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Netzwoche 04/2016

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22 Best of Swiss Web

22 Best of Swiss Web Jurytage Welches Schweizer Webprojekt ist das beste? Am 7. April wird im Kongresshaus in Zürich das beste Schweizer Webprojekt prämiert. Die Jury traf sich bei Digicomp, um die Shortlist zu erstellen. Die Redaktion war vor Ort mit dabei. Autor: Marcel Urech Florian Hamel von Axa Winterthur (l.) und Armand Martin von Infocentric. Am 7. April ist es so weit: Im Kongresshaus Zürich werden zum 16. Mal die besten Webprojekte der Schweiz ausgezeichnet. Für Best of Swiss Web 2016 gab es 355 Einschreibungen. Die Jury hat die Aufgabe, all diese Projekte zu bewerten. Sie traf sich dafür am 22. und 23. Februar beim Schulungsanbieter Digicomp in Zürich. 2016 umfasst die Jury 22 Jurorinnen, 91 Juroren und 12 Jurypräsidenten. Über 100 Juroren bewerteten die eingereichten Projekte. «Das ist nicht akzeptabel» Die Redaktion war vor Ort und nahm Einblick in die Jurierung. Die Juroren in der Kategorie Technology bemängelten einmal mehr, dass es auch 2016 immer noch Eingaben gibt, die nicht responsive gestaltet sind. Sie funktionierten nicht richtig auf allen Endgeräten und seien oft nur für den Desktop optimiert. «Das ist heute einfach nicht mehr akzeptabel», urteilte eines der Jurymitglieder. Die Technology-Jury diskutierte zu Beginn Projekte, die sie in der provisorischen Shortlist sehr unterschiedlich benotete. Wie kann es sein, dass einzelne Projekte von einigen Jurymitgliedern die Schulnote 3 und von anderen eine 5 erhielten? Die Juroren mussten ihre Positionen verteidigen, was schnell Klarheit schaffte. Das Resultat der Diskussion war, dass die Jury einige der Projekte schon früh von der Shortlist strich. Der Fokus lag danach auf den Eingaben, die es auf die Shortlist geschafft hatten und damit eine Chance auf den Master-Titel haben. Der Jurytag fand in den Räumlichkeiten von Digicomp in Zürich statt. Wie «social» muss eine Website sein? In der Kategorie Marketing stimmten die Juroren per Hand ab, welche Projekte von der Shortlist gestrichen werden sollen. Bei einigen Eingaben kritisierte die Jury, dass der Bestellprozess zu kompliziert sei. Auch die Zielgruppe sei zum Teil unklar. «Bei Projekten, bei denen das Marketing im Vordergrund steht, darf das nicht passieren», sagte ein Jurymitglied. Die Jury diskutierte zudem darüber, wie sinnvoll es ist, einen seriösen Dienst mit einem spassigen Unterton zu bewerben. Die Meinungen waren unterschiedlich, die Bewertung der Projekte ebenfalls. Die Jury kritisierte, dass Inhalte auf manchen Websites bloss als PDF verfügbar seien. Die Juroren waren sich einig: Es wäre sinnvoll, diese Inhalte anders darzustellen. Bei einigen Projekten wurde bemängelt, dass sie den Nutzer kaum einbeziehen. Es reiche nicht mehr, bloss ein paar Links auf Facebook und Co. zu setzen, sagte ein Jurymitglied. Vor Ort war auch die Swiss, die einen Flugsimulator demonstrierte, den sie in den Kategorien Creation, Inno- 04 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Best of Swiss Web Jurytage 23 vation, Digital Branding Campaigns und Usability eingereicht hatte. Der Simulator stellte den Landeanflug auf Zürich nach. Der Spieler steht dafür vor eine Kamera und steuert das Flugzeug mit ausgestreckten Armen. Das sorgte für Abwechslung und kam bei vielen Juroren gut an. Technisch sauber, inhaltlich mau In der Kategorie Mobile Web fragten sich die Juroren, wie stark der Schweizer Charakter einer Website sein muss. Klar war: Der Auftraggeber der Projekte muss aus der Schweiz kommen. Was aber ist mit den verwendeten Technologien und Engines? Ein Jurymitglied wies darauf hin, dass fast alle Webtechnologien nicht aus der Schweiz seien – womit diese Diskussion schnell beendet war. Die Jury bemängelte einige Dinge, etwa schwammige Steuerungen, nichtssagende Navigationsbegriffe und Websites, auf denen sich der Nutzer kaum orientieren kann. Eines der Projekte lief auf dem iPad weniger flüssig als auf dem Smartphone. Andere waren technisch zwar sauber umgesetzt, inhaltlich aber wenig attraktiv. Hitzige Diskussionen Auch in der Kategorie Innovation war die Jury nicht mit allen Eingaben glücklich. Sie kritisierte unter anderem, dass einige der Projekte zu stark auf Text statt auf Bild und Ton setzten. Die Juroren diskutierten zudem darüber, was die Websites bei den Nutzern auslösen. Wecken sie Emotionen, und wenn ja, welche? Während sich andere Jurys schnell festlegten, markierten die Juroren in der Kategorie Innovation einige Projekte mit «Maybe». Sie waren umstritten, und die Jury stellte sie vorläufig zurück. In der Jury der Kategorie Digital Transformation, die für den entsprechenden Award zuständig war, ging es am heissesten zu und her. Die Diskussion verlief hitzig und es prallten unterschiedlichste Ansichten aufeinander. Positiv bewertet wurden Projekte, die aktiv den Dialog mit Kunden suchen. Ein Juror merkte an, dass man auch die Branche berücksichtigen müsse. In einigen Branchen gebe es nämlich so viele gesetzliche Vorgaben, dass die digitale Transformation behindert werden könne. Am Ende blieben beim Digital Transformation Award zwei Projekte übrig, über die es unterschiedliche Meinungen gab. Die Jury diskutierte am Ende des Tages über eine Stunde lang über die beiden Favoriten. Als die Redaktion den Saal verliess, war der Sieger immer noch nicht gekürt – ein Kopf-an-Kopf-Rennen! «Websites, die nicht responsive sind? Das ist heute einfach nicht mehr akzeptabel.» Jurymitglied Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 6780 Anzeige Erfinden Sie mit uns die Zukunft Ihres Unternehmens. Starten Sie mit uns Ihre digitale Transformation: Wir helfen Ihnen, Chancen und Risiken auszuloten, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sie für sich und Ihre Kunden zu nutzen. Mehr unter swisscom.ch/smart-enterprise Willkommen im Land der Möglichkeiten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2016

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