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Netzwoche 05/2016

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16 Business

16 Business Titelgeschichte sechsjährigen Unternehmensgeschichte. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung wäre dies mehr als eine Fahrt pro Einwohner im Jahr. Noch konzentriert sich Didi-Kuaidi nur auf den chinesischen Markt. Didi-Kuaidi ist aber nicht nur eine einfache Kopie von Uber. Der Dienst vermittelt auch Aufträge an Busse und für Expressfahrten. Sogar Firmendienstleistungen hat Didi-Kuaidi im Angebot. Mit insgesamt acht unterschiedlichen Vermittlungsdiensten ist das Unternehmen breiter aufgestellt als Uber. Auch sieht sich Didi-Kuaidi nicht in direkter Konkurrenz zur Taxi-Industrie. Die Vermittlungsdienste stehen auch normalen Taxis offen. In Gesprächen zeigten sich Taxifahrer vom System begeistert. Sie bestätigten, dass die Zahl der Vermittlungen über Didi-Kuaidi immer mehr zunimmt. In den Hochhäusern an der Kreuzung Zhongguancun- und Haidian-Hauptstrasse residieren viele IT-Start-ups. Die Frachtdreiräder sind schon zu einem typischen Anblick auf den Strassen Beijing geworden. Was in China nicht läuft Aber nicht alle Trends aus Europa und den USA funktionieren auch in China. Besonders auffällig ist dies beim Carsharing. Dienste wie Mobility in der Schweiz gibt es in China so gut wie nicht. Dabei wären solche Angebote in Anbetracht des stetig zunehmenden Verkehrs und der Luftverschmutzung durchaus sinnvoll. Dass es Carsharing-Modelle in China nicht gibt, mag kulturelle Gründe haben. Das Land hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt. Für die stetig wachsende Mittelschicht ist das eigene Auto zu einem wichtigen Statussymbol geworden. Mit diesem kann man sich abheben und den überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln entgehen. Häufig hört man in China daher den Spruch, dass man zum Heiraten drei Dinge brauche: Geld, ein eigenes Haus und ein Auto. Vor 30 Jahren waren diese drei Dinge noch eine Armbanduhr, ein Fernseher und ein Fahrrad. Im Grossen und Ganzen sind in China jedoch sehr ähnliche Entwicklungen zu beobachten wie in Europa und den USA. Nur ist die Dynamik und Durchdringung der neuen Technologien teilweise sehr viel stärker ausgeprägt. So ist etwa Mobile Payment hierzulande gerade einmal angekommen und noch weit davon entfernt, von einer breiten Masse akzeptiert zu werden. China zeigt, wie schnell die Entwicklungen vonstatten gehen können. Neuartige Geschäftsideen schiessen wie Pilze aus dem Boden. Noch ist die Entwicklung auf den recht abgeschotteten chinesischen Binnenmarkt beschränkt. Sollten die dort ansässigen grossen Player mit ihren erprobten Produkten zur globalen Expansion ansetzen, könnten sie auch in Europa für einiges Durcheinander sorgen. Es lohnt sich daher, die Entwicklungen im Reich der Mitte im Auge zu behalten. Denn Disruption kommt nicht nur aus dem Silicon Valley. Ein Blick in den Fernen Osten kann auch für Überraschungen sorgen. Auch der Schaschlik-Händler bietet Mobile Payment an. Hier zu sehen am grünen Schild mit dem QR-Code. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7160 05 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

People Köpfe 17 Rising Star: Matthias Adolf Sunrise bekommt neuen Ceo mur/cgr. Serranetga hat Matthias Adolf als Geschäftsführer verpflichtet. Er stehe für eine neue Generation von Kommunikationsprofis. Als CEO übernehme er die Verantwortung für Kunden wie Samsung, UBS und Mobiliar und führe rund vierzig Mitarbeiter, teilt die Zürcher Werbeagentur mit. Adolf war in leitender Position bei Assai/Wirz und Namics tätig. Er war mitverantwortlich für den Aufbau der Digital-Unit von Jung von Matt/Limmat und arbeitete zuletzt bei search.ch als Head of Marketing und Geschäftsleitungsmitglied. Der bisherige Geschäftsführer Maurizio Rugghia verliess Serranetga laut Mitteilung auf eigenen Wunsch. Als CEO will Adolf die «Bekanntheit von Serranetga weiter steigern», teilte er auf Anfrage mit. Dabei soll das Profil des Unternehmens als Kommunikationsagentur «mit digitaler DNA» geschärft werden. «Meine persönliche Ambition ist es, Serranetga über kurz oder lang im Relevant Set sämtlicher Schweizer Kommunikationsauftraggeber zu verankern», beschreibt er sein persönliches Ziel. Ausser Agenturerfahrungen bringe er auch einen Background auf der Kundenseite mit. Damit könne er sich in die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen hineinversetzen, sagte er weiter. Dieses Wissen will Adolf an das Team von Serranetga weitergeben. Denn den Schlüssel zum Erfolg sieht er in der Teamarbeit. Daher will er eine Kultur im Unternehmen aufbauen, in der «alle Mitarbeitenden an einem Strang ziehen». Olaf Swantee fpo. Sunrise-CEO Libor Voncina hat seinen Rückzug angekündigt. Zum 9. Mai verlässt er das Unternehmen. Seit er bei Sunrise vor drei Jahren die Führung übernommen hat, konnte er noch nie einen Gewinn vorweisen. Seine Nachfolge tritt Olaf Swantee an. Zuletzt war Swantee CEO des britischen Telekommunikationsunternehmens EE, das im vergangenen Jahr von Britisch Telecom gekauft wurde. Davor war Swantee unter anderem Chef von Orange Europe (France Telecom). Der gebürtige Niederlander ist seit 1994 mit mehreren Unterbrechungen in der Schweiz wohnhaft. 2007 erwarb er die Schweizer Staatsbürgerschaft, wie die NZZ schreibt. Swantee ist verheiratet und hat drei Kinder. Equinix findet Nachfolger für DoTTArelli BEYond ICT: Peter Moebius, Managing Director, Interxion Schweiz Roger Semprini dkl. Equinix hat Roger Semprini zum Managing Director für die Niederlassung in der Schweiz ernannt, wie der amerikanische Rechenzentrumsbetreiber mitteilt. Zuletzt arbeitete Semprini für Swisscom. Dort war er zwischen 2010 und Anfang 2016 zunächst als Head of Sales und Marketing tätig. Später verantwortete er als Senior Vice President die «strategisch wichtigsten» Unternehmenskunden des Telkos. Vor seiner Zeit bei Swisscom hatte Semprini verschiedene Positionen bei Fujitsu inne. Der 48-Jährige folgt auf Marco Dottarelli, der fünf Jahre Managing Director von Equinix Schweiz war. Im Oktober 2015 verabschiedete sich Dottarelli in den Ruhestand. Peter Moebius ist seit über 25 Jahren im ICT-Geschäft tätig. In seiner Freizeit betreibt er Fitness, Jogging und «mit mässigem Erfolg» Golf. Daneben sind ihm Familie, Freunde, Fotografie und «geniesserisches Kochen» wichtig. (Quelle: Interxion Schweiz) Interview: George Sarpong Gibt es ein Land, das Sie noch bereisen möchten? Da gibt es einige, etwa Australien, Neuseeland, Kanada und die Route 66 in den USA. Was essen oder kochen Sie gerne? Ich koche und esse sehr gerne mediterrane Kost frisch vom Markt. Auf welche Website (ausser die eigene) würden Sie nicht verzichten wollen? Auf Wikipedia. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Engagiert, gesellschaftlich und politisch interessiert, (hoffentlich) gesund, sportlich und geistig fit. Was würde der zehnjährige Peter Moebius zu seinem heutigen Ich sagen? Das hätte ich mir nie träumen lassen. Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht oder sich geärgert? Ich liebe Trickfilme und Videoclips mit Tieren und Menschen; sie bringen mich ständig zum Lachen. Wenn Sie mit jemandem tauschen könnten, wer wäre das? Mit einem Arzt oder Chirurgen. Was war das bisher schönste Erlebnis Ihrer Karriere? Mit einem sehr engagierten Einsatz konnten wir als Team aus verschiedenen Organisationsbereichen bei meinem früheren Arbeitergeber einige sehr grosse Aufträge gewinnen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie Mitarbeiter mit der richtigen Einstellung ohne viel Überzeugungsarbeit höchst motiviert zusammenarbeiten können. Warum kommen Sie morgens gerne ins Büro? Die Mitarbeiter und unsere Kunden fordern uns täglich mit interessanten Aufgaben; ich arbeite einfach gerne in dieser spannenden Branche. Wie würden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben? Er schenkt Vertrauen, hört zu und spornt an; er ist ein People Networker und kennt den ICT- Markt. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2016

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