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Netzwoche 04/2017

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46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Xings Geschäft läuft gut rkn. Xing hat die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 vorgelegt. Das Unternehmen erzielte 2016 einen Umsatz von 148,5 Millionen Euro. 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn stieg um 34 Prozent auf 23,6 Millionen Euro, wie Xing mitteilt. ▸ Webcode DPF8_27854 Master in Industrie 4.0 mur. Die Fernfachhochschule Schweiz wird ab Mitte September einen Master of Advanced Studies Industrie 4.0 – Smart Engineering & Process Management anbieten. Anmeldeschluss ist gemäss einer Mitteilung der 31. Mai. ▸ Webcode DPF8_27164 Kanton Zürich schafft Stellen bei der Cybersicherheit cgr. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat den Ausbau seines «Kompetenzzentrums Cybercrime» beschlossen. Wie der Rat mitteilt, sollen 20 zusätzliche Stellen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Schlagkraft der Einrichtung gegen Cyberkriminalität erhöhen. Mehr als Verdoppelung der Stellen Neu geschaffen werden 10 Stellen für zivile Informatikspezialisten, 5 Stellen für Staatsanwälte und 5 Stellen für Verwaltungsassistenten. Dies ist mehr als eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl. Gemäss einem Bericht der NZZ arbeiten aktuell 2 Staatsanwälte, 6 polizeiliche Ermittler und 24 zivile Mitarbeiter im Kompetenzzentrum. Diese sind jedoch nicht alle ständig in der Cyberabteilung tätig. Das Kompetenzzentrum Cybercrime wurde 2013 ins Leben gerufen und ist laut Mitteilung das landesweit erste seiner Art. Es soll den Schwerpunkt Internetkriminalität des Regierungsrats umsetzen. Kompetenzen sollen erweitert werden Mit der nun angekündigten Aufstockung der Mitarbeiterzahl will der Regierungsrat die Kompetenzen bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität weiter ausbauen. Denn Straftaten würden zunehmend über das Internet verübt. Zudem registrierte der Kanton einen deutlichen Anstieg der Angriffe auf «IT-Infrastrukturen von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen und Organisationen», wie es weiter heisst. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_26786 Berufsbegleitend zum Bachelor Zeit- und ortsunabhängig studieren an der Fernfachhochschule Schweiz flexibel. berufsbegleitend. digital. www.ffhs.ch BSc Informatik BSc Wirtschaftsinformatik BSc Digital Connected Society Passerellen für HF-Absolventen Start August 2017 Kombination E-Learning & Face-to-Face-Unterricht für grösste zeitliche Flexibilität Anzeige Mehr Grenzgänger in ICT-Branche jor. Die Anzahl der in der Schweiz arbeitenden Grenzgänger ist in den vergangenen fünf Jahren um über ein Viertel gestiegen. Per Ende 2016 zählten die hiesigen Behörden 318 500 Erwerbstätige aus dem EU-Raum, die in der Schweiz mit einer entsprechenden Bewilligung arbeiteten. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Im ICT-Sektor stieg die Anzahl der Grenzgänger überdurchschnittlich. Zwischen 2011 und 2016 nahm sie um über die Hälfte zu, wie aus den Zahlen des BFS hervorgeht. Ende des vergangenen Jahres registrierte das Amt in der Schweizer ICT-Branche 7538 Grenzgänger. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen wohnte in Frankreich, rund ein Viertel in Italien und ein Fünftel in Deutschland. Im Tessin war der Anteil der Grenzgänger gemessen an allen Erwerbstätigen mit 27,1 Prozent am höchsten. Rund vier Fünftel aller Grenzgänger waren in drei Grossregionen erwerbstätig. Mehr als ein Drittel arbeitete in der Genferseeregion (37,2 Prozent), ein Viertel in der Nordwestschweiz (22,8 Prozent) und ein Fünftel im Tessin (20,2 Prozent). Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_27982 04 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag Zürich | Basel | Bern | Brig

Management & Career Nachgefragt 47 Quercusapp will das Jahresgespräch obsolet machen Ein Mal im Jahr gibt es in den meisten Unternehmen das Ritual des Mitarbeitergesprächs. Dieses einmalige Feedback will das Schweizer Start-up Quercusapp durch eine kontinuierliche Bewertung der Mitarbeiter ersetzen. Firmenmitgründer Misch Riedo erklärt im Gespräch, wie er auf die Idee kam und wie die Lösung funktioniert. Autor: Christoph Grau Das Zürcher Start-up Quercusapp will mit seiner gleichnamigen Applikation die klassischen Jahresgespräche neu erfinden. Im Jahr 2014 kamen die Firmengründer Misch Riedo und Lucien Brahier auf die Idee, eine neue Lösung für das Messen der Mitarbeiterleistung zu entwickeln, wie Riedo im Gespräch sagt. Sie seien auf einen wissenschaftlichen Artikel der Stanford University über ein Experiment aus dem Jahr 2012 gestossen. Darin hätten sie herausgelesen, dass eine kontinuierliche Bewertung gegenüber einmaligen Jahresgesprächen Vorteile böte, sagt Riedo. « Das Jahresgespräch ist eher eine Formalie. » Misch Riedo, Migründer von Quercusapp Neuer Ansatz für das Messen von Leistung Sie beide seien nach der Lektüre überzeugt gewesen, dass dieser Form des Feedbacks die Zukunft gehöre, sagt Riedo weiter. Sowohl für Angestellte als auch Vorgesetzte sind «Jahresgespräch eher eine Formalie», wie Riedo betont. Studien hätten zudem gezeigt, dass weder die Führungskräfte noch die HR-Abteilugen wirklich zufrieden damit seien. 2014 fassten die Gründer den Entschluss, eine Applikation nach dem Prinzip des kontinuierlichen Feedbacks zu entwickeln. Ziel sei es gewesen, «eine innovative Lösung für moderne Firmen zu entwickeln», erklärt Riedo. 2015 entstand laut Riedo ein richtiger Boom im Bereich des sogenannten «Continuous Performance Managements». Firmen wie GE, Adobe, Accenture oder auch Deloitte testeten diese Methoden erfolgreich, wie Riedo betont. Feedback von Vorgesetzten und Kollegen Mit Quercusapp kann eine Firma für sie relevante Kompetenzen und Fähigkeiten passend auf die verschiedenen Jobprofile in ihrem Unternehmen hinterlegen. Bei einem Verkäufer könnten dies laut Riedo etwa folgende Punkte sein: wie gut ist der Kundenfokus, wie läuft die Kommunikation mit Kunden, müssen unmittelbar nächste Schritte gemeinsam vereinbart werden? Zudem erhalten Mitarbeiter bei Quercusapp nicht nur von den Vorgesetzten Feedback, sondern auch von sämtlichen Kollegen. Somit sei sichergestellt, dass sie von denjenigen Personen Feedback erhalten, mit denen sie tagtäglich zusammenarbeiten, sagt Riedo. Idealerweise erfolgen die Feedbacks nach abgeschlossenen Projekten oder besonderen Ereignissen. Vorgesetzte erhalten so ein breiteres und akkurateres Leistungsbild ihrer Mitarbeiter. Über ein Dashboard können Mitarbeiter und Vorgesetzte diese gesammelten Feedbacks einsehen. Dort liessen sich etwa Stärken oder Schwächen ausmachen und Leistungsentwicklungen verfolgen. Bei Auffälligkeiten können dann Gespräch vereinbart werden, um die Schwäche konkret anzusprechen, wie Riedo erklärt. Welche Vorteile es verspricht Ein Nebeneffekt der vielen kleinen Feedbacks sei zudem, dass sich Führungskräfte viel besser auf ein Gespräch vorbereiten könnten. Den grössten Teil der Arbeit übernehme schon die Anwendung, und im Gespräch könnten sich die Gesprächspartner auf die wesentlichen Themen und Schwachstellen konzentrieren, sagt Riedo. Damit würden auch Führungskräfte entlastet. Gemäss Riedo geht durch die digitale Feedback-Lösung der persönliche Kontakt nicht verloren. Aus Gesprächen mit Kunden weiss er zu berichten, dass das Gegenteil der Fall sei. Denn Gespräche könnten noch zielgerichteter und mit mehr Nutzen für beide Parteien geführt werden. Feedback- Gespräche würden bedeutungsvoller, wenn sie vorher mit Daten hinterlegt worden seien, betont Riedo. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_28599 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2017

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