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Netzwoche 04/2017

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12 SPECIAL

12 SPECIAL Konsolidierung von ERP-Systemen In Kooperation mit SNP Konsolidieren und harmonisieren Unternehmen agieren auf globalen und internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkten. Hierfür nutzen sie effiziente ERP-Systeme, deren Funktionen immer wieder an Veränderungen der Unternehmensstrukturen angepasst werden müssen. Der zunehmende Druck bei Produkt- und Prozessinnovationen und die beschleunigte Digitalisierung erfordern zusätzlichen Handlungsbedarf. Helfen können aufeinander abgestimmte, harmonisierte ERP-Lösungen. DER AUTOR Marcus Scott Managing Director SNP (Schweiz) AG Prozessabläufe unterscheiden sich von Bereich zu Bereich. Damit steigen die Risiken für hohe Integrationskosten. Bild: iStock Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen, der Aufbau von Shared Service Centern oder die geografische Verlagerung von Produktionsschritten gehören zu Transformationsprojekten, die schnell und effizient durchgeführt werden müssen. Die zügige Wiederherstellung einer stabilen Organisation mit optimierten Prozessen und konsolidierten Anwendungssystemen ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Diese Agilität muss in Unternehmen zu den Kernkompetenzen zählen. Nur so kann auf Veränderungen optimal reagiert werden. Agilität für die Unternehmens-IT Geschäftsprozesse und damit die unterstützenden IT-Anwendungen sind die kritischen Faktoren in Harmonisierungs- und Konsolidierungsprojekten. CIOs kennen die Vorwürfe zu langer Reaktionszeiten und unflexibler IT-Systeme allzu gut. IT-Verantwortliche können Transformationsprozesse unterstützen, indem sie die Datenmigration und -konvertierung sowie die Daten- und Prozessanalaysen im Vorfeld abbilden. Auf diese Weise können Unternehmen Geschäftsprozesse direkt aus Anwendungsdaten rekonstruieren und dokumentieren. Mit der Rekonstruktion werden gleichzeitig Prozesskennzahlen verfügbar gemacht. So lassen sich Prozesse, ihre Strukturen und die Leistungsfähigkeit über Organisationseinheiten und Systemgrenzen hinweg vergleichen. Damit ist die Ausgangsbasis für die Auswahl von Referenzprozessen für ein harmonisiertes und konsolidiertes ERP-System geschaffen. Von der Datenbeschaffung bis zur aussagekräftigen Analyse Ob historisch oder durch Zu- und Verkauf gewachsen: Die Systemlandschaften von Unternehmen sind oftmals von heterogenen, inkompatiblen Systemen und Strukturen geprägt. Prozessabläufe unterscheiden sich von Bereich zu Bereich. Damit steigen die Risiken für hohe Integrationskosten und langlaufende Integrationsprogramme. Die geringe Möglichkeit, um Systeme zu warten und die hohe Komplexität der Anwendungslandschaft hemmen die Agilität des Unternehmens. Das schränkt die Möglichkeit für Unternehmen ein, auf Veränderungen rasch zu reagieren. Unternehmenskritische Systeme und Prozesse müssen jedoch schnell anpassbar sein. Mit einer profunden Analyse, die ad hoc durchführbar ist, werden Herausforderungen wie Konsolidierung und Harmonisierung von Prozessen, Daten und Systemen besser plan- und durchführbar. Sparpotenziale ausschöpfen Die Implementierung einer unternehmensweiten einheitlichen ERP- Plattform ist eine Entscheidung von grosser Tragweite, da sie gravierende Veränderungen in Prozessen, Organisationsstrukturen, Strategien und Unternehmensinfrastrukturen mit sich bringt. Durch den Einsatz einer Standardsoftware für die Transformation können Unternehmen Projektdauer und -kosten reduzieren. Zudem erhöhen Unternehmen auf diese Weise die Projektsicherheit und unterstützen die Compliance durch Transparenz auf allen Projektebenen. Bei der Auswahl der geeigneten Transformationssoftware sollten Verantwortliche zudem darauf achten, dass der manuelle Programmieraufwand so gering wie möglich ausfällt und die Transformation weitmöglich regelbasiert und automatisiert durchgeführt wird. Eine geeignete Software ermöglicht genaue Vorhersagen über das Transformationsprojekt und eine detaillierte Planung des Business- Szenarios – mit sicherer Aufwandsschätzung. Im Idealfall erfüllt sie zudem alle gesetzlichen Anforderungen an die Umstellung von buchhalterisch relevanten Daten. Je nach Geschäftsmodell kann es zudem wichtig sein, historische Daten mit dem neuen System zu verknüpfen. Um die Ausfallzeit der Systeme (Downtime) auf ein Minimum zu reduzieren und somit den laufenden Geschäftsbetrieb so wenig wie möglich zu beeinflussen, hat sich das sogenannte Near-Zero-Downtime-Verfahren bewährt. In Zeiten des stetig steigenden Datenwachstums sollte eine zum Einsatz kommende Software ausserdem in der Lage sein, auch grosse Datenvolumen zu bewältigen. Verfügt die Methodik über ein Transformationsgedächtnis, lassen sich Best Practices auch für zukünftige Projekte nutzen – so können Unternehmen weitere Sparpotenziale ausschöpfen. 04 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit SNP Konsolidierung von ERP-Systemen SPECIAL13 «SAP-Konsolidierungen sind die Königsdisziplin im Bereich der Konsolidierungen» Bei einer Firmenakquisition werden oft auch die fremden ERP-Systeme übernommen. Für einen reibungslosen Ablauf müssen diese an die Erfordernisse des neuen Mutterhauses angepasst werden. Was es hierbei zu beachten gilt, erklärt Marcus Scott, Managing Director von SNP (Schweiz). Interview: George Sarpong « Mit unseren Lösungen für SAP-Transformationen werden Umstellungen möglich, die bisher als kaum realisierbar galten. » Marcus Scott, Managing Director SNP, (Schweiz) AG Was ist einer der häufigsten Gründe für ein ERP- Konsolidierungsprojekt? Marcus Scott: Einer der häufigsten Gründe für die Konsolidierung von ERP-Systemen ist der Zukauf von Unternehmensteilen oder kompletten Firmen. Die bestehenden Systeme müssen zusammengeführt werden, etwa um Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Hinzu kommen Lizenzkosten für zwei oder mehr Systeme, womöglich bei verschiedenen Anbietern. Die digitale Transformation führt zu neuartigen Geschäftsprozessen. An diese müssen IT-Verantwortliche gemeinsam mit dem Business bestehende IT-Systeme anpassen. Ein Treiber der Digitalisierung sind Daten respektive deren Analyse. Wir haben also einerseits steigende Datenmengen in bestehenden ERP-Lösungen und andererseits neuartige Analysewerkzeuge. Hier kann eine Konsolidierung helfen, die Systemlandschaft zu verschlanken. Was sind die wichtigsten Argumente für eine Systemkonsolidierung? Unternehmen können Kosten reduzieren, da die IT-Abteilung nur noch ein System warten muss. Das spart Support- und Entwicklungskosten. Das Problem, dass der Support für veraltete Systeme teilweise nicht mehr angeboten wird, lässt sich auf diese Weise umgehen. Durch eine Harmonisierung der Stammdaten lassen sich ebenfalls Kosten signifikant senken, insbesondere in den Bereichen Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik. Firmen können zudem ihre Geschäftsprozesse unternehmensweit vereinheitlichen. Auf diese Weise werden betriebliche Abläufe transparent. Die Anwender der Fachabteilungen profitieren von einer einheitlichen Sicht auf verlässliche Daten und können so fundierte Entscheidungen treffen. Welche Probleme treten bei einem Konsolidierungsprojekt am häufigsten auf? Der Zugriff auf die geschäftsrelevanten Daten muss jederzeit gewährleistet sein. Fehlen in einem Produktionsbetrieb die Daten für die Bestellung von Rohstoffen, kann dies zu einem kostspieligen Ausfall und Down-Time in der Produktion führen. Bei der Planung muss auch bedacht werden, dass die bestehenden Systeme unterstützt werden müssen, bis das konsolidierte System zuverlässig arbeitet und alle historischen Daten in das neue System integriert wurden. Diese Doppelspurigkeiten müssen unbedingt mit eingeplant werden. Wie unterstützt SNP seine Kunden bei der SAP- Konsolidierung? SAP-Konsolidierungen sind die Königsdisziplin im Bereich der Konsolidierungen. Hier geht es darum, zuvor getrennte Systeme zusammenzuführen. Hierfür müssen redundante Daten, Programme und Strukturen identifiziert und bei der Verschmelzung so weit harmonisiert werden, dass das verbleibende System konsistent und lauffähig ist. Das funktioniert meist nur mithilfe einer softwarebasierten Methode. Wir setzen hierfür unseren hauseigenen Transformation Backbone ein. Dieser analysiert die betroffenen Systeme und setzt die Transformation automatisiert um. Mit unseren Lösungen für SAP-Transformationen werden Umstellungen möglich, die bisher als kaum realisierbar galten. Das bedeutet? Mit unserem System können wir die Anforderungen an das Projekt analysieren, die entsprechenden Massnahmen projektieren und umsetzen. Die Übernahme der Datenhistorie ist bei der Veränderung der Konsolidierung der SAP-Landschaften ebenso selbstverständlich wie geringe Stillstandszeiten sowie niedrige Kosten. Untern Strich erhöhen wir auf diese Weise die Geschwindigkeit, mit der unsere Kunden Konsolidierungen umsetzen. Darüber hinaus unterstützen wir die Unternehmen dabei, ihre IT-Landschaften schneller und wirtschaftlicher an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Unternehmen bietet sich dadurch eine grosse Flexibilität für notwendige Anpassungen. Also Veränderungen, wie etwa Firmenübernahmen oder die Umstellung von Geschäftsprozessen durch die digitale Transformation. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2017

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