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Netzwoche 04/2020

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46 Last Curiosities

46 Last Curiosities Bilder: nadia_bormotova / iStock; zak00 / iStock; HitToon / iStock; tsirik / iStock; VectorUp / iStock; yusuf / Adobe Stock; Shendart / iStock SEO schon in der Wiege rja. Wer schon einmal nach einem «Peter Müller» gesucht hat, kennt das Problem: Man findet nicht nur einen, sondern hunderte Menschen dieses Namens. Gemäss einer Umfrage der Website «Channelmum» sorgen Eltern nun dafür, dass ihre Sprösslinge auf Anhieb gefunden werden, indem sie ihnen einen selbst kreierten Namen geben. Dazu gehören Jaspin oder Tovin ebenso wie Elisobelle, Wrenlow und Maevery. 65 Prozent der Befragten denken darüber nach, ihren Kindern einen selbst ausgedachten Namen zu geben – 7 Prozent seien schon zur Tat geschritten. Damit sollen sie aus der Masse hervorstechen oder im Social Web leichter gefunden werden. Vielleicht sollten Webagenturen das Kreieren von Babynamen als Dienstleistung anbieten, denn im Grunde handelt es sich hier um nichts anderes als eine verfrühte Massnahme zur Suchmaschinenoptimierung. Don’t Stop Me Now sma. Googles selbstfahrendes Auto lebt heute in der Firma Waymo weiter, die ebenfalls zu Alphabet gehört. Einer der Ziele des autonomen Fahrens ist die Reduzierung von Unfällen, aber auch hier spielt der Faktor Mensch eine Rolle, wie ein Unfall zu Jahresbeginn in Arizona zeigte. Ein ehemaliger Waymo-Fahrer wehrt sich gegen die Rebellion der Maschinen. Auf offener Strasse bremste er einen selbstfahrenden Lieferwagen des Unternehmens aus und verursachte einen Auffahrunfall, wie «Engadget» berichtet. Der Strassenrowdy wurde festgenommen und in mehreren Punkten angeklagt. Zuvor soll er bereits Ende 2018 «mehrere Verbrechen gegen Waymo-Fahrzeuge» begangen haben. Und wenn eines gar nicht geht im Kapitalismus, dann sind es Verbrechen gegen Fahrzeuge. Merkwürdiges aus dem Web CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung! Besser leben ohne Wasser jor. Einige Influencer haben einen calvinistischen Trend wiederbelebt: die gute alte Askese. Soll heissen: Manche machen jetzt auf enthaltsam, verzichten freiwillig auf dies und das – nur leider nicht auf Social Media. Das wäre dem gemeinen Influencer wohl ein bisserl zu reaktionär oder zu realitätsnah. Zumindest jene, die eine ganz besondere Entbehrung propagieren, scheinen das Diesseits eher doof zu finden. Es sind Influencer, die auf Wasser verzichten und dafür auch noch Werbung machen. Eine davon ist die 30-jährige Alise. Wie «Der Standard» berichtet, will Alise von einem indischen Guru erfahren haben, dass man Wasser nicht benötige. Nun schwört Alise ihre 4000 Follower darauf ein, diese durchsichtige Plörre nicht mehr zu trinken, sondern nur noch durch Nahrungsaufnahme zu sich zu nehmen. Und die gemeinhin empfohlenen 2 Liter pro Tag? Für Alise ist das nur eine Marketinglüge. Na, wenn das mal kein Fall von morbider Ironie ist: Eine Influencerin, die «Marketinglüge» skandiert und derweil fast dehydriert, weil sie es leid ist, tagtäglich Dutzende Wassermelonensmoothies zu vertilgen. Jeff Bezos kauft Napoleons Fussboden osc. Jeff Bezos hat sich ein Haus gekauft. Nicht irgendein Haus, sondern die mit 165 Millionen US-Dollar vermutlich teuerste Villa in Beverly Hills. Die neue Bleibe des Amazon-Gründers im Nobelviertel von Los Angeles strotzt nur so vor Superlativen, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Das Grundstück umfasse stattliche 36 000 Quadratmeter, einen Swimming-Pool, einen Golfplatz, einen Fussboden, der einmal Napoleon gehört haben soll, sowie diverse Kunstwerke. Unklar sei allerdings, ob Bezos all das mit dem Haus zusammen gekauft habe. Gebaut hatte die Villa in den 1930-Jahren Hollywood-Tycoon Jack Warner. Jeff Bezos erstand sie nun von Musik- und Filmproduzent David Geffen. Tut mir leid, Bill, das kann ich leider nicht tun sma. Trotz des eingestellten Supports erfreut sich Microsofts Betriebssystem Windows 7 einer ungebrochenen Beliebtheit. Ein Bug verärgerte zuletzt allerdings einige Nutzer, wie «Futurezone» berichtet. Beim Herunterfahren des Systems erschien die Nachricht «Sie haben keine Erlaubnis, diesen Computer herunterzufahren». Ein möglicher Lösungsweg ist die Erstellung eines zusätzlichen Admin-Profils. Allerdings ist das Herumspielen mit den Adminrechten nicht ganz ungefährlich. Microsoft untersucht das Problem aktiv, wie es weiter heisst. Aber ob ein Update erscheint, ist unklar. Kein Wunder also, dass führende Spione wie Wladimir Putin weiterhin auf den Vorvorgänger Windows XP setzen. 04 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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