auch die Integrität der SAP-Produkte. Das Unternehmen will mehr auf vorausschauende Sicherheitslösungen setzen und passende Werkzeuge entwickeln, um auf sich abzeichnende Bedrohungen reagieren zu können. 04 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

People Nachgefragt 15 «3-D-Druck ist eine Chance für den Standort Schweiz» 2015 hat sich HP in Hewlett Packard Enterprise und HP Inc. aufgeteilt. Adrian Müller übernahm die Leitung von HP Inc. in der Schweiz, während Marcel Borgo den Schweizer Standort von Hewlett Packard Enterprise verantwortet. Im Interview spricht Müller über den Start von HP Inc. und wie es weitergeht. Autoren: David Klier, Marc Landis Seit November 2015 ist Hewlett-Packard (HP) zweigeteilt. Wie lief es bisher für Sie in der Schweiz? Adrian Müller: Es ist sehr gut gelaufen. Seit November rollen wir hier in Eigenregie und hatten keinerlei Probleme. Weder mit den Systemen noch mit der Kommunikation oder der Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Marcel Borgo sagte ja auch schon, dass der Split sehr glatt über die Bühne ging. Es habe praktisch kein negatives Kundenfeedback gegeben. Wieso lief es so problemlos? Wir hatten ein sehr gutes Separation Management Office, das im Hintergrund arbeitete. Da waren nicht nur unsere eigenen Leute beteiligt, sondern auch Partnerfirmen. Unsere internen Strukturen halfen uns ebenfalls. Inwiefern? Die Sales- und Partnerorganisationen waren schon vor dem Split in zwei Divisionen getrennt. Die tägliche Arbeit unserer Mitarbeiter veränderte sich kaum. Ich glaube, deswegen lief alles so ruhig hab. Die digitale Transformation ist einer der Megatrends, die auch Bundespräsident Schneider-Ammann in einem Interview uns gegenüber erwähnte. Wie unterstützen Sie Firmen als Hard warelieferant? Die digitale Transformation hat zwei Seiten. Es geht nicht nur um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wie Banking, HR oder Rechnungswesen. Es geht auch um den Wandel in der produzierenden Industrie. Stichwort 3-D-Druck. Vor drei, vier Jahren wurde 3-D-Druck extrem gehypt. Die grosse Ernüchterung kam sehr schnell. HP kündigte vor einem Jahr aber einen 3-D-Drucker an, der vollkommen anders funktioniert als die Consumer-Geräte. Der Drucker ist nicht für Endkunden konzipiert. Er ist für Industrieanwendungen. Das fängt mit Prototyping an, geht über die Ersatzteilfertigung bis hin zur Kleinserienproduktion. Wir sehen diese Entwicklung in den nächsten drei bis fünf Jahren. Das kann einen grossen Einfluss auf ganze Wertschöpfungsketten haben. Produktionen, die Sie ins Ausland verlagert haben, können Sie auf einmal zurück in die Schweiz holen. 3-D-Druck als vierte industrielle Revolution sozusagen. Das könnte eine Chance für den Standort Schweiz sein. Ich bin davon überzeugt, dass der 3-D-Druck eine Chance für den Standort Schweiz darstellt. Mit unserem Know-how, unserer Erfahrung und unserer Serviceorganisation werden wir sicher ein grosser Player im Markt für 3-D-Druck. Der Markt wird sich aber nicht über Nacht ändern. Aber solch eine Revolution oder Transformation passiert heute viel schneller als früher. Die Unternehmen müssen sich darüber Gedanken machen und beides im Blick behalten: die Digitalisierung und den Wandel der physischen Produktion. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6684 i PERSÖNLICH Adrian Müller ist seit 2003 bei HP beschäftigt, seit August 2015 als Managing Director der HP Schweiz GmbH. Er bringt mehr als 15 Jahre IT-Erfahrung mit – seit 2012 als Mitglied der HP-Geschäftsleitung. Davor hatte er mehrere leitende Positionen inne, sowohl in der Schweizer Organisation als auch auf internationaler Ebene. Seit 2013 ist er Vorstandsmitglied im ICT- Wirtschaftsverband Swico. Müller schloss 1999 sein Studium an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule in Baden (Aargau) ab. Sein Arbeitsort ist Zürich. Quelle: HP Schweiz Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen HPE und HP Inc.? Wir sind zwei getrennte Unternehmen, die sich kennen. Wir haben einen Partnerstatus bei HPE und sie bei uns. Wenn wir draussen im Markt gemeinsam auftreten und gemeinsam gewinnen können, machen wir das genauso gern wie früher. Es hat sich also nichts grundlegend verändert. Wir sind hier in der Schweiz sogar noch im selben Gebäude. Adrian Müller leitet als Managing Director das Geschäft der HP Schweiz GmbH. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2016

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