Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 04/2016

  • Text
  • Schweiz
  • Unternehmen
  • Swiss
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Handys
  • Transformation
  • Gesellschaft
  • Digital
  • Webcode

28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Schweizer gewinnen Innovation World Cup mur. Am 24. Februar hat das Finale des IOT/M2M Innovation World Cups in Barcelona stattgefunden. Fünf Unternehmen wurden ausgezeichnet, zwei davon sind aus der Schweiz: Kizy Tracking aus Neuenburg und Swissprime Technology aus Wädenswil holten in ihren Kategorien den Sieg. 25 Firmen standen im Finale. Sie lagen unter den fast 400 Einreichungen aus 58 Ländern an der Spitze. ▸ Webcode 6820 ICT-Riesen setzen auf offene IoT-Standards cgr. Cisco, Electrolux, GE Digital, Intel, Microsoft, Qualcomm und Samsung haben die Open Connectivity Foundation gegründet (OCF). Unter dem Dach vereinen sich die bisher miteinander konkurrierenden Zusammenschlüsse Open Interconnect Consortium und Allseen Alliance, wie die «Computerwoche» schreibt. Die Mitglieder wollen sich für offene Standards im IoT einsetzen. Dazu zählen offene Spezifikationen und Protokolle. ▸ Webcode 6717 Besucherrekord am Mobile World Congress cgr. In diesem Jahr sind rund 101 000 Besucher zum Mobile World Congress (MWC) nach Barcelona gekommen. 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Angaben der Veranstalter kamen die Besucher aus 204 Ländern. An den vier Messetagen konnten sie auf rund 110 000 Quadratmetern Fläche die Neuheiten von mehr als 2200 Ausstellern bestaunen. Nach Angaben der Veranstalter waren 55 Prozent der Besucher C-Level-Entscheider aus Unternehmen. Darunter 5000 CEOs. Zahlreiche Neuankündigungen Wie schon in den Vorjahren nutzten die grossen Smartphone-Hersteller die Gelegenheit, um ihre neuen Flaggschiffe vorzustellen. Samsung etwa präsentierte seine neuen Galaxy-Modelle S7 und S7 Edge. LG stellte ein neues modulares Smartphone vor: das G5. Bei Sony konnten die neuen Xperia-Smartphones bestaunt werden, die jetzt die Bezeichnung X anstelle von Z tragen. Auch HP Inc. zeigte ein Smartphone, das im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen mit Windows 10 läuft. Viele Hersteller positionierten sich auch mit Convertibles, also Hybriden aus Laptop und Tablet, gegen das Surface von Microsoft. Die besten Kritiken erhielt das Matebook von Huawei. Der chinesische Mitbewerber Lenovo versuchte hingegen mit einem Billig-Convertible namens Ideapad Miix 310 zu punkten. Eines der dominierenden Themen des Jahres war die virtuelle Realität (VR). Samsung etwa stellte sein VR-Headset Gear VR vor. Zur Präsentation erschien überraschend Facebook-Chef Mark Zuckerberg. In einer Rede skizzierte er seine Vision einer virtuellen Zukunft, die sein Unternehmen entscheidend mitgestalten will. Ausser Samsung präsentierten auch HTC und LG ihre VR-Entwicklungen. Diese tragen die Namen «HTC Vive» und «LG 360 VR». Der nächste MWC findet vom 27. Februar bis zum 2. März in den Messehallen Fira Gran Via in Barcelona statt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6908 Viele Aussteller versuchten, die Besucher mit ihren VR-Brillen zu überzeugen. Hier zu sehen die Samsung Gear VR. Bild: GSMA DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Es wird erwartet, dass die IT innovativer ist und schneller auf neue Technologien wie Mobilität, Cloud Computing, Big Data oder Internet of Things reagiert. Sie muss Kosten sparen helfen, mehr Transparenz sicherstellen, auf das Unternehmen ausgerichtete Lösungen agiler und vor allem schneller liefern, auf alle Sicherheitsrisiken rechtzeitig reagieren und die Infrastrukturen laufend konsolidieren. Zusammengefasst: Die IT muss schneller, besser, billiger und kontrollierter werden. Oder anders ausgedrückt: Die IT muss glaubwürdiger, wettbewerbsfähiger, vorhersagbarer und erschwinglicher werden. Viele IT-Organisationen sind drauf und dran, die digitale Transformation für ihr Business zu verpassen. Wie zu Urzeiten planen und entwickeln sie IT-Lösungen in abgeschotteten Silos und schieben sie für den Betrieb in die Operation ab, wo dann pseudomässig die Technik in IT-Services umdeklariert werden. Was ein Service ist, haben die allermeisten CIOs bis heute nicht verstanden. Die Technologie verschwindet in der Cloud. Eine gute IT basiert nicht mehr bloss auf den technischen und funktionalen Kriterien, sondern immer stärker auf der «Lebensfähigkeit» und dem Design der Service-Wahrnehmung. Lebensfähigkeit bedeutet Qualität im Sinne von Verfügbarkeit, Stabilität, Performance, Sicherheit, Wartbarkeit, Gesetzeskonformität, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Beim Design der Service-Wahrnehmung geht es einen Schritt weiter. Dies lässt sich anhand des Zitats von Gordon Ramsay in seiner Autobiographie «Humble Pie» erläutern: «It doesn’t matter how amazing the steak is, if it’s served on a cold plate it’s !*@!. If it’s served with a dull knife it’s !*@!. If the gravy isn’t piping hot, it’s !*@!. If you’re eating it on an uncomfortable chair, it’s !*@!. If it’s served by an ugly waiter who just came in from a cigarette break, it’s !*@!. Because I care about the steak, I have to care about everything around it.» Und welcher CIO kümmert sich nun um alles rund um IT-Services? Artikel online: auf www.netzwoche.ch Webcode 6854 Schneller, besser, billiger Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 04 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 29 Schweizer Firmen investieren wieder mehr in ICT Die Wachstumsaussichten auf dem Schweizer ICT-Markt haben sich nach dem Minus von 0,3 Prozent vom vergangenen Jahr wieder leicht aufgehellt. Wir rechnen auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates mit einer Zunahme der Ausgaben (B2B) um 0,7 Prozent oder etwas mehr als 120 Millionen Franken. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG PROGNOSE 2016 Total der ICT-Ausgaben in der Schweiz 17 061,5 Millionen Franken (B2B) Hardware Software Kommunikation Services Quelle: MSM Research 15,8 % 56,1 % 15,4 % Der Schweizer ICT-Markt 2016 legt auf ein Volumen von 17,06 Milliarden Franken zu. Umgerechnet auf einen Arbeitstag bedeutet dies, dass durchschnittlich von Schweizer Unternehmen und Verwaltungen für beachtliche 71 Millionen Franken Aufträge und Projekte vergeben werden. Die Auswirkungen der Frankenstärke auf die Entwicklung der ICT-Ausgaben hat im letzten Jahr Spuren hinterlassen. Mit Budgetkürzungen und Projektverschiebungen haben viele Unternehmen auf die verschärfte Währungssituation reagiert. Auch wenn sich im Laufe des Jahres die Sicht der Dinge etwas entspannt und sich nach dem ersten emotional gefärbten Schock eine rationalere und realistischere Sichtweise durchgesetzt hat, bleibt die Frankenstärke ein limitierender Faktor mit Blick auf die ICT-Spendings. Damit nicht genug, Stellenabbau und Standortverlagerungen hinterlassen ebenfalls negative Spuren bei den ICT- Investitionen und Ausgaben. Bei jedem Arbeitsplatz, der entfällt und nicht mehr besetzt ist, fallen auch keine Ausgaben mehr an. Arbeitsplatz-Kosten können je nach Branche sehr unterschiedlich sein, in der Industrie etwa liegen diese wesentlich tiefer als etwa im Bereich der Financial Services (Banken und Versicherungen). Der Blick auf die Wachstumsraten in den vertikalen Märkten zeigt, dass insbesondere die Schweizer Industrie massiv unter Druck geraten ist und auch im laufenden Jahr bleiben wird. Die Frankenstärke führte 2015 in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseinganges (–14 Prozent) und der Umsätze (–7 Prozent), wie der Verband jüngst mitteilte. Noch dramatischer war der Rückgang der Margen, der viele Unternehmen in die Verlustzone brachte und letztlich massive Einsparungen auch im Bereich der ICT-Ausgaben auslöste. 2015 haben die Industrieunternehmen ihre Budgets auf der Basis unserer Umfragen um insgesamt 5,3 Prozent zusammengestrichen, und auch im laufenden Jahr rechnen wir mit einem Rückgang der Ausgaben um 3,5 Prozent. Erst ab 2017 gehen wir wieder von einer marginalen Zunahme der Spendings aus, ab diesem Zeitpunkt dürften auch deutlich steigende Ausgaben im Zuge der Digitalisierung respektive Internet der Dinge zu verzeichnen sein. Bislang ausserhalb unseres Radars wird sich die Digitalisierung in den kommenden Jahren zu einem gewichtigen Faktor der Wachstumsgenerierung entwickeln, ab 2017 prognostizieren wir prozentuale Zuwachsraten der Ausgaben von deutlich über 35 Prozent. Ein weiteres Zugpferd für die Entwicklung des ICT- Marktes bildet das Segment des Cloud Computing, in all seinen unterschiedlichen Ausprägungen, angefangen von der hochstandardisierten Public Cloud über die gemanagte Private Cloud bis hin zur Multi-Cloud-Umgebung. Die Wolke generiert immer noch ein weit überdurchschnittliches Wachstum von insgesamt rund 30 Prozent, basierend nicht nur auf dem organischen Wachstum innerhalb der bereits wolkenerfahrenen Unternehmen, sondern auch der weiteren Marktdurchdringung. Allerdings erwarten wir 2016 den Peak der Wachstumsprozente, diese dürften ab 2017 leicht zurückgehen. Externe Sourcing-Services, allen voran die Cloud, treiben das Gesamtwachstum des ICT-Marktes voran, mit 8,2 Prozent liegen die «Externen» weit über dem Durchschnitt. Ohne diese schrumpft der Markt, 2016 um minus 1,6 Prozent, mit einer zu erwartenden weiteren Drift abwärts. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6855 12,6 % www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2016

Archiv