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Netzwoche 04/2020

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40 Management & Career

40 Management & Career 20 Jahre Netzwoche 2003: Die Cloud kommt, aber sie hat noch keinen Namen Die Schweiz im «Breitbandfieber». So lässt sich der wichtigste IT-Trend des Jahres 2003 auf den Punkt bringen. Was und wer sonst noch von sich reden machte, zeigt ein Blick in die Ausgaben der Netzwoche. Autor: Oliver Schneider i Vier Netzwoche-Ausgaben aus dem Jahr 2003 RÜCKBLICK An dieser Stelle blickt die Redaktion auf 20 Jahre Netzwoche zurück. In jeder Ausgabe des Jahres finden Sie die Highlights, Kuriositäten und führenden Köpfe aus zwei Jahrzehnten Schweizer IT- Geschichte. Das Jubiläumsdossier finden Sie online www.netzwoche.ch 2003: Pascal Couchepin ist Schweizer Bundesprädient, die USA führen trotz weltweiter Empörung zum zweiten Mal Krieg gegen Saddam Hussein, die Raumfähre Columbia verglüht beim Landeanflug auf Cape Canaveral und das deutsche Popmusik-Duo Modern Talking löst sich auf. Was derweil in der IT-Welt geschah, erfährt die Schweiz in der Netzwoche. Der Browser-Krieg scheint schon entschieden, da veröffentlicht Apple im Januar den eigenen Browser Safari. Steve Jobs wolle sich damit von Microsofts Internet Explorer emanzipieren, schreibt Alessandro Monachesi. Kurz darauf wird in der Gemeinde Anières bei Genf zum weltweit ersten Mal per Onlinevoting abgestimmt. Im Februar bringt Swisscom Mobile ein im Ausland bereits beliebtes Gadget auf den Schweizer Markt: Handhelds von Blackberry. Diese seien zwar nicht wunderhübsch, aber für Unternehmen durchaus interessant, so Christian Weishaupt in der Ankündigung. An einer anderen Front kommt der grösste Schweizer Telko dagegen wenig später in Bedrängnis: Cablecom lanciert ein eigenes Telefonangebot über das TV-Kabel. Der März wartet mit einem Geschwindigkeitsrekord auf. Ein Forscherteam aus den Niederlanden und den USA überträgt 6,7 Gigabyte vom Silicon Valley nach Amsterdam in 58 Sekunden – das entspricht 923 Megabits pro Sekunde. SAP, Hewlett Packard, T-Systems – im April sorgen Absagen namhafter Hersteller für Stress bei den Veranstaltern der IT-Messe Orbit/Comdex. Aber auch «die ICT-Branche steckt im tiefsten Winter», wie Felicitas Graf schreibt. Der Preiskampf drückt auf die Margen. Ein neuer Dachverband, Software als Service und schnelles Internet Im Mai 2003 entsteht ein neuer Dachverband der Schweizer ICT-Branche. «ICTsuisse» soll die bisher fragmentierte Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche näher zusammenrücken. Ebenfalls von sich reden macht ein neuer Player auf dem CRM-Markt. Die US-Firma Salesforce macht mit ihrem Onlinedienst erstmals Gewinn. Und: www. freitag.ch/f-cut ist Master of Swiss Web. Mitte Juni nimmt die Netzwoche eine neue Gattung auf dem IT-Markt unter die Lupe: «Computing on Demand». Die Idee dahinter ist, Leistungen von einem Dienstleister (Application Service Provider) als Service zu beziehen und nach bezogener Menge zu bezahlen. Von Cloud spricht zwar noch niemand, aber die Technologie nimmt Fahrt auf. Noch ganz am Anfang steht im Juli die Idee von Google, ein Team in Zürich aufzubauen. Es gibt aber immerhin schon ein Stelleninserat. Wer wissen will, warum E-Gov in der Schweiz eine «Baustelle ohne Bauleitung» ist, erfährt das nach der Sommerpause im August. Der September steht im Zeichen der Breitbandnetze. ADSL, UMTS und TV-Kabel sollen der Internetbranche neuen Schub verleihen. Mit Angeboten für Unternehmen, aber auch mit «Edel-Erotik für Telcos». Zur Orbit/Comdex verkündet die Netzwoche fünf Trends im IT-Markt, denen sich keiner entziehen sollte: Open Source, E-Security, E-Business, Storage und Outsourcing. Im Oktober geht es noch einmal um das, was man dereinst Cloud nennen wird: Per «Server-based Computing» können Mitarbeiter auch von Mobilgeräten aus auf Firmenanwendungen zugreifen. Im November untersucht die Weko die Preispolitik von Swisscom Directories, US-Medienkonzerne spammen Schweizer ISPs mit Hinweisen auf Urheberrechtsverletzungen zu, und Peter Ohnemus verrät, wie er seine Firma Fantastic retten will. Kurz vor dem Jahresende, im Dezember, rückt die Netzwoche noch den wachsenden Business-Intelligence- Markt in den Fokus. Wo früher Excel gut genug war, sollen heute spezialisierte Applikationen Unternehmensdaten speichern und analysieren. Dazu erfinden die Marketingabteilungen der Hersteller klingende Namen wie «Corporate Performance Management». Die Datenberge in den Unternehmen wachsen. Die Herausforderung besteht darin, aus diesen Daten die relevanten herauszufiltern und für die Entscheidungsfindung zu nutzen – das gilt 2003 wie heute. 04 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 41 Arbeitswelten-Konferenz: New Work, Gig Economy und lifelong Learning 2017 hatte Swiss-ICT erstmals eine halbtägige Veranstaltung rund um die Berufe der ICT und die Swiss-ICT-Salärstudie ins Leben gerufen. Das Thema «Arbeitswelten» ist unterdessen zum festen Vokabular bei Swiss-ICT geworden. Die nächste Arbeitswelten-Konferenz beschäftigt sich mit den Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz. Am 26. März 2020 findet die Arbeitswelten-Konferenz zum vierten Mal statt. Da die Digitalisierung nicht nur den ICT- Sektor betrifft, sind verschiedene Verbände und Gremien in die Organisation des Anlasses involviert. Dazu gehören neben Swiss-ICT neu auch HR Swiss, ZGP, KV Zürich und Swissstaffing. Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen, setzen immer mehr Unternehmen und Organisationen auf neue Arbeitsmodelle, moderne Arbeitsplätze und Weiterbildung für ihre Mitarbeitenden. Wie funktioniert das in der Realität? Konferenzthema: New Work ·· Welche Organisations- und Arbeitsformen sind für Unternehmen geeignet, um attraktiv für Fachkräfte und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu sein? ·· Welche Möglichkeiten gibt es heute und morgen für Fachkräfte, um nach ihren Bedürfnissen und Wünschen zu arbeiten? Konferenzthema: Lernen ·· Wie können Mitarbeitende zum lebenslangen Lernen motiviert und unterstützt werden? ·· Mit welchen Themen soll sich eine Fachkraft auseinandersetzen, und welche Möglichkeiten stehen heute zur Verfügung? Die notwendige Balance kommt nicht mehr «von oben», sondern aus einer engagierten Kooperation aller Beteiligten. Der Begriff der Leadership muss deswegen um die Dimension Followership ergänzt werden. Und bei alldem steht der Mensch im Zentrum. Keynote 2: Antoinette Weibel: «Trust Rocks – Sauerstoff der neuen Arbeitswelt» In einer Welt, die durch ständigen Wandel gekennzeichnet ist, wird Vertrauen immer mehr zur Notwendigkeit. Denn Vertrauen schafft den Raum, den moderne Organisationsformen, die auf Selbstorganisation setzen, so dringend benötigen. Vertrauen speist den Mut, Entscheidungen zu delegieren, Selbstverantwortung zu übernehmen und proaktiv den Wandel im Unternehmen zu gestalten. Vertrauen wirkt auch als Kitt in Teams, die sich zusehends häufiger neu zusammensetzen und mehr Heterogenität zum Wettbewerbsvorteil umsetzen müssen. Schliesslich stärkt Vertrauen auch die menschliche Resilienz und schafft somit Ressourcen, um mit der hohen Belastung im neuen, anspruchsvollen Umfeld umzugehen. In diesem Vortrag klären wir, wie wir Vertrauen gestalten und was sich in Unternehmen ändern muss, damit wir Vertrauen auch erhalten können. www.swissict-arbeitswelten.ch DER AUTOR Simon Zaugg Leiter Kommunikation und Marketing, Swiss-ICT Ticketbestellmöglichkeiten finden Sie auf der Veranstaltungswebsite Konferenzthema: Kultur ·· Wie kann gemeinsam eine Kultur für den digitalen Wandel erarbeitet werden? ·· Welche Persönlichkeitsmerkmale sind gefordert – und wie können sie erworben werden? Keynote 1: Matthias Moelleny: «Für die Zukunft der Arbeitswelt brauchen wir eine zukunftssichere Führung» Traditionelle Hierarchien sind zu langsam für die immer schnelleren Veränderungen. Sie sind zu wenig gut geeignet im Spagat zwischen Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch dem Bedarf an Effizienz (need to produce) und dem Bedürfnis nach Erneuerung (need to innovate). Bild: Jesussanz / iStock.com www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2020

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