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Netzwoche 04/2016

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30 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Bild: Fotolia Lasst uns suchen! – Aber wonach? FOCUS ANALYTICS gsa. Mit der Digitalisierung gewinnen Big Data und die Auswertung davon an Bedeutung. Nicht nur, weil mehr Daten digital vorliegen. Die Analyse von Daten soll neue Umsätze einbringen. Doch was genau analysieren Firmen? Oft scheitern Big-Data- und Analytics-Projekte genau hie ran. An der Frage: «Was will ich eigentlich wissen und wofür?» Im Grunde erzeugt heute alles, was in der Welt geschieht, Daten. Informationen, die immer detaillierter, schneller und globaler verfügbar sind, wie Christoph Höinghaus schreibt. Er ist CEO beim IT-Dienstleister Trivadis. Daten über Märkte, Produkte, Menschen und die Umwelt stellten einen unschätzbaren Fundus dar, vorausgesetzt, sie können zeitnah verwendet werden. Das schaffen etwa In-Memory-Datenbanken. Auch hier gilt es, einiges zu beachten, etwa was Schnittstellen oder Absprachefragen betrifft. Was CIOs ausserdem beim Aufbau einer In-Memory-Lösung beachten sollten, berichtet Mathias Golombek, CTO bei Exasol. Wer die neuesten Technologien wie In-Memory nutzt, wird wohl auch seine Entwicklungsprozesse anpassen und etwa agile Methoden nutzen. Agile Entwicklungsmethoden allein machen aber noch keine agile Business Intelligence (BI), warnt Raphael Branger, Senior Solution Architect und Partner bei IT-Logix. Sein Rat: Vom Design bis zum Ausrollen der Lösung sollten möglichst viele BI-Entwicklungsaspekte sinnvoll automatisiert werden. Nur so liessen sich die Wünsche der Fachabteilungen nach kurzen Lieferzeiten erfüllen. Und natürlich gibt es auch hier Stolperfallen. 04 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Analytics 31 Big Data = Information Value Chain Digitalisierung realisieren bedeutet, Daten intelligent aufzubereiten, um bestehende Businessmodelle zu optimieren oder neue Businessmodelle einzuführen. Die Analyse grosser Datenmengen spielt dabei eine zentrale Rolle. Es gilt, sich hierfür gut vorzubereiten und umfassend zu informieren. DER AUTOR Christoph Höinghaus ist CEO von Trivadis Aus Daten wertvolle Informationen und damit Wettbewerbsvorteile gewinnen – welches Unternehmen möchte das nicht. Nie war das einfacher als heute. Abgesehen von den im operativen Tagesgeschäft erzeugten internen Daten stehen auch Informationen aus sozialen Netzwerken und aus dem Internet der Dinge (IoT) zur Verfügung und warten nur darauf, klug genutzt zu werden. In diesem Jahr sollen gemäss Gartner 6,4 Milliarden Dinge ans Netz angebunden sein. Im Grunde erzeugt heute alles, was in der Welt geschieht, Daten. Daten, die immer detaillierter, schneller und globaler verfügbar sind. Daten über Märkte, Produkte, Menschen und die Umwelt, die einen unschätzbaren Fundus darstellen, wenn sie zeitnah verwendet werden können. Big Data als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung Das Motto der Cebit 2016 lautet nicht von ungefähr «Digitale Zukunft schon heute erleben». Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Unternehmen mit Produkten, Kunden, Mitarbeitern und dem Marktumfeld umgehen. Neue Produkte entstehen, bestehende Geschäftsmodelle verändern sich in Richtung Dienstleistung mit eingebautem Produkt, Kunden werden in die Produktgestaltung einbezogen und viele andere neue Ansätze werden durch die Digitalisierung möglich. Dabei wird die rasche und umfassende Auswertung von Daten ein zentraler Erfolgsfaktor. «Grösser. Schneller. Weiter.» So bringen die Cebit-Verantwortlichen diese Tatsache auf den Punkt. Aus diesem Grund setzen sich 40 Prozent aller Unternehmen weltweit bereits heute mit Big Data auseinander. In der Schweiz werden es wohl verhältnismässig etwas mehr sein. Das bedeutet weit mehr als die traditionelle Analyse operativer Daten, wie wir sie von traditionellen Business-Intelligence-Systemen kennen. Es werden zunehmend modernste Data-Science-Methoden und Big-Data-Analytics-Architekturen und Plattformen erprobt und eingesetzt. Was uns 2016 erwartet In zwei Dingen sind sich die Analysten einig: Die für Unternehmen interessante Datenmenge wird weiterhin stark steigen und das notwendige Fachpersonal wird weiterhin knapp sein. Und es stehen noch weitere Veränderungen an: So wird die Vielzahl der IoT-Geräte ein Umdenken erfordern, was das Sammeln und Verteilen von Daten betrifft – etwa durch den Einsatz von FOG-Computing-Technologien. Im Weiteren wird sich der Mix der Datentypen durch den stärkeren Einbezug von Audio, Video und Bildmaterial verändern, und die Analyse des Kontextes und Fragestellungen wie «Ownership» und «Privacy» werden eine viel stärkere Rolle spielen. Der Einsatz neuer und automatisierter Analyse-Algorithmen und die Etablierung einer unternehmensweiten Information Governance sind weitere Aspekte, die auf jedes Unternehmen zukommen, das Big Data gewinnbringend einsetzen will. In dieser Situation sind diejenigen Unternehmen im Vorteil, die einen klar abgegrenzten Business Case umsetzen wollen und sich zu diesem Zweck gut vorbereiten und umfassend informieren. Gut vorbereiten heisst, Information wie jede andere wichtige Unternehmensressource – ob das nun Personal, Immobilien oder Finanzen ist – zu managen. Es bedeutet also, eine Strategie, eine Aufbau- und eine Ablauforganisation sowie eine Infrastruktur etabliert zu haben, die es erlaubt, Informationen entsprechend ihrem Wertbeitrag umsichtig zu verwalten und zu schützen. Umfassend informieren heisst, Fachleute oder sogar Teams auf- oder auszubauen, die aus der Vielzahl von Angeboten und Technologien die erfolgversprechendsten Lösungen auswählen und umsetzen und damit eine «Information Value Chain» für das Unternehmen realisieren können. Bild: Fotolia www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2016

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